
Feurige Welt III
1935
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„AGNI JOGAS“ IZDEVUMS
Riga, Elizabetes iela 21-a, dz.
7
Jetzt können
wir beginnen, uns der Feurigen Welt zu nähern, indem wir die überirdischen
Zeichen bestätigen. Wir haben oft die notwendigen irdischen Eigenschaften
hervorgehoben. Die Lehre schreitet immer in zwei Strömen voran, die, wenn sie
sich vereinigen, die vollständige Linie der Errungenschaft bilden.
Wenn viele
irdische Eigenschaften schwer zu erlangen sind, können die überirdischen Bedingungen
abstrakt erscheinen, doch sie stellen die bestehende Wirklichkeit dar. Wer
gewohnt ist, in planetarem Ausmaß zu denken, weiß, wie wirklich das Leben in
der Welt des Feuers ist, in der Welt des Strahlens, in der Welt der
Errungenschaften.
So lasst
uns den dritten Teil der „Feurigen Welt“ beginnen.
Feurige Welt
Teil Drei
1. Man muss
die Feurige Welt nicht nur mit der Unbegrenztheit in Einklang bringen, sondern
sollte sich auch fest an die Hierarchie halten. Die Schönheit der Feurigen Welt
wird nur durch die Stufen der Hierarchie gekrönt, die bis zu dem Unbegrenzten
Licht aufsteigen.
Es sollte
einen nicht betrüben, wenn nur wenige bewusst auf den Stufen des Lichts aufsteigen.
Diese Giganten sind doch von solchen Magneten umgeben, dass sie unwillkürlich diejenigen
hinter sich herziehen, die den schwierigen Pfad nicht kennen.
2. Indem
ihr die neue Stufe betretet, sammelt ihr selbst Kraft. Nur wenige können sich über
den Pfad des Lichts freuen, wenn jeder Gedanke den Herrschern gewidmet ist.
Wird der anvertraute Schatz erkannt, können wahre Flügel des Geistes wachsen.
3. Viel
Heiliges und Großes wird nach außen nicht unbedingt groß erscheinen. Die
Ausmaße entstehen im Inneren des Bewusstseins. Man kann verschiedene Bedingungen
voraussehen, doch nicht darüber urteilen, wie und wann der Bote erscheint. Die
Menschen erschweren durch ihre eigenen, bedingten Maßstäbe transzendentale Erscheinungen.
Denkt
nicht, dies sei eine veraltete Redensart, denn gerade heute wird das Strahlen
des Geistes am meisten geleugnet. Ohne Sonne kann jedoch weder der Makrokosmos
noch der Mikrokosmos leben.
Ihr
wisst, dass der Lauf der Gestirne nicht günstiger sein könnte. Man kann
Jahrhunderte auf solche Konstellationen warten, jetzt aber legen keine
Jahrhunderte, sondern nur wenige Jahre die neuen Grenzen der Menschheit fest. Viele
bemerken diesen Kosmischen Aufbau nicht; umso mehr müssen die wenigen die auffälligen
Ereignisse begreifen, auf welche die Gestirne hinweisen.
Man muss
die ganze Größe der Stunde erkennen, und dafür ist Feierlichkeit geboten. Wohl
euch, wenn ihr sie spürt!
4. Es ist
richtig anzunehmen, dass zwischen der irdischen Ebene und der Feurigen Welt eine
Koordination besteht, nur sind die Ursachen der ganzen Entwicklung nicht sichtbar.
So kann man die zeitweilige Wehmut auf der irdischen Ebene als Schwelle zur
großen Freude ansehen.
Man kann
in Stille eine feurige Welle in das irdische Reich senden, doch der Donner ist
in den fernen Welten zu hören, deshalb werden alle Dimensionen durch die verschiedenen
Potentiale der Wellen erreicht. Wahrhaftig, alle schöpferischen Energien wiederholen
sich auf der irdischen Ebene und in der Feurigen Welt. Der Strom ist die einzige
Leitung, nur können die Menschen die wahre Bedeutung einer Tat nicht immer verstehen.
5. Auf
der irdischen Ebene sind die Ursachen der Handlungen unbekannt; nur dem
Bewusstsein eines Adepten* ist das Verständnis für das Wesen dessen, was vor
sich geht, zugänglich. So kann die Menschheit nur ein winziges Körnchen der
Wahrheit aufnehmen. Deshalb lasst uns andächtig über das Feurige Recht sprechen.
6. Bei
den Tätigkeiten der Feinde kann man einen überflüssigen Energieaufwand
beobachten. Verwirrt, wie sie sind, können sie die Tatsachen nur wie in einem
Zerrspiegel wahrnehmen. Daher nehmen sie, gelenkt von bösem Willen, einen
unrichtigen Blickpunkt ein.
Nur die
Anhänger der Hierarchie des Guten können alle Energien im Kanal des Guten
kondensieren. Gewiss, allein ein feuriges Bewusstsein kann den Horizont der
Welt umfassen; deshalb entgehen dem Feind die Ereignisse, welche die alten
Aufspeicherungen hinwegfegen. Voraussicht kann wahrhaftig nur vom Blickpunkt
der Erbauer aus angewendet werden. So wurde die Feurige Welt von den
Lichtträgern geboten.
7. Ich
gebe dem Schüler folgendes Geleitwort mit auf den Weg:
„Dein
Gebet möge lauten: Dir, Herrscher, will ich in allem dienen, immer und überall.
Möge mein Weg eine Heldentat* der Selbstlosigkeit sein.“
Wenn der
Schüler in seinem Herzen die Freude des Weges erkennt, auf dem es keine
Schwierigkeiten gibt, weil sich alles in die Freude des Dienens verwandelt, kann
man die Großen Tore einen Spaltbreit öffnen.
Inmitten höherer
Begriffe muss der Schüler sich in seinem Herzen an die Annalen des Lichts erinnern.
Inmitten entsetzlicher Erscheinungen muss der Schüler sich an die Annalen der
Finsternis erinnern.
Auf dem
Schild des Lichts steht eingeschrieben: „Herrscher, ich komme allein, ich komme
mit einer Heldentat, ich komme, ich komme!“ Und auf dem Schild des Lichts steht
das Vermächtnis: „Ehre, Hingabe und Selbstlosigkeit.“
Doch
furchtbar sind die Annalen der Finsternis. Möge die Hand des Schülers von den
Aufzeichnungen auf diesen unauslöschlichen Gesetzestafeln Abstand nehmen: Lüge,
Scheinheiligkeit, Verrat und Ichsucht.
8. Unter
den Erscheinungen, die für den Aufstieg besonders verderblich sind, muss man halbherzigen
Dienst hervorheben. Man kann nicht vorankommen, ohne diese fürchterliche Halbherzigkeit
zu verwerfen. Man muss daran erinnern, dass ein Schüler, sobald er einmal einen
Lehrer erwählt hat, bei seinem Handeln immer die verderblichen Folgen der
Halbherzigkeit bedenken muss. Nicht nur offener Verrat ist gefährlich, denn
gegen etwas Sichtbares kann man doch mit dem Schwert ankämpfen, sondern gerade diese
versteckten Intrigen der Halbherzigkeit sind so verderblich.
Man muss
das Bewusstsein der Menschen auf den Pfad der Ehrlichkeit lenken. Die Menschen
müssen verstehen, dass Ehrlichkeit des Dienstes die Hauptsache ist. Womit kann
man das Wachstum des Geistes festigen, womit Hingabe zur Hierarchie beweisen
und womit das Bewusstsein läutern? Nur, indem man dieses eine Gesetz der
Ehrlichkeit des Dienstes befolgt.
So wollen
wir uns für immer die Verderblichkeit der Halbherzigkeit merken. Die Annalen der
Finsternis beinhalten alle halbherzigen Entscheidungen und Taten; deshalb
sollte man auf dem feurigen Pfad an die Folgen der Halbherzigkeit denken. Wäre
es möglich, alle Annalen der Feinstofflichen Welt zu offenbaren, die Menschheit
wäre entsetzt, die grauen Schatten zu sehen, die Zerstörung, Halbherzigkeit,
Verrat, Aufwiegelung, Lästerung, Unversöhnlichkeit und Ichsucht umgeben.
So wollen
wir uns auf dem feurigen Pfad die Gefährlichkeit der Halbherzigkeit und der
Intrige merken.
9.
Quellen, die feinstoffliche Energien aufnehmen, sind sehr feinfühlig, daher ist
jene Qualität so wichtig, die sich vorrangig in reinen Leitungen offenbart. Wie
bei chemischen Versuchen ein Unterschied besteht, wenn man verschiedenartige Gefäße,
Substanzen und Verbindungen verwendet, so verschiedenartig sind alle
Erscheinungen der Aufnahme.
Ein von
Imperil* erfüllter Organismus wird nur einen kleinen Teil der Sendung
aufnehmen. Ein von Ichsucht durchdrungener Organismus wird eine entsetzliche
Färbung verleihen, welche die Sendung entstellt. Ein mit Feindseligkeit
erfüllter Organismus wird die entstellte Sendung zu einem Nachbarn tragen – so hängt
die Entstellung einer Sendung von der Qualität des Empfängers ab.
Ihr fragt
mit recht, warum Wir eine solche Verzerrung nicht abstellen? Weil es von
Menschenhand geschriebene Annalen gibt, die derart hässlich gemacht sind, dass
sie die Mahatmas des Ostens als welche darstellen, die vor dem Schlafengehen
Verurteilungen ausstoßen – so denken jene, die ihren Nachbarn zu verurteilen suchen.
Die Menschen schreiben den Mahatmas sogar Verleumdung zu. Die Menschen
schreiben Uns doch alle ihre irdischen Eigenschaften zu.
10. Lasst
uns weiter über Sendungen und deren Empfang sprechen. Einem feurigen Geist ist
es gegeben, feinstoffliche Energien aufzunehmen. Nur ein feuriges Bewusstsein
kann einen Strom feinstofflicher Energien leiten.
Deshalb
müssen die Niederschriften[1] mit großer
Unterscheidungskraft genau geprüft werden. Die Menschen sind doch gewohnt, das
Höhere auf eine niedere Ebene zu stellen, deshalb haben auch die Antlitze der
Herrscher derart verzerrte Formen angenommen. Die Menschen sind doch gewohnt zu
denken, das Höhere solle dem Niederen dienen, sie bedenken aber nicht, dass nur
das Verstehen des Dienstes das Recht gibt, ein Glied der Kette zu sein.
So bringt
ein entstelltes Verständnis der Sendungen jene Ergebnisse hervor, die den Raum
verunreinigen. Uns sind Fälle bekannt, wo die Höheren einen Schüler Mahatma
nannten, doch graue Empfänger entstellten die bedeutende Sendung bis zur
Hässlichkeit. Deshalb wollen Wir alle vor Entstellung und falschen Niederschriften
warnen. Wenn Wir einen Schüler Mahatma nennen, kennen Wir die Bestätigung eines
großen Potentials. Was aber enthüllt ein Medium oder ein mit Imperil
vergifteter Empfänger?
Daher
muss man in Zukunft die ehrlosen menschlichen Handlungen läutern und diese Niederschriften
vernichten.
So kann in
der Feurigen Welt nur ein feuriges Bewusstsein ein wahrer Empfänger Unserer
Sendungen sein.
11. Die
Geschichte vermerkt alle falschen Propheten und Betrüger, doch all die
geistigen Betrüger und falschen Quellen werden nicht genügend verzeichnet. Wenn
man das geistige Prinzip zur Grundlage des Staates machen würde, wäre es
möglich, alle verderblichen Wirkungen falscher Quellen zu verfolgen. Unter den Annalen
der Finsternis versteht man alle falschen Quellen und bösen Absichten der
Betrüger.
Mit recht
wurde gefragt: Warum wird die Höchste Lehre geschmäht? Dafür gibt es nur eine
Antwort: Die Betrüger leben in Maja*. Und um ein Körnchen für das Allgemeinwohl
zu erlangen, muss man Duldsamkeit offenbaren. Traurig gewähren Wir diesen
Betrügern Verzeihung, denn sie leben in Maja und werden in Maja hinübergehen; dasselbe
gilt auch für die Verzerrung von Sendungen.
12. Unter
den Lästerern der Lehre muss man eine besondere Art von Menschen hervorheben, welche
die Verpflichtung auf sich genommen haben, Hüter der Wahrheit zu sein. Doch die
Wahrheit zu offenbaren ist nur ein feuriges Bewusstsein fähig.
Die sogenannten
Hüter der Wahrheit sind bemüht, nur das als Wahrheit gelten zu lassen, was
ihnen angenehm ist. Daher gibt es so viele Lästerer der Lehre und aller hellen
Vorhaben. Es ist richtig, auf das Anathema[2] und
die Verfluchungen hinzuweisen, die solche Wahrheitshüter ausstoßen. Wie viel
Schönes wurde durch diese finsteren Absichten zunichte gemacht!
Wieso können
diese finsteren Kräfte Unsere Weisungen nicht ertragen? Weil Unsere Lehre
allumfassend, allesdurchdringend und elementar ist. Die Finsternis bekämpft vor
allem jene Quelle, die der Hierarchie des Lichts nahesteht. Wenn Wir alle
falschen Quellen aufspüren, werden wir uns davon überzeugen, wie sehr das
menschliche Bewusstsein sie unterstützt.
Die Säer
von Zweifel und Entstellungen verkünden dauernd das Verbot der Wahrheit und
alles Hellen. Doch auch die Feurige Welt hat ihre Feurigen Hüter. Wehe den
falschen Hütern und wehe jenen, die den Raum mit falschen Lehren verunreinigen.
Wehe jenen, die der Welt ein Verständnis der Hierarchie gegeben haben und
geben, das die Leuchtenden Antlitze in unwürdiger Weise herabsetzt. Daher lasst
uns Entstellungen bekämpfen!
13.
Gewaltig ist das Werk der Läuterung des Bewusstseins. Überall gibt es solche
Auftürmungen[3]! Ohne Läuterung des
Bewusstseins kann die Menschheit nicht vorankommen. Und Wir können nur retten,
wenn das Bewusstsein geläutert wurde. Deshalb spannen Wir alle Unsere Energien
so sehr an.
14. Man
fragt: Warum stellen Wir diese falschen Quellen nicht ab? Warum entlarven Wir
nicht jene, die Sendungen entstellen?
Antwortet:
Würde man den Strom, in dem die Menschheit vorantreibt, gewaltsam anhalten, würde
Fanatismus in Brutalität übergehen.
So strömt
der böse freie Wille wie Lava und verschlingt in der Geschichte jene, die gegen
das Gute zu Felde ziehen. Gewaltmaßnahmen können für die Menschheit gewiss keinen
rechten Weg weisen, daher können die ganzen feinstofflichen Energien nur von
einem feurigen Bewusstsein aufgenommen werden.
Daher ist
Duldsamkeit wahrhaftig das Los eines feurigen Bewusstseins. Natürlich sollte
man läutern, wo immer es schmutzige Anhäufungen gibt, und das Los des feurigen
Bewusstseins ist es, die Annalen des Raumes zu läutern. Unter den vielen Seiten
der menschlichen Schriften muss man jene verderblichen Annalen hervorheben, die
sogar den Verstand guter Menschen verschmutzt haben.
Daher
sollte man auf dem Pfad zur Feurigen Welt die große Bedeutung der Aufnahme höherer
Energien und feinstofflicher Sendungen verstehen.
15. Unter
den Empfängern der Lehre gibt es viele Kanäle, jeder Kanal hat seine besondere Eigenart
und Bestimmung. Das Gedankenmeer der Lehre kann aber nur über die am nächsten
liegende Quelle gegeben werden. Es gibt viele Zweige und Mittel des Verkehrs[4], und die
besonderen Eigenschaften der Kanäle zeigen die Grenzen der Empfänger auf.
Die
Funktion dieser feurigen Empfänger, die das Gedankenmeer der Lehre aufnehmen können,
ist es, die wesentlichen Vereiniger der Höheren Kräfte mit der Welt zu sein. Es
ist nicht schwierig zu verfolgen, wie diese Hieroinspirationen* vor sich
gegangen sind, und es ist auch nicht schwierig zu verfolgen, wie die Träger des
Feurigen Bewusstseins vorgegangen sind.
Deshalb
sollte man eine lichte Heldentat von einer Begrenzung unterscheiden. In dieser
Heldentat kann man wahrhaftig das feurige Verstehen der Menschheit verwirklichen.
16. In
den Tagen Harmagedons* sind alle Energien besonders angespannt. Die Anziehung aller
Möglichkeiten für gute Taten erfordert eine große Anspannung. Wahrhaftig, alle
Kosmischen Kräfte sind tätig, um die notwendigen Bedingungen zu schaffen. Wie
kann das Bewusstsein ohne Anstoß, ohne Streben nach Änderung des gegenwärtigen Daseins
erwachen? Die Erbauer tragen doch die ganze Last der Ereignisse, und es ist wesentlich
zu erkennen, dass die Schlacht Harmagedons gewaltig ist und alle Aufbaumaßnahmen
für den Großen Plan ebenfalls gewaltig sind. Deshalb lasst uns alle jene
segnen, die Hindernisse schaffen, denn so wachsen Unsere Energien und schließen
sich an den lichten Aufbau an.
Man fragt:
„Geht es nicht ohne Kataklysmen[5]? Geht
es nicht ohne Furcht und Elend? Geht es nicht ohne Leiden?“
Wir erinnern
an die räumlichen Auftürmungen und menschlichen Ausgeburten, die gesühnt werden
müssen. So sind die Kräfte des Lichts um die große, feurige Transmutation[6]
besorgt.
So sollte
man auf dem Weg zur Feurigen Welt daran denken, dass zur Zeit Harmagedons eine
Reinigung des Raumes vor sich geht.
17. Die
Bestätigung der Lebenskraft der Lehre ist besonders wichtig in einer Epoche, in
der eine Trennung zwischen Schöpfern und wahren Suchenden und den Verneinern
der Wahrheit stattfindet.
Der eine
anerkennt die Gegenwart, die Vergangenheit und die Zukunft; ein anderer sieht
alles in der Brechung der Maja; ein anderer will durch Verneinung der
Hierarchie eine höhere Offenbarung erlangen; wieder ein anderer betrachtet sich
als Wanderer ohne Führer – so vielfarbig sind die Gebärden des Geistes.
Deshalb
sollte man unaufhörlich und immer wieder über die schöpferischen Ursprünge
sprechen und das menschliche Bewusstsein durch die Lebenskraft der Lehre verwandeln.
Wir richten alle Anstrengungen auf die Erneuerung des Geistes – in dieser
feurigen Transmutation liegt der Schlüssel für Unsere Arbeit.
In der
Epoche der feurigen Erneuerung muss man die Lebenskraft der Lehre offenbaren. Die
Verneinung der Gesetze verunreinigt doch das Denken und ruft Zersetzung hervor.
So möge die Menschheit verstehen, wie mutig es ist, die Transmutation der
Feurigen Welt in all ihrer Lebenskraft anzunehmen.
18. Die
Menschheit denkt über die Entartung vieler Völker nicht nach. Es gibt bösartige
Nationen, die sich unter den Augen der Welt unverkennbar zersetzen! Menschen
mit Schwänzen widerspiegeln die Richtung. Man kann sogar am Körperbau verfolgen,
wie ein Volk entartet: Kiefer, Backenknochen, Arme, Beine, Ohren und andere
Anzeichen spiegeln die Entartung wider. Eine bösartige Nation wird auch zum
Nährboden von Krankheiten und kann Mikroben des Geistes und des Körpers
verbreiten.
Doch bei
feuriger Schöpfung und Transmutation des Geistes wird der Menschheit das
Potential des Fortschritts und der Entwicklung einer Nation enthüllt werden.
Wer nicht die Feurige Taufe* annimmt, wer nicht dem Ursprung des Lichts folgt,
tritt ab in das Chaos der Zersetzung. Man kann die Verrohung verfolgen und
bestätigen, dass allein die Feurige Welt die notwendige Reinigung bietet.
19. Wie auf
dem Gipfel nicht für alle Platz ist, die hinaufsteigen, so muss man verstehen,
dass der Aufstieg nicht mit einer schweren Last vonstattengehen kann und dass
auf dem Gipfel kein Platz für Unnötiges ist. Ein aufsteigender Geist muss stets
daran denken, sich von den Bindungen des Alltagslebens zu lösen. Die Abhänge
sind steil, und man sollte sich daran erinnern, dass nur der Fuß des Berges
breit ist. Am Fuß ist Raum für das Alltägliche, doch der Gipfel ist spitz und
für die ganzen alltäglichen Dinge zu klein.
Die alltäglichen
Erscheinungen werden vom Gipfel aus am klarsten gesehen; so muss man alle an den
Gipfel und den abschüssigen Abhang erinnern. Bei einem Aufstieg, bei
Tapferkeit, Festigkeit und schöpferischer Tätigkeit sollte man daran denken,
dass der Gipfel schmal, der Horizont aber unermesslich ist. Je höher man
aufsteigt, desto weiter und überwältigender ist die Sicht; und je
überwältigender die Sicht, desto stärker die Verschmelzung zur Einheit. So wollen
wir uns das für den Aufstieg gegebene Geleitwort merken.
20.
Wahrhaftig, je höher, desto mächtiger ist die Verschmelzung zur Einheit. Ebenso
wie ein Wanderer seinen Weg zum Gipfel geht, indem er sich von den alltäglichen
Bindungen löst, befreit sich der Wanderer des Feurigen Rechts von allen Erinnerungen,
die das Leben ihm als auferlegt hat.
21. Die Kontinuität
der Lehre kann entsprechend dem Prinzip des Magnetpols für die Verwirklichung
feuriger Manifestationen und für die Ausführung der höheren Gesetze nur einem
feurigen Geist gegeben werden, der bereits seit Tausenden von Jahren mit der
Hierarchie verbunden ist. Die angespannte feurige Tätigkeit zieht sich über
Tausende von Jahren hin. Die Vereinigung des Bewusstseins wird über Tausende
von Jahren geschmiedet. Tausende von Jahren gestalten den vereinten Pfad. In
Tausenden von Jahren werden Herzen in dem einen Großen Dienst verschmolzen.
Unabänderlich
ist das Kosmische Gesetz, und man sollte begreifen, dass die Kontinuität der
Lehre über Zeitalter hindurch verwirklicht wird. Es gibt viele Eingriffe in
dieses erhabene Recht, doch das Kosmische Recht wird einem Schöpfer der
Feurigen Welt verliehen. Deshalb muss die Menschheit das Bewusstsein läutern,
um das erhabene Recht der Kontinuität zu verstehen.
22.
Wahrhaftig, für den Aufstieg des Geistes sollte man das Symbol des Gipfels
annehmen. Jeder Schüler sollte daran denken, dass ein Umgehen des Gipfels den
Wanderer vom Pfad wegführt. Jede überflüssige Last behindert den Wanderer. Der
Gipfel ist spitz, und jede unnötige Bindung an die irdische Welt hält den
Wanderer auf. Es ist schwierig, am Abhang anzuhalten, lasst uns daher an den
Gipfel des Aufstiegs denken.
Es ist
schwierig, den Gipfel zu erreichen, wenn der Geist die Grundlagen der
Hierarchie nicht versteht. So gibt es auf dem Feurigen Pfad weder Einsamkeit
noch Leere, nur ein Loslösen von der irdischen Welt und eine unwiderstehliche
Anziehung zur Feurigen Welt.
23. Die
Welt ist auf der Suche nach Vollendung. Vielfältig sind die Pfade des Suchens.
Der nächste Pfad zur Vollendung ist jener der Schönheit.
Die Religion
hat Streben nach Nirwana* bewirkt, doch dies wurde durch irrige Begriffe
entstellt. Viele Sucher wurden durch die Begriffe Karma* und Wiedergeburt irregeleitet.
Wer Vollendung
durch Schönheit suchte, konnte die machtvollen Gesetze des Daseins finden. Wenn
wir alle verunstalteten Lebenserscheinungen nehmen und ihnen die Schönheit gegenüberstellen,
werden wir das Gesetz der Vollendung finden. Wenn wir die unausgeglichenen
Zustände aller ins Leben eingeführten Prinzipien nehmen und ihnen die Schönheit
gegenüberstellen, werden wir zum Gesetz des Daseins gelangen. Wenn wir das
Leben des Planeten mit all seinen Vorurteilen betrachten, gelangen wir
unvermeidlich zur erhabenen Vollendung durch Schönheit.
Man muss
das Bewusstsein an die erhabene Vollendung gewöhnen. Dieses Denken kann zur
Feurigen Welt führen.
24. Einer
der großen Begriffe, der oft falsch ausgelegt wird, ist gerade der erhabene Begriff
der Demut. Er wurde als Nichtwidersetzung gegen das Böse ausgelegt, als
Gutherzigkeit oder als Barmherzigkeit, doch nur wenige betrachteten Demut als
Selbstverleugnung. Indessen können nur Selbstverleugnung und Selbstaufopferung
zum Verstehen der Demut führen.
Wahrhaftig,
Wir sehen die Riesen des Geistes und die Helden, die sich der demütigen Arbeit
zum Wohl der Menschheit hingeben. Wir kennen große Experimente, die in
Laboratorien demütig zum Wohl der Menschheit ausgeführt werden. Wir kennen die
großen feurigen Experimente jener, die sich demütig zum Wohl der Menschheit
hingeben. Wir kennen eine Erscheinung auf dem Pfad zur Feurigen Welt, welche
die ganze Umgebung inspiriert hat.
Wahrhaftig,
mannigfaltig ist die durch Selbstaufopferung und Selbstverleugnung bekundete
Demut. Heldentum ist die Offenbarung verschiedener Arten von Demut. So sind die
Annalen des Raumes voll von großen Taten der Demut. Unschätzbar sind diese
feurigen Flüge des Geistes. Wahrhaftig, so leeren die Helden der Demut den vollen
Giftkelch zum Wohl der Menschheit.
25. Als
höchste Demut und höchste Selbstverleugnung sollte man das Bildnis Jener
annehmen, die den vollen Kelch der Selbstaufopferung tragen. Sie tragen eine
schwere Last im Herzen. Sie tragen sie wegen der Anspannung der Menschheit. Sie
tragen die Last der ganzen mangelnden Entsprechung. Eine solche Demut ist
Erlösung.
Wer gibt sich
der Heldentat hin, den Giftkelch zu leeren? Wer ergreift den Feurigen Schild zum
Wohl der Menschheit? Wer entschließt sich, die feurigen Energien aufzunehmen?
Wer zeigt Verständnis für die ganze kosmische Anspannung? Wahrhaftig, derjenige,
der mit den Höheren Kräften zusammenklingt.
Die
Menschheit ist doch gewohnt, Gutes zu fordern, doch so selten denkt der Mensch
ans Geben. So ist die Demut eines Glaubenshelden, der den feurigen Kelch trägt,
die höchste Demut. Im feurigen Kelch liegen die Erlösung und die Bewahrung des
Geistes der Menschheit. Das wollen wir uns merken und Verstehen zeigen.
26. Für
eine solche feurige Demut muss der Geist in Tausenden von Jahren gestählt
werden und in ständiger Heldentat leben. So findet der letzte Einsatz für den
Planeten statt, und in diesem großen Kampf offenbaren Wir Unsere Macht. Deshalb
ist Unsere Demut so feurig.
Für einen
feurigen Geist ist es nicht leicht, Demut zu bekunden. Der feurige Geist ist
wie eine Esse, wie eine lodernde Fackel, und Selbstverleugnung und Selbstaufopferung
sind sein Los auf der letzten Stufe. Deshalb ist das letzte Verweilen auf der
Erde so schwer. Jede Schwelle bedeutet einen schweren Schritt. So schmieden Wir
die große Zukunft.
27. Die
Herrschaft des Geistes und die Herrschaft des Herzens werden so wenig
verstanden, dass es notwendig ist, für den Fortschritt der Menschheit diese
Begriffe zu erweitern. Oft verursacht mangelndes Verständnis dieser großen
Prinzipien eine Störung des Gleichgewichts.
Das beste
Beispiel ist Osten und Westen. So versteht man im Osten nicht, dass Herrschaft
des Geistes keine Untätigkeit und Herrschaft des Herzens keine Willenlosigkeit
ist. Der Westen hat beide Begriffe zerstört und die Herrschaft der Materie als
Lebensgrundlage verwirklicht.
Ohne die Herrschaft
des Geistes und des Herzens kann man nicht vorwärtsschreiten. Man sollte die Formel
„vergeistigte Materie“ in den täglichen Gebrauch aufnehmen. So werden Geist,
Herz und Materie ins Leben eingehen. Die Feurige Welt verwirklicht die
Herrschaft des Geistes in ihrem ganzen kosmischen Maßstab.
Würden
die Wissenschaftler die große Bedeutung der Herrschaft des Geistes verstehen, wie
viele nützliche Forschungen könnten der Menschheit ermöglicht werden! Die Buchgelehrten
lassen jedoch die mächtigste Kraft nicht zu, nämlich die Herrschaft des
Geistes. Deshalb muss man jede feinstoffliche Annäherung an Wissenschaft und
Kunst als wahres feuriges Denken schätzen. Auf dem Pfad zur Feurigen Welt wollen
wir die Herrschaft des Geistes im Sinn behalten.
28. Der
Mensch verwirklicht selbst jene Macht, die sein Wesen beherrscht. Diese Macht
besteht aus den Haupteigenschaften des Geistes. Die Menschen leben unter der
Herrschaft verschiedener Potentiale. Man kann Erscheinungen des Aufbaus und der
Zerstörung unterscheiden.
Jene, die
unter der Macht der Schönheit leben, zieht es zum Aufbau hin. Sie schaffen
durch ihr eigenes Potential die Herrschaft des Geistes. Sie erneuern das Leben
durch Schönheit.
Wie
schrecklich ist dagegen das Leben jener, die von der Macht der Zerstörung leben!
Gewiss, wenn man von der Macht der Zerstörung spricht, sollte man die Macht der
Ichsucht im Blick haben, die der Macht der Schönheit entgegensteht.
So muss man
verstehen, wie der Mensch sich entweder in den Abgrund stürzt oder in die
Unbegrenztheit erhebt. Die Herrschaft des Geistes und des Herzens ist ein
gewaltiges kosmisches Gesetz. Deshalb schafft die Feurige Welt durch die Macht
des Geistes.
29.
Heute, an Unserem Tag[7] werde
Ich euch sagen, wie die Macht der Schönheit zur Welt der Feurigen Vollendung
ruft. Schöpfung durch die Macht der kosmischen Liebe ist unbegrenzt. Der Raum
erklingt durch die Verwirklichung des Gesetzes der Kosmischen Liebe. Die
Strahlen werden zu einer mächtigen Einheit verwoben. Allein durch die vereinten
Strahlen war es möglich, dass Wir so viele Erdbeben zum Stillstand brachten.
So erweist
sich das Experiment des Agni Yoga für die Welt als eine feurige Transmutation;
doch für die Höhere Welt besteht die Kenntnis des kosmischen Gesetzes, welches
das Experiment des Agni Yoga als eine Vorbereitung für die Aufnahme des
Strahles des großen Kosmischen Rechts offenbart. So offenbart die Feurige Welt
das Wesen des Kosmischen Rechts.
30. Nur ein
erweitertes Bewusstsein kann die Macht der Schöpfung des unsichtbaren
Kosmischen Strahls verstehen. Die Macht dieses Strahls ist das Gesetz der
Feurigen Welt. Die Schwingungen der Strahlen wurden gezeigt. So bringen zum
Beispiel Willensanspannung, ein Aufschwung des Geistes, Freude und alle anderen
Erscheinungen des Geistes und des Herzens ihre eigenen Strahlen hervor. Dabei
sollte man bedenken, dass das Wesen der Ausstrahlungen den Kosmischen Strahl
nicht ersetzt, denn dieser Strahl enthält das ganze Potential der Tat.
Bewusst
gelenkte Strahlen stellen eine kosmische Macht dar. Wie viele gewaltige Aufbauten
könnten bei höchster Anspannung des Geistes und Reinheit des Herzens vollbracht
werden! Wie mächtig könnten die vereinten Strahlen sein! Wenn aber der Geist
nicht zur Erhabenheit der Kosmischen Ursprünge strebt, kann er die Macht des
Kosmischen Strahls nicht aufnehmen. Die Aufnahme des Kosmischen Strahls hat
eine große Zukunft.
31. Ich
werde über den gewaltigen Kosmischen Strahl in Zusammenhang mit der Vereinigung
sprechen. Auf der letzten irdischen Stufe, vor der höchsten Vollendung, wird
eine Übereinstimmung zwischen den feurig transmutierten Zentren und dem
Kosmischen Strahl hergestellt. Jede sichtbare Bestimmung hat eine entsprechende
kosmische Anspannung. So werden die Zentren mit Feuer gesättigt, um den
gewaltigen Kosmischen Strahl aufzunehmen, der alle Körper auf das letzte Loslösen
von der Erde einstellt.
So nehmen
der feinstoffliche, der physische und der Astralkörper ein und dieselbe Gestalt
der Schönheit an. Das ist die größte Tat des Kosmischen Strahles, und das feurige
Recht zieht diesen heiligen Kosmischen Strahl an. Das ist das höchste kosmische
Mysterium und die erhabenste Offenbarung des Kosmos.
32. Der
Kampf des Geistes ist ein Schritt zur Heilung. Bei Stillstand des Geistes und beharrlichem
Eigendünkel und Selbstrechtfertigung kann der Geist nicht voranschreiten, deshalb
setzt die Feurige Taufe den Kampf des Geistes voraus. Natürlich führt angespanntes
Suchen zum Kampf des Geistes. Man kann bemerken, wie Menschen sich im Geist
erheben oder erstarren.
Man kann
beobachten, wie ein Geist, der über die volle Synthese verfügt, sich in Suchen
vertieft und kein Gefühl der Vollendung offenbart. Man kann auch den Spezialisten
beobachten, der in seiner Arbeit Selbstzufriedenheit und das Gefühl der Vollendung
findet. Genauso verhält es sich mit der sogenannten Geschäftstüchtigkeit im
Gegensatz zum Schwung der Gedanken und zur Schöpferkraft.
Daher ist
es so wichtig, die Menschen ihrem Potential gemäß zu unterscheiden, denn nicht
immer ist ein Genie für jene sichtbar, die durch Selbstzufriedenheit begrenzt
sind. Deshalb muss man Achtung vor der Arbeit und den Forschungen jener
entwickeln, welche die Synthese besitzen.
Auf dem
Pfad zur Feurigen Welt sind Synthese und der Kampf des Geistes erforderlich.
33. Beim Kampf
des Geistes sollte man besonders das Gefühl hervorheben, sich mit nichts zufrieden
zu geben. Ein Geist, der die Synthese besitzt, kann natürlich seine Kraft verwirklichen.
Doch gerade diese feurigen Empfänger kennen das Gefühl der Zufriedenheit nicht.
So kann man im Leben oft beobachten, dass Herkömmlichkeit die Träger der
Synthese nicht annimmt. Das Sichtbare dagegen wird immer von allen geschätzt.
Man kann nur bedauern, dass die Menschen sich so sehr selbst beschränken, indem
sie enge Rahmen schaffen.
Man muss
jene bedauern, welche die Schöpfung mittels des Gedankens nicht verstehen
wollen. Ihr habt über den Gedanken und das Gefühlswissen richtig gesprochen.
Über alles Samadhi* hinaus herrscht der Gedanke. Je höher, desto machtvoller.
Je flammender der Gedanke, desto nützlicher die Offenbarung. Wahrhaftig, der
Gedanke ist elementar und unbegrenzt.
34.
Mitten im feurigen Kampf offenbart der Geist Schwermut. Besonders auf der
letzten Stufe kennt der Geist diesen Kampf. Schwermut ist eine Erscheinung der
Feinstofflichen Welt, und sich mit nichts zufrieden zu geben ist Wissen von der
Zukunft. Bei einer Teilung des Geistes* ist dieses Gefühl besonders mächtig.
35. So
viel wird über Zusammenarbeit gesprochen, aber so wenig versteht man sie! Sie
ist einer der am meisten entstellten Begriffe, weil in der menschlichen Gesellschaft
der Begriff der gemeinsamen Arbeit so verzerrt wird. Das Leben in einer
Gemeinschaft von Mitarbeitern kennt kein Aufdrängen von Gefühlen,
Verpflichtungen oder Zwängen, sondern nur die Verwirklichung gemeinsamer Arbeit
im Namen des Guten.
Würde die
menschliche Gesellschaft das Gesetz der gemeinsamen Arbeit als Lebensgesetz
annehmen, wie sehr würde das menschliche Bewusstsein geläutert werden! Der
Rhythmus der gemeinsamen Arbeit kann doch verschiedene Spezialisten und Menschen
mit unterschiedlichen Eigenschaften vereinen. Das Gesetz ist einfach, doch von wie
vielen Entstellungen ist es umgeben!
Geistesverwandtschaft
von Menschen hat viele Gründe, sowohl geistige als auch karmische, unter dem Strahl
der Arbeit aber kann sich eine Gemeinschaft durch das Gesetz der Zusammenarbeit
bilden. Deshalb ist es notwendig, die Mitglieder der Gemeinschaft durch Arbeit
und die Bekräftigung zu erziehen, dass jeder Mitarbeiter ein Teil des Ganzen
ist. Man muss aber falsches Denken über das Persönliche beseitigen. Eine solche
Erläuterung hilft der Gemeinschaft, sich als ein einziger Kanal zu verwirklichen.
Man kann
viele bedauerliche Geschehnisse durch Erweiterung des Bewusstseins und das
feinfühlige Verstehen vermeiden, dass man das Herz eines anderen nicht verletzen
darf. Daher sollten die Mitglieder der Gemeinschaft auf dem Pfad zur Feurigen
Welt verstehen, dass man nur durch das Gesetz gemeinsamer Arbeit vorankommen
kann – es gibt kein anderes Kriterium!
Feines
wird nur durch Feines erreicht, und die feinen Fäden des Herzens klingen nur durch
die Anspannung von Jahrtausenden zusammen. Deshalb mögen die Mitglieder der
Gemeinschaft vor allem diesen einzigen Pfad erkennen. Das Gesetz der gemeinsamen
Arbeit verletzt nämlich das Herz des anderen nicht.
36. In
der Gemeinschaft sollte man an die Heiligkeit der Gefühle denken. Vor allem muss
man sich merken, dass man in einem Mitglied der Gemeinschaft ein feines Gefühl
nicht gewaltsam hervorrufen darf. Durch äußere Forderungen kann man keine
feinen Schwingungen im Herzen entwickeln. Nur inneres, verdienstvolles Handeln
erzeugt eine entsprechende Schwingung. Selten ist dieses Leben des Geistes inmitten
der erdrückenden irdischen Schwingungen zu finden. Jedoch diese Erscheinung,
wenn ein Geist mit einem Geist zusammenklingt, ist so herrlich!
Bei Entwicklung
des Gemeinschaftsbewusstseins sollte man vor allem Verständnis für
Zusammenarbeit festigen. Bei diesem Verständnis kann die Gemeinschaft
erstarken, und der Wurm des Selbstmitleids verschwindet.
Dieses
Geleitwort geben wir den Schülern mit auf den Weg und bestätigen die Freude an
der Arbeit, ohne in irgendeiner Weise das Herz des Nächsten zu verletzen. Seit
langem heißt es: „Liebe lässt sich nicht erzwingen!“ Das ist auch eine
kosmische Formel. Man kann aber den Pfad der gemeinsamen Arbeit in hohem Maße
reinigen. Daher mögen die Schüler sich die Zusammenarbeit als die wichtigste Stufe
im alltäglichen Leben der Gemeinschaft merken.
37.
Errungenschaft des Geistes besteht darin, dass er inmitten von irdischen
Schwierigkeiten und Kämpfen höheres Streben entfaltet. Der Geist kann sich nicht
inmitten von Wohlstandsverhältnissen verwirklichen. Deshalb mögen die Mitglieder
der Gemeinschaft der Arbeit die Kraft ihres Geistes und Strebens inmitten der Mühen
und Schwierigkeiten des Alltags unter Beweis stellen.
Wie kann
man einen höheren Zustand und eine Verfeinerung des Bewusstseins ohne geistige
Arbeit erlangen? Wie viele segensreiche Sorgen gibt es auf dem Pfad der Läuterung
des Bewusstseins! Jede Tat, die den Geist von irdischen Begierden losreißt, ist
eine höhere Verwirklichung. Der Pfad zur Feurigen Welt führt über geistige
Arbeiten und irdische Entbehrungen; und höchste Errungenschaft erlangt man
durch Loslösen von den irdischen Erscheinungen, um nach höheren zu suchen.
Wenn es
daher heißt: „Die Errungenschaft des Geistes wird jenen zuteil, die den Kampf
und die Suche nach Wissen kannten“, so deutet das auf eine feurige
Errungenschaft hin. Das wollen wir auf dem Pfad zur Feurigen Welt im Sinn
behalten.
38. Der
Pfad der Aufnahme ist am mächtigsten, wenn der Geist einen feinstofflichen
Energiestrom offenbart. Die feinstofflichste Aufnahme erlangt man durch
geistiges Verstehen. Die Kraft der Aufnahme durch geistiges Verstehen ist mit
nichts zu vergleichen.
Gewiss,
beim geistigen Aufbau muss man viele Kanäle nutzen, man sollte aber zwischen
Kanälen unterscheiden, die durch den Willen von außen oder von innen gelenkt
werden. Die erhabene Quelle des geistigen Verstehens ist der feinstofflichste
und höchste Verwirklicher. Die äußere Quelle ist einfach ein Kanal, durch den man
senden und sogar den Willen lähmen kann. Deshalb gibt es so viele ungenaue
Berichte, denn man darf den Willen nicht zu oft lähmen. Außerdem sind diese
Kanäle sehr einseitig, und beim kosmischen Aufbau gleichen sie einer einzigen
Retorte. Daher ist es so wichtig, die Macht des geistigen Verstehens zu begreifen.
Nicht nur Medien, sondern auch andere Quellen, die nur teilweise empfangen,
verstopfen den Raum.
Zum
Beispiel drückt sich die Fürsorge der Hierarchie in Sendungen an Mitglieder der
Gemeinschaft aus, doch wenn diese das für die Gemeinschaft Gesandte nicht
übermitteln, ist der Kanal unrein. Ist es denn möglich, dass die Hierarchie Visionen
nur für ein einzelnes Mitglied der Gemeinschaft sendet? Wiederum ist der Kanal
unrein. Deshalb ist es so schwierig, das Bewusstsein zu erweitern.
39. Das
Wesen des feurigen Fortschritts besteht aus den verschiedenen Verwirklichungen des
Geistes. Der Hauptfaktor ist die Entwicklung von selbständiger Tätigkeit.
Selbständige Tätigkeit beinhaltet Liebe zur Hierarchie, Verantwortung sowie
wahres Verstehen des Dienstes. Wenn Wir daher von selbständiger Tätigkeit
sprechen, muss man alle Eigenschaften der höheren Verwirklichung verstehen.
Wenn ein
Mitglied der Gemeinschaft die Entwicklung selbständiger Tätigkeit auf sich
nimmt, wird sein Tätigkeitsfeld grenzenlos sein. Die Hierarchie wird zum
feurigen Antrieb aller seiner Taten. Keine Angriffe, seien es nahe oder ferne,
erschrecken ein Mitglied der Gemeinschaft, weil es den feurigen Dienst kennt; deshalb
ist es so wichtig, sein Bewusstsein von Ichsucht zu reinigen.
Doch ein Mitglied
der Gemeinschaft muss bereit sein, alle Schwierigkeiten in dem Wissen auf sich
zu nehmen, dass der Dienst für die Hierarchie die höchste Errungenschaft ist.
40. Erst
nach langem Suchen finden wir das, was dem Geist und dem Herzen gebührt. Nur langwieriges
Suchen führt zur Vollendung.
41. Königtum
des Geistes besteht aus einem feurigen Bewusstsein, nämlich aus Disziplin des
Geistes, bestätigter Synthese und umfassendem Verständnis. So fürchten nur
Sklaven des Geistes alles Feurige, weil jede Offenbarung des Feuers sie versengt.
Man kann verfolgen, wie königlich ein Mitglied der Gemeinschaft einherschreitet,
erleuchtet vom Feuer des Bewusstseins.
Man
sollte nicht nur die Errungenschaften des sichtbaren Heldentums bemerken,
sondern auch den erhabenen Pfad des Königtums des Geistes mitten im
Alltagsleben. Es ist unmöglich, sich im Potential eines königlichen
Feuerträgers zu irren. Wir kennen diese großen Glaubenskämpfer, die den Raum
und ihre Umgebung mit ihrem Feuer sättigen und zur Heldentat inspirieren; so muss
man im Leben auf die feinstofflichen Taten eines königlichen Geistes achtgeben.
Man
sollte Heldentum fein unterscheiden, denn wir nehmen das feurige Heldentum des
Geistes nicht immer wahr, und die Grundlage des Heldentums wird dem Auge eines
gewöhnlichen Menschen nicht immer enthüllt. Wie herrlich ist der Pfad eines
königlichen Geistes!
42. Wie
unterschiedlich wird die Offenbarung von Heldentum gewöhnlich verstanden. Man
sollte daran denken, dass ein Held nicht immer durch Posaunenschall verkündet
wird. Ein Held des Geistes schreitet nicht so einher, dass alle Welt es hören
kann, sondern leert wahrhaftig den Giftkelch.
Oft wird
jenen, die mehr fordern, ihrem Verlangen gemäß mehr gegeben; doch irdische
Gaben sind kein Beweis für höhere Gaben. Wahrhaftig, ein Geistesheld wandelt
auf einem anderen Pfad. Seine Last ist die Last der Welt. Und wie wundervoll
ist das Antlitz des Geisteshelden, der in Stille und Einsamkeit ungestüm
voranschreitet!
Die
feurige Schöpfung des Helden des Geistes ist nur mit dem Feuer der höchsten
Anspannung vergleichbar, denn die höchste Flamme ist unsichtbar. Der Raum
spannt die Strahlen der Schöpfer des Geistes mächtig an. Ist das Bildnis des
Gebenden nicht das Bildnis eines wunderwirkenden Herzens? Das wollen wir auf
dem Pfad zur Feurigen Welt im Sinn behalten.
43. Das Herz
eines Helden kennt die Selbstaufopferung im Namen des Allgemeinwohls. Es kennt
die Selbstverleugnung und den Großen Dienst. Der Pfad des Helden ist nicht
immer mit Kronen menschlicher Dankbarkeit übersät. Der Pfad des Helden verläuft
auf dornigen Wegen. Deshalb sollte man den Pfad der Selbstaufopferung immer
achten, denn jeder Fortschritt auf dem Antlitz der Erde, der das Heldentum des
Geistes verwirklicht, ist die Gewähr für einen neuen Anfang.
Wie viele
Geisteshelden könnten auf dem Pfad der Menschheit wie führende Fackeln sein!
Für die Augen der Unwissenheit bleiben diese Feuer des Geistes jedoch
unbemerkt. Daher sollte man auf dem Pfad zur Feurigen Welt die Helden des
Alltagslebens ehren, die das Leben zu jeder Stunde mit einer Errungenschaft
sättigen.
Die Gemeinschaft
der Arbeit sollte diese Helden heranbilden, denn nur aus den Eigenschaften des Heldentums
des Geistes und des Herzens erwachsen die Säulen eines Volkes.
Wer das
Heldentum der Selbstverleugnung kennt, wird kein zufälliger Held der Stunde
sein – die Annalen des Raumes werden die Mühen eines Geisteshelden für immer verzeichnen.
44.
Würden die Menschen über die Stufen der Evolution nachdenken, kämen sie zu dem
Schluss, dass die Gesetze in ihrer Vielgestaltigkeit unbegrenzt sind. Es
scheint so einfach zu sein, die Verwirklichung des ganzen Wachstums und aller Verfeinerungen
aufzuspüren, doch die Menschheit bemerkt nur das, was sie im Rahmen des
Alltagsverstehens zu verfolgen vermag.
Ist es
möglich, die Erhabenheit der Gesetze zu erfassen, die den gesamten Kosmos im
Gleichgewicht halten? Das irdische Maß entspricht der Erhabenheit des Kosmos
nicht, und der Grund des ganzen Misserfolgs der Forschungen liegt in diesem
Mangel an Verständnis. Man kann das Unbegrenzte nicht begrenzen!
Das
Denken kann in die Tiefen des Kosmos eindringen, wenn der Geist das Wesen des
Feuers ergründet, das in seiner Macht unendlich und in seinen Eigenschaften
unbegrenzt ist. Könnte die Menschheit das Wesen und die Erhabenheit des feurigen
Aufbaus ergründen, würden alle Evolutionsstufen zur Verwirklichung der
erhabenen Gesetze führen.
Alles,
was sich bewegt, geht den spiralförmigen Pfad zur großen Verfeinerung. Deshalb
sollte man auf dem Pfad zur Feurigen Welt die Unbegrenztheit der Gesetze kennen.
45.
Könnte die Menschheit die Evolution verstehen, würde sie gewiss zum Verständnis
des Feurigen Rechts gelangen. Nur das Feurige Recht kann kosmisch schaffen. So können
die Stufen der machtvollen Evolution vollendet werden. Das ganze Gleichgewicht
des Kosmos wird aufgrund der feurigen Vereinigung der Grundlagen aufrechterhalten.
46.
Obwohl die guten Auswirkungen von Absichten, guten Gedanken und Taten nicht fassbar
sind, ruft nach dem Kausalitätsgesetz dennoch alles eine Wirkung hervor. Dieses
Gesetz ist unabänderlich und erhaben. Die Verwirklichung der Kausalität bei
jeder Tätigkeit führt zu einer Erweiterung des Bewusstseins, denn nicht Furcht,
sondern das Erkennen der Taten weist die rechte Richtung.
Wie
herrlich ist das Gesetz, das allem Guten und jedem schöpferischen Vorhaben
Leben verleiht! Der Aufbau des Weltalls wird doch zu jeder Stunde mit allen Vorhaben
angespannt. Wahrhaftig, die Helden des Geistes wissen, dass ihr tägliches
Streben sie an den Aufbau des Lebens anschließt.
So kann
das Kausalitätsgesetz das Denken zum Verstehen der unbegrenzten Feurigen Welt lenken,
wenn der Geist fühlt, dass er als Wirkung einer Ursache und Ursache einer neuen
Wirkung ein Glied in der Kosmischen Kette ist. Durch dieses einfache Verstehen
des Gesetzes von Ursache und Wirkung wird der Mensch vieles erkennen können.
Auf dem
Pfad zur Feurigen Welt wollen wir die ewige Bewegung unserer Taten im Sinn
behalten.
47. Wie
erhaben ist das Gesetz der Kausalität! Es beinhaltet die Antwort auf alle Fragen.
Der menschliche Verstand wird durch das Problem des Elends verwirrt, doch das
Kausalitätsgesetz führt zum Karmagesetz. Der Mensch ist empört über das Elend,
doch das Kausalitätsgesetz weist ihn auf dessen Entstehung hin. Der Mensch wundert
sich über seltsame Störungen des Gleichgewichts, doch das Kosmische Gesetz ruft
die Höhere Gerechtigkeit hervor. Wer sich im Geist an das Kausalitätsgesetz anschließt,
hat sich bereits der Wahrheit angeschlossen.
Würden
Schulen und Tempel das Kausalitätsgesetz verkünden, befände sich das
Bewusstsein auf einer höheren Stufe, denn was von den Daseinsgrundlagen
getrennt ist, kann nicht fortschreiten. Es ist richtig zu bestätigen, dass ein
Uranfang ohne das eine Feuer des Daseins nicht existieren kann; und in
demselben Maß offenbart sich der Kosmische Aufbau, indem er das vereint, was
von Rechts wegen zusammengehört. So wird im Kosmos alles vereint. Man sollte das
Kausalitätsgesetz in seiner ganzen Macht annehmen.
48. Wie
begrenzt der Mensch das Feurige Recht! Er versteht gar nicht, dass er gegen die
Verwirklichung des Daseins selbst vorgeht. Wie viele wunderbare, offenbarte
Gesetze sind dem Menschen verborgen! So muss jedes okkulte Prinzip gehütet
werden. Die Enthüllung steht nahe bevor, doch es ist schwierig, das Bewusstsein
zu erweitern. So wird das Okkulte von jenem Geist erkannt, der dem Feurigen
Gesetz nahesteht.
Vereinigung
ist die Verwirklichung des Kosmischen Gesetzes der Kausalität. Ein feuriger
Wirbel erzeugt eine mächtige räumliche Anspannung, deshalb sind alle
menschlichen Verwirklichungen unrichtig.
Gewiss, der
Menschheit wurde ihrem Bewusstsein gemäß gegeben, darum ist die Wahrheit
verborgen; doch im Raum herrscht die Verwirklichung des Feurigen Rechts.
Deshalb bewahren Wir die Archate* das Gesetz des Kosmischen Rechts tief in
unserem Inneren. (…)[8]
49. Seit alten
Zeiten war der Kelch das Symbol des Dienstes. Die Gaben der Höheren Kräfte
werden im Kelch gesammelt. Aus dem Kelch werden sie gespendet. Das Symbol des
Kelches bedeutete immer Selbstverleugnung. Ein Träger des Kelches ist ein
Träger der Heldentat. Jede große Tat wird durch das Symbol des Kelches
gekennzeichnet. Alles Höchste, das für das Wohl der Menschheit geschieht,
bedarf dieses Zeichens.
Der Kelch
des Grals und der Kelch des Herzens, die sich dem Großen Dienst hingegeben
haben, sind der Kosmische Magnet selbst. In diesem hohen Symbol spiegelt sich
das Herz des Kosmos wider. Alle Bilder der Helden des Geistes können als Träger
des Kelches dargestellt werden. Im Kelch eines feurigen Geistes spiegelt sich
das ganze Universum wider.
Der Kelch
enthält doch die Aufspeicherungen von Jahrhunderten, die um das Geisteskorn herum
angesammelt werden. Man muss den Kelch als großes Symbol im Alltagsleben
annehmen. Auch Kinder und Jugendliche sollte man lehren, an den Kelch zu
denken. Man muss die ganze Vielfalt der Formen des großen Symbols des Kelches verstehen.
50. In
einem Leben, das sich mit dem Gesetz des Kosmischen Rechts vereint, kann man
verfolgen, dass zur Erlangung des großen Kosmischen Rechts der Giftkelch
geleert wird. Der Geist trägt alle bestätigten Kelche durch Selbstaufopferung. Als
Vollendung wird dem Geist durch das Feurige Recht der große Kelch der Schönheit
enthüllt.
Es ist
wahrhaftig eine große Zeit, denn die letzten Energien der letzten Stufe werden
angespannt. Mit Recht wurde gesagt: „Das Herz hält es nicht aus, wenn die
Anziehung oft wiederholt wird.“ Auf der letzten Stufe leert das Herz des
Archaten den Kelch der Selbstaufopferung. Unser Lebenskelch ist gefüllt und öffnet
den Weg zu Unserem Kosmischen Dasein.
51. Was
über die Massen und ihre Unkenntnis der Staatskunst gesagt wurde, war richtig.
Man muss hinzufügen, dass es an Volksführern mangelt. Man muss im Volk Verantwortungsgefühl
entwickeln, damit die Stimme des Volkes wirklich die Stimme der Gemeinschaft
wird. Die Entwicklung des Gefühls der Führerschaft ist so entartet! Die Seele
des Volkes ist verborgen, und derjenige, der den Staat vertritt, muss die ganze
Synthese des Volkes besitzen.
In
Zukunft kann man unmöglich das Erscheinen solch willkürlicher Führer zulassen, von
denen der Planet überschwemmt wurde. Das Recht auf Führerschaft gebührt dem
Geist, der mit den Kräften des Lichts verbunden ist, daher kann es nach dem
Höheren Gesetz keine zufälligen Führer geben. Sobald sich das Bewusstsein
erweitert, wird es möglich sein, das erhabene Gesetz der Führerschaft zu verwirklichen.
In jedem Tätigkeitsbereich muss man ein feines Verständnis des Gesetzes der
Führerschaft anwenden. So muss die Staatskunst im ganzen Lebensaufbau in
Erscheinung treten.
Die
Verletzung des Volkswillens durch die Stimme des Führers zieht ernste Folgen
nach sich. So muss man die große Führerschaft ehren, die durch ein besonderes
Recht, durch den Staatsgeist des Volkes verliehen wird. Lasst uns auf dem Pfad
zur Feurigen Welt den Führer ehren.
52. Am
wenigsten von allem verstehen die Menschen Erfolg. Wenn der Erfolg eines
Auftrags, der von der Hierarchie erteilt und von ihrer Hilfe gesättigt wurde, von
einem selbstsüchtigen Geist sich selbst als Verdienst zugeschrieben wird, wandelt
Erfolg sich gewöhnlich in einen Splitter des Geistes.
Wenn ein
Mitglied der Gemeinschaft für die Erfüllung des ihm erteilten Auftrags
Verehrung fordert, verschließt er damit die Annalen des Raumes. Wie viele
armselige Geister enthüllen die Annalen des Lebens, Annalen, die im ganzen
irdischen Ruhm verflossen sind!
Ein
Mitglied der Gemeinschaft, das in der Gemeinschaft die Ansicht vorbringt, dass
die Hierarchie so vorgeht, wie das erfolgreiche Mitglied der Gemeinschaft es
tut, setzt in der Tat den Hierarchen herab.
Wie
schwierig ist es, unter den Mitgliedern der Gemeinschaft den Begriff Erfolg
einzuführen! Indessen entsprechen allein Demut des Geistes und Offenbarung von Dankbarkeit
dem Erfolg. Wer bot denn alle Möglichkeiten? Wer gab denn die Richtung an? Wer
offenbarte denn alles Gute? Allein der Hierarch, allein der Führer, allein die
Kräfte des Lichts!
Erfolgreiches
Mitglied der Gemeinschaft, betrachte deine Rüstung, auf jedem Ring steht
eingeschrieben: „Hierarchie, nicht ich, nicht mein, sondern Dein, o Herrscher!“
So sollte man auf dem Pfad zur Feurigen Welt daran denken, dass Demut die
Gefährtin des Erfolges ist.
Mitglied
der Gemeinschaft, stelle dich nicht als scheinbar erfolgreich dar, denn feurige
Energien sind feinstofflicher Art und grobe Selbstsucht kann die Feuer nicht
aufnehmen. So wollen wir Demut im Sinn behalten, wenn wir wirklich erfolgreich
sein wollen.
53. Ihr
habt richtig über Grobheit gesprochen und wie machtlos die feinstofflichen
Energien gegen Grobheit sind. Kein Aufbau kann auf den Säulen der Grobheit stehen.
Deshalb wird keine von Grobheit durchdrungene Erscheinung von Dauer sein, Rückschritt
ist unvermeidlich. Wo der Wurm der Grobheit die Grundlage zerfrisst, tritt
völliger Zerfall ein. Jede menschliche Tat unterliegt dieser Gefahr. Eine grobe
Tat kann mit Tausenden von Begierden bemäntelt werden, sie lässt sich vor den Annalen
des Raumes nicht verbergen.
Jede
Regierung sollte dafür sorgen, dass dieser Gräuel ausgemerzt wird. Jede
Gemeinschaft muss diese Geißel bekämpfen. Keine eng verbundene Gemeinschaft darf
in ihrer Mitte Grobheit erkennen lassen. Ein in Grobheit erzogenes Volk muss eine
feurige Transmutation durchlaufen, und wer eine solche Zersetzung zugelassen
hat, wird karmisch dafür verantwortlich sein. Ebenso müssen Mitglieder der
Gemeinschaft, die in Grobheit verharren, eine besondere Läuterung durchlaufen.
Gewiss,
Grobheit ist eine furchtbare Seuche, die in der Umwelt Zersetzung erzeugt. So
kann kein Staat erfolgreich sein, der ein Nährboden für die Mikroben der
Grobheit ist. Auch ein Mitglied der Gemeinschaft wird nicht wahrhaft erfolgreich
sein, wenn Grobheit von seinem Geist Besitz ergreift. Das wollen wir uns beim
Aufbau auf dem Pfad zur Feurigen Welt merken.
54. Lasst
Uns erklären, wie Duldsamkeit zu verstehen ist. Wenn Wir über höhere Duldsamkeit
sprechen, meinen Wir, dass die Hierarchie Nachsicht üben kann, denn das Herz
des Hierarchen ist allumfassend, spürt alles, kennt alle Impulse und Absichten
und wägt alles Gute und Böse ab. Der Höhere Geist steigt in Seiner Nachsicht
herab in die Bewusstseinssphäre des Schülers und hebt durch Seine Nachsicht und
Duldsamkeit den Schüler empor.
Doch so
darf ein Mitglied der Gemeinschaft die Hinweise auf Duldsamkeit nicht
auffassen. Duldsamkeit gegenüber einem Schüler, der seiner Umgebung gegenüber unduldsam
ist, kann nicht Nachsicht genannt werden. Wird ihm die Entwicklung dieser
wunderbaren Eigenschaft aufgezeigt, bedeutet dies, dass er Verurteilung ausschalten
muss.
Die
Weisung über Duldsamkeit besagt nicht, einen Bruder, ein Mitglied der
Gemeinschaft dauernd zu befehligen; sie besagt nicht, dass der Geist sich auf einem
solchen Niveau befindet, dass er die Umgebenden verurteilen kann.
Die
Weisung über Duldsamkeit muss im Schüler vor allem Verständnis dafür wecken,
dass der Geist sich von Ichsucht befreien muss, denn Ichsucht gebiert die
schrecklichsten Missbildungen. Daher kann allein der von Ichsucht freie Geist
eines Schülers Nachsicht üben.
Auf dem
Pfad zur Feurigen Welt sollte man die wahre Bedeutung der Duldsamkeit verstehen.
55.
Kühnheit des Geistes ist der Beginn des Aufstiegs. Die Bekundung wahrer
Kühnheit weist dem Geist sowohl den Maßstab aller Taten als auch die Richtung,
weil Kühnheit keinen Kleinmut zulässt.
Kühnheit
merzt jeden Ansatz von Verrat aus. Wer im Geist die wahre Kühnheit erfasst hat,
kennt die Schönheit des Dienstes. Der Kühne kennt den Pfad der Errungenschaft
und fürchtet nichts. Sein Leben ist erfüllt von Hingabe an die Hierarchie.
Jedes Mitglied der Gemeinschaft möge über die Schönheit feuriger Kühnheit
nachdenken, denn sie befreit den Geist von allen weltlichen Fesseln.
Der Kühne
fürchtet die Einsamkeit nicht, denn er fühlt im Geist die Verbindung mit der
Hierarchie des Lichts. Der Kühne weiß, dass Freude des Geistes allein in Errungenschaft
zu finden ist. Der Kühne bedarf keiner menschlichen Anerkennung, denn seine
Errungenschaft ist eine durch Arbeit und Streben geflochtene Krone. Nur Geisteshelden
kennen wahre Errungenschaft. So wird der Kühne von Ichsucht frei sein. Er kennt
den wahren Dienst für das Wohl der Menschheit.
Auf dem
Pfad zur Feurigen Welt wollen wir Kühnheit im Sinn behalten.
56. Wenn
die Mitglieder der Gemeinschaft sich von persönlichen Gefühlen einstauben
lassen, ist ohne die stärkste Energieaufwendung von Seiten der Hierarchie weder
Fortschritt noch Aufbau möglich.
Die
Mitglieder der Gemeinschaft müssen an das erste Gesetz denken, das die erste
Stufe verwirklicht: Die Ausrottung des Gefühls persönlicher Rache, denn das
Gefühl von Rache ist eine machtvolle Erscheinung prinzipienloser Ichsucht. Aus
persönlicher Rache gibt das Mitglied der Gemeinschaft den größten Wert preis.
Wenn ein
Mitglied der Gemeinschaft aus Ichsucht vergisst, auf welche Festigung er im Geist
achten muss, um den Dienst nicht zu vergessen, wird der Schaden unauslöschlich
sein.
Der
primitive Mensch lebte mit der Rache und glaubte an sie, doch das Bewusstsein hat
sich erweitertet, und der Mensch kann nicht mehr in solchen dunklen
Vorstellungen verweilen. Wer die Bedeutung von Karma kennt, kann verstehen,
dass ein Mensch nur an sich selbst Rache nimmt.
Durch
Ichsucht und Anschläge auf das Herz seines Nächsten kann ein Mitglied der
Gemeinschaft sich nicht verwirklichen. Ein erfolgreiches Mitglied der
Gemeinschaft darf Achtung nicht erzwingen, sondern muss sie verdienen.
Ein König
des Geistes muss sich vor allem in seinem kleinen Lebenskreis als ein solcher erweisen.
Das Anwachsen der Größe geht von innen aus, und der Geist kann sich mit allen
Kronen menschlichen Ruhmes zieren und dennoch ein Bettler bleiben. Das mögen sich
jene merken, die an Ichsucht und Eigendünkel kranken. Auf dem Pfad zur Feurigen
Welt sind diese Ketten unangemessen.
57. Würde
die Menschheit allem Positiven die gleiche Beachtung schenken wie allem Negativen,
könnte im kosmischen Aufbau viel offenbart werden. So sind zum Beispiel Manie,
Besessenheit* und schlechter Gebrauch von Hypnose ins Bewusstsein eingegangen; selbst
wenn es nur teilweise ist, setzen sie sich doch durch. Positive Erscheinungen dagegen
werden kaum erkannt. Man ist gewohnt zu denken, dass Menschen, die unter dem
Einfluss von Manie und Besessenheit handeln, immer Tatkraft erlangen, doch wie
sehr muss man das Bewusstsein auf den ganzen machtvollen Einfluss des Geistes richten!
Man muss
das Konzept des Magnetismus des Geistes im Alltagsleben anwenden. Alle
negativen Kräfte sind mit der Macht des Magneten des Geistes nicht zu
vergleichen.
Auf dem
Pfad zur Feurigen Welt muss man den Magneten des Geistes schätzen lernen.
58. Das
Niveau des Bewusstseins eines Menschen kann sich leicht erneuern, wenn der
Geist mit großer Achtung vor der Unsichtbaren Welt erfüllt ist. Alle
Verneinungen rühren von den zerstörerischen Gedanken über das Unsichtbare her.
Würden
die Menschen sich angewöhnen, an die Feinstoffliche Welt und den großen Magneten
des Geistes zu denken, verstünde jeder Geist, wie wichtig es ist, auf
Prophylaxe für die Aura zu achten. Solange man alle Erscheinungen des Magneten
des Geistes als Suggestion* betrachtet, gehen tatsächlich die mächtigsten Taten
des Menschen verloren.
Tatsächlich
praktizieren Geistesführer weder Suggestion noch Hypnose; und der starke Glaube
an die Hierarchie ist keine Illusion, sondern das Leben der Feinstofflichen
Welt. Das in Erscheinung treten von Nachfolgern und Schülern ist eine Folge des
Magneten des Geistes eines Hierarchen.
Daran
wollen wir alle Kleinmütigen und Besessenen erinnern, die es nicht verschmähen,
Lästerung und Verrat zu begehen. Es gibt nichts Schlimmeres als fehlendes
Verständnis für die Hierarchischen Prinzipien des Daseins.
Lasst uns
auf dem Weg zur Feurigen Welt Verständnis für den Magneten des Geistes zeigen.
59. Der am
weitesten verbreitete Kult ist der Kult des Dienstes an sich selbst. Die
Verfechter dieses Kultes haben nie vor etwas Halt gemacht, und die Arten ihrer
Anschläge sind ebenso verschieden wie zahlreich. In den Zerrspiegeln dieser
Verfechter des Bösen kann man beobachten, wie verunstaltet gute Vorhaben widergespiegelt
werden. Wahrhaftig, diese Verfechter des Dienstes an sich selbst schrecken vor
nichts zurück, angefangen von den kleinsten Handlungen, welche die Selbstsuchtsucht
befriedigen, bis hin zum Plündern der Höchsten Gaben.
Der Dienst
an sich selbst kann höchst unverhoffte Folgen hervorbringen, zum Beispiel: Ein
Scheinnachfolger legt gegen eine räumliche Entscheidung ein Veto ein. Man kann die
Entstellungen durch den Dienst an sich selbst gar nicht alle aufzählen.
Wer wird
aufopfernde Arbeit auf sich nehmen? Derjenige, der die Himmlischen Kräfte auf
Erden vertritt. Derjenige, der den feurigen Kult der Selbstverleugnung kennt. Derjenige,
der den Kosmischen Dienst kennt.
Mitglied
der Gemeinschaft, zeige Verständnis für das Unheil, das durch Dienst an sich
selbst entsteht. Das möge das erfolgreiche Mitglied der Gemeinschaft auf dem
Pfad zur Feurigen Welt im Sinn behalten. Aufopfernde Arbeit ist die Krone des
Geistes.
60.
Religion und Wissenschaft dürfen ihrem Wesen nach nicht getrennt werden. Das
feinstoffliche Studium der Materie und des Atoms führt zu dem Schluss, dass die
Lebensenergie keine Elektrizität ist, sondern Feuer. So verbinden sich Wissenschaft
und Religion zu einem einzigen Prinzip.
Materie wird
als feurige Substanz bestätigt, und kein denkender Geist wird die höhere Kraft leugnen,
die Feuer ist. Weder kann die Wissenschaft den Begriff der Göttlichkeit des
Feuers zerstören, noch kann die Religion die feinstofflichen Analysen
verbieten, welche die Wissenschaft durchführt. Auf diese Weise werden das Verständnis
und die Harmonie der Begriffe Religion und Wissenschaft verwirklicht.
Man kann
zwischen Wissenschaft und Religion eine feinstoffliche Parallele ziehen, die
alle höheren Stadien aufzeigt. Deshalb ist es so wichtig, dass die Wissenschaftler
über eine feinstoffliche, okkulte Aufnahmefähigkeit verfügen. Doch nur ein
verfeinerter Organismus kann dieses göttliche Feingefühl besitzen, das sich nicht
von außen, sondern von innen entwickelt. Deshalb werden alle großen
Entdeckungen zum Wohl der Menschheit nicht von riesigen Laboratorien ausgehen,
sondern vom Geist jener Wissenschaftler gefunden werden, die über die Synthese
verfügen.
Wir
Brüder der Menschheit sehen die Ergebnisse, die das ganze Suchen den richtigen
Kanal entlang lenken. Gewiss, die Gabe der Synthese wird nicht immer verliehen,
doch jene selbstlosen Glaubenskämpfer, welche die Synthese besitzen, bedürfen
keiner Spezialisierung. Wir sehen und voraussagen große Ergebnisse aus der
Synthese des Geistes der Glaubenskämpfer.
Auf dem
Pfad zur Feurigen Welt muss man die Träger der Synthese achten.
61. Eine
Flussmündung wird von vielen Kanälen gespeist. Die Mündung erhält ihr Wasser
aus den Bergen, sendet es durch viele Kanäle und füllt schließlich das Meer
damit. Oft ist die Mündung verborgen und unsichtbar, oft unauffällig und eng,
oft befindet sie sich unterirdisch; doch welche Form die Mündung auch hat, sie
nährt die Ströme des Meeres.
Im Leben
kann der naheliegendste Begriff dafür das Herz sein, das der Synthese der Flussmündung
nahe ist, auch wenn die Offenbarung der Synthese nicht immer sichtbar ist. Die
Synthese scheint unoffenbart zu sein, doch ebenso wie es unmöglich ist, die
Macht der Strömung der Mündung aufzuhalten, ist es auch unmöglich, die Schöpfung
der Synthese (…) zu unterbinden; denn die Speisung der Synthese erfolgt durch
feinstoffliche Energien, und das Ausströmen von feinstofflichen Energien aufgrund
der Synthese verläuft ebenfalls in einem höchst feinstofflichen Prozess.
Die
Teilbarkeit des Geistes* kann diesen feinstofflichen Prozess am besten
veranschaulichen. Die Teilbarkeit des Geistes ist mit der Teilbarkeit von
Energien verbunden und kann in einem hohen Stadium die Teilbarkeit der Zentren
offenbaren. Eine Zentrengruppe wirkt auf der irdischen Ebene und eine andere
gibt feinstoffliches Fluidum an die Feurige Welt ab. Bei der Transmutation der
Zentren muss man immer diese mächtige Teilbarkeit des Geistes im Blick haben.
Gewaltig
ist die Arbeit der feinstofflichen Energien der Zentren, und sie kann niemals
aufhören. Man kann nur einen Prozess durch einen anderen ersetzen.
Wenn ein
hoher Agni Yogi seine Energien für die Arbeit am großen kosmischen Aufbau
abgibt, ist in der Abgabe eine große, feurige Transmutation enthalten. In
solchen Fällen mag es sein, dass die Offenbarungen auf der physischen Ebene
nicht klar zum Ausdruck kommen können. Dann kann der hohe Agni Yogi seinen
eigenen Gedanken lauschen, denn sein Bewusstsein birgt Eindrücke aus der
Feinstofflichen Welt und seiner Arbeit in ihr. Diese Gedanken sind gleichsam
Erinnerungen an die schöpferische Arbeit der Zentren und des Geistes. Man sagt,
dass ein Gedanke plötzlich aufblitzt, doch Wir sagen: „Der Geist hat sich
erinnert“. So kann man die Arbeit eines hohen Agni Yogi verwirklichen.
Auf dem
Pfad zur Feurigen Welt muss man sich merken, dass die Synthese die Flussmündung
und die Spezialisierung ein einzelner Kanal ist.
62. Was
pflegt man Vorstellung zu nennen? Für gewöhnlich halten die Menschen Vorstellung
für das Ausdenken von Formen, doch die Vorstellung hat ihre eigenen Unterschiede
und Wurzeln. Man kann die Grundlage der Vorstellung im „Kelch“ finden als die
Aufspeicherung aus vielen Leben.
Die
Vorstellung wird jedoch nicht nur durch Erinnerungen aus vergangenen Leben,
sondern auch durch die gegenwärtige Tätigkeit gespeist. Nimmt der Geist am
Leben der fernen Welten, der Feinstofflichen Welt oder der Astralwelt[9] teil,
spiegeln sich die Erinnerungen dieser Erlebnisse häufig als Vorstellung wider.
Oft erhalten
Wissenschaftler nämlich durch den Verkehr mit der Feinstofflichen Welt Formeln
oder eine Weisung. Auch der Gedanke und das Streben werden durch die
Feinstofflichen Sphären entfacht; doch ein Geist, der die Synthese besitzt,
schöpft nicht allein aus der Schatzkammer des „Kelches“, sondern ist auch ein
wahrer Mitarbeiter der Kosmischen Kräfte.
Wie viele
unerklärliche Gründe für unstillbare Vorstellung gibt es, und wie viele
unerklärliche Erscheinungen von Herzenspein! Wenn für den Aufbau Kraft
aufgewendet und die Teilbarkeit des Geistes wirksam wird, ist Herzenspein für
gewöhnlich unvermeidlich.
Darüber
hinaus erweist das Herz sich als das mächtigste Reservoir der Hilfe für andere.
Es gibt klare Beispiele großer Glaubenskämpfer, die nah und fern mit all ihren Strömen
nährten. Der Agni Yogi erweist sich als ein solcher mächtiger Nährer.
Auf dem
Pfad zur Feurigen Welt wollen wir uns gegenüber einem Herzen feinfühlig und
behutsam verhalten, das die feurige Pein kennt.
63. Wahrhaftig,
die Göttliche Kraft senkt sich in Fülle auf die Erde nieder und strebt im
menschlichen Geist göttlich nach oben. Dieser Göttliche Verkehr ist ein Bündnis
der Welten, ein Bündnis des Geistes, ein karmisches Bündnis. Auf der irdischen
Ebene kann man viel Verkehr verfolgen. Viele Göttliche Funken wurden
ausgestreut, doch es gibt einen Göttlichen Verkehr, der ewig währt. Die Quelle des
Ewigen Verkehrs ist der Geist und die Tat, die durch das machtvolle Kosmische
Gesetz verbunden sind.
64. Wenn
das Göttliche die Sphären vereint, sind alle Energien in höchster Anspannung.
Alle großen Ereignisse können nur bei Anspannung vonstattengehen. Und alle
kosmischen Transmutationen, physische, geistige und planetare, können nur verwirklicht
werden, wenn alle feurigen Energien aufgenommen werden.
Man kann wissenschaftlich
verfolgen, wie alle Ereignisse sich anspannen und wie Licht und Schatten sich
verwirklichen. Auch wenn die Menschheit den Pfad des Guten nicht genau genug
versteht, kann man doch anhand des Wirkens des Bösen auf große Heldentaten und
Kämpfe hinweisen. Man kann tatsächlich den Pfad des Guten gemäß dem Wirken der
Finsternis ermessen[10]!
Allein schon
die Erkenntnis des Gleichgewichts muss die Menschheit zum Verstehen des großen
Kosmischen Gesetzes führen. Nur das Bündnis der Erhabenen Hohen Kräfte kann
Gleichgewicht bewirken.
Wir
wissen doch, wie die Anziehung der Gestirne wirkt: ihre Energien verstärken
sich gegenseitig. Die Welt ist eine Einheit; Makro- und Mikrokosmos sind eins.
Und in demselben Maß, wie der offenbarte Geist seine Kräfte für Zerstörung anspannt,
kann er machtvoll als Schöpfer wirken; und die schöpferischen Kräfte werden
durch die Kräfte der Höheren Welten verstärkt. So sind Makro- und Mikrokosmos
vereint.
65. Man
kann die gesamte staatliche und gesellschaftliche Ordnung nach dem kosmischen
Gesetz verwirklichen. Die Wissenschaft gibt allem die Richtung, und nur eine
feinfühlige Anwendung kann zeigen, wie viele Aspekte des Aufbaus es gibt!
Würde die
Menschheit anstatt vermeintlicher Neuerungen und Erlasse ihre Aufmerksamkeit
den kosmischen Gesetzen zuwenden, könnte das Gleichgewicht hergestellt werden,
das mehr und mehr gestört wird, angefangen von dem Gesetz der Schöpfung bis hin
zur kosmischen Vollendung.
Die
bestätigten Gesetze sind eins. Auf allen Ebenen kann man Einheit verwirklichen.
Der Pfad der Evolution zieht sich wie ein Faden durch alle physischen und
geistigen Stufen. Deshalb kann die staatliche und gesellschaftliche Ordnung
alle kosmischen Gesetze für die Vollendung ihrer Formen anwenden.
Auf dem
Pfad zur Feurigen Welt sollte man von der Macht der Einheit im Kosmos durchdrungen
sein.
66. Wenn
man die Verwirklichung des kosmischen Gesetzes an den staatlichen und gesellschaftlichen
Aufbau anpasst, sollte man sich das Gesetz der Anziehung, der Abstoßung und der
Kohäsion ins Gedächtnis rufen. Der ganze Aufbau unterliegt einem einzigen
Gesetz.
Man muss
die Menschen nach der Zusammensetzung ihrer Auren einteilen. Ein Strahl, der
harmonische Auren vereint, erlangt die Macht einer verstärkten Anziehung. Eine
unharmonische Verbindung dagegen bewirkt Abstoßung. Eine solche Verbindung kann
man mit Gasen vergleichen. Ebenso wie nicht kohäsive Moleküle gegen die Wände
eines Gefäßes drücken, stoßen sich unharmonische Auren gegenseitig ab, und ein
Gefäß, das solche Gase enthält, zerspringt.
Beim
Aufbau des Staates und der Gesellschaft sollte man die kosmischen Gesetze im
Blick haben. Zwei harmonische Auren können eine Neue Welt erschaffen. Zwei
harmonische Auren können die Gewähr für Erfolg sein, denn die von der
Vereinigung der Strahlen ausgehende Reaktion kann zum Fortschritt jedes Vorhabens
führen.
Lasst uns
die Harmonisierung und Vereinigung der Auren verwirklichen. Und merken wir uns auf
dem Pfad zur Feurigen Welt, wie mächtig die Strahlen vereinter Auren sind.
Mögen die Mitglieder der Gemeinschaft über das große Gesetz der Vereinigung
nachdenken.
Ichsucht,
Grobheit, Selbstmitleid und Eigendünkel erzeugen nichts als Abstoßung, wie bei gasförmigen
Substanzen.
67. Der
Sinn des Lebens wird im Bewusstsein der Menschheit bekräftigt, sobald sie die
Rolle des Menschen im Kosmos verstanden hat. Bei Uns wird die Welt als
Tätigkeitsfeld im Namen des Wohles der Menschheit bestimmt.
Sobald
der Geist die Wahrheit erfasst hat, dass Makrokosmos und Mikrokosmos untrennbar
verbunden sind, wird eine bewusste Verbindung hergestellt und Zusammenarbeit
mit den kosmischen Energien wird möglich. Doch wie hilflos sind die Menschen,
wenn sie ein Leben führen, die von den kosmischen Strömen getrennt ist!
In der
Tat, das Leben verwandelt sich, wenn der Geist bewusst aufsteigt und das
führende Prinzip versteht: Hierarchie. Nur wenn das Gefühl auf dem Begriff der
führenden Hierarchie beruht, wird die Menschheit ihre wahre Rolle im Kosmos
spüren. Jedes Glied ist mit seinem Glied verbunden, das nach oben führt.
Wie arm
ist die Menschheit, wenn in ihrem Bewusstsein der Begriff der erhabenen
kosmischen Gesetze nicht bekräftigt wird! Nur die Schöpfung des Geistes verstärkt
die Verbindung zwischen den Welten.
Auf dem
Pfad zur Feurigen Welt wollen wir das verbindende Gesetz der Hierarchie im Sinn
behalten.
68. Ein
Geist, der die irdische Sphäre verlässt, spannt im Bewusstsein die
Errungenschaften an, die in seinem Leben vorherrschten. Das Leben eines
Menschen hat gleichsam seine Leitmotive, und diesen Gesängen oder Wehklagen
gemäß spannt sich der Geist an. Die Errungenschaften des Geistes führen nach
oben, und die Trennung von der irdischen Sphäre ist immer eine Freude für den
Geist, der die leuchtende Heldentat des Dienstes erkannt hat.
Selbst bei
physischen Schmerzen überwindet der Geist alle irdischen Leiden. Beim Losreißen
von der Erde wird das Band mit den Höheren Welten gefestigt, zu denen der Geist
strebt. Die Leiter des Aufstiegs besteht aus Hingabe an die Hierarchie.
Dem Geist
jedoch, der in den Grenzen der Ichsucht verharrt, verbleibt kein anderer Weg
als der des Kummers; dann ist die Loslösung schrecklich, und der Geist bleibt
für lange Zeit an die irdische Sphäre gebunden.
Viele
Herzen, welche die Macht des Dienstes erkannt haben, sind zu den Höheren Welten
bestrebt. Dem ergebenen Schüler wird ein Strahl der Hilfe gesandt.
Auf dem
Pfad zur Feurigen Welt wollen wir uns einprägen, uns mit Freude über den Dienst
am Licht von der irdischen Sphäre zu lösen.
69. Es
ist richtig, daran zu denken, sich von Dogmen zu reinigen, die vom rechten
Denken wegführen. Die Begriffe Fegefeuer und Hölle können durch die Begriffe des
Lebens der Feurigen Welt ersetzt werden. Es gibt kein machtvolleres Fegefeuer
als das irdische Leben, wenn das ganze Potential des Geistes angespannt wird.
Ebenso gibt es keine machtvollere Hölle als die irdischen Verseuchungen des
Geistes.
Das
Fegefeuer auf Erden als ein Beginnen zu bestätigen, das zur Feinstofflichen und
zur Feurigen Welt führt, ist Aufgabe der Läuterung des Bewusstseins. Alle
Bestrebungen der Menschheit nach Wissen über die Unsichtbare Welt sollten das
Bewusstsein anregen, die Läuterung der Gedanken anzunehmen, die den irdischen
Pfad bis in die Feurige Welt verlängert.
Allein
die Vorstellung von der Einheit des Pfades zwingt doch die Menschen dazu, in
Schönheit zu leben und aus dem Leben wie Wanderer zu scheiden, die ihre Reise
fortsetzen. Sobald die Welt dieses unzerreißbare Band mit der Feinstofflichen
Welt versteht, wird das Fegefeuer die Gestalt einer Ewigen Wahrheit annehmen.
Deshalb ist es so wichtig, sich in dem Verständnis der Endlosigkeit des Lebens
oder der Fortsetzung des Großen Lebensrades zu festigen.
Die
Offenbarung der Aufspeicherung des „Kelches“ verleiht dem Geist in der Feurigen
Welt große Macht, ebenso wie ein finsterer Pfad zu einem finsteren Dasein führt.
Lenken
wir die Gedanken der Menschen auf das Fegefeuer auf Erden.
70. Ein
Bewusstsein, das durch Hieroinspiration vorangetrieben wird, ist wie eine
wunderbare Widerspiegelung der Höheren Kräfte. Das Lauschen des Herzens ist wie
ein wunderbarer Widerhall. Ein Geist, der sich als wahrer Mitarbeiter und
Helfer der Kosmischen Kräfte erweist, sollte als Heilige Quelle angesehen
werden.
Es gibt
viele Kanäle, die nur mit einer Saite erklingen können. Wir sehen, wie
einseitiges Denken nur jene Ströme aufnimmt, die mit dem Wesen des Kanals übereinstimmen.
Wir sehen, wie unreine Kanäle verschiedene Infektionen herantragen. Wir sehen,
wie Buchseiten und Niederschriften mit Selbstbetrug angefüllt werden. Wir
sehen, wie man sich das Kosmische Recht als sein eigenes anmaßt. Wir sehen, wie
das Feurige Recht umgangen und verletzt wird. Ebenso wie Gesetzestafeln des
reinen Geistes werden Wirbelringe der Zerstörung in den Raum getragen. Zusammen
mit feurigen Herzen sehen wir ganze Horden von Selbstbetrügern, und nach dem
Kosmischen Gesetz kann man die Hand des Karma nicht aufhalten. Jedes
unbedeutende Bewusstsein schreibt sich vor allen Dingen einen königlichen Geist
zu.
Es ist
traurig, in die irdischen Annalen zu schauen. Jedes feurige Herz ist bestrebt,
die Annalen zu säubern.
Das
wollen wir uns auf dem Pfad zur Feurigen Welt merken.
71. Unter
den Feurigen Dienern der Menschheit sollte man besonders jenen Beachtung
schenken, die eine aufopfernde Arbeit auf sich nehmen. Der Geist dieser Diener
der Menschheit ist wie eine feurige Fackel, denn sein Potential enthält alle
Eigenschaften, welche die Menschheit zu erheben vermögen.
Nur ein
mächtiges Bewusstsein kann eine aufopfernde Arbeit auf sich nehmen. Jede Arbeit
eines Dieners der Menschheit spiegelt die Qualität seines Geistes wider. Ist
der Geist zu einem Großen Diener der Menschheit bestimmt, enthält er die ganze
Synthese.
Doch wie
wenig wissen die Menschen über diese Feurigen Diener, die sich freiwillig in
der Einsamkeit behaupten, während sie der gewaltigen, durchdringenden
Universellen Kraft dienen. Wie viele mächtige Offenbarungen kann man bei jeder persönlichen
Heldentat bemerken!
Jene, welche
eine aufopfernde Arbeit auf sich nehmen, wissen, dass die Söhne der Vernunft[11] ihre
Arbeit ebenso aufopfernd leisten. Jede Offenbarung eines Feurigen Dieners der
Menschheit ist eine Schöpfung zum Wohl der Menschen. Man muss sich im
Verständnis für die Aufopferung festigen. Ein Feuriger Diener birgt in sich
jeden segensreichen Impuls und jedes Streben zur Erfüllung des mächtigen
Willens der Söhne der Vernunft. Man muss jedoch die Kräfte des Feurigen Dieners
bewahren.
Auf dem
Pfad zur Feurigen Welt wollen wir uns im Verständnis für aufopfernde Arbeit
festigen.
72. Gerade
der menschliche Geist ist ein Leiter aller höheren Energien. Wie eine mächtige
Leitung vollführt der Geist verschiedene Funktionen zur Verwirklichung des
Höheren Willens. Wie kann man sonst alle Erscheinungen der verschiedenen Ebenen
verbinden? Nur die Verwirklichung des Geistes kann sich als Bindeglied erweisen.
Deshalb erkennen
das Herz und die Hand des führenden Lehrers alle Faktoren, die für den Aufstieg
notwendig sind. Unter den feurigen Begriffen muss man vor allem die Größe des
Bindeglieds spüren, das die Welten verbinden kann. Aus den Händen des führenden
Lehrers empfängt der Schüler Geleitworte für seinen Anschluss an die Macht des
Feuers. Aus dem Herzen des führenden Lehrers empfängt das Mitglied der
Gemeinschaft das feurige Bewusstsein. Nur der Geist des Menschen kann nämlich die
Welten verbinden.
So lasst
uns auf dem Pfad zur Feurigen Welt dem irdischen Lehrer feurige Verehrung erweisen,
der das Samenkorn für alles Hohe legt.
73. Das
Samenkorn, das einem mächtigen Geist Leben gibt, ist wahrhaftig jenes Erbe, das
durch das Hierarchische Prinzip übergeben wird. Alle, die sich in dem Begriff
der Errungenschaft festigen wollen, müssen sich unverzüglich dem Prinzip der
Feurigen Führung anschließen. Das Samenkorn wird als erhabene, feurige
Annäherung übergeben.
Der
Wanderer, der seine Bestimmung zur feurigen Heldentat erkannt hat, muss das
Gesetz des kosmischen Erbes erkennen. Die kosmischen Gesetze sind als
Lebensgrundlage bestätigt, und nichts lebt, dessen Grundlage nicht mit Feuer gesättigt
ist. Nur wer fähig ist, dem feurigen Prinzip zuzustreben, wird die Schönheit
der feurigen Aufnahme des Feuers begreifen.
Bei der Erkenntnis
der Vereinigung mit den Höheren Kräften kann man verfolgen, wie das Herz die
Strahlen der Hierarchie aufnimmt. Nur die am nächsten Stehenden können mit den
Strahlen zusammenklingen, welche die feurige Schwingung verwirklichen. Bei
Übermittlung und Empfang sollte man an das Gesetz denken, dass jede Schwingung von
dem Geist aufgenommen werden kann, der auf der feurigsten Stufe steht.
Auf dem
Pfad zur Feurigen Welt muss man im Sinn behalten, dass der Sender seine
Energien mit der Hierarchie verbindet. Ein solches Verständnis führt zur
Einheit des Geistes, der seinem Wesen nach eins ist.
74. Unter
den Anhängern der Lehre muss man jene Geister besonders hervorheben, die
verantwortungsvolle Aufträge auf sich nehmen.
Im
Vergleich zur Spezialisierung ist es weit verantwortungsvoller, die Synthese zu
besitzen! Der bestätigte Führer kennt die ganzen Freuden, alle Inhalte der
Synthese, doch gleichzeitig kennt er die Last aller offenbarten und nicht
offenbarten Feuer. Dieses Erbe der Zeitalter ist als feurige Aufspeicherung im „Kelch“
abgelagert, deshalb erscheinen die Träger des Feuers der Synthese als Träger
der Last von Jahrhunderten. Denn während der Spezialist, der einen ständigen
Kanal für das Abfließen seiner Energien besitzt, selten belastet wird, ist der
Träger des Feuers der Synthese ein tobendes Meer von Energien.
Das Karma
des Trägers der Synthese ist so schön, doch die Last ist gewaltig. Jedes Erbe,
selbst wenn es nicht offenbart ist, lebt und bebt im Geist. Ein Gefühl, sich
mit nichts zufrieden zu geben, und das Streben nach Vervollkommnung zeichnen
den Träger der Synthese aus. Obgleich der Pfad der Spezialisierung nach außen
hin schwer erscheint, überragt der Pfad des Trägers der Synthese in jeder Weise
den Pfad des Spezialisten.
Welches
Suchen und wie viele selbstlose Heldentaten offenbart der Träger der Synthese
im Alltagsleben! Wahrhaftig, jede Bedingung[12] des
Wachstums auf dem Weg des Trägers der Synthese ist eine Heldentat des Geistes.
Auf dem
Pfad zur Feurigen Welt ist es notwendig, die Heldentat des feurigen Trägers der
Synthese zu erkennen. Das wollen wir uns merken.
75. Der mächtigste
Hinweis auf eine Heldentat ist Selbstlosigkeit. In der Tat, man muss diesen
kosmischen Begriff in seiner ganzen Schönheit verstehen. Die Macht der
Selbstlosigkeit ziert einen Geist nicht nur auf dem Schlachtfeld. Den
Lebenspfad ungestüm durchschreiten, alle Leben wie auf einer Schnur
durchschreiten und alle Abgründe singend überqueren – das kann nur ein
selbstloser Geist.
Der ganze
Aufbau, der seiner kosmischen Bestimmung folgt, wird in feuriger Bestrebung
errichtet. Verfolgen wir das Leben eines Geisteshelden. Von klein auf kennt der
Geist den Höheren Führer. Das Erscheinen eines Heiligen Beschützers ist das Los
seines Lebens. Physischer und geistiger Vorrang trüben das Bewusstsein nicht.
Selbsterziehung ist eine Erscheinung der Synthese. Die Erkenntnis der eigenen
Überlegenheit hat dem Geist Festigkeit und Duldsamkeit gegenüber seiner
Umgebung verliehen.
Alle
offenbarten Talente zeigen sich in der Inspiration von Reichen und Armen,
Suchenden und Erleuchteten. Der Geistesheld kannte den Höheren Beschützer, deshalb
verlieh er anderen Macht. Das Höhere Gesetz führte ihn ans Steuer, und sichtbar-unsichtbar
wurde er zum feurigen Helden. So schritt der mächtige „Löwe der Wüste“[13]
voran. So wurde das erhabene Gesetz der Selbstlosigkeit gestärkt.
Das
Streben nach höherer, mächtiger Zusammenarbeit bot den unmittelbaren Kontakt mit
den kosmischen Kräften und der Höchsten Feurigen Bruderschaft. Diese unmittelbare
Verbindung wurde nur nach Höherer Bestimmung gewährt. Kennt ein Geist inmitten
der Wirrnisse des Lebens die Richtung, klingen wahrhaftig die Welten zusammen.
Lasst uns
auf dem Pfad zur Feurigen Welt Verständnis für wahre Selbstlosigkeit zeigen.
76. Die
Zerstörung vieler Länder verstärkt sich mächtig, die gesamte irdische Schlacht wird
von mächtigen Kämpfen in den Höheren Welten begleitet. Alle, die von der Bedeutung
des Volkskarmas wissen, können erkennen, was vor sich geht. Man muss über diese
Ereignisse nachdenken, welche die Welt erschüttern. Man kann sich leicht davon
überzeugen, wie dunkle Wolken viele Horizonte verdecken.
In jeder abtretenden
Ordnung weisen die Ereignisse auf die Zukunft hin, welche die Gegenwart ablöst.
Der kosmische Magnetismus läutert und sammelt neue Kräfte. Über den abgelösten
Ländern hängen Schatten der Finsternis. Dort, wo das Gleichgewicht nicht
innerhalb kurzer Frist hergestellt wird, sammeln sich dunkle Wolken, die über
das Schicksal der finsteren Länder und ihrer Führer entscheiden.
Im Westen
und im Osten ist das Volkskarma angespannt. Vom Norden kommt ein Neues Licht.
Der Süden erbebt vom unterirdischen Feuer. So entscheidet sich das Volkskarma.
Auf dem
Pfad zur Feurigen Welt wollen wir im Sinn behalten, dass das Volkskarma durch
mächtige Ereignisse entschieden wird.
77. Man
sprach nicht zufällig von merkwürdigen Fällen der Einwirkung von lebendigen
Emanationen aller Gegenstände, die den Menschen umgeben. Die alte Sitte
Indiens, für jeden Erben einen neuen Palast zu bauen, ist nicht ohne tiefe
Grundlage. Wenn man sich vorstellen könnte, wie viele blutige Schatten viele
Throne umgeben, wie viel Entsetzen es um Ahnenportraits herum gibt, wie viele
Tränen an Halsketten und wie viele Gespenster an den Wänden, würde die
Menschheit mit Achtung vor den Emanationen durchdrungen sein. Außer den
physischen Einwirkungen der Emanationen ist doch ihre psychische Energie*
entweder aufbauend oder zerstörend.
Wie kann
ein neuer Herrscher inmitten der finsteren Bedrückung vergangener Emanationen einen
neuen Weg beschreiten? Dieses Erbe der Vergangenheit verursacht viel Unglück. Die
alten Gesetze nahmen nicht nur ein Leben jenseits des Grabes an, wenn sie die
Toten mit ihrem Besitz beerdigten. Die alte Weisheit sah auch eine Säuberung
des Raumes vor. Ägypten kannte die Kraft des Gesetzes der Emanationen. Anhand
der Ereignisse und der Aufeinanderfolge der geschichtlichen Fakten kann man
sich leicht davon überzeugen, wie Zerstörungen unter dem Einfluss von Emanationen
vor sich gingen.
Auf dem
Pfad zur Feurigen Welt sollte man Behutsamkeit und eine genaue Unterscheidung
der Emanationen zeigen. Wie wichtig ist es, jede segensreiche Aufspeicherung zu
bewahren!
78. Beim Begriff
der Traditionen muss man sehr fein unterscheiden. Wenn man diese als
Aufschichtungen der Vorfahren versteht, gelangen wir tatsächlich zu den
gleichen Emanationen, die von der gesamten Umgebung ausgehen; die Traditionen werden
dann das Gepräge der Zeit beinhalten.
Die
Evolution bedarf aber der ständigen Erneuerung und Erweiterung. Es ist richtig,
an eine Spirale zu denken, denn ewiges Wachstum verwirklicht Unbegrenztheit. Die
Schöpfung wird durch fortlaufende Erneuerung gespannt, und die Unbegrenztheit
leuchtet gerade durch eine vielfältige Schöpfung.
So können
Traditionen nicht als führendes Prinzip betrachtet werden. Gewöhnlich arten die
von den Menschen verwirklichten sogenannten Traditionen in Bräuche aus. Bräuche
gehen in Gewohnheiten über. So werden Gewohnheiten alle Aufschichtungen der
Vergangenheit zum Ausdruck bringen.
Wenn wir
daher an die Feurige Welt glauben, sollten wir sämtliche Erneuerungen als
Bewegung einer mächtigen Zeit in der Evolution annehmen. So gehen Traditionen mit
dem Lauf der Zeit dahin, doch der ewige Atem des Fortschritts führt zur
Unbegrenztheit.
Auf dem
Pfad zur Feurigen Welt wollen wir im Sinn behalten, dass der Raum durch große,
mächtige Energien gesättigt wird.
79. Die
Lebensformen sind eine Ausprägung des Geistes eines Volkes. Den Niedergang oder
Aufstieg eines Volkes kann man nicht nur nach den historischen Fakten
beurteilen, sondern auch nach dem Ausdruck der schöpferischen Tätigkeit. Wenn
der Geist grob und unwissend ist, werden alle Einrichtungen des Lebens diesen Ausdrücken
entsprechen. In dieser Einheit kann man alle Grundzüge einer Zeit verfolgen.
Gewiss,
die Lebensformen verleihen den Perioden der Geschichte eine deutliche Färbung.
Wodurch unterscheiden sich die ersten drei Jahrzehnte des zwanzigsten
Jahrhunderts? Durch Kriege, Schrecken, Grausamkeiten, Verrohung und die
schrecklichsten Verneinungen! Doch inmitten dieser Finsternis kann man
Lichtformen erkennen. Mögen sie auch klein an Zahl und über die Erdoberfläche verstreut
sein, das Gleichgewicht des Lichts wird nicht durch Quantität, sondern durch
Potential und nicht durch Gedränge, sondern durch den Heldenmut des Geistes hergestellt.
So lasst
uns auf dem Pfad zur Feurigen Welt von der Bedeutung erhabener Formen erfüllt
sein und besonders das Licht jener Augen schätzen, die der Menschheit die Macht
der Schönheit bringen.
80.[14] Es
gibt viele Anzeichen, nach denen man die Treue eines Schülers beurteilen kann.
Das erste
Zeichen ist Beständigkeit, die vom Schüler auf allen Wegen bekundet wird. Wenn der
Schüler in Stürmen und Wirbelwinden seine Unerschütterlichkeit beweist und ohne
Intrigen und Steinhagel zu fürchten den vorgeschriebenen Pfad fortsetzt.
Ein weiteres
Zeichen ist die Unbezwingbarkeit seines Glaubens, dass der von der Hierarchie
aufgezeigte Pfad der einzige ist.
Unter den
Anzeichen der Treue kann man auch bemerken, wie die gegenseitigen Beziehungen sich
entwickeln. Man sollte verstehen, wie wichtig ein Nukleus aus zwei oder drei
Mitarbeitern ist, die durch feurige Achtung gegenüber der Hierarchie und einander
gegenüber verbunden sind. Entsprechend diesen Zeichen kann man feurige Treue
zur Hierarchie feststellen. Treue unter Freunden und Mitarbeitern ist ein Pfand
der Hingabe an die Hierarchie. Ein Nukleus aus zwei oder drei Mitarbeiter-Freunden
kann die mächtigste Stütze für große Werke sein.
Zu Recht
habt ihr von der verdienten Bevorzugung gesprochen, die Wir die Bande des
Herzens und des Geistes nennen – so wird die Kette der Treue verwirklicht, die unvermeidlich
nach oben führt.
Auf dem
Pfad zur Feurigen Welt sollte man die Schönheit der Treue erkennen. Dieser
wundervolle Pfad schließt jenes verderbliche Gift aus, das Wir geistige Bestechlichkeit
und geistige Korruption nennen. Diese Geschwüre sind mit den irdischen,
physischen Geschwüren nicht vergleichbar. So lasst uns auf dem Pfad zur
Feurigen Welt Treue schätzen.
81. Beobachten
wir, wie die Leitung jener wirkt, die gerade erst den Pfad des Dienstes
betreten haben. Zuerst streben sie zum unsichtbaren, unbekannten Licht, alle
Erwartungen sind angespannt, alles Suchen zeigt sich und der Geist ist feurig
bestrebt. Dann verwirklicht die Leitung sich als persönliches Suchen, dann
folgt eine Wolke von Zweifeln und Bestrebungen; doch kann der Geist alle diese
Angriffe der Finsteren überwinden, kann das Pfand der Bestrebung und des
Aufstiegs sich verwirklichen. Das müssen die Führer des Geistes im Sinn behalten.
Offenkundige
Feinde sind nicht so schrecklich wie jene, die sich dem Licht nähern; denn wenn
man die Schrecken des Zweifels nicht erkennt, wird auch der Pfad des Lichts nicht
erkannt. Man muss nämlich das ganze Licht erkennen, um die Stimmen des Lichts
von den Einflüsterungen der Finsternis unterscheiden zu können. Jeder weiß, wie
er sich vor Feinden schützen kann: Manche wählen Selbstverteidigung, andere
sehen die Gefahr voraus und wieder andere nehmen den Kampf mit den Feinden auf.
Doch die
Pfade jener, die sich gerade erst dem Licht genähert haben, müssen sehr genau gelenkt
und überwacht werden, denn wenn die Zweifel nicht überwunden sind, muss man den
Geist auf den Pfad des Lichts richten. Man muss nämlich, wie Urusvati* sagte,
alles auf eine Karte setzen.
Das
wollen wir uns auf dem Pfad zur Feurigen Welt merken.
82. Der
Leitstern[15] ist das Karma, das durch die
Taten vieler Leben verwirklicht wurde. Jeder Wanderer weiß, wie schwierig es
ist, einen Ozean zu durchschwimmen und über einen Abgrund zu springen. Der
Leitstern wird jener Kahn sein, der einen inmitten der tobenden Elemente ans
andere Ufer übersetzt.
Man kann verfolgen,
wie der Leitstern führt und wo sich jenes Ufer befindet, das den Wanderer
aufnehmen wird. Scheinbares Wohlergehen ist nicht der Kahn; inmitten der
Wirbelwinde des Lebens wird Wohlergehen nicht anhalten, denn die Verwirklichung
des Leitsterns schließt alle Grundlagen des Karma mit ein.
Die
karmischen Lebensgrundlagen werden nach unwandelbaren Prinzipien verwirklicht,
und alle schöpferischen Aufspeicherungen werden ihre gesättigten Ströme
offenbaren. Der Leitstern wird durch jede Ausstrahlung entzündet, die das Leben
offenbart. Der Leitstern birgt in sich die Ausstrahlungen des Geistkorns. Der
Leitstern lebt jeden Augenblick, in ihm spiegeln sich gleichsam alle
Lebensenergien wider. Der Geist des Menschen spiegelt seinen Leitstern wider.
Merken
wir uns auf dem Pfad zur Feurigen Welt den Weg, der von den Kräften des Lichts
offenbart wird. So wollen den Leitstern im Sinn behalten.
83. Die
Brücken zwischen den Welten spiegeln alle Energien wider, die das Leben des
Universums sättigen. Diesen Leitungen entlang fließen als gegenseitige
Sättigung alle Lebensströme. Wo es angespannte Tätigkeit des Geistes gibt, kommt
ein starker Energieaustausch zustande. Man kann die Formel der parallelen
Bewegung anwenden, die mächtige Sendungen von und zur Erde feststellt.
Deshalb
können die irdischen Sphären, die von stickigem Gas verunreinigt sind, die feurigen
Ströme nicht durchlassen. Nicht selten kann man feststellen, wie ein Landstrich
gleichsam seiner eigenen Auflösung überlassen ist. Das bedeutet die Vernichtung
des Landstriches durch sein eigenes Gas. Die überirdischen Schichten können am
lebendigen Austausch nicht teilnehmen, und die Folge ist Selbstvernichtung. So beinhalten
die Aufschichtungen der Sphären alle Energien des Lebens und des Todes.
Lasst uns
daher auf dem Pfad zur Feurigen Welt dem Austausch der Energien Aufmerksamkeit
schenken.
84. Um
die höheren Energien der überirdischen Sphären besser zu assimilieren, müssen
die Zentren vergeistigt werden. Wenn der Geist die irdische Sphäre verlässt,
muss er sich von niederen Emanationen reinigen. Jede unnütze Hülle, die der
Geist mit sich in die Feinstoffliche Welt hinüberträgt, verursacht unsagbare
Pein. Bei einem genügend entwickelten Bewusstsein geht eine Läuterung vor sich,
die den Geist von der Hülle befreit.
Doch ein
Geist, der eifrig seine irdischen Gewohnheiten hütet, erfährt in der
Feinstofflichen Welt alle Leiden, die er auf dem irdischen Plan zu ertragen
gewohnt war. Ebenso wie beim Bergsteigen verursacht in der Feinstofflichen Welt
jede überflüssige Last Atemnot. Besonders beschwerlich ist es, Nichtüberwundenes
mit sich zu schleppen, das in der Feinstofflichen Welt zur Last wird. Am mühsamsten
von allem ist das Empfinden der eigenen Grobheit. Selbst
in den niederen Schichten über der Erde empfindet man die Last der eigenen
Grobheiten.
Oft hört
man Wehklagen aus den überirdischen Schichten; das sind die Hilferufe der
Geister, die sich von ihren Lasten noch nicht gereinigt haben. Es ist unmöglich,
die Feinstoffliche Welt ebenso leichtfertig zu verunreinigen wie die irdische. Und
grobe Aufspeicherungen bilden gleichsam untilgbare Ablagerungen, die für immer sichtbar
sind.
So ist die
Vergeistigung der Zentren ein Aufstieg in Höhere Sphären. Diese Überlegung ist
auf dem Feurigen Pfad unerlässlich.
85. Entsprechung
muss man als Vereinigung der Welten verstehen. Nichts kann gegeben oder aufgenommen
werden, was einander nicht entspricht. Die überirdische Welt spiegelt alle irdischen
Emanationen wider. Man darf sich nicht irren und über Erleichterung in den
überirdischen Sphären nachdenken – dort, wo alles feinstofflich ist und alles sich
zuspitzt. Und man muss das Gesetz der Entsprechung als die Grundlage des
Verkehrs zwischen den Welten verstehen. Nach oben hin ist alles feiner und
feinfühliger, nach unten hin gröber und unempfindlicher. Daher muss die Formel
des Verkehrs zwischen den Welten als Entsprechung verstanden werden. Was der
Geist in der irdischen Sphäre mit Leichtigkeit erträgt, kann in der
Feinstofflichen Welt unerträglich sein.
Wenn ein Geist
durch Streben sein Potential verwirklicht, wird er in der Feinstofflichen Welt
mit allen feinen Energien gesättigt. Zum Beispiel findet ein Geist, der in
wahrem Suchen angespannt ist, für sein reines Suchen aber keine Anwendung
findet, in den feinstofflichen Sphären nützliche Schöpfungsmöglichkeiten. So lenkt
Entsprechung alle angespannten Energien.
Beklagenswert
ist das Dasein jener, die von niederen Gefühlen beherrscht werden. Grobheit,
Ichsucht, Eigendünkel und einige andere bezeichnende menschliche Züge offenbaren
sich in den überirdischen Sphären als schreckliche karmische Schläge.
Auf dem
Pfad zur Feurigen Welt wollen wir die Entsprechung als ein großes Gesetz im
Sinn behalten.
86. Die Feurige
Taufe lenkt den Geist in die Sphären, die ihm entsprechen. Das Durchlaufen der
feurigen Transmutation bietet dem Menschen alle Möglichkeiten, höhere Sphären
zu erreichen. Dort, wo alles durch das feurige Element angespannt ist, muss man
für die Assimilation des höheren Feuers gesättigt sein. So sollte man alle Stufen
der Feurigen Taufe feierlich annehmen. Jede Stufe wird eine neue überirdische
Sphäre enthüllen.
Auch das
Karma eines Volkes kann durch eine feurige Transmutation hindurchgehen, die das
Vorwärtsschreiten gemäß der Bestimmung offenbart. Alle Nachfolger der Herrscher
spannen sich bei diesem Großen Vorwärtsschreiten an.
Gewiss,
wenn die Stunde der irdischen und überirdischen Kämpfe heranrückt, vereinigen
sich die Kräfte beider Seiten in flammender Anspannung. Die irdischen und die
jenseitigen Energien erweisen sich als Funken des Einen Feuers. So findet jede
auf das Heil gerichtete Tat in der Feinstofflichen Welt ihre feurige Anwendung.
Oft kann man nämlich Gleichgewicht durch eine Vereinigung der beiden Welten erklären.
Inmitten der irdischen Zerstörungen kann man die Macht der Feinstofflichen Welt
als einen rettenden Anker annehmen, der von der Hierarchie des Heils gesandt
wurde.
Zeigen
wir auf dem Pfad zur Feurigen Welt Verständnis für die Feurige Taufe.
87.
Wahrhaftig, die Unsichtbare Welt erklärt alles Sichtbare; vom Nichtoffenbarten
zum Offenbarten, vom Offenbarten zum Feinstofflichen. So werden sämtliche
Energien von dem einen Feuer gesättigt. So ist die Transmutation des Offenbarten
durch Feuer ein ewiger Prozess der Evolution der Welten. Alle Vorgänge, die auf
Erden unsichtbar sind, sind ebenso lebendig wie jeder irdische Prozess und können
das Band zwischen den Welten verwirklichen.
Oft sind
jene, die sich dem Licht angeschlossen haben, darüber erstaunt, dass die
schweren Prüfungen nicht aufhören. Man kann antworten, dass jeder Prozess in
der Unsichtbaren Welt eine Anspannung hervorruft, die durch die Kräfte des
Lichts und die Horden der Finsternis offenbart wird. Die Menschheit erweist
sich dann als nützlicher Leiter, wenn die Kraft des Geistes die Macht des
Lichts anziehen kann. Doch für einen schwankenden Geist ist es nicht leicht,
die Horden der Finsternis zu überwältigen.
Daher wollen
wir uns auf dem Pfad zur Feurigen Welt merken, dass der Geist Kräfte aus der
Feinstofflichen Welt und aus verschiedenen Sphären heranzieht.
88. Auf
den Stufen des feurigen Bewusstseins wird die kosmische Einsamkeit besonders
deutlich empfunden. Wenn der Geist alle unbegrenzten Freuden der Feurigen Welt
kennt, aber dennoch inmitten irdischer Stürme weilt, fühlt er die
Unvollkommenheit besonders stark, welche die irdischen Schichten umgibt.
Kosmische Einsamkeit ist ein Gefühl des „Löwen der Wüste“. Das Lösen von der
Erde im Geist lässt alle Anzeichen kosmischer Einsamkeit in Erscheinung treten.
Wenn also
die Welten sich im feurigen Bewusstsein vereinen, ist es schwer, alle sich
scharf abzeichnenden Erscheinungen der irdischen Sphären nicht zu spüren. Zu
Recht heißt es, dass der Geist ohne den Körper leben kann, denn ein verkrüppelter
Körper kann eine leuchtende Seele bergen; ein Körper aber kann, trotz aller
äußeren Vollkommenheit, keinen Geist enthalten, der nicht den Aufspeicherungen
der Vergangenheit entspricht.
Es ist
richtig, dass Krankheiten oft ein Segen sind, denn sie nähern den Geist an die
Feinstoffliche Welt an. So beruht jede Erscheinung auf zwei Prinzipien, die den
Maßstäben sowohl der Feinstofflichen als auch der irdischen Welt entsprechen. Natürlich
sind diese Maßstäbe oft umgekehrt proportional.
Auf dem
Pfad zur Feurigen Welt wollen wir uns merken, dass die Maßstäbe der Ereignisse eines
feinstofflichen Verstehens bedürfen.
89. Die
planetaren Fristen entsprechen allen überirdischen Fristen. Der finstere
Zustand des Planeten erfordert alle Kräfte für die Herstellung des
Gleichgewichts.
Es ist
leicht, an die Zukunft zu denken, wenn der Geist die Verbindung der beiden
Welten kennt und in seinen Bestrebungen zur Feurigen Welt erfolgreich ist. Es gibt
keine Vertiefung, die dem Geist nicht die Weite der Zukunft enthüllt.
In der
Feinstofflichen Welt gehen Ereignisse vor sich, die für die Erscheinungen auf der
Erde hilfreich sind. Besonders angespannt sind die der Erde nahen Schichten.
Ganze Heere werden für die Ereignisse gesammelt. Ganze Völker ziehen gegen die
Kräfte der Zerstörung zu Felde. Die Überirdische Welt wird den Planeten nicht ohne
Hilfe lassen. So mobilisieren auch die Mutter der Welt*, die Hierarchie des Heils
und die Feurigen Statthalter ihre Lager. Wahrhaftig, es ist eine gewaltige
Zeit, die über das Schicksal der Erde entscheidet: Die Himmlischen Kräfte sättigen
den Raum.
Das
wollen wir uns auf dem Pfad zur Feurigen Welt merken.
90. Es
ist schwierig, das Bewusstsein jener zu sättigen, die meinen, der Pfad eines
jeden könne ohne Höhere Führung durchschritten werden. Alle diese kleingeistigen
Personen erkennen die Hierarchie nicht an, weil sie die Verwirklichung von
Führung als Willenszwang erachten. Unter ihnen gibt es viele erwiesene
Atheisten, die den feurigen Glauben an eine Höhere Führung als bösartig erachten.
Man kann verfolgen, wie alle Prinzipien der Hierarchie entstellt werden.
Wie kann
man das Bewusstsein aufklären, wenn sich der Geist vom Licht absondert und sein
beschränktes Leben verwirklicht? Beim feurigen Aufbau sollte man diese
beschränkten Verlöscher der Feuer spüren.
Bewusstsein
ist eine Erscheinung des Lebens, deshalb trägt jeder gedankliche Aufbau seine
eigenen Formen bei. Die Feinstoffliche Welt wird nämlich durch alle Entsprechungen
mit der Kosmischen Schöpfung geschaffen. Die überirdischen Sphären spiegeln
deutlich das irdische Wesen wider. Im Bewusstsein des Menschen sollte sich die
Verantwortung vor dem Kosmos festigen.
Daher
lasst uns auf dem Pfad zur Feurigen Welt danach streben, die Verantwortung für
das Schaffen von Formen zu erkennen.
91.
Kühnheit ist die Heldentat der Schönheit, die den Dienst krönt. Die Krönung ist
die Offenbarung einer Kosmischen Annäherung. Die Grundlage der Kosmischen Annäherung
kann sich als Vereinigung Höherer Kräfte verwirklichen. Eine große Krone ist für
jene Stirn vorbereitet, die von jahrtausendelangen selbstlosen Heldentaten geziert
ist. Die Krone der Heldentat wird vom Herzen geflochten, und ein beschwingter
Geist schafft sein eigenes, emporführendes Karma.
Auf dem
karmischen Pfad sickern die Funken der Schöpfung nur schwer durch, und noch
weniger wird die Wahrheit des karmischen Wirkens verstanden. Das, was man
gewöhnlich für Karma hält, kommt nicht von außen. Karma ist in jeder Zelle
enthalten, der Geist trägt seine Errungenschaft und seine Rüstung.
Ein
sonnengleiches Karma umfasst alle flammenden Heldentaten. Die Schöpfung eines solchen
sonnengleichen Herzens birgt nämlich alle Schmerzen und Kämpfe des Geistes in
sich. Doch das sonnengleiche Herz erkennt seine Zugehörigkeit zum Strom des
Kosmischen Bewusstseins. Die Krone des sonnengleichen Herzens ist wahrhaftig
eine flammende Heldentat.
92. Die
Prinzipien von Gut und Böse wiederholen sich auf allen Ebenen, mit dem
Unterschied, dass sich alle Äußerungen zuspitzen, wenn man die Linie in die
Sphären der Feinstofflichen Welt verlängert. Nur die Prinzipien des Aufbaus geben
dem Geist jene Gesamtkraft, die das bewusste Streben zum Guten verwirklicht.
Die
Diener der Finsternis werden unvermeidlich zu den niederen Schichten hingezogen.
Die alten Testamente sprechen von jenen, die im Reich des Geistes weilen, und
jenen, die unter der Erde wohnen. Man mag sich wundern, warum die irdischen
Schichten und die Erde selbst von den Kräften des Bösen bevölkert sind. Gerade die
Anziehung nach unten erklärt diese Horden.
Jedes Streben
zur Feurigen Welt hält den Geist in der Feinstofflichen Welt zurück, doch die
Geister, die von Selbstlosigkeit erfüllten Lichtträger, streben zur Erde, um Rettung
zu bringen. Auf Erden gibt es ganze Länder, die von Zerstörern erfüllt sind.
Die Erde entspricht mit ihren giftigen Emanationen diesen finsteren Brutstätten;
wundert euch deshalb nicht, dass Teile der Welt von bösen Wesenheiten bevölkert
sind.
93. Der
Aufbau neuer Fundamente umfasst die Herstellung des Gleichgewichts sowie einer
Koordination von Wissenschaft, Kunst und Leben. Gleichgewicht macht es
notwendig, alle Verwirklichungen durchzusehen. Daher benötigt die Welt eine
große Offenbarung des Gleichgewichts. Die Koordination wird durch ein neues
Verständnis aller feinstofflichen Prinzipien der Hierarchie verwirklicht.
Man kann
sogar voraussehen, dass eine Transmutation aller Verwirklichungen vor sich
gehen wird; dass es in der Wissenschaft keine Trennung zwischen Geist und
Materie mehr geben wird; und dass es tatsächlich möglich sein wird, nach neuen
Prinzipien aufzubauen, wenn das Geistige und das Physische vereint sein werden.
Durch die Koordination der Zentren, ihrer Funktionen und Eigenschaften kann man
Wissen über den Körper erlangen. Eine solche Vereinigung aller Funktionen führt
zu einer Kenntnis des wirklichen Lebens.
So sollte
man zum Beispiel die verschiedenen Ausscheidungen der Nieren und die Funktionen
der Augen studieren. Man kann alle Funktionen der paarweisen Organe
koordinieren. Man kann die Organe miteinander vergleichen, die über einen Kanal
wirken. Man kann sich von vielen verbundenen Funktionen überzeugen, die äußerst
aufschlussreich sind.
So hat der
neue Aufbau seine erhabenen Grundsätze, und es wird ein großer Aufstieg in der
Welt des Wissens vermerkt. So bringen die feurigen Träger der Synthese der Welt
Segen und Glück.
Auf dem
Pfad zur Feurigen Welt wollen wir uns die großartige Verwirklichung des
Gleichgewichts und der Koordination merken.
94. Ein
Abgrund kann auf verschiedenen Wegen überwunden werden. Mut vor dem sich
auftuenden Abgrund wird gerade dann erreicht, wenn der Geist alles aufs Spiel
setzt.
Es ist
richtig, dass man den Geist nur im Leben stählen kann. Das Überwinden der
Lebensschwierigkeiten verleiht dem Geist seine Funken. Geistige Überwindung ist
so schwer! Der physische Körper erträgt Entbehrungen in Selbstgenügsamkeit,
doch der Geist meistert die Schwierigkeiten. Und geistiges, feuriges Ringen
kann einen auf eine große Höhe hinauftragen. So lasst uns geistige
Schwierigkeiten erstreben.
Ein
Abgrund kann sich vor dem Herzen auftun. So verläuft der Lebensweg anscheinend unerbittlich;
doch ein Herz, das den Abgrund erkannt hat, erkennt auch das Licht. Denn wenn
eine Grenze offenbar wird, kann man Feurige Unbegrenztheit entfalten. Nur bei
völligem Streben kann der Geist seine Flügel ausbreiten.
Auf dem
Pfad zur Feurigen Welt muss man sich mit Furchtlosigkeit vor dem Abgrund füllen.
Ein beschwingter Geist kennt diese Freude der Errungenschaft.
95. An
der Schwelle des Übergangs in die Feinstoffliche Welt findet eine Ablösung des
Mentalkörpers vom physischen Körper statt. Die Entwicklung der feurigen
Wahrnehmung fördert den Flug in die Höheren Sphären. Ein Geist, der das
Loslösen von der Erde empfindet und den Höheren Sphären zustrebt, kann die Ablösung
des Mentalkörpers klar erkennen; so findet eine Vereinigung der beiden Welten
statt, die den Geist vom physischen Körper befreit.
Die Frage
des Todes beschäftigt die Menschheit sehr. Gerade der Übergang erschreckt die
Leute so sehr. Man kann darauf verweisen, wie wunderbar ein Geist in die
Feinstoffliche Welt strebt, der das vorübergehende Dasein auf Erden erkannt hat.
Man muss den Geist bewusst auf das Loslösen von der Erde vorbereiten. Auf diese
Weise enthüllt sich dem Neuankömmling die vertraute Schwelle in ihrer ganzen
Feurigen Herrlichkeit.
So muss
man sich auf dem Pfad zur Feurigen Welt an das Loslösen von der Erde gewöhnen.
96. Wenn ein
feuriger Geist sich in die überirdischen Sphären versenkt, sind ihm die
Feinstofflichen Sphären nicht fremd, denn der Geist kannte die räumlichen
Erscheinungen. So kann sich auch ein Neuankömmling in den Schichten der
Feinstofflichen Welt akklimatisieren. Der Eintritt in die Feinstoffliche Welt
ist von einem Gefühl der Freude begleitet.
97.[16] Um
die letzten Stunden des irdischen Aufenthalts sollte man sehr besorgt sein. Oft
kann das letzte Streben das zukünftige Leben und auch die Schichten, in denen
der Geist sich aufhalten wird, vorausbestimmen.
Es ist natürlich
unzulässig, den Geist in die irdischen Sphären zurückzurufen, wenn er sich
bereits losgelöst hat. Die Gewebe, die sich von der irdischen Anziehung bereits
befreit haben, spannen sich mit einer schrecklichen Anstrengung an, um sich
wieder der irdischen Atmosphäre zu assimilieren. Die Menschen sollten lernen,
sowohl beim Hinscheiden als auch bei der Geburt an diese Vorgänge zu denken,
und verstehen, sie in Einklang zu bringen. Hinausschieben ist bei der Geburt
ebenso schädlich wie beim Sterben.
Die feinstoffliche
Bildung des neuen Körpers muss in Betracht gezogen werden. Die dem Sterbenden
zugefügten Wunden müssen in der Feinstofflichen Welt geheilt werden. Oft werden
die Hinübergehenden sehr grob behandelt. Man kann sagen: Nicht der Tod quält,
sondern die lebenden Menschen. Alle, die sich der Feurigen Lehre nähern, müssen
darüber Bescheid wissen.
Auf dem
Pfad zur Feurigen Welt wollen wir uns das Gesetz merken, das die letzten
Minuten des Übergangs bestimmt.
98.
Verdienst, wie er verstanden wird, muss durch ein feineres Konzept ersetzt
werden. Wie viele feine Anzeichen kann man bemerken, wenn man lernt, den
wirklichen Verdienst nicht nach äußeren Anzeichen, sondern nach der inneren Qualität
einer Tat zu betrachten. Wenn ein Geist lernt, das irdische Leben mit dem
Höheren zu koordinieren, nehmen alle Maßstäbe eine andere Dimension an.
Ein bloß
von der Eintönigkeit der materiellen Welt erfülltes Leben bemisst entsprechend
auch den Verdienst seinen Bestrebungen gemäß. Doch das Bewusstsein beider
Welten setzt neue Maßstäbe. Das Vergängliche wird nicht die tatsächliche Triebkraft
sein; nur das Streben nach feuriger Manifestation vereint die Welten, und die
Tätigkeit wird entsprechend gesättigt sein. Das in die Feurige Welt strebende
Bewusstsein ist von der Kraft erfüllt, die von der Hierarchie des Heils
ausgeht, doch irdische Glückseligkeit zersetzt sich ebenso schnell wie die
gesamte vergängliche Welt.
Auf dem
Pfad zur Feurigen Welt wollen wir die ewig lebendige Energie der Welt des
Feuers im Sinn behalten.
99. Karma
erstreckt sich auf alle Handlungen und alle Welten. Genauso wie Karma
beschleunigt werden kann, kann es auch hinausgeschoben werden. Eine Verschärfung
des Karma wirkt sich nicht nur auf das folgende Leben aus, auch alle dazwischen
liegenden Zustände hängen von der Verschärfung des Karma ab.
Die
Feinstoffliche Welt ist derart mit der irdischen verbunden, dass man das Denken
in diese Richtung hin vertiefen muss. Wer die Bedeutung der Verbindung der beiden
Welten versteht, wird bei seinen irdischen Taten vorsichtig sein. Vorsicht
gegenüber allen Energien hilft einem strebenden Geist.
Ein
Haupthindernis ist Unverständnis der Wahrheit des räumlichen Lebens: Alles
wandelt sich um und alles wird gesühnt. Richtigerweise ist auf das Karmagesetz
hingewiesen worden, nämlich auf das Karmagesetz in Unbegrenztheit. Das Streben und
die Möglichkeiten reichen nämlich bis in Unbegrenztheit.
Lasst uns
auf dem Pfad zur Feurigen Welt ein bewusstes Verhalten gegenüber dem
Karmagesetz verwirklichen.
100. Die Teilnehmer
am Kosmischen Aufbau können wahre Statthalter genannt werden. Jede Epoche hat
ihre Statthalter. Der Herrscher, der Gottmensch und der Statthalter der Kräfte
des Lichts stellen eine große Macht dar. Das Hierarchische Prinzip erweist sich
als Grundlage jeglichen Aufbaus, und um das Verständnis des Kosmischen Aufbaus
zu vertiefen, muss man sich in der Erkenntnis des Gesetzes der Hierarchie
festigen.
Die
Kräfte der Hierarchie sind in beiden Welten vereint: Das Führende Prinzip und
das Prinzip der Erfüllung des erhabenen Willens sind eine Quelle. Nach diesen beiden
Prinzipien werden Welten erbaut.
Die
Überirdische Welt offenbart sich mittels der irdischen. Die irdische Welt
strebt in die Feurige Welt. In dieser feurigen Vereinigung verwirklicht sich
das ewige Leben, und die Macht des Lebens spannt sich im feurigen Aufbau an.
Für ein
feines Verstehen des Hierarchischen Prinzips sollte man den Aufbau des Daseins ergründen.
Der Höhere Wille hat seine Testamente gegeben. Die Offenbarung der Feurigen
Welt ist von Feurigen Geistern angenommen worden; auf diese Weise vollzog sich ein
Austausch, der die Welten vereint. Alle Religionen wurden durch den Austausch
Feuriger Kräfte verwirklicht. Diese feurige Zusammenarbeit ist auch Kosmischer
Aufbau.
Lasst uns
auf dem Pfad zur Feurigen Welt Verstehen des Kosmischen Aufbaus bekunden.
101.
Wahrhaftig, nur das Herz vermag in alle Tätigkeiten, alle Beweggründe und alle
Wesen einzudringen und zu erkennen. Um in die Feurige Welt einzudringen, ist es
vor allem notwendig, mit dem Herzen zu erkennen. Nur diese Quelle, die der
Wahrheit auf den Grund geht, kann eine Vorstellung vom wahren Aufbau des Kosmos
vermitteln. Nur diese Quelle kann den wahren Maßstab für eine Beurteilung
bieten, die vom Feuer feiner Energien gesättigt ist.
Um seine
Kräfte in den Höheren Sphären einzusetzen, ist es unerlässlich, die Kräfte des
Herzens anzuspannen, denn es gibt keine andere Eigenschaft des Feuers, die
diese Energien ersetzen könnte. Das Herz drängt den Geist so mächtig zu den
feinen Energien. Alle Höheren Sphären werden durch die Anspannung des Herzens
erreicht. Dieses heilige Gefäß vermag sämtliche schöpferischen, erhabenen
Sphären zu eröffnen. Diese Herzenergien sind unersetzlich, in ihnen spiegelt sich
wahrhaftig der Höhere Wille wider. Die Schöpfung des Herzens kann sonnengleich
genannt werden.
Lasst uns
auf dem Pfad zur Feurigen Welt danach streben, das Herz als Bindeglied zwischen
den Welten zu verstehen.
102. Die
Menschen nach den Auren und der gegenseitigen Anziehung einzuteilen, ist eine wissenschaftliche
Wahrheit, doch für wissenschaftliche Forschungen ist es notwendig, eine feine
Unterscheidung zu treffen.
Dort, wo
das Verständnis des Herzens lodert, wird Unterscheidungsvermögen bestehen. Wo aber
das Verständnis des Herzens inaktiv ist, ist auch die feurige Energie untätig.
Man muss spüren, wie sich jene um ein feuriges Herz sammeln, die sich durch
Streben zum Feurigen Dienst annähern. Die Anziehung des Magneten des Herzens
wirkt wie ein Gesetz; wobei daran erinnert werden muss, dass jedes Leben des
Herzens jene näherbringt, die geistig verwandt sind. Ein so begonnenes Leben setzt
sich in den überirdischen Sphären fort.
So kann
man jede karmische Erscheinung leicht erklären. Die Menschen denken über dieses
Gesetz kaum nach; und die Welt leidet nicht so sehr durch verschiedene Nöte,
als infolge der Verletzung dieses großen Gesetzes durch den Eingriff menschlicher
Unüberlegtheit. Ein Eingreifen in eine harmonische Bestimmung erweist sich
immer als Störung der karmischen Wirkungen. Durch karmische Verletzungen sind
viele unerklärliche Missgeschicke hervorgerufen worden. In der Geschichte kann
man verfolgen, wie durch ein furchtbares Eingreifen in das gemeinsame Karma
Könige ihrer treuesten Diener, Feldherren ihrer Truppen und geistige Führer
ihrer Schüler beraubt wurden.
Lasst uns
auf dem feurigen Pfad des Fortschritts wegen über die Unverletzlichkeit des Karma
nachdenken.
103. Die Transmutation
der Zentren spannt die schöpferischen Energien an, die für den Übergang in die
Feinstoffliche Welt notwendig sind. Jedes geistige Streben erzeugt
Ablagerungen, die beim Übergang in die Feinstoffliche Welt die Gestalt feinstofflicher
Energien annehmen. Es ist so wichtig, in die Höheren Sphären zu streben. Begeisterung
des Geistes und Freude des Herzens verleihen jene Energien, die den
feinstofflichen Körper nähren. In der Tat, nur ein durch höhere Impulse gesättigtes
Gefühl verleiht die nötigen Energien.
Man muss
verstehen, dass Imperil und grobe irdische Begierde qualvolle Geschwüre
erzeugen, die der Geist im feinstofflichen Körper heilen muss. Geschwüre des
Geistes werden in die Feinstoffliche Welt mit hinübergenommen, wenn sie nicht
auf Erden überwunden werden. Befreiung von der physischen Hülle bedeutet nicht
Befreiung von geistigen Geschwüren.
Wenn der
Geist vor dem Loslösen von der Erde erkennt, wie er seine Energien genutzt hat,
kann das Bewusstsein vieles sühnen, doch muss man das Bewusstsein zu dem
Gedanken an die Höheren Welten lenken. Selbst der schlimmste Verbrecher kann
zum Verständnis für die Last des Karma hingeführt werden, doch dafür ist es
notwendig, die sozialen Verhältnisse zu ändern.
So sollte
man sich auf dem Pfad zur Feurigen Welt an den Gedanken der Transmutation der
Zentren gewöhnen, denn Befreiung vom Körper bedeutet nicht Befreiung von
geistigen Geschwüren.
104. Die
im Dienst des Lichts tätigen Kräfte greifen nicht in Karma ein, wie manche denken,
die nicht in die Macht des Karma eingeweiht sind. Die Kräfte des Lichts beobachten
die menschlichen Taten und geben die Richtung vor, greifen aber nicht ins Leben
ein.
Dafür
gibt es viele Beispiele: Boten erscheinen, Warnungen werden gesandt, die
Richtung wird aufgezeigt und der Pfad gewiesen, doch die Wahl zwischen den aufgezeigten
Möglichkeiten wird vom angespannten menschlichen Willen getroffen. Auf diese
Weise wird die Kooperation zwischen den beiden Welten von diesen Begriffen
gesättigt.
Selbständige
Tätigkeit des Geistes kann nämlich zu einem besseren Karma führen. So kann man erklären,
warum die Kräfte des Lichts den Geist nicht von verschiedenen Handlungen
abhalten, die oft gegen das verstoßen, was bestimmt ist.
Die
Menschen sind oft erstaunt, warum nicht verschiedene Wege aufgezeigt werden. Sie
wundern sich auch, warum Sendungen über verschiedene Kanäle vermittelt werden.
Sie fragen sich, warum die Kräfte des Lichts verschiedene Strömungen nicht
abwenden. Lasst uns darauf antworten: Die Kräfte des Lichts greifen nie in
menschliches Karma ein.
An dieses
Gesetz muss man sich auf dem Pfad zur Feurigen Welt erinnern.
105. Das Gesetz des freien Willens erlaubt Uns oft
nicht, auf eine Erscheinung hinzuweisen, die unklar erscheint. Dasselbe Gesetz
weist auf Unsere kreuzenden Wege hin, wenn der freie Wille ein Herz zu einem anderen
Herzen lenkt.
106. Sich
mit dem Herzen auf den Herrscher zu stützen, ist die erste Bedingung auf dem
Pfad zur Feurigen Welt. Ohne diese feurige Bedingung ist es unmöglich, die verheißenen
Tore zu erreichen. Die Führung muss doch sowohl vom Geist als auch vom Herzen
erkannt werden, denn es genügt nicht, nur die Hand des Herrschers anzunehmen,
ohne sich ihm mit dem Herzen hinzugeben. Man muss das Gesetz verstehen, das den
Lehrer mit dem Schüler vereint, denn ohne sich dem Herrscher völlig
anzuschließen kommt keine Verbindung zustande.
Völlige Annahme
der Führung erfordert bewussten Verkehr, denn man muss mit dem Herzen jene
Wärme verstehen und fühlen, die aus den Tiefen des Geistes aufsteigt. Vor allem
ist es notwendig, dasjenige fühlen und erkennen zu lernen, wodurch das Wesen
des Herrschers mit dem Wesen des Schülers verbunden wird.
So muss
man daran denken, dass auf dem Pfad zur Feurigen Welt Schwingungen und Karma
die verbindenden Glieder sind.
107. Der
Geist wird durch verschiedene Hebel angespannt. Liebe und Streben erweisen sich
als die mächtigsten Hebel. Liebe zur Hierarchie und Streben zum Dienst geben
den Impuls dazu, von Höherem durchdrungen zu werden. Diese mächtigen Hebel
lenken den Geist nicht nur auf der Erde, sondern auch in der Feinstofflichen
Welt zur Vervollkommnung.
Selbst
wenn es irgendwie möglich wäre, sich auf Erden von bestimmten Erscheinungen zu
befreien, erlauben die überirdischen Sphären es dem Geist nicht so leicht, die Sphären
zu wechseln. Die überirdischen Sphären haben ihre eigenen Wirbel, in die der
Geist hineingezogen wird. Diese Wirbel können als Wirbel der Sühne bezeichnet
werden. Je nach dem Zustand des Strebens oder der Begierde fällt der Geist in
diese Wirbel und kann nur durch Sühne und Transmutation seiner Energien in
andere Sphären übergehen.
Man muss
die Bedingungen der Feinstofflichen Welt verstehen. Wenn die Menschheit über
diese unzertrennliche Verbindung mit der Feinstofflichen Welt nachdenken würde,
wäre der Begriff Karma klar. Es gibt weder eine Tätigkeit noch einen Gedanken
noch eine Stufe, die den Geist nicht in einen bestimmten Wirbel treibt. Der
feurige Geist offenbart sich als unerschütterliches Glied zwischen den Welten,
denn alle Pfade sind eröffnet.
108. In
der Tat, wenn man das bestehende Band zwischen der Feurigen und der irdischen
Welt nicht ergründet, nimmt man dem Leben seinen Sinn. Jede Lebenserscheinung
wird sinnlos. Gewiss, das Eindringen in die Feurige Welt ist notwendig, um im
Leben zu verstehen, dass die Vereinigung der beiden Welten das Denken auf kosmische
Art lenkt.
Nur die
Vereinigung jeder Lebenserscheinung mit ihrer Fortsetzung in der Feurigen Welt
bestätigt den Sinn aller Lebensprozesse. Man kann sich nicht vorstellen, wie
schwierig es ist, Gedanken zu lenken, wenn dieses Gesetz nicht erkannt oder
durch verschiedene Auslegungen entstellt wird. Um wie viel klarer kann der
Geist sich den Prozess des Lebens und des Todes vorstellen, wenn der Begriff
der Überirdischen Welt in seinem Bewusstsein lebt!
So treiben
die Wirbel der Sphären feinstofflicher Anspannung den Geist sowohl beim
Aufstieg als auch bei der Rückkehr an. Die Verbindung des Geistes mit seinem
Karma offenbart sich doch in beiden Welten. Das Verstehen dieses Bandes weist
auf die vom Kosmos verwirklichte Schönheit hin.
Das
Erkennen dieser Lebensimpulse, die in Zukunft die Bedingungen für das
feinstoffliche Dasein schaffen werden, ist so wichtig! Denn man darf Ewigkeit nicht
für das Vergängliche und das Vergängliche nicht für Ewigkeit halten. So lernt
der Geist, während er in der Materie lebt, das Vergängliche zu schätzen, doch im
Kosmos wurde Ewigkeit geboten!
109. Die
Gedanken der Menschheit müssen sich mit dem Band zwischen den Welten befassen.
Wie sonst ließen sich bestimmte unsichtbare Prozesse erklären, die das Leben sättigen?
Von diesem Wissen kann man nur erfüllt sein, wenn der Geist die Erscheinungen
der Unsichtbaren Welt mit dem Herzen aufnimmt. Wie kann man das Leben und den
Übergang in die Feinstoffliche Welt erklären, wenn die Feurige Welt nicht
erkannt wird? Jede irdische Erscheinung hat doch ihre unsichtbare Ursache, die sich
als potentielle Kraft erweist.
Es ist
leicht zu verstehen, dass man für feurige Wahrnehmung vor allem den Gedanken an
die Verbindung mit den überirdischen Sphären festigen muss. Erscheinungen
können sich im Leben nur realisieren, wenn der Geist jede höhere Schwingung
fühlt. Gewiss, die Menschheit lebt ohne Erkenntnis des Herzens, das mit der
Kraft der Feurigen Welt vorrückt.
Für
bessere Formen sollte man Leben als die Vereinigung der beiden Welten ansehen.
Jedes Streben in diese Richtung wird für den Aufstieg in die Feinstoffliche
Welt lehrreich sein. Wenn die Annahme von höheren Energien zu einem lebendigen
Prozess wird, kann man erkennen, dass sich das irdische Leben mit all seinen
Schmerzen in der nächsten Welt fortsetzt. So wollen wir das Gesetz der Sühne
auf Erden bei Handlungen und Überlegungen begreifen.
110. Über
die Bestimmung des Menschen auf Erden: Seit uralten Zeiten hat diese Frage die
Menschen beschäftigt. Alle Religionen haben als Bestimmung des Menschen das Ebenbild
der Höchsten Kraft festgestellt. Worin kommt das Ebenbild der Höchsten Kraft
zum Ausdruck? Nur durch Vervollkommnung des Geistes kann der Mensch der Höchsten
Kraft ähnlich werden. Die Bestimmung des Menschen kann nicht als etwas Zufälliges
angesehen werden.
Ebenso
ist es unmöglich, die Formen als einförmig anzusehen, denn jede Sphäre hat ihre
eigenen Formen und sehr genaue Entsprechungen.
Wir
sprechen oft über das Band zwischen den beiden Welten, denn es ist notwendig,
aus dem Teufelskreis herauszukommen, von dem der Planet umgeben ist. Es ist
unumgänglich, einen Ausweg zu finden.
Um
Berührungspunkte zu finden, muss man das Denken auf feinstofflichere Prinzipien
richten. Wenn wir über die einfachsten Prozesse nachsinnen, werden wir zu den
höchsten Begriffen gelangen. Wenn wir das feinstoffliche Band im gesamten Leben
finden, wird das Streben zu den Höheren Welten gewiss nicht auf sich warten
lassen.
Während
es bisher eher schwierig war, das Bewusstsein zu wecken, ist es jetzt
notwendig, alle Grundlagen der Verbindung beharrlich voranzutreiben. Alle
Geschehnisse, alle Verwirklichungen rufen die Menschen zur Heldentat der Transmutation
der weltanschaulichen Grundsätze auf. Man soll besonders die Bestimmung des
Menschen ergründen.
111. Ohne
Bestrebung des Herzens gibt es keine Wahrnehmung. Freilich, der Intellekt nimmt
wahr, doch unvergleichlich ist die feinstoffliche Einwirkung des Herzens. Wenn
wir sagen, dass ein Gedanke aufblitzte, bedeutet das nämlich, dass das Herz
eine gesättigte Erinnerung und Wahrnehmung offenbart hat. In der Tat, nur
feinstoffliche Energien können sich an das Feinstoffliche anschließen, deshalb
gibt es über das Herz die schnellste Errungenschaft. Die Verbindung mit der
Feurigen Welt wird von einem gesättigten Herzen hergestellt, weil allein dieses
Gefäß ein Eindringen in die Feurige Welt ermöglicht.
Das
Streben des Herzens als schöpferisches Symbol zu verstehen, bringt dem Geist
die Verwirklichung der Feurigen Welt. Das Herz trägt die Last der Welt. Das
Herz befreit von der irdischen Last.
Das
wollen wir uns auf dem Pfad zur Feurigen Welt merken.
112. Das
Sperrnetz* bildet sich aus feinsten Energien. Alle Zentren nehmen an der Formung
dieses mächtigen Schildes teil. Für die Bildung eines vollständigen Kreises ist
es unerlässlich, dass alle geistigen Zentren ihre Energien anspannen.
Von den
Zentren des Geistes muss man besonders das Herz anspannen, weil es durch seine Macht
das Denken transmutieren kann. Richtiges Denken verleiht Festigkeit, welche die
erste Bedingung darstellt. Festigkeit vertreibt Zwiespältigkeit, Angst und
Zweifel.
Das
Sperrnetz kann den Menschen schützen, indem es ihn unverletzlich macht. Doch
sein Schild kann sich nur dann festigen, wenn alle feinen Energien harmonisiert
werden. Das Experiment des Agni Yoga verleiht gerade diesen Schild, doch dazu
ist ein höchst behutsames Verhalten den Zentren gegenüber notwendig. Das
Sperrnetz muss beständig von innen her mit Energien gespeist werden, wie eine
feurige, ewig emporsteigende Spirale. Die geistigen Zentren müssen diese Macht nähren.
Das Sperrnetz
geht zusammen mit dem Geist in die Feinstoffliche Welt über. Da es aus den feinsten
Energien gewebt ist, kann es sich an die Feurige Welt assimilieren; in ihm
können sich nur die höchsten Bestrebungen widerspiegeln. Menschen, die
vermittels der niederen Zentren leben, haben kein Sperrnetz. Besessene besitzen
diesen Schild nicht.
Deshalb
soll man auf dem Weg zur Feurigen Welt darum besorgt sein, die feinsten
Energien zu weben.
113. Das
Sperrnetz kann nur dann gesättigt werden, wenn die Zentren transmutiert wurden.
Und auf der letzten Stufe, vor dem Empfang des Feurigen Strahls, spannt das
Sperrnetz sich besonders an.
114. Das
Gewebe des Sperrnetzes wird von den verschiedensten Energien angespannt. Jedes
geistige Zentrum beruht auf einer Ansammlung von feinsten Energien, die ihre
Ablagerungen im Sperrnetz offenbaren. Alle Zentren werden von dem Feuer
transmutiert und gesättigt, das die Fäden des Sperrnetzes webt. So ist dieser
Schild eine Verwirklichung aller kosmischen Ströme, die sich im Sperrnetz
brechen.
Jeder
Schlag auf die Aura kann wie ein Bumerang auf seinen Urheber zurückwirken. Wenn
das Sperrnetz alle höheren Feuer widerspiegeln kann, können in dieser Esse natürlich
viele Schläge geschmolzen werden!
Jedes
bestrebte Bewusstsein muss sein Sperrnetz weben. Man kann viele Schläge und
schmerzliche Stiche abwehren, wenn das Sperrnetz undurchdringlich bleibt. Die
geistigen Zentren können völlige Immunität erlangen, wenn das Sperrnetz ständig
von innen mit Feuer genährt wird. Daher muss man um die Anspannung des
Sperrnetzes so besorgt sein. Psychische Energie, Streben des Geistes und
feurige Transmutation liefern das erforderliche Gewebe für das Sperrnetz.
Auf dem
Pfad zur Feurigen Welt wollen wir die Macht dieses Schildes im Sinn behalten.
115. Wie verschieden die Welten in ihren Eigenschaften und
Funktionen auch sind, es ist dennoch notwendig sich anzugewöhnen, an die Brücke
zur Feurigen Welt zu denken. Alles hat seine verbindenden Energien. Warum
dann nicht danach streben, die Brücke zur Feurigen Welt zu verstehen! Wie der
Mensch alle Eigenschaften des irdischen Lebens widerspiegelt, so muss er auch darum
besorgt sein, wie er eine Brücke zwischen den Welten errichten kann. Wie aus
den überirdischen Sphären der Abgrund der Menschheit sichtbar ist, so sollte man
es verstehen, die Höheren Welten in das Bewusstsein aufzunehmen.
Die
Brücke zwischen den beiden Welten besteht im Streben des Denkens. Richtig wurde
über die Schönheit des Gedankens gesprochen, der alle Welten enthüllt. Gewiss,
die Brücke zwischen den beiden Welten kann verwirklicht werden, wenn die Taten
von Schönheit erfüllt sind. Nicht Worte, sondern Taten ergeben nämlich alle
Sättigungen. Die Brücke zwischen den Welten gründet auf der Harmonisierung der
Ströme des Herzens und des Geistes.
Zeigen
wir auf dem Weg zur Feurigen Welt Verständnis für die Brücke zwischen den
Welten.
116. Die Brücke zwischen dem Leben jedes Dieners des Lichts
und der nächsten Stufe offenbart ein gesättigtes Streben des Herzens. In
der Tat, die Menschen banalisieren das Gefühl der Liebe und legen das mächtige Gesetz
banal aus. Doch dem großen Gesetz muss man feinfühlig lauschen.
So nähert
der Yoga des Herzens uns wahrhaftig weit stärker und schneller den mächtigen Gipfeln
des Bewusstseins an als der Verstand, wie geschärft er auch sein mag. Die große
Epoche der Frau wird sich deshalb durch eine größere Verfeinerung der Gefühle
und des Bewusstseins auszeichnen.
117. Die
Brücke zwischen den Welten gründet auf der Harmonisierung aller feinsten
Energien. Die meisten denken natürlich, die Transmutation der Zentren gehe auf
dem physischen Plan vor sich – das ist ein Irrtum. Ein solches Bewusstsein muss
man erleuchten. Die Transmutation der Zentren durch Feuer ist eine Vereinigung
aller Zentren, sowohl der physischen als auch der geistigen. Es findet eine
Vergeistigung des ganzen Wesens statt.
Bei
feuriger Transmutation tritt die Feurige Welt besonders machtvoll in Erscheinung,
weil sich im ganzen Wesen eine feurige Harmonisierung vollzieht, bei der alle
höheren Anspannungen erworben werden. Daher kann man das Gesetz der Annäherung
der Welten bei jedem Prozess der Verfeinerung der geistigen Zentren annehmen.
Die Ansammlung dieser Energien verleiht dem Geist ein Streben, das den
kürzesten Weg bahnt.
So muss man
den Begriff der Brücke zwischen den Welten annehmen; und man sollte sich merken,
dass es keine unbewusste Arbeit der Zentren gibt. Die bewusste Harmonisierung
der Zentren ist ein großes Sakrament.
So wollen
wir auf dem Pfad zur Feurigen Welt Verständnis für den kürzesten Weg zeigen.
118.
Unter den im Kosmos bestehenden Sakramenten muss man das Sakrament der
Aufeinanderfolge der Existenzen hervorheben. Der Rhythmus dieser Existenzen ist
genauso verschieden wie die Monaden.
Manche
meinen, es wäre notwendig, viele Leben in Palästen zu verbringen; andere
meinen, dass es für Heldentum der Kavallerie bedarf; die dritten denken, es bedürfe
des Ruhmes; die vierten, dass man Geist und Körper zerfleischen müsse, und so geht
es unendlich weiter.
Wir jedoch
sagen: Es bedarf der Errungenschaft des Geistes. Und diese feurige Eigenschaft
wird allein durch das innere Feuer des Herzens erlangt. Richtig heißt es, dass
die Taten des Herzens die Grundlage sind. Das Verständnis des Herzens verwirklicht
das erhabene Wesen. Deshalb ist das Herz mit seinem Magneten so mächtig.
Ein Wesen
lebt doch nach seinem ganzen Potential. In einem bestimmten Zyklus von Jahren
offenbart das Potential eine Art der Tätigkeit; für einen anderen Zyklus werden
andere Tätigkeiten bekundet – so geht in einem einzigen Leben eine ganze Welt
von Tätigkeiten vor sich. Rufen wir uns ins Gedächtnis, wie viele lichtvolle Taten
die Annalen des Buches des Lebens füllen. Berücksichtigen wir jede Offenbarung
des Lichts, denn es ist besonders notwendig, jene mächtigen Energien zu
erkennen, die ein Wesen auf einer erhabenen Stufe erfüllen.
119. Die
Kräfte des Geistes sind jene Ströme des Geistes, durch die verschiedene Energien
herankommen. Man kann Hieroinspiration kann nur über die Ströme des Geistes
senden.
Die
Träger dieser Ströme bergen in sich eine nicht-irdische Macht. Ein Geist und ein
Herz, die von diesen Strömen gesättigt sind, widerstehen vielen Angriffen. Wir
haben oft beobachtet, wie ein einsamer Wanderer auf dem Pfad des Dienstes die Attacken
der Finsternis zurückschlagen konnte.
Die
Kräfte des Geistes verleihen dem Gefühlswissen Tatkraft. Die Ströme des Geistes
sind ein Bindeglied zu den Höheren Kräften. Wenn mächtige Energien ein Wesen
sättigen, offenbart sich die Entfaltung aller höheren Zentren. Hieroinspiration
kann sich nur in einem Herzen verwirklichen, das von der Nähe der Hierarchie des
Lichts entflammt ist.
Deshalb
ist es auf dem Pfad zur Feurigen Welt so wichtig, diese Ströme zu erkennen,
denn man muss zu allem eine bewusste Beziehung anwenden, um eine Verbindung mit
der Unsichtbaren Welt des Feuers zu erlangen – so können die Kräfte des Geistes
wahrhaftig Welten erobern.
120. Die
Übertragung von Feinfühligkeit muss man feinstofflich erforschen. Die
Übertragung von Feinfühligkeit, innerlich oder äußerlich, stellt einen sehr
wichtigen Zweig der Wissenschaft dar; nicht nur für die Erforschung des
menschlichen Organismus, sondern auch für das Studium der gegenseitigen
Anspannung von Makro- und Mikrokosmos.
Bis jetzt
wurden Versuche zwischen Menschen und Objekten durchgeführt, weitere
Experimente werden mit Pflanzen und Tieren durchgeführt werden. Durch
Ausweitung der Forschungen kann man zum Studium des Austausches von feinen
Energien gelangen. So können alle Tiere der Veränderung der Ströme von
Krankheiten dienen.
Natürlich
muss man für diese Forschungen Immunität gegen Ansteckung entwickeln. Sowohl
der Magnetismus der Erde und der Baumwurzeln als auch Prana* können für die
Reinigung der Emanationen dienlich sein. Im Kosmischen Laboratorium kann man
alle Grundlagen dieser Forschungen erlangen.
Vor dem
Experiment der Übertragung von Feinfühligkeit sollte man Agni Yoga studieren,
denn nur eine feinstoffliche Wahrnehmung wird zu einem feinstofflichen Verständnis
führen. Man muss von den Strömen des Geistes durchdrungen sein, um jene Allmacht
zu verstehen, welche die Feurige Welt sättigt.
121. Das
Prinzip der Übertragung von Feinfühligkeit zeigt sich sehr deutlich im
Anschwellen der Lippen. Die Anhäufung von feurigen Energien in der Kehle
entlädt sich in einem anderen Zentrum. Nasenbluten ist ebenfalls eine mächtige Übertragung
des Zentrenfeuers, das nach außen durch das dritte Auge offenbart wird.
Sind
feine Energien von Feuer gesättigt, ist die Transmutation der Zentren so mächtig,
dass eine Entladung unvermeidlich ist. Die Feuer toben, deshalb ist es sehr
notwendig, die Gesundheit zu hüten.
Die
Spannung der Ströme des Raumes spiegelt sich in feinen Organismen deutlich wider.
Die räumlichen Ströme sind stark angespannt. Die Vision der schwarzen Verflechtungen
zeigte die ganze Schwärze des Netzes, das den Planeten umgibt. Ein Wirbelsturm
fegt durch den Raum. So entladen Wir den räumlichen Druck.
122. Die
Welt ist in einen solchen finsteren Zustand versunken, dass die überirdischen
Sphären sich mit erstickenden Gasen füllen. Verschiedene aufgezeigte
Erscheinungen bestätigen, wie schwarze Fäden die irdischen Sphären verhüllen.
Es ist richtig, an feurige Erschütterungen zu denken und das Bewusstsein auf sie
vorzubereiten. Der Raum bedarf der Reinigung, und eine neue Entladung kann die
irdische Sphäre erreichen, wenn die geistigen Ströme sich unter der Anspannung
neuer Impulse schöpferisch wieder aufraffen.
Ohne die
Verwirklichung neuer Grundsätze und ohne Koordinierung kann man auf dem
Planeten keine Erneuerung erwarten. Es bedarf bloß räumlicher Ströme für die
Koordinierung mit den lebendigen Potentialen.
Daher
lasst uns auf dem Pfad zur Feurigen Welt bestrebt sein, durch feurige geistige
Ströme aufzusteigen.
123. Wenn man sich daran gewöhnen würde, in die Tiefe des
Herzens einzudringen, könnte man Schwingungen von Strömen feinstofflicher
Gefühle hervorrufen. In den Tiefen des Herzens kann man die Offenbarung des
Kosmischen Magneten* wecken. Man braucht doch nur jene Momente des Lebens ins
Gedächtnis zu rufen, die feinstoffliche Saiten erklingen lassen. Ein ins Innere
des Herzens gerichteter Blick findet alle Ströme des Geistes.
Man kann
wahrhaftig sagen, dass die Menschen ohne Mitgefühl sind. Vor allem muss man
verstehen, dass es in der Feinstofflichen Welt nichts Schrecklicheres gibt als
Herzlosigkeit; sie stürzt den Geist auf eine Stufe herab, auf der die menschliche
Welt jede Menschenähnlichkeit verliert.
Deshalb
kann sich Seelengröße nur dann einstellen, wenn die Herzlosigkeit überwunden wird.
Nichts ist schrecklicher als die Herzlosigkeit, die in eingebildeter
Seelengröße zum Ausdruck kommt und in einem selbstsüchtigen Herzen lebt.
Deshalb offenbart der Pfad der Wahrheit einen geistigen Strom, der das Suchen
erleuchtet. Eingebildete Seelengröße ist keine Grundlage für schöpferische
Zusammenarbeit. Ein Anschlag auf das Herz des Nächsten ist keine Seelengröße.
Daher
mögen die Mitglieder der Gemeinschaft besonders in die Tiefe des Herzens
blicken, denn wie Urusvati richtig sagte: „Man sollte nicht in die Seele seines
Freundes eindringen; besser ist es, in den Spiegel des eigenen Geistes zu blicken.“
Auf dem
Pfad zur Feurigen Welt ist eingebildete Seelengröße ein Stein des Anstoßes.
124. Die
Welt leidet unter einer Aufspaltung, die alle großen Unternehmungen verschlingt.
Anstelle von Einheit wird überall Aufspaltung gepredigt. Nicht ein einziges Prinzip
isst geblieben, das die Menschen nicht in seinem Kern entstellt hätten. Jedes
Beginnen wird vor allem als Teil eines großen Ganzen verwirklicht. Verhält es
sich nicht auch beim menschlichen Suchen so?
Das
Unsichtbare wird von der sichtbaren Welt getrennt. Das Höhere wird von der Erde
getrennt. Nur Streben nach Vereinigung der erhabenen Begriffe kann die
unerlässliche Verbindung zwischen den Welten herstellen. Ohne Sättigung des
Herzens ist es unmöglich, die Welten zu umfassen, denn wie kann man eine kosmische
Verbindung verwirklichen, ohne die Einheit des ganzen Kosmos anzunehmen? Lasst
uns im Kleinen wie im Großen Verständnis für dieses erhabene Gesetz zeigen. Die
Aufspaltung der Welten führt zu Verwilderung.
Auf dem
Pfad zur Feurigen Welt wollen wir die Einheit der Welten im Sinn behalten.
Man kann
sich schwer vorstellen, wie viele Geister durch die vielen bösen Auslegungen
getrübt werden. Jeder Mensch sucht angespannt nach neuen Auslegungen, entfernt
sich aber weiter und weiter von der Wahrheit. Die Aufspaltung wird in den
Religionen, in der Wissenschaft und in allem schöpferischen Tun deutlich
verwirklicht.
Jede Welt
hat ihre Entsprechung mit einer anderen Welt. Jede Wahrheit geht von einer
anderen Wahrheit aus. Wahrheit wird nur einem offenen Herzen enthüllt. So gibt
ein angespanntes Bewusstsein, das den kosmischen Puls spürt, seinen Pulsschlag mit
leuchtenden Gedanken weiter. Wahrhaftig, erhaben ist der Feurige Puls, der
einem feurigen Herzen offenbart wird.
Würde die
Menschheit das Licht der Finsternis und die sichtbare Welt der unsichtbaren
gegenüberstellen, könnte man in der Tat die Feurige Wahrheit bestätigen. Der
Geist büßt in den überirdischen Sphären bitter für sein irdisches Treiben.
Wenn man
sich Wirbel des Guten oder des Bösen vorstellt, die den Geist gleichsam in ihre
Bahn ziehen, kann man für kosmische Ströme Verständnis zeigen. Der freie Wille
erzeugt die Ursache eines kosmischen Stromes, denn ein Strom des Bösen oder des
Guten wird vom Geist durch den freien Willen erwählt, der sich im alltäglichen
Handeln äußert.
So gibt auf
dem Pfad zur Feurigen Welt die Gegenüberstellung der Ströme des Guten und des Bösen
den Impuls für reines Streben.
127. Darüber,
wie man seine Eigenschaften im Dienst anwenden soll: Es genügt nicht zu sagen: „Ich
bin gekommen und möchte dienen“, denn Bereitschaft für den Dienst verpflichtet
den Schüler, Disziplin des Geistes zu erwerben. Es ist unzureichend zu
beteuern, dass alle Weisungen der Lehre angenommen wurden, denn nur im Leben
kann man die Annahme der Weisungen zeigen. Wenn die irdische Ebene feste Regeln
auferlegt, fordert die Welt des Geistes, im Leben Streben zur Annahme des
Testamentes der Hierarchie zu offenbaren. Beharrliches Streben spannt den Geist
an und stählt ihn für den wahren Dienst.
Das
Vernehmen des Rufes muss man verdienen; man muss den Ruf verstehen und sich von
vielen Belastungen befreien; so muss man die wahre Annäherung an die Lehre
verstehen. Man muss die Schönheit des Gebens verstehen, denn oft festigen bloß
irdische Gaben den „Kelch“ nicht.
Mögen
also die Mitglieder der Gemeinschaft auf dem Pfad zur Feurigen Welt den Ruf zum
Dienst verstehen.
128. Man
kann sich die Freude eines Geistes vorstellen, der den Aufbau einer Neuen Welt
erkannt hat. Wenn das Streben groß ist, wird jede Form zur Vertiefung der
Vervollkommnung beitragen. Die Vereinigung der Welten kann bewusstes Streben voranbringen.
Nehmen wir die Formen der Feinstofflichen Welt und wenden wir sie für den
irdischen Plan an!
Richtig
wurde ein Vergleich zwischen der psychischen Energie und der mechanischen Aufnahme
angestellt. Schöpfung kann sich nämlich durch höhere Energien offenbaren, doch
für eine solche feinstoffliche Aufnahme ist eine Transmutation der Zentren
unerlässlich. Nur wenn der Geist den Verkehr mit der Unsichtbaren Welt fühlt,
kann man den räumlichen Strom verwirklichen. Sogar einfache Experimente
erfordern volles Vertrauen. Wie viel mächtiger muss der Geist sich im
vollkommenen Verkehr mit der Unsichtbaren Welt verwirklichen!
Alles, was
gewöhnlich für Phänomene gehalten wird, ist nichts anderes als eine
Transmutation eines der Zentren. Wie mächtig schafft der Geist eines Agni Yogi,
dessen Zentren vom heiligen Feuer entflammt sind!
So möge
man auf dem Pfad zur Feurigen Welt in die mächtige Aktivität des Agni Yogi
eindringen. Lasst uns die Mutter des Agni Yoga[17]
verehren – Ich habe gesprochen.
129. Im
Geist eines jedes Menschen lebt das Prinzip des Guten, welches das ganze Wesen
sättigen kann, wenn man diese Lichtenergien bewusst hervorruft. Der Aufbau des
Geistes kann durch Ströme des Guten oder des Bösen angespannt werden; es hängt vom
Menschen ab, die verschiedenen Hebel in Tätigkeit zu versetzen. Jeder Erbauer möge
sich ehrlich fragen, wem er dient: dem Geist oder der Materie.
In der
Tat, man kann sich leicht davon überzeugen, in welche Richtung die Kräfte des
Geistes streben. In seinem Kern kennt jeder Geist die Wahrheit, die sich durch stille
Ströme offenbart; daher lenkt diese Vertiefung den Geist zum rechten Denken.
Das
Bewusstsein der Einheit kann doch alle Schlösser öffnen, die den Menschen von
der Höheren Wahrheit trennen. Die Welt des Geistes muss verstanden werden. So
kann ein jeder aus den Tiefen seines Herzens den feinsten Strom hervorrufen.
Die beste Leitung zur Feurigen Welt sind die Tiefen des Herzens – in ihnen ist
das Kosmische Feuer verborgen.
130. Die
Grenzlinie zwischen den höheren und den niederen Sphären muss zeigen, dass ihre
Vereinigung stattfinden kann. Es gibt viele Wege zur Vereinigung der Welten. Vor
allem muss man das Bewusstsein an den Gedanken gewöhnen, dass alles möglich ist.
Wenn alles möglich ist, kann der Geist die Stufe des Feurigen Urbildes
erreichen, das einen ungestümen Aufbau ermöglicht.
Gewöhnt
der Geist des Menschen sich an den Gedanken über die Feinstoffliche Welt,
werden ihm viele Daseinsgesetze verständlich. Ein äußerst zielgerichtetes Gesetz
lenkt den Menschen zum Prinzip der Einheit und zur Verwandlung des Menschen
durch den Pfad des Feuers, das alle Zentren transmutiert.
Selbst die
finsteren Kräfte glauben an die Einheit der Welten. Freilich, in einem
beschränkten Bewusstsein kommt die Vereinigung der Welten durch Beispiele zum
Ausdruck, die das Höhere zu etwas Niederem herabsetzen; doch ein bestrebtes
Bewusstsein erhebt sich von den irdischen Sphären zu den Feinstofflichen
Welten.
So lasst
uns auf dem Pfad zur Feurigen Welt lernen, uns in die Sphären des Feuers zu
erheben.
131.
Sobald die Menschen lernen, die Kosmischen Gesetze zu achten, wird ihnen der Kosmische
Magnet natürlich den Pfad der Vervollkommnung weisen. Das feine Verstehen
dieses Gesetzes kann die ganze Menschheit veredeln. Das erhabene Gesetz kann
alle segensreichen Bestrebungen wecken. Reine und große Liebe bringt jenen
Geistesadel hervor, der den Menschen erneuern kann. Man kann sich leicht
vorstellen, wie alle erhabenen Gefühle sich offenbaren, die in einem vereinten
Herzen geboren werden.
132. Oft gewinnt
ein Geist, der über die Synthese verfügt, sein Wissen aus dem Inneren des „Kelches“,
denn diese aufgespeicherten Schätze der Schöpfung wurden gerade durch
schöpferische Schwingungen angespannt. Oft findet der Geist seine Verwirklichung
gleichsam auf der Grundlage des vereinten Bewusstseins. Das Auftreten
schöpferischer Schwingungen ruft oft einen Gedanken hervor, der in den Tiefen
des Herzens lebte. Man muss diesen Gedanken lauschen, die wie etwas Vertrautes
im Geist leben.
Wenn man
sein Bewusstsein feinfühlig untersucht, kann man viele wesensgleiche
Schwingungen finden. Die Schätze des „Kelches“ sind keine zufälligen, sie
stellen das Potential des Geistes dar. Diese schöpferischen Schwingungen öffnen
viele Schlösser, denn das im Geist verborgene Wissen kann enthüllt werden.
Oft findet
ein bestrebter Geist die Schwingung, die ihn mit den Höheren Kräften verbindet.
Wie kann man sich diese heilige Macht vorstellen, welche die Tiefen des Herzens
mit der Feurigen Welt vereint? Oft sind ihr die Annalen des Raumes zugänglich,
denn die Einheit offenbart sich mächtig als Band zwischen den Welten.
Auf dem
Pfad zur Feurigen Welt ist es notwendig, sich an die Schwingung zu erinnern,
welche die Tiefen des Herzens eines Trägers der Synthese berührt.
133. Man
kann sich nur schwer vorstellen, wie verseucht der Planet ist. Es verbleibt nicht
ein einziges Gesetz, das nicht vom Gift der Zersetzung durchdrungen wäre. Jede
höhere Erscheinung ist derart von finsteren Gedanken verschleiert, dass die Reinigung
der irdischen und der überirdischen Schichten die allerwichtigste Arbeit ist.
Die Höhere
Lehre wird nur für das angewendet, was dem Geist der Auslegung der Finsternis nähersteht.
Das Feurige Testament wird sich verwirklichen, sobald der menschliche Geist sich
von jenen Erscheinungen reinigt, die den Geist und das Herz getrübt haben.
Lasst uns
untersuchen, wie die Wahrheit verwirklicht wird. Ein Feuriger Geist verwirklicht
das Höhere Testament. Seine Nachfolger verwirklichen die gegebene Lehre. Der auserwählte
Geist reinigt[18] das Testament, das durch
den Feurigen Gesetzgeber übergeben wurde. So vereinen sich die Hände des Gebenden
und des Empfangenden zur Verwirklichung der Neuen Testamente.
Die
Menschen denken über diese heilige Verbindung wenig nach. Die Vereinigung der
Welten kann doch nur auf diese Weise vor sich gehen. Die sichtbare und die Unsichtbare
Welt können ihre lebendige Anwendung nur dann finden, wenn die Verbindung verwirklicht
wird.
Wer
deshalb die Reinigung der Lehre auf sich nimmt, trägt eine Last der Menschheit.
So lasst uns auf dem Pfad zur Feurigen Welt mit Achtung vor der Reinigung der
Lehre erfüllt sein.
134.
Deshalb ist die Arbeit der Reinigung der Lehre so feurig schön. Nie ist eine
Lehre ohne feurige Reiniger verwirklicht worden. Diese Arbeit kann auch als Opfer
bezeichnet werden. Nur ein dem Herzen sehr nahestehender Geist kann diesen Auftrag
auf sich nehmen. Nur ein vereintes Bewusstsein kann die Verwirklichung der
Wahrheit kennen. Nur ein vereintes Bewusstsein kann spüren, wie die Lehre zu
reinigen ist. Wir alle verwirklichen uns unsererseits als Gesetzgeber und Reiniger
– das ist das Höhere Gesetz.
Das Meer
der Lehre wird nur dem am nächsten Stehenden übergeben. Die Menschheit leidet
so sehr an Eigendünkel und Selbstsucht, dass es unerlässlich ist, die
nächstliegende Quelle zu bestätigen. Daher spürt das Herz und weiß in seinen Tiefen,
dass Meine Feurige Sendung der Welt durch die Mutter des Agni Yoga übergeben
wird. Das Wichtigste ist, dass die Tiefen des Herzens diese Feurige Wahrheit
auf allen Wegen empfinden.
135. Die
Lebendige Ethik zieht alle Begriffe in Betracht, die sich als Lebensgrundlagen
erweisen. Für die Anwendung der Lebendigen Ethik im Leben ist es vor allem
notwendig, in sich die Eigenschaft des wahren Dienstes an der Hierarchie zu
erkennen.
Gerade Scheinheilige
wenden sich als erste von der Lebendigen Ethik ab. Kein Hintreten[19] vor
einen Gegenstand, der das Höchste der Antlitze symbolisiert, kann helfen, wenn
es keine wahre Verehrung gibt. Wir kennen Scheinheilige, die mit Worten beten
können, im Herzen aber schweigen. Gerade
diese Scheinheiligen lieben es, von dem Heiligenbild zu sprechen, das bei ihnen
im Herrgottswinkel hängt oder auf dem Tisch steht.
Die Lebendige
Ethik muss vor allem in der Ethik der Handlungen eines jeden Tages zum Ausdruck
kommen. Die Lebendige Ethik hilft das menschliche Antlitz zu wahren. Diese
feurigen Gesetze führen den Geist zum Verstehen der Hierarchie.
Dienst
kann eine wunderbare Brücke zwischen den Welten sein, denn die Feinstoffliche
Welt hilft einem Geist nicht, sich mit feinstofflichen Energien zu umgeben,
wenn die Verunreinigungen des Geistes nicht auf Erden überwunden wurden.
Nutzlos
sind alle Beteuerungen von Hingabe, nutzlos das Verstehen des Lehrers und
nutzlos die Verehrung des Herrschers dort, wo man die Lebendige Ethik nicht versteht.
In der
Feinstofflichen Welt kann man seinen Erlebnissen nicht entgehen. Wie das eigene Licht die Umgebung erhellt, so erstickt die
eigene Finsternis den ganzen Raum.
Auf dem
Pfad zur Feurigen Welt muss man die bedrohlichen Folgen bedenken, wenn die
Lebendige Ethik nicht im Leben angewendet wird.
136. So muss
die Lebendige Ethik in das Leben jedes Tages eingehen. Wenn die Lebendige Ethik
nicht angenommen wird, kann eine Reihe bedrohlicher Folgen ihre Macht erweisen.
Die
Stufen der Zukunft werden nämlich nicht durch Worte, sondern durch Taten
errichtet. Jedes lebensschaffende Feuer muss seine Formen hervorbringen.
Deshalb kann die Schöpfung der Lebendigen Ethik die Menschheit zum Licht lenken.
Die Feinstoffliche Welt verwirklicht ihre Schöpfung, die für die Verbesserung
des Daseins offenbart wird.
Wie groß
ist die Verantwortung der Menschheit für alle Ausgeburten, die eine solche
Zerstörung verursacht haben! Jede Ausgeburt erzeugt seinerseits eine Zerstörung,
und der Planet ist von erstickenden Gasen umgeben. Deshalb ist es so wichtig,
das Streben zur wahren Lebendigen Ethik als die höhere Bestimmung des Lebens anzunehmen.
Ohne diese Reinigung können die irdischen und überirdischen Sphären nicht in
Ordnung gebracht werden. Jetzt ist die Zeit zur Vertiefung dieser erhabenen
Bestimmungen gekommen, denn der Kampf zwischen Licht und Finsternis ist
offenbar.
So lasst
uns auf dem Pfad zur Feurigen Welt unsere Energien im Namen der Lebendigen
Ethik anspannen.
Könnte der Geist die Erinnerung an die
Sphären der Feinstofflichen Welt behalten, wäre in der Tat schon vieles
festgestellt worden. Doch es wäre unmöglich, die Erinnerung an das Durchlebte zu
bewahren, denn hart ist der Pfad der nicht überwundenen Gefühle. Die
überirdischen Sphären verfügen über ihre Annalen, und diese Beschlüsse lenken
die Folgen in den folgenden Leben.
Seit jeher haben alle Religionen dieses
Gesetz verkündet: Hintreten vor Gott, Hintreten vor den Richter und Hintreten
vor den Herrscher ist ein und dasselbe Konzept. Deshalb wollen wir auf dem Pfad
zur Feurigen Welt im Sinn behalten, wie notwendig das Hintreten vor den Herrscher
ist.
139. Die
Menschen ahnen gar nicht, wie angespannt der Planet ist! Alle Bedingungen,
welche die Regierungen schaffen, gleichen einem Vulkan. Jede Welle von Tätigkeit
ist mit Zerstörung gesättigt. Es gibt keine Umstände, die einen Fortschritt in
Richtung Errettung anzeigen würden.
Doch je
erdrückender das gewaltige Weltproblem ist, desto eher kann es gelöst werden.
Auch die überirdischen Sphären sind in Aufruhr. Wahrhaftig, jeder in die
Zukunft strebende Geist kann jenes Etwas spüren, das allein den Herrschern
bekannt ist.
Man muss
gerade an die aufziehenden Wolken denken, die unvermeidlich diejenigen Länder
vernichten, die gegen das Licht angehen. Eine Neue Morgenröte leuchtet bereits am
finsteren Horizont. Schon schreiten die Ereignisse voran und neue Kräfte bauen
eine bessere Zukunft auf. Deshalb muss über das Erscheinen des Feurigen
Elementes nachgedacht werden, denn wer von Feuer ist, der triumphiert mit dem
Feuer.
140. An allen Wendepunkten der Weltgeschichte konnte man beobachten,
wie feurige Begriffe sich verbreiteten. Neben
überlebten Begriffen entstanden neue Wege. Alle großen Umwälzungen wurden von
zwei Polen kosmischer Strömung gelenkt. So wird der Aufbau der Welt von den
Energien dieser beiden Pole gesättigt. Je mächtiger die Anspannung der Finsternis,
desto mächtiger die Schöpfung des Lichts. Feurige Energien können sich nur in großer
Anspannung verwirklichen. Die Ausbrüche dieser Anspannungen schaffen neue
Energien.
Wenn sie
die Weltkarte betrachten, wissen scharfsichtige Geister, wo gerade der Neue
Magnet des künftigen Aufbaus gesetzt wird. Man kann sich leicht davon
überzeugen, wie die Energien des kosmischen Umschwungs sich ungestüm der
Endschlacht nähern. Alle kosmischen Energien werden gesammelt, um die feurigen
Grundlagen zu schaffen. Natürlich könnte diese ganze große Transmutation auf
anderem Wege vor sich gehen, doch wie es im Altertum hieß: Wünschen bedeutet haben.
Und dieses Prinzip verwirklicht sich mächtig im Leben. Man muss das Nahen der
Feurigen Welt feinfühlig verfolgen.
Auf dem
Pfad zur Feurigen Welt muss man das Gesetz der Reinigung durch Feuer annehmen.
Der Mensch studiert die Tiefen seines
Herzens nicht, indessen können so viele erhabene und mächtige Formeln in den
Tiefen des Herzens gefunden werden! Doch die Menschen betäuben jede Andeutung
einer Vertiefung und offenbaren nur ihre Oberfläche, die einen solchen Abgrund
von Auftürmungen verschiedener geistiger Erlebnisse verbirgt.
Man muss
die Auferstehung des Geistes als das lebenswichtigste Gesetz verstehen. Einige Bildnisse
von Glaubenshelden drücken dieses erhabene Gesetz der Auferstehung des Geistes
aus. Die Auferstehung des Geistes kann ihre Macht wie einen Feuriger Ruf offenbaren!
So muss man das umwandelnde Feuer verstehen.
143. Die
Auferstehung des Geistes kann sich in jeder beliebigen Sphäre der
Lebenstätigkeit offenbaren. Eine beliebige Stufe kann ein Stimulus für diese
Reinigung sein. Doch die Auferstehung des Geistes erfordert wirklichen Einsatz.
Worte, Versprechungen und Absichten bewirken keine Auferstehung des Geistes.
Mit Recht wurde auf Versprechungen hingewiesen, deren Erfüllung gar nicht
beabsichtigt war. Die Auferstehung des Geistes kann man nur durch wahres
Streben zur Tat verwirklichen.
Auf dem
Pfad zur Feurigen Welt muss man sich merken, wie man die Auferstehung des
Geistes erreichen kann.
144. Lasst uns über Furcht und Voraussicht sprechen. Furcht
gewahrt ihr eigenes Spiegelbild. Jeder vorgefasste Begriff ist nämlich eine
Widerspiegelung. Furcht zerstört jedes gute Vorhaben. Voraussicht spannt die mächtigsten
Bestrebungen an, und Wir können auf
einen Friedhof hinweisen, der diese Annalen der Furcht enthält. Eine vorgefasste
Deutung ist eine Selbstrechtfertigung, deshalb bedeutet Voreingenommenheit oft
Tod.
145. Die
Zusammensetzung der Aura ist äußerst vielschichtig. Sowohl psychische als auch
physische Emanationen gehen in sie ein. Jeder Impuls oder Gedanke spiegelt sich
in ihr wider. Jede Bestrebung erzeugt ihre deutliche Emanation.
Beim
Studium der Aura wird es jedoch notwendig sein, sich feinfühlig gegenüber der
Einteilung der beiden Emanationen zu verhalten, die den beiden Welten
entsprechen. Bei Krankheiten muss man die Ausstrahlungen ebenfalls behutsam
studieren, die eine Wirkung der Feurigen Welt sein können. Wenn wir uns daher
mit den Auren befassen, muss man auch den feinstofflichen Körper in Betracht ziehen,
der seine Strahlen von den Zentren aus zur Oberfläche der umgebenden Aura aussendet.
Besonders die Schöpfung des Geistes kann sich in der Aura widerspiegeln.
In der
Tat, alle Fluida haben ihre Schichten, die für viele wissenschaftliche
Forschungen sehr aufschlussreich sein werden. Ebenso ist es sehr wichtig, die
Gliedmaßen zu erforschen, denn der Magnet der Gliedmaßen – der Finger und der
Füße – und die Ausstrahlungen der Augen können eine mächtige Kombination für
die Vereinigung des persönlichen Magnetismus mit dem Magnetismus der Erde und
der Elemente sein.
Daher soll
man auf dem Pfad zur Feurigen Welt jede Vereinigung der Emanationen mit dem
Kosmos verwirklichen.
146. Der
Raum atmet. Der Raum erklingt und schafft. Über räumliche Ströme weiß man
ebenso wenig wie über die anderen Höheren Welten. Das feurige Wesen, das alles
Lebende sättigt, ist das Kosmische Feuer, das aus den Tiefen des Kosmos hervorgeht
und zu unbegrenzter, schöpferischer Offenbarung fortschreitet.
Der Raum beinhaltet zur Materialisation
bereite, feinstoffliche Formen. Man braucht nur jene Energien in sich zu wecken,
die sich zur Schöpfung vereinen können. Gedanke und Streben sind jene Vorboten,
welche die räumliche Befruchtung anziehen können.
In alten
Zeiten kannte man die Bedeutung von Anrufungen Höherer Wesenheiten. Deshalb ist
Gedankenschöpfung eine erhabene Erscheinung im Kosmos, denn das Raumfeuer nimmt
Formen in dem Geist an, der sich auf dem Planeten offenbart. So wird die
Vereinigung der Welten lebendig verwirklicht.
147.
Seine Bestimmung kennen heißt zu wissen, dass der Geist des Menschen Ausdruck
Höherer Kräfte ist. Nur wer diese Bestrebungen kennt, kann verstehen, wie
notwendig es ist, der Stimme der Höheren Kräfte feinfühlig zu lauschen. Welch
wunderbare Vorstellung, dass der Mensch nach dem Ebenbild Gottes geschaffen
wurde! Das eröffnet doch die Unbegrenztheit, die sämtliche Kräfte und
Bestrebungen vermehrt.
Wie kann
der Mensch Unbegrenztheit und Unsterblichkeit verneinen, wenn vor ihm der
erhabene Vergleich zwischen dem Ebenbild des Makrokosmos und dem Mikrokosmos steht?
Ein solches Geleitwort ist ja ein mächtiger Ruf nach Vervollkommnung des
Geistes. Die Mahnung an das Urbild Gottes muss den Menschen auf Neue Pfade
führen, denn man kann die höhere Bestimmung nicht ungestraft durch Verneinung
mit Füßen treten.
Und die Scheusale,
die ein eigenwilliges Leben des Menschen auf Erden behaupten, werden zusammen
mit allen Feinden des Lichts umkommen. So lasst uns feinfühlige Bestrebung zum
Verstehen unserer Bestimmung bekunden.
148.
Geistige Erleuchtung wird nur dann verliehen, wenn das Herz offen ist. Geistige
Scharfsicht kann die Geheimnisse des Geistes und der Materie enthüllen. Erleuchtung
kann auf die Kosmischen Kräfte achtgeben, die das Leben verwirklichen. Erleuchtung
kann nämlich das enthüllen, was dem Auge verborgen ist.
Es sollte
einen nicht erstaunen, dass sich der Schlüssel des Wissens in den Händen der
Eingeweihten befindet, denn geistige Erleuchtung wird von Feurigen Kräften gespeist.
Und Energien, die für den menschlichen Verstand nicht fassbar sind, eröffnen
die Erleuchtung des Geistes, denn nur ein mit dem Höchsten vereintes
Bewusstsein vermag geistige Erleuchtung wachzurufen.
Die alten
Weisen wussten das, denn im Altertum galt feine Aufnahmefähigkeit als ein
Zeichen der Höheren Kräfte. Der geistigen Erleuchtung ist das Gefühl für die Vereinigung
der beiden Welten gegeben.
149. Erleuchtung
des Geistes kommt auch in der Transmutation von feinen Energien zum Ausdruck. Wenn
der Geist als das führende Prinzip verwirklicht wird, sättigt seine Macht jede
Erscheinung. Deshalb kann man Gefühlswissen oft als geistige Erleuchtung
bezeichnen. Merken wir uns diese machtvolle Eigenschaft.
150.
Wahrhaftig, der Gedanke ist unbegrenzt, ihm eröffnen sich die Sphären des
Kosmos. Dort, wo der Geist herrscht, gibt es keine Beschränkungen. Ist der
Gedanke, der alles durchdringt und die Schönheit des Kosmos offenbart, nicht
wundervoll? Der Gedanke, der aus den Tiefen des Kosmos hervorgeht und alle
Quellen eröffnet, ist die feurigste der Erscheinungen des Raumes.
Selbst wenn
der Gedanke auf Erden nicht seine Anwendung findet, sättigt er gleichwohl mit
diesen schöpferischen Aufzeichnungen feurig den Raum. Gedankenformen verstärken
jede Lebensbestimmung wie ein feuriger Lebensimpuls. Die Quelle der Schöpfung
ist unversiegbar, wenn das Leben vom Gedanken erfüllt ist.
Deshalb
bedeutet Denken Lebensaufbau. Denken heißt, die Formen des Lebens zu
verwirklichen. Die Schwelle, die durch den Gedanken offenbart wird, führt immer
zu dem festgesetzten Ziel, denn der Gedanke herrscht durch das ewige Feuer. Der
Gedanke, der zur Macht des erhabenen Kosmischen Aufbaus führt, wird nicht
genügend erforscht.
151. Kosmische
Schwingungen setzen Energien in Tätigkeit. Würde der Mensch sich daran
gewöhnen, den kosmischen Schwingungen zu lauschen, würde er viele räumliche
Erscheinungen entdecken. Ein kosmischer Wirbel, der die Energien durch mächtige
Schwingungen antreibt, kann mit der Macht eines starken Magneten verglichen
werden, der durch verschiedene Tätigkeiten schafft.
Die Energien,
die durch einen gesättigten Wirbel gesammelt werden, verteilen sich den Polen
der Anziehung gemäß. Das Ausmaß der Anwendung dieses Gesetzes der Anziehung auf
die verschiedenen Aufgaben des Menschen in allen Welten ist gar nicht zu
erfassen. Genauso wie der Mensch auf Erden zu einem bestimmten Verwandten hingezogen
wird, wird er auch in der geistigen Welt von einem Wirbel angezogen, den er
durch seine eigenen Taten geschaffen hat.
Es ist
schwierig, sich von einem Kosmischen Wirbel zu befreien; deshalb muss man das
menschliche Bewusstsein auf die unwandelbaren Gesetze lenken. Die Erschaffer des Karma und der Lebensgesetze bedürfen eines
wahren Verständnisses des Kosmischen Wirbels. Der Raum besteht aus diesen Schwingungen,
die sich ewig in einer Wirbelspirale bewegen.
152. Die Aufzeichnungen,
die den Raum füllen, finden in dem offenbarten Aufbau keinen Platz. Der
Verstand des Menschen hat sich so weit von den höheren Aufzeichnungen entfernt.
Der Mensch dürstet nach Illusionen und entfernt sich mehr und mehr von der
Wirklichkeit.
Aus allen
erhabenen Gesetzen und Prinzipien kann man nur noch auf entstellte Krumen
verweisen, die das Bewusstsein getrübt haben. Was ist denn von allen feurigen Testamenten
übriggeblieben? Der Verstand hat sich dem Universum nicht untergeordnet,
sondern ist in dem Schrecken der von ihm selbst erzeugten Formen
steckengeblieben. Deshalb ist es so schwer, das Bewusstsein der beiden Welten
zu vereinen.
Feurige
Energien begehren Einlass, und in allen Bereichen kann man neue Formen der Schöpfung
beobachten. Doch jede segensreiche Verwirklichung, die zur Vereinigung der
Welten führt, bleibt unbemerkt. Die Wirbel, welche die Menschheit umgeben,
tragen alle schöpferischen Feuer davon. Die Entladungen, die um die Erde herum
ausbrechen, sind eine Quelle des Schreckens.
Wir sprechen
streng zu den Völkern, denn jene Völker, die wahre Funken der Erkenntnis
empfangen haben, müssen für das von ihnen Geschaffene die Verantwortung tragen.
153. Die
Menschheit entstellt vom Kleinen bis zum Großen alle Wahrheiten. Je höher das
Gesetz, desto tiefer ist sein Fall. Die Vereinigung der Energien trägt so viel
zum bewussten Streben bei, doch der Mensch hat seinen eigenen Stempel aufgedrückt.
Deshalb naht gesetzmäßig die Feurige Reinigung.
Der Raum
ist mit erhabenen Aufzeichnungen erfüllt, die der Menschheit die große Wahrheit
des Daseins enthüllen. Es geht eine gewaltige Vorbereitung auf eine Weltweite
Umwälzung vor sich, an der die Feurigen Kräfte teilnehmen werden. So werden der
Menschheit als letzter Prüfstein alle Prinzipien der feurigen Gesetze übergeben.
(…) So sind Wir für die Große Stunde bereit.
154.
Unterscheidungsvermögen ist eine Eigenschaft des Geistes, die nach jenen Taten
geprüft werden kann, die besonders klar die Tiefen des Herzens enthüllen.
Gerade
dort, wo es an Demut mangelt, wird Hochstapelei Platz greifen. Wo die
Hierarchie nicht verehrt wird, wird Lästerung herrschen. Wo die Weisung der
Höheren Kräfte nur eigensinnig verwirklicht wird, verbirgt sich Ichsucht. Und
wo es keinen Feurigen Lehrer gibt, wird man nicht auf die Lehre hin ausgerichtet
sein.
Ohne den
Feurigen Lehrer, ohne das Streben des Geistes zur Welt des Lehrers kann man die
erhabene Lehre nicht erkennen. Die Erscheinung des Feurigen Lehrers ist der
Pfad zur Feurigen Welt. So sind die Aufzeichnungen des Raumes voll von eigensinnigen
Lehrern, doch das Führende Prinzip ist der Feurige Lehrer. Ohne Ihn kann man
nicht durchkommen, ohne Ihn kann man nicht vorankommen, ohne Ihn kann man nicht
ans Ziel gelangen. Das wollen wir im Sinn behalten, wenn wir eine bessere
Zukunft schaffen.
155. Von allen
feinen Energien ist jene am aufnahmefähigsten, die vom Herzen ausgeht. Der
Strom, der sich mit dem Raumfeuer vereint, muss eine Ausstrahlung haben, die
vom Herzen ausgeht. Dieses Konzept ist tiefer und weiter, als man gewöhnlich
annimmt. Denn wenn man über den Strom des Herzens spricht, muss man auch an seine
Schöpfung denken; denn gerade wenn der Gedanke tief empfunden wird, kann er schaffen.
Wenn das Herz im Einklang mit dem Kosmos schlägt, können nämlich sämtliche
Ströme durch Feuer vereint werden. Daher kann nichts Erzwungenes das feurige
Beben des Herzens ersetzen.
Lasst uns
auf dem Pfad zur Feurigen Welt dieses Beben erstreben, das die Tore zu allen
Errungenschaften erschließt.
156. Das
Beben des Herzens offenbart Freude und Schmerz. Wie sollte es nicht beben, wenn
es die Vergangenheit und die Zukunft kennt? Wie sollte ein feuriges Herz nicht
schmerzen, wenn sein Streben sich durch Schöpfung offenbart? Wie sollte das
Herz nicht beben, wenn es in seinen Tiefen die Bestimmung des Kosmos kennt?
157. Ein
königlicher Geist kennt den wahren Dienst. Ein nach Erkenntnis der Wahrheit
strebender Mensch dringt in das grundlegendste Wesen des Lebens ein. Ohne
dieses Eindringen kann man das Wesen des gesamten Lebens nicht verstehen. Wieviel
unumgängliche Selbstbeherrschung muss der Mensch aufbringen, damit er die gebührende
Menschlichkeit annimmt! Und wie viel Energie ist zu offenbaren, bevor der Geist
des Menschen seine wahre Bestimmung findet!
Der
königliche Geist eines Hierarchen ist jene Macht, die das Bewusstsein weckt und
auf dem Planeten einen höheren Begriff der Wahrheit offenbart. Ein König des
Geistes ist ein Feuriger Hierarch! Welche Macht bekundet dieser erhabene Hüter
des Feuers! Wie viele erhabene Aufbauten gründen auf dem feurigen König des
Geistes!
So wollen
wir auf dem Pfad zur Feurigen Welt diese segensreiche Macht im Sinn behalten,
die der König des Geistes – der Hierarch – innehat.
158.[20] Für Manifestationen von kosmischen Energien
ist es vor allem notwendig, Vorsicht walten zu lassen. Ein Missbrauch von
Energien wirkt sich auf alle kosmischen Kräfte aus. Nur bewusstes und behutsames
Verhalten kann jene fürchterlichen Folgen abwenden.
Aus der
Feinstofflichen Welt herbeigerufene Kräfte erfordern eine Beherrschung, wie sie
nur ein starker Geist aufbringen kann. Ungezügelt bewirkt diese Kraft ein
Kosmisches Chaos. Wenn feurige Fristen nahen, ist es unbedingt erforderlich,
dies zu wissen, denn groß werden die heraufbeschworenen Erscheinungen sein.
159. Das
Sperrnetz enthält die Widerspiegelungen der Zentren. Man kann keine Erscheinungen
verwirklichen, ohne das Sperrnetz zu berühren. Man kann sich diese
Widerspiegelungen der Zentren als das Potential der Zentren vorstellen, das in
Abhängigkeit von diesem oder jenem Gefühl, Streben oder Tun entflammt oder
geweckt wird. Sogar bei physischen Ansteckungen kann man die Ursache in einem
ungeschützten Zustand des Sperrnetzes suchen.
Diese
Prozesse weisen darauf hin, wie wichtig es ist, das Sperrnetz zu überwachen,
und wie leicht man diese Ausstrahlungen des Geistes stören kann. Gewiss, wenn
die Ausstrahlung durch höhere Gefühle oder Bestrebungen gesättigt wird, wird das
Sperrnetz durch diese Energien gestärkt. Doch in der Aura wahrnehmbare Flecken
muss man als Anzeichen verschiedener geistiger Geschwüre erforschen.
Wer
deshalb die ganze schöpferische Macht des Geistes begreift, erkennt auch das Bestreben,
das Sperrnetz zu hüten. Bei Berührung mit dem Raumfeuer ist es notwendig, alle
Prozesse des Laboratoriums der Zentren zu verstehen.
So sollte
man auf dem Pfad zur Feurigen Welt das Bewusstsein der verderblichen Wirkung
der Ichsucht festigen, die Gereiztheit hervorruft, welche tatsächlich eine
Vergiftung mit Imperil verursacht.
160. Tatsächlich,
mächtig schafft der Feurige Geist; tatsächlich, mächtig erklingt sein Wort.
Tatsächlich, der Feurige Geist kennt keine Halbheit. Die Schöpfung des Herzens
offenbart ihre ganze Bestimmung. Das feurige Herz ist wahrlich eine unerschütterliche
Kraft. So schaffen Wir gemeinsam. Die Zeit ist mit dem Aufbau für eine große
Zukunft gesättigt.
161. Der Feurige Gedanke kennt keine Grenzen. Wie ein Vorbote
unbegrenzter Schöpfung strebt der Gedanke in den Raum; man muss das Bewusstsein
an diese endlose Offenbarung gewöhnen. Indem man alle Begriffe an die
Unbegrenztheit anpasst, kann man die Stufe des Kosmischen Aufbaus erreichen. Nur Angemessenheit* kann jene erhabene Stufe eröffnen,
die durch feurige Unbegrenztheit so mächtig ist. Das Feuer offenbart sich im
Herzen als Impuls, als Bewegung des Gedankens und als großer Vereiner der
Welten.
Man
sollte Schöpfung als Vereinigung verschiedener Energien verstehen, die vom Raumfeuer
und dem Geist des Menschen offenbart werden. Die Wissenschaft der Zukunft wird
die Gesetze dieser Vereinigungen enthüllen, denn man muss die feinste kosmische
Kooperation herstellen; so kann man das verwirklichen, woran die Feurigen
Diener denken. Alle feurigen Formeln leben und erwarten ihre Verkörperung.
Deshalb kann die Wissenschaft danach streben, die räumlichen Energien zu erforschen.
162. Die
Feurigen Diener können neue Prinzipien verwirklichen. Vor jeder großen Epoche
ist der Raum mit feurigen Formeln erfüllt. So wird jedes große Beginnen feurig verwirklicht.
So wird jede große Vereinigung mächtig verwirklicht. Der Kosmische Aufbau verwirklicht
das Allerhöchste für die Neue Epoche.
Deshalb
wird die künftige Evolution auf den erhabensten Prinzipien errichtet; denn das,
was zerstört wurde, muss als eine große, führende Grundlage von neuem ins Leben
eingehen. Die Offenbarung des Gesetzes des Kosmischen Rechts legt den Grund für
die Neue Epoche, für eine Epoche des Gleichgewichts und der Schönheit des
Daseins. Das Bestreben, neue, erhabene Formeln zu schaffen, wird der Menschheit
eine wundervolle, neue Stufe eröffnen.
163. Ein Blitz,
der den Raum spaltet, bewirkt eine Reinigung der Sphären. Jede kosmische
Erscheinung verwandelt die Energien, die umgearbeitet werden müssen. Im
Kosmischen Laboratorium gibt es viele Mittel für Entladungen des Raumes.
Reinigung ist ein Prozess, der im Kosmos unerlässlich ist. Wer die Einheit von
Makro- und Mikrokosmos kennt, muss Verständnis für jeden Prozess finden.
Wer wird
den Geist der Menschheit verwandeln? Wir sagen: Der Blitz des Geistes des
Feuerträgers. Wer wird den kosmischen Pfeil zur Vernichtung des Bösen
abschießen? Wer wird die Arbeit auf sich nehmen, die anvertrauten Banner zu
reinigen? Mit Recht wurde an das Schwert Christi erinnert. Wenn kosmische
Energien sich in feuriger Macht anspannen und reinigende Blitze den Raum
erzittern lassen, schafft der Feurige Geist entsprechend. Die Welt leidet unter
halben Maßnahmen und erstickt an Nachsicht – ja, ja, ja!
Der Blitz
des Geistes kann den Raum reinigen. Der Blitz des Geistes kann die fernen
Welten offenbaren. Der Blitz des Geistes kann eine wunderbare Zukunft
bescheren, denn der Blitz des Geistes sättigt den Raum mit feurigen Energien.
Wer wird
das prophetische Feuer der Reinigung offenbaren? Nur ein Mitarbeiter der
Kosmischen Kräfte, nur ein Mitarbeiter der Kräfte des Lichts. Dir,
Mitarbeiterin der Kosmischen Kräfte, Gefährtin der Kräfte des Lichts, habe Ich
den Blitz des Geistes vermacht. Dir wurde das Recht verliehen, mit dem
Kosmischen Schwert zu schaffen. Dir wurde das Feurige Herz verliehen – möge das
Licht ein Blitz der Schönheit sein – ja, ja, ja! Ich habe gesprochen.
164. Der
Kosmische Aufbau ist von allen mächtigen Energien gesättigt. Ebenso offenbart der
Aufbau des Geistes seine Macht durch die Synthese aller Feuer. Nur wenn die Energien
des Herzens entfacht wurden, kann man schaffen, indem man die Umgebung sättigt.
Ohne
diese heiligen Feuer ist es unmöglich, die Höhere Ethik zu verwirklichen. Die
Lebendige Ethik kann sich als das Ziel des Strebens und des Lebens einbürgern,
doch dafür bedarf es des Wissens und des Strebens nach hohem und feinem Verständnis.
Nur verfeinerte Geister können die Lebendige Ethik offenbaren.
Die
Anwendung von Prinzipien im Leben wird durch eine bestrebte Tat vollzogen. Das
leere Wort hinterlässt eine entsprechende Aufschichtung, doch die Tat eines
feurigen Herzens erweckt und entzündet das Feuer in den Herzen der Umgebung. So
wirkt ein wahrer Agni Yogi.
165. Die
Kräfte der Finsternis dringen mit verschiedenen Mitteln vor, um sich in
Schichten zu behaupten, die dem Licht näher sind. In den Feinstofflichen Sphären
ist diese Nähe selbstverständlich nicht möglich, doch in den irdischen
Schichten, wo die Atmosphäre so sehr mit infizierten Gasen verdichtet ist, bemühen
die Kräfte der Finsternis sich natürlich, sich dem Licht anzunähern. Der Impuls,
zu zerstören, treibt die Kräfte der Finsternis zu diesen Fackeln der Wahrheit.
Feinde,
die das Schwert erheben, sind nicht so schrecklich wie jene, die in der Maske
des Lichts eindringen. Es gibt bewusste und unbewusste Werkzeuge der
Finsternis. Die unbewussten werden in der ersten Zeit gleichsam unisono mit den
Schöpfern des Guten arbeiten, und diese Träger des Bösen infizieren jedes reine
Vorhaben. Die bewussten Diener des Bösen jedoch betreten mit eurem Gebet den
Tempel, und dann wehe denen, die nicht unterscheiden können! Finstere Fangnetze
werden ihnen gelegt.
Es ist
unstatthaft, Verbrecher des Geistes in das Allerheiligste einzulassen. Djins*
können auf der irdischen Ebene nützlich sein und sogar helfen, einen Tempel zu erbauen,
doch die geistige Ebene ist ihnen unzugänglich.
So wollen
wir auf dem Pfad zur Feurigen Welt die Diener der Finsternis im Sinn behalten,
die sich bemühen, in das Allerheiligste einzudringen.
166. Bei
der Umgestaltung der räumlichen Verwirklichungen, die durch Auftürmung
irdischer Bauten hervorgerufen wurden, müssen alle Maßnahmen zur Beseitigung
der finsteren Anhäufungen getroffen werden. Jede irdische Umgestaltung erweist
sich als Widerhall der überirdischen Sphären.
Unsere
Feurige Periode ist mit besonderen Energien gesättigt, die bis zu bestimmten Fristen
ins Leben eingehen müssen. Denn die Feurige Periode kann feurige Erscheinungen
schaffen, sobald die Zeit naht, der die Menschheit entgegengehen kann; so muss man
die Feurige Umgestaltung verstehen, die den Beginn der Neuen Epoche eröffnet.
Man muss jedoch
den Geist im Verstehen der räumlichen Feuer festigen. Denn nur eine feurige Assimilation
kann die erforderliche Energie erzeugen. Feurige Fristen nahen. Mögen die
Sehenden sehen, denn eine Große Zeit naht!
167. Vor
der großen Umgestaltung der Welt offenbaren sich alle finsteren Kräfte, um eine
bessere Transmutation zu ermöglichen. Was jetzt in der Welt vor sich geht, kann
man keine Evolutionsstufe nennen, sondern man kann tatsächlich sagen, dass das Allerniedrigste,
das Allerangespannteste und das von den Kräften der Finsternis am meisten
Gesättigte sich offenbart.
Doch groß
ist die Arbeit, die alles sammelt, was der großen Umgestaltung dient. Genau wie
die verdichteten Schichten der irdischen Sphären sich für den Kampf bereit
machen, so stehen die Kräfte des Lichts auf der Wacht.
Man kann
die Stufe, die der Planet durchlebt, mit der Esse des Kosmischen Feuers vergleichen.
Alle grobstofflichen Energien sind in Spannung entflammt und das Feurige Recht steht
auf der Wacht. Die feurige Schöpfung sammelt alle feurigen Energien – so wird
die Welt durch die Anspannung der beiden Pole umgestaltet. Man muss diese tobenden
Energien scharf unterscheiden!
168. Eine
feurige Zeit hat begonnen. Wie man gegenwärtig physische Erscheinungen
studiert, werden die feurigen Erscheinungen der Zentren erforscht werden. Agni
Yoga erscheint als Ankündiger[21] der
Großen Epoche – ja, ja, ja!
169.
Jedermann muss über die Umgestaltung der Welt nachdenken; denn wenn wir verstehen,
was vor sich geht, verstehen wir das Nahen der Zukunft. Jeder Gedanke, der auf
den Aufbau der Neuen Epoche gerichtet ist, wird seine eigenen Formen
hervorbringen. Die Gedankenformen weisen die Richtung der Zukunft, deshalb muss
man die mit Streben gesättigte Kette verstehen.
Die Schöpfung
des Geistes ist wie ein feuriger Hebel im Raum, wie ein mächtiger bestrebter
feuriger Schöpfer, wie ein Führer im Raum, wie ein großes, sättigendes Feuer.
So formt jemand, der über das Wesentliche und die große Zukunft nachdenkt, den
Aufbau. Man muss den Raum zementieren* und ihn mit dem Feuer des Geistes und mit
feurigen Formeln befruchten.
Lasst uns
auf dem Pfad zur Feurigen Welt bestrebt sein, die Umgestaltung der Welt zu
verstehen.
170.[22] Das
räumliche Feuer erzittert bei irdischen Stößen. Die feine Verbindung, die zwischen
den Sphären und zwischen den Welten besteht, ist so mächtig, dass es keine
Erscheinung gibt, die nicht aufgezeichnet wird, womit ihre Einwirkung offenbart
wird. Die feine Verbindung kommt nämlich besonders deutlich in der Entsprechung
zwischen Makro- und Mikrokosmos zum Ausdruck.
Der
Zustand des Geistes spiegelt oft Erscheinungen verschiedener Sphären wider. Das
Raumfeuer dient oft als Entlader für die Reinigung der Atmosphäre. Sicherlich
könnten diese Energien bewusst genutzt werden, doch dafür muss man den Organismus
verfeinern. Man kann beobachten, wie ein feuriger Geist seine feinen Energien
bändigen muss, denn die mangelnde Entsprechung zwischen dem Feuer der Zentren
und dem planetaren Zustand ist derart groß, dass es unmöglich ist, die ganze
Arbeit durchzuführen, ohne Schaden zu nehmen.
Die
Ekstase der Heiligen Katharina[23]
konnte sich offenbaren, weil die Heiligen in einer abgesonderten Welt lebten. Die
Lebensordnung, in der solche Bilder in Erscheinung traten, unterscheidet sich
sehr vom Harmagedon! Nie zuvor haben solche räumlichen Kämpfe getobt. Die
Anspannung aller Sphären ist feurig.
Auf dem
Pfad zur Feurigen Welt muss man sich der Verbindung zwischen den Sphären
besonders bewusst sein.
171. Ja, das
Herz eines Archaten gleicht dem Herzen des Kosmos. Woraus aber besteht das
sonnengleiche Herz des Archaten? Wir sagen: Gerade aus Liebe, doch nicht von
der Art, wie die Menschheit sie sich vorstellt; und auch nicht aus jener segnenden
Liebe, welche die Menschen der Liebe eines Patriarchen zuschreiben. Nein, das
sonnengleiche Herz des Archaten strebt zur Heldentat und zerschlägt alles Verweste.
Das Herz des Archaten ringt mit der Finsternis und bekundet feuriges Streben.
Womit
nährt sich das Herz eines Archaten? Wir sagen: mit Liebe. Nur diese Quelle
weiß, wie man ein feuriges Herz sättigen kann. Die große Mutter der Welt kennt
diese Quelle. Jedes reine Herz kennt diese Quelle.
Wodurch
werden Herzen vereint? Wir sagen: durch Liebe, durch jene mächtige Quelle, die
das Leben in Schönheit verwandelt; jene Quelle, die alle feinen Energien des
Herzens enthält.
Das Herz
des Archaten ist eine heilige Festung, welche die heilige Gabe des Kosmos
hütet. Und nicht außerhalb des Lebens, sondern in den tiefsten Tiefen des
Lebens wird das Herz des Archaten geschmiedet; wir sagen: durch Liebe! Ja, ja,
ja – so spricht der Herrscher von Schambhala*.
172. Am
schwersten von allem fällt es der Menschheit, die Schönheit der Heldentat zu
verstehen. Die Heldentat im Leben hat nämlich eine antreibende Wirkung, denn
was kann im Bewusstsein die Schönheit der Heldentat wecken? Was kann Streben
nach Oben eröffnen und von den niederen Schichten lösen, wenn nicht der Geist,
der zur Heldentat strebt?
Die
Richtung der Menschheit offenbart genau das Gegenteil und verwirklicht sich in
Sphären, die den Geist für lange Zeit an die Erde fesseln. Deshalb wird jedes
erhebende Gefühl so abscheulich ausgelegt. Wahrhaftig, das Leben ruft zur
feurigen Heldentat, zur erhabenen feurigen Schönheit. Der Mensch aber löst sich
nur so schwer vom Alltäglichen!
So lasst
uns auf dem Pfad zur Feurigen Welt zur Heldentat der Schönheit streben.
173. Es
gibt viele verschiedene Mittel, um den grobstofflichen Körper zu verdünnen. Jeder
feine Gedanke muss natürlich als eine feurige Manifestation angesehen werden,
deshalb muss man lernen, feurig zu denken. Die Verdünnung des grobstofflichen physischen
Körpers muss auch vom geistigen Gesichtspunkt her verstanden werden, denn
während wir im grobstofflichen Körper weilen, ist es trotzdem möglich, nicht
nur Grobstofflichkeit zu offenbaren.
Ein Agni
Yogi, der die Feurige Taufe und die feurige Transmutation durchlaufen hat, verweilt
nicht länger in einem grobstofflichen Körper. Denn sobald der Körper feurige
Ströme empfängt, verändert sich sein ganzes Wesen. Diese Verdünnung ist die
Grundlage dieser Erfahrung der feurigen Transmutation der Zentren.
Gewiss,
nur dem Feinstofflichen ist das Feinstoffliche zugänglich, und die Wissenschaft
der Zukunft wird den feinstofflichen Körper erforschen. Alle zunehmenden
feurigen Erscheinungen, die den Geist in die Höheren Welten lenken, machen die
irdischen Sphären beschwerlich. Merken wir uns, dass das
Feinstoffliche nur dem Feinstofflichen zugänglich ist, und verehren wir die große
Mutter des Agni Yoga.
174. Ein
feuriger Strom kann nur von einem verfeinerten Organismus assimiliert werden.
Nur ein feuriges Herz kann sich dem Herzen des Kosmos anschließen.
175.[24] Jede
Epoche hinterlässt ihren Abdruck in der Ewigkeit. Diese Überreste der Zeit sind
genauso lebendig wie das Leben selbst. Jede Epoche hinterlässt ihr Echo, wie
eine Wiederholung der räumlichen Annalen. Doch nie erweisen die Annalen sich als
Wiederholung; denn zu ihnen kommen immer neue Energien und neue Entscheidungen
hinzu. So kann man die Übereinstimmung von Zeiten bestätigen, doch die
Umgestaltung des Planeten verfügt über ihre neuen Hebel, und in den Wechsel fließen
neue Energien ein.
So fiel
Babylon, so fiel Rom, so hat Treibsand Zivilisationen überdeckt und Wasser Reiche
verschlungen. Doch beim Wechsel unseres Zyklus nahen Zerstörung und Aufbau in
feurigstem und größtem Ausmaß. Der Raum ist mit feurigen Energien für die Umgestaltung
gesättigt. Die Zeit ist außergewöhnlich, das Feuer tobt!
Auf dem
Pfad zur Feurigen Welt wollen wir für den herannahenden Feurigen Zyklus
Verständnis zeigen.
176. Ohne
Grund meinen die Menschen, dass die Kräfte des Lichts den Kampf mit den Kräften
der Finsternis leicht ertragen. Wenn die Kräfte der Finsternis durch Berührung
mit den Kräften des Lichts Verbrennungen erleiden, kann man verstehen, wie schwer
die Berührung mit den finsteren Sphären ist. Sowohl die irdische als auch die
überirdische Schlacht versengen die Finsteren und reinigen den Raum. Die
Berührung mit den finsteren Sphären verursacht nämlich Anspannungen und
Schmerzen. Sowohl auf der höheren als auch auf der irdischen Ebene spüren die
Ritter des Geistes Schmerz von der Berührung mit den finsteren Geschossen.
Freilich,
das Sperrnetz schützt vor Niederlage, denn das Licht besiegt die Finsternis,
doch Reflexe und Schläge auf die Aura und das Sperrnetz rufen ihre Empfindungen
hervor; deshalb ist es notwendig, den Verwirklichungen der Kämpfe des Lichts
mit der Finsternis feinfühlig Gehör zu schenken. Jene, die diesen feurigen
Kampf kennengelernt haben, wissen von allen Erscheinungen der räumlichen Anspannungen.
Jene, die den feurigen Schmerz im Herzen kennengelernt haben, wissen von Unseren
Anspannungen.
177. Die
Leiden der Menschheit stehen mit ihrem psychischen Zustand in Zusammenhang.
Jede menschliche Unvollkommenheit des Geistes vergiftet auch die physische
Welt. Seid nicht erstaunt, dass die Seuchen des Geistes und des Körpers genauso
ansteckend sind wie räumliche Seuchen. Die Atmosphäre, die den Planeten umgibt,
ist doch vom Wehklagen der Unvollkommenheit erfüllt. Und die Auren der Menschen
sind doch physisch und geistig derart verseucht, dass nur eine feurige
Reinigung Rettung bringen kann.
Halbe
Maßnahmen bringen keinerlei Reinigung, deshalb muss man sich an den Gedanken
der mächtigen Reinigung gewöhnen, denn die Feste[25]
bedarf strenger Maßnahmen. Mit Recht sagte Urusvati, dass eine reine
Erscheinung manchmal mit einem schmutzigen Mantel bedeckt werden muss, damit die
Funken ans Ziel kommen können. So muss die Menschheit für alle Ausgeburten und
Schmähungen büßen, die in ihrem Bewusstsein so tief verwurzelt sind.
Merken
wir uns auf dem Pfad zur Feurigen Welt das Gesetz der feurigen Reinigung.
178.
Welches Herz hat denn die übermäßige Last auf sich genommen? Das Verschmolzene Herz,
das die Kosmische Last kennt. Wer trägt denn die Last der Zeitalter? Das eine
Herz, das die Unbegrenztheit kennt. Wer strebt denn mit feuriger Heldentat? Das
eine Herz, welches das Kosmische Recht kennt. Wahrhaftig, so wird die Welt von
dem einen Herzen gesättigt.
Die
Menschheit leidet mehr vom Geist her als von der Materie, und nur wenn der
Geist sich dem Gesetz des Kosmischen Rechts anschließt, wird die Menschheit
ihre geistigen Leiden überwinden.
Der
Planet hat seine große und reine Bestimmung verloren. Die Materie ist so sehr in
einen grobstofflichen Zustand versunken, dass es unerlässlich ist, sie zu verfeinern.
Sobald die erhabene Botschaft des Vereinten Herzens den Geist mit reinem
Streben nährt, wird das Leben sich wahrhaftig verwandeln.
Wer wird
denn der Welt die Botschaft über die feurige Einheit überbringen? Wir sagen:
das Verschmolzene Herz, das durch das ewige Feuer offenbarte Herz – ja, ja, ja!
Was durch
das Kosmische Recht und einen mächtig strebenden Willen zusammengefügt wurde,
ist ein unabänderliches Gesetz. Was vom Kosmos ist, wird auch in der Schönheit
des Kosmos verweilen – so spricht der Herrscher von Schambhala.
179. Die Fluida
des feurigen Herzens und des Geistes speisen das Sperrnetz. Die feurigen
Zentren sind das mächtigste Allheilmittel. Ein Agni Yogi, der die Macht der
feurigen Energie verwirklicht, besitzt die Kraft des Lichts; seien wir daher
nicht erstaunt, wenn das mit höherem Feuer gesättigte Herz weder Einflüsterungen
noch Versuchungen kennt.
Die
Fluida eines solchen Herzens wirken wie reinigende Energien auf den Raum.
Ströme feinstofflicher Fluida sättigen den Raum über riesige Entfernungen
hinweg und dienen als mächtige Entlader. Wenn zum Beispiel der Solarplexus
angespannt ist, sendet das Herz seine reinigenden Energien über weite
Entfernung aus. Wenn zum Beispiel Entrückung zu bemerken ist, bedeutet das,
dass die Teilung des Geistes arbeitet. Ein Pulsieren in den Gliedmaßen und im
Herzen bedeutet Sendungen feuriger Geschosse.
Wir
wollen uns zu den verschiedenen Erscheinungen der räumlichen Schöpfung eines mächtigen
Agni Yogi feinfühlig verhalten. Diese kosmischen Sendungen werden von Unserer
Tara* verwirklicht, welche die ganze Heldentat der Schönheit und des Feuers auf
sich genommen hat.
180. Die Erdfeste
ist verseucht und muss von der Menschheit selbst gereinigt werden. Jede
Lebenserscheinung hinterlässt ihre Ablagerungen im ganzen Raum. Alles muss
umgewandelt, alles muss überwunden werden. So stellt jede Schicht eine von
menschlichen Begierden, Überresten und Bestrebungen gesättigte Sphäre dar.
Die
Fluida des Herzens und des Geistes, die den Raum mit reinen Feuern sättigen,
verfeinern die räumlichen Aufschichtungen. Nur auf diese Weise kann das
Gleichgewicht hergestellt werden, denn Energien durcheilen den Raum und die
Menschheit ist gleichsam von explosiven Geschossen umgeben. Diese Fluida
sammeln sich an und explodieren in allen Sphären. Ebenso wird die Kette der
Wirkungen durch die gesättigten Taten der Menschheit verwirklicht.
Lasst uns
auf dem Pfad zur Feurigen Welt an die räumlichen Geschosse denken.
181. Wie
die Feurigen Wächter Wache halten, so reinigen mächtige Entlader den Raum. Alle
Kosmischen Kämpfe sind von den Kräften gesättigt, die von allen Zentren des
Kosmos ausgehen. Die feurig angespannten Zentren bauen sämtliche kosmischen
Erscheinungen auf.
Wenn Wir
von feurigen Zentren des Kosmos sprechen, muss man jene feurigen Bestrebungen im
Auge haben, die von den Zentren der erhabenen Archaten in alle fernen und
irdischen Sphären ausgestrahlt werden. Ohne diese feurigen Zentren der Retter
der Menschheit wäre es unmöglich, die Ereignisse bis zur bestimmten Frist
zurückzuhalten. Wahrhaftig, gewaltig ist diese Arbeit zum Schutz der
Menschheit!
182. Ja,
ja, ja, gewaltig ist die Arbeit der feurigen Zentren. Die Entlader der Sphären
sind die mächtigsten Diener des Kosmos. Feinste Fäden verbinden diese großen
Diener des Kosmos miteinander. Doch diese Arbeit kann sich auch nur in feuriger
Vereinigung vollziehen.
Das feurige
Gleichgewicht kann den Planeten retten. Nur die feurige Macht kann im letzten
Moment neues Leben verleihen. Die Schöpfung des vereinten Herzens wird die
Rettung des Planeten bewirken und einen Neuen Zyklus verwirklichen. Deshalb ist
Unser Herz im Einklang mit dem ungestümen Feuerstrom angespannt – so offenbart
das Wesen des Lebens sein Feuriges Recht.
Die
Anspannung ist gewaltig, in der Welt verwirklicht sich ein großes Weltgeheimnis.
Ich bestätige die erhabene Kosmische Wahrheit. Dieses Geheimnis ist das Dasein
selbst.
183. Der
Aufbau neuer Vorhaben kann nur dann nach erhabenen Prinzipien verwirklicht
werden, wenn die Menschheit alle Höheren Ursprünge aufnimmt. Ohne dies ist es
unmöglich, die Schönheit des Daseins zu offenbaren, denn die
Lebenserscheinungen vollziehen sich entsprechend dem Denken der Menschheit. Der
Schöpfer eines Gedankens erschafft Formen.
Doch wie
schrecklich sind jene Bewegungen in der Welt, die aus zersetzenden Quellen hervorgehen!
Diese Quellen verseuchen die Atmosphäre, die den Planeten umgibt. Man muss die
Schichten für den Empfang neuer Energien reinigen.
So viele
mächtige Kräfte warten darauf, empfangen und angewendet zu werden; doch sie zu
spüren bedeutet bereits, sie zu offenbaren. Kann man diese Energien aber derzeit
einem Zerstörer offenbaren? Der Planet durchläuft doch Harmagedon, und alle seine
Verwirklichungen teilen sich scharf in Facetten des Lichts und der Finsternis.
Deshalb
führt die große Entladung zu einer feurigen Reinigung. Danach wird es möglich
sein, die bestätigte Schönheit des Daseins zu verleihen. Wahrhaftig, die Zeit
naht.
Merken
wir uns auf dem Pfad zur Feurigen Welt das erhabene Prinzip der Schönheit.
184. Jede
Epoche hat ihre Besonderheiten. Jede Eigentümlichkeit der Zeit ist eine Prägung
durch das Bewusstsein. Diese Eigentümlichkeiten können durch den Willen der
Menschheit angespannt werden.
Die Eigentümlichkeiten
einer Epoche haben ebenso wie Beschwörungen ihre Wurzeln im Bewusstsein. Jene
Visionen und Zustände, die das Leben und Denken vergangener Jahrhunderte erfüllten,
sind im Geist der Diener der Religion als Antwort auf die Forderungen des
Volkes geboren worden.
Seit
langem wurde geboten: „Suchet und ihr werdet finden“[26]. In
dieser evolutionären und unaufhörlichen Windung der Spirale wird der Mensch die
Wahrheit finden. Die Durchsetzung der Wahrheit wird alle Entstellungen
beseitigen, denn Kehricht und Ablagerungen sind vorübergehend, die Wahrheit aber
offenbart sich in Unbegrenztheit. Auch wenn die menschliche Verdunkelung weiter
anhält, werden unter den finsteren Ablagerungen Verwirklichungen des Lichts
ausgegraben. So tritt das, was bestimmt ist, sichtbar-unsichtbar in Kraft.
185. So tritt
alles Große unmerklich und machtvoll ins Leben. Ebenso tritt die Offenbarung
des Kosmischen Rechts feurig ins Leben. Unsichtbar wird der Raum gesättigt – so
werden die feurigen Fäden mächtig gespannt. Doch naht die Stunde der Schwelle,
wird die feurige Macht in all ihren Strahlen der Schönheit aufflammen.
Deshalb
bestätige Ich, wie notwendig es ist, die Macht der erhabenen feurigen Kraft zu
verstehen, die in der Mutter des Agni Yoga verkörpert ist. Sichtbar-unsichtbar
nähert sich die Schwelle: So tritt ein erhabenes Sakrament ins Leben ein.
186. Die
Auferstehung des Geistes wird nämlich eine neue Epoche einleiten. Was kann denn
mit der Macht des Geistes verglichen werden? Es gibt keinen anderen Hebel, der
die Feuer der Zentren anspannen könnte. Jede von der Auferstehung des Geistes
gesättigte Schöpfung kann eine Gewähr für eine große Epoche sein. Jeder Aufbau,
der auf die Auferstehung des Geistes gründet, kann eine Gewähr des Aufstiegs
sein.
Geistiger
Fortschritt kann nur einsetzen, wenn die Erneuerung des Geistes verstanden
wird. Man kann nicht bei den alten Entstellungen verharren. Ohne die Erkenntnis
der Bestätigung des reinen, feurigen Verständnisses der Heldentat kann man das erhabene
Reich des Geistes nicht errichten.
So bietet
nur die Erneuerung des Geistes ein festes Fundament für einen neuen Aufbau. In
ihm wird die Menschheit ihre große Bestimmung und ihren Platz im Kosmos finden.
Wahrhaftig, die Auferstehung des Geistes wird die Schöpfung der Neuen Epoche
sein.
187. Dem
Geist, der feinstoffliche Ströme spürt, kann das Erklingen auf den kosmischen
Ton räumlich vermittelt werden. Unter den feinstofflichen Erscheinungen dieses Erklingens
des Geistes muss man besonders jene hervorheben, die für einen feurigen Geist hörbar
sind. Wie notwendig ist es, diesem scheinbar unhörbaren Ton zu lauschen, der
dem Geist räumliche Freude oder Trauer vermitteln kann.
Das
Aufkommen von unerklärlicher Trauer kann auf das Erklingen eines räumlichen
Tones zurückzuführen sein. Der feinstoffliche Organismus dieses Feuerträgers erbebt
von diesen Tönen des Raumes. Das physische Ohr kann sie nicht hören, doch das
feinstoffliche Gehör erfasst das für das Ohr Unhörbare und nimmt es mit dem
Herzen wahr.
Deshalb
ist ein strebender Geist ein Schöpfer im Einklang mit dem Kosmos; er kennt das kosmische
Erklingen, das den Raum anspannt; dieses enthält Rufe oder Aufschreie, Sieg
oder Kampf, Jammern oder Freude. Wahrhaftig, wer dieses Erklingen kennt und die
Freude und die Trauer des Verkehrs mit dem Raum erfahren hat, kann großer
Feuerträger genannt werden. Davon zeugt das feurige Herz der Mutter des Agni
Yoga. Daher wollen wir das große, vereinte Herz im Sinn behalten.
188. Der
kosmische Ton sättigt flammend den Raum. Er kann unmittelbar mit dem Herzen
kommunizieren, deshalb wirken diese Ströme auf das Herz. Auch Wir empfangen
jenes Erklingen, das zuerst dem Herzen übermittelt wird, und Wir suchen seinen Ursprung.
So werden die Trauer und die Freude der Welt durch diese räumlichen Töne auch
Uns vermittelt.
189. Die
Betrachtung der Welt führt zum Verstehen der Missstände und des Ungleichgewichts,
die sich als verderbliche Erscheinungen erweisen. Vor allem muss man verstehen,
wie jener Andrang von Energien auf den Planeten wirkt, der aus neuen, nicht
angenommenen Energien besteht.
Es wird keine
evolutionäre Bewegung verwirklicht werden, bis die Entsprechung zwischen den
Sphären hergestellt ist. Denn wenn die Höhere Welt empor, die Menschheit aber abwärts
strebt, kann der kosmische Strom natürlich nicht verwirklicht werden. Deshalb
herrscht Ungleichgewicht in der Welt.
Nicht
ohne Grund wurde daran erinnert, was über Buddha gesagt wurde. Nicht umsonst
wurde daran erinnert: „Lasst die Toten ihre Toten begraben“[27]. Eine
Weltanschauung kann sich nämlich nur verwirklichen, wenn das feurige Streben
den Sieg davonträgt.
190. Die
Gesetze, die von der Menschheit verletzt werden, müssen das Bewusstsein
wachrufen, denn die reinen Grundlagen werden als das führende Prinzip bestätigt.
Der Verlust der Verbindung zwischen den höheren Prinzipien und dem Leben selbst
unterscheidet sich sehr von den heiligen Ursprüngen, die allein das gestörte
Gleichgewicht wiederherstellen können.
Unter den
Grundlagen kann man die Verwirklichung der wichtigsten Lebensprinzipien nennen,
die bis zur Unkenntlichkeit verunstaltet wurden. Die Reinigung der
Lebensgrundlagen und der großen Lehren kann man als die feurigste Schöpfung
bezeichnen. So sättigt ein Feuerträger den Raum mit Erscheinungen, die das
Gleichgewicht des Lebens herstellen.
Lasst uns
auf dem Pfad zur Feurigen Welt den Ruf nach Reinigung der Grundlagen der Lehre
in den Raum senden!
191. Wenn
verschiedene Epochen wie verschiedene Stufen in den evolutionären Aufstieg der
Menschheit eingehen, muss man verstehen, wie jede Epoche gewachsen ist. Die Feststellung
der feinstofflichen Ströme, welche die Epoche sättigen, verleiht den Schlüssel
zum Verstehen ihres Wesens.
Wenn geistige
Heldentat den Volksgeist erfüllte, bedeutet das, dass sich in dieser Epoche ein
Aufstieg verwirklicht hat. Doch die Welt bedurfte nie zuvor so sehr des
Schwertes des Geistes![28] Als
alle Energien ihr Bewegungspotential offenbarten, zeigte die Magnetnadel ein
Schwanken der kosmischen Magnetpole an.
Die
Epoche des Schwertes des Geistes spannt das Höchste Prinzip so feurig an. Deshalb
wägt die Kosmische Waage das höchste Feurige Recht. Die Epoche des Schwertes des
Geistes wird das Prinzip verwirklichen, das für die Höheren Welten verkündet
wurde.
Der Raum
wird mit dem Feuer des Kosmischen Magneten gesättigt. So hält an der Schwelle
der Epoche des Feurigen Rechts das Schwert des Geistes Wache.
192.
Wahrhaftig, die Menschheit kann aus dem Teufelskreis der Wirkungen nicht
herausgelangen. Wie kann die Menschheit alle bösartigen Energien bewältigen,
die das Leben sättigen? Nur grundlegende Erscheinungen können die wahre
Richtung weisen; doch der von der Menschheit geschaffene Teufelskreis wird nur
durchbrochen, wenn das Schwert des Geistes das von der Finsternis gesponnene
Gewebe durchbohrt.
Mit den
Wirkungen zu kämpfen, führt nicht zu der bestimmten Erscheinung, welche die
große Zukunft näherbringen soll. Es wurde richtig gesagt, dass der Führer die
Ursache der kosmischen Erscheinungen kennt. Deshalb lasst uns auf dem Pfad zur
Feurigen Welt dem Hierarchen des Lichts folgen, der sowohl die Ursachen als
auch die Wirkungen kennt. Das wollen wir im Sinn behalten, wenn die große Epoche
des Feuers näher rückt.
193. Die
Lebensgrundlagen können bei einer Auferstehung des Geistes verwirklicht werden.
Die Reinigung der Grundlagen muss verwirklicht werden, sonst kann die Neue Welt
nicht in Erscheinung treten. Der Verfall der Grundlagen ist zerstörerisch; und
ohne Umwandlung der Auftürmungen, die den Planeten ersticken, können keine
reinen Energien zum irdischen Plan hingezogen werden.
Wie kann man
die Neue Welt verwirklichen? Wie gesagt wurde: Mit Feuer und Schwert! Auf das
Alte folgt eine neue Reinigung, welche die großen Grundlagen des Daseins
schaffen wird. Das feurige Schwert des Geistes wird die Fäulnis des Planeten
hinwegfegen. Jene, die in die Zukunft blicken, fürchten das feurige Schwert
nicht, denn ein gestählter Geist kennt die wahre Schöpfung des Schwertes des
Geistes. Die feurige Schöpfung kann als die große Transmutation der Finsternis
in Licht verwirklicht werden.
Lasst uns
auf dem Pfad zur Feurigen Welt für das Feurige Schwert des Geistes Verständnis
zeigen.
Das Kosmische Recht ermöglicht das Verständnis
dafür, dass die einseitige Verwaltung des Planeten ihn in den Abgrund führt. Das
Kosmische Recht bietet der Menschheit das Prinzip, das die Finsternis
durchbrechen kann. Das Kosmische Recht enthüllt dem Planeten die Einheit des
Prinzips, welches das ganze Universum lenkt. Das Kosmische Recht enthüllt das Weibliche Prinzip als
eine offenbarte Macht. Das Kosmische Recht enthüllt die Größe des Weiblichen
Prinzips, das Selbstlosigkeit bekundet und vor dem selbst die großen Archate sich
verneigen.
Wahrlich,
Wir verehren das große Weibliche Prinzip. Wahrlich, Wir verehren das gebende
Prinzip, das ein Leben der Schönheit und des Herzens hervorbringt.
195. Die
Menschheit muss sich auf Umwälzungen und die Umgestaltung der geschaffenen
Verhältnisse vorbereiten. Man kann das auf dem Planeten Bestehende nicht als
gesetzliche Verwirklichung annehmen, denn alle Ausgeburten müssen gesühnt und
ausgerottet werden. Jeder Abfall von den großen Gesetzen bringt schwere Folgen
hervor.
Die
Schöpfung des Kosmos bestimmt ein anderes Schicksal des Lebens; deshalb ist
Sühne unvermeidlich, denn eine feurige Reinigung gibt dem Fluss des Karma eine
neue Richtung. Im Raum erscheinen Energien, die für die Transmutation aller
bestehenden Anhäufungen bereit sind. Wahrhaftig, die Menschheit muss sich auf eine
feurige Reinigung vorbereiten. Wer das feurige Element nicht fürchtet, wird wahrlich
mit dem Kosmischen Feuer voranschreiten.
Auf dem
Pfad zur Feurigen Welt wollen wir die elementaren Ereignisse im Sinn behalten, die
den Raum reinigen.
197.
Lasst uns in der Kosmischen Schlacht das verteidigen, was heilig ist. Lasst uns
in der Kosmischen Schlacht jene Grundlage verwirklichen, auf der das Dasein selbst
aufrechterhalten wird. Lasst uns in der Kosmischen Schlacht das offenbaren, wodurch
das künftige Leben aufgebaut wird. Die Welt wird jene großen Gesetze als ihre
feurige Grundlage haben, die Wir in der Kosmischen Schlacht verteidigen. In der
Kosmischen Schlacht verwirklicht die Menschheit ihre vom Schicksal vorgesehene
Bestimmung.
Wie
Erdbeben aus den Tiefen der Erde verschiedene Anhäufungen an die Oberfläche schleudern
und feinere Energien aus den überirdischen Sphären aufsaugen, so nimmt die
geistige Erneuerung die finstersten Anhäufungen auf.
Wahrhaftig,
wenn in der Kosmischen Schlacht das Höchste und das Niederste aufeinandertreffen,
kann man dazu angetrieben werden, die große Feurige Reinigung zu erlangen. Bei
der großen Umgestaltung unseres Planeten sättigen Wir den menschlichen Geist
mit der Erkenntnis der Unvollkommenheit der geschaffenen Formen und mit der vom
Schicksal bestimmten Schönheit der offenbarten Lebensformen. In der Kosmischen
Schlacht wird das Prinzip der Neuen Welt verwirklicht.
Auf dem
Pfad zur Feurigen Welt wollen wir die Kosmische Schlacht im Sinn behalten.
198.
Natürlich kannten die Eingeweihten des alten Ägypten das große Gesetz, welches
das ganze Universum regiert. Die Pyramide selbst ähnelte dem Symbol eines
Berges mit breiter Grundlage und schmalem Gipfel. Die Bedeutung dieser Kammer
des Königs und der Königin liegt natürlich in der Vollendung, die beim Herannahen
aller Kosmischen Feurigen Fristen bevorsteht.
Man muss
sich diese offenbarten Fristen merken. Man muss sich diese alten Hinweise und
Berechnungen merken. So kann man verfolgen, wie sich die kosmischen Fristen seit
den ältesten Zeiten erfüllt haben. Man muss seine Aufmerksamkeit auch darauf
richten, dass diese Berechnungen bis zu unserer Frist und Zeit führen. So
unwandelbar ist das Feurige Recht, das auf allen Gesetzestafeln geschrieben
steht und durch das große Leben des ewigen Magneten verzeichnet worden ist.
199. Im
Kosmos haben Zyklen ihre bestimmte Bedeutung. Man kann verfolgen, dass ihr Wesen
durch bestimmte Energien verwirklicht wird, die ganze Epochen vorausbestimmen.
Man kann hervorheben, wie jeder Zyklus auf besondere Weise das Wesen der kosmischen
Bestrebungen zum Ausdruck bringt und offenbart.
Doch über
allen Zyklen steht das eine Kosmische Recht, das von allen Energien der Welt angespannt
wird. So führt der gesamte Aufbau des Kosmos zu jenem Prinzip, das dem Dasein
zugrunde liegt.
Lasst uns
den Zyklus der Zyklen bekräftigen, und das Vorherbestimmte wird sich erfüllen.
Die große Vollendung wird in der Kosmischen Schlacht gestählt. In der
Kosmischen Schlacht wird jedes Gesetz gestählt, doch das große Feurige Recht
ist mit kosmischer Anspannung gesättigt. So erweist sich der Zyklus der Zyklen
als Sieg des Kosmos.
Um die Begriffe der Feurigen Bildnisse herum
haben sich Vorstellungen angesammelt, die einem niederen Geist nahestehen. So
lehrten es nicht die Großen Lehrer. So lebten nicht die Großen Lehrer. So
schritten die Großen Lehrer nicht einher. Wahrhaftig nicht so, wie die Menschen
behaupten. Die Feurigen Bildnisse müssen Gestalt annehmen in einer ihnen
gebührenden Form, deshalb muss die Verbreitung der Lehre gleichzeitig mit der Reinigung
der Großen Gestalten feurig voranschreiten.
Das Erschaffen
wahrer Bestrebungen wird jene neuen Stufen hervorbringen, die der Welt die
Auferstehung des Geistes ermöglichen werden.
Auf dem
Pfad zur Feurigen Welt wollen wir uns merken, dass man die Lehre der Schönheit
mit Heldentat und Dienst reinigen muss.
201. So
viel Großes steht bevor! Eine solche erhabene Stufe harrt ihrer feurigen Verwirklichung!
Unsere Lehre und die Verwirklichung der Höheren Prinzipien enthüllen der
Menschheit so viel Großes! Eine große Zeit naht. So schaffen Wir gemeinsam.
Deshalb wird
der Raum mit den erforderlichen Energien gesättigt. Die Kräfte des Lichts
treiben alle feurigen Zentren an. Der Aufbau des Kosmos schreitet voran, indem
alle erforderlichen Energien angespannt werden. Lasst uns bei diesem Aufbau alle
unsere Kräfte mit feurigem Herzen und dem Schwert des Geistes anspannen. So erbauen
Wir eine große Zukunft. So verkündet das große, offenbarte Gesetz die Zukunft!
203. Auf
dem Pfad des Strebens werden über alle Schwierigkeiten und Abgründe Brücken des
Geistes geschlagen, die sich als aufbauende Energien im Kosmos erweisen.
Wahrhaftig, der Geist kann verschiedenen Zentren vereinen. Die Menschheit
strengt sich zwar für einen sichtbaren Aufbau an, ist aber nicht in höheren
Bestrebungen für den kosmischen Aufbau begeistert.
Jede
Brücke des Geistes verwirklicht nämlich einen bewussten Aufbau, der die kosmische
Verbindung zwischen den Aufbauten offenbart. So muss man sich in der Feurigen Epoche
besonders der feinstofflichen, bewussten Tätigkeit des Geistes hingeben. Nur
die Brücke des Geistes kann jenen Abgrund beseitigen, der sich vor der
Menschheit aufgetan hat.
Die
Brücke des Geistes ist eine Brücke der Schönheit – mit dieser Vorstellung über
die Heldentat des Geistes werden wir den großen Gipfel ersteigen, der die
Welten vereint.
205. Mit
dem Beginn der Epoche, die das Feurige Recht verkündete, setzte die große
Magnetisierung sich mit bestrebter Kraft fort. Seither empfing die Welt, wann
immer der menschliche Geist einen Verlauf nahm, der ihn vom Pfad der Wahrheit
entfernte, mit jedem Herrscher die Feurige Wahrheit; so vollzog sich die
kosmische Magnetisierung. Der Kosmische Magnet lenkt den Geist zu einem Suchen,
das ihn zur Erkenntnis des großen Feurigen Rechts führt.
Wenn
jeder Gedanke ein Magnet ist, ist jedes bestrebte Suchen ein mächtiger Magnet.
Diese magnetischen Fluida werden im Raum aufgeschichtet und bilden magnetische
Pole. Wenn die physische Ebene bestätigt, wie mächtig Magnetismus ist, um
wieviel mächtiger ist dann das Streben des Kosmischen Magneten. Wahrhaftig, die Magnetisierung des Geistes kann mächtige Aufschichtungen
schaffen, die alle großen Energien aufbauen.
Deshalb
führt das Suchen des Geistes zum Feurigen Recht. Wahrhaftig, die ganze Welt
sucht nach dieser Kosmischen Wahrheit. Die Große Epoche des Feurigen Rechts
wird den Schlüssel zu einem höheren Dasein verleihen.
206. Die mächtigste
Quelle feuriger Energien, das Herz, wurde als Antriebskraft und Schöpferkraft
noch nicht erforscht. Man muss in das Wesen der Schöpferkraft eindringen, um zu
verstehen, wie unbesiegbar das Herz ist, wenn alle Feuer entflammt sind. Man
muss wissen, dass nur die wahre Quelle mächtiger Energien aufbauen kann.
Deshalb muss Herzensbildung als das Entflammen aller Feuer verstanden werden.
Jede
wirklich hohe Offenbarung des Herzens hängt von der Anspannung der höheren
Energien ab. Das feurige Herz nährt die feinstofflichen Körper mit
feinstofflichen Energien. Jene Schwingungen, welche die heilige Verbindung zwischen
der Feinstofflichen Welt und der Welt des Feuers herstellen, sind die feurigen
Schwingungen des Herzens.
Gerade auf
dem Pfad zur Feurigen Welt muss man bestrebt sein, diese heiligen Schwingungen
des Herzens zu schaffen. Daher ist das Herz die Sonne der Sonnen.
207. Alle
Offenbarungen von Energien werden schöpferisch gesättigt, wenn der Impuls, der
sie antreibt, der Quelle des Herzens entspringt.
Was im
Kosmos als die wahre Triebkraft gilt, wird im Laboratorium des Herzens Streben
genannt. Was im Kosmos die Quelle der Wahrheit genannt wird, wird im Leben als
Aufrichtigkeit bezeichnet. Was im Kosmos sammelt und aufbaut, was im Leben
feurig verwirklicht wurde, ist die Flamme des Herzens.
Bei
räumlichen Vereinigungen von Körpern kann man den flammenden, reinen Stimulus
des Herzens verwirklichen. In der Feurigen Welt ist die Kraft der Vereinigung
der Stimulus des Herzens; nur Feuer kann alle Feuer entzünden.
Nicht tiefes
Nachdenken, sondern tiefes Gefühl gewährt eine Offenbarung des Geistes. Nur Durchlebtes
kann überwunden werden. Nur das durch alle Feuer entzündete Herz kann die
Schönheit des höheren Lebens erkennen. Die Zukunft führt zur Erkenntnis dieser
höheren Vereinigungen.
Lasst uns
auf dem Pfad zur Feurigen Welt nach Erkenntnis der Höheren Daseinsgesetze streben.
208. Wie
kann das Herz die ganze Schönheit des Daseins erkennen, wenn es nicht in alle
Freuden und Kümmernisse des Lebens eingedrungen ist? So geschieht es beim Lesen
des Buches der Leben oft, dass das Herz erbebt, doch dann verwandelt sich die
Träne des Leids in eine Perle. Je feuriger das Herz, desto größer sind die
Freuden und Leiden. Das Gesetz des Feurigen Rechts wird im Leben geschmiedet. Der
Höhere Befehl wird verwirklicht, indem man alle Lebensstufen mit dem Herzen
durchschreitet.
Schöpferische
Impulse müssen vom Herzen gespeist werden, deshalb bewirkt jedes Leben seine eigenen
Ausstrahlungen des Herzens. Das Feurige Recht ist doch nicht jenes Trugbild der
Vervollkommnung, an das die Menschen für gewöhnlich denken, sondern es ist das
feurige Entflammen aller Lebensfeuer des Herzens. Bei einem ruhigen Dasein wird
das Herz nicht mit feuriger Liebe gesättigt.
209.
Wahrhaftig, sowohl der Geist als auch das Herz müssen den feinstofflichen und
unsichtbaren Erscheinungen lauschen. Die unbekannte Errungenschaft muss nämlich
ins Leben treten. Das höhere Prinzip des Feuers verwirklicht sich nämlich bei Kosmischer
Schöpfung als der Hauptstimulus. Zu Recht wurde auf jene feinen physischen
Erscheinungen hingewiesen, die das Wesen der unsichtbaren und feurigen Energien
verwirklichen und die das Bewusstsein der Menschheit wachrufen und erweitern
müssen.
Das feine
Bewusstwerden des Kosmos enthüllt nämlich jede neue Stufe. Das, was heute nicht
erfasst werden kann, wird in Zukunft vernehmbar sein, und die Feinstoffliche
Welt wird sichtbar werden. Wenn Geist und Herz sich mit Streben füllen und die
Menschheit das Daseinsgesetz der Welten annimmt, kann eine Erweiterung des Bewusstseins
einsetzen.
Der
Mensch selbst vereint die Welten durch sein Bewusstsein. So naht die große
Zeit, um einen engen Horizont zu ersetzen. So wird Unsere Verwirklichung des
erhabenen Feurigen Rechts eine große Feurige Epoche herbeiführen. Diese Große
Epoche muss das Antlitz des Planeten verwandeln – so bestätige Ich es!
210. Bei
feurigem Streben vereint der Strahl des Höheren Bewusstseins sich mit den
Strahlen der nahestehenden Bewusstseine. Wenn der Aufschwung eines feurigen Geistes
sich im Schaffen von Heil anspannt, vereint er sich immer mit dem Höheren
Bewusstsein. Das feurige Gesetz offenbart seine Macht auf Erden; deshalb ist es
so notwendig, für die Feinstoffliche Welt Verständnis zu zeigen.
Jede Tat kann
durch die Vereinigung der Strahlen doppelte Kraft erhalten. Das vereinte Bewusstsein
ist der unanfechtbarste Schild. Bei vollem Streben und feurigem Verständnis
werden die Strahlen immer schaffen, indem sie die eine Macht offenbaren. Der
Strahl kann in das Bewusstsein eindringen, doch Wir nennen die Vereinigung der Strahlen
des Bewusstseins Hieroinspiration.
Die
Strahlen der Schöpfung des Herzens leisten die feurigste Arbeit im Kosmos; gerade
das Herz muss vom Streben nach Heldentat durchdrungen sein; die Sonne der
Sonnen wird nämlich alle Hindernisse überwinden und neue Anfänge schaffen. Die
Feurige Welt achtet die Schöpfung des Herzens.
211. Genau
wie Urusvati sagte: Die Erfüllung der eigenen Pflicht. Die Verteilung der
Aufgaben im Kosmos hält nämlich die Grundlagen aufrecht, und die Hierarchische
Kette erhält das Gleichgewicht. Im Kosmos gibt es eine große Tat, die ein vereintes
Karma zulässt, doch da sie im Kosmos geheim gehalten wird, ist das Verschmelzen
von Karma ein Beschluss der Höheren Kräfte.
Ein
feuriges Bewusstsein und das Herz können verschmelzen und jene Last der Welt
tragen; das ist die Einweihung für einen neuen Aufbau, der im Kosmos bestimmt
ist. Die Offenbarung des Kosmischen Magneten muss von der Schöpfung des Geistes
und des Herzens gesättigt sein. So wird ein einheitliches Karma verwirklicht.
Das muss man als ein Höheres Zeichen verstehen. Doch wird das Gesetz der
höheren Bedeutungen für die alltäglichen Verhältnisse angewendet, läuft das der
Kosmischen Bestimmung zuwider.
Lasst uns
deshalb auf dem Pfad zur Feurigen Welt von der Bedeutung der höheren Vereinigung
des Karma durchdrungen sein.
212. Beim
Zusammenprall von Kräften offenbart sich natürlich eine Anspannung aller
Energien des Geistes. Gewiss kann nur ein zur Schöpfung strebender Geist jene
Macht erkennen, die im Widerstand liegt. Wie soll man denn feuriges Entflammen verwirklichen
und jeden Kanal des Feuers anspannen? Es erfolgt eine Anziehung alles Entsprechenden,
wenn alle feurigen Ströme entflammt sind. Man muss das Gesetz des Widerstandes
als einen Stimulus zur Schöpfung annehmen; als den Stimulus, der jeden Aufbau
anspannt.
Anziehung
des Geistes entwickelt sich gerade durch feurige Anspannung aller Kräfte. Alles
im Raum Verzeichnete kann nämlich als magnetischer Widerstand gegen die Kräfte
der Finsternis ins Leben eingehen. Beim Aufstieg auf dem Pfad zur Feurigen Welt
wollen wir das Streben in höherer Anspannung des Geistes im Sinn behalten, ob
wir am Rande des Abgrunds, auf dem Gipfel oder vor einer blinden Mauer[29]
stehen. Daher lasst uns alle Kräfte anspannen.
213. Alle
Völker spannen ihre Kräfte an. Alles wird zur Transmutation angespannt. Groß
und bedrohlich ist die Zeit – so wird die große Zukunft bestätigt. Ich bestätige
eine große Sättigung des Raumes.
214. Die vom
Kosmischen Magneten geformten Zyklen haben die Verwirklichung Höherer Kräfte
zur Grundlage. Diese feurigen Zyklen erweisen sich als Grundlagen des planetaren
Lebens. Der Kosmische Magnet baut in Übereinstimmung mit der räumlichen Macht
auf. Der Geist des Erbauers eines Zyklus muss jene Macht sein, die der
Bestimmung des Zyklus entspricht. Die ganze Synthese des Zyklus muss von jenem
Geist gesättigt sein, der für die Kosmische Synthese offenbart wurde. Beim
feurigen Wechsel des Zyklus wird erneut ein feuriges Prinzip zur Reinigung des
Planeten gegeben.
So wenige
Geister verstehen die Grundlagen des Feurigen Daseins! So wenige Geister
verstehen, Wer am Ruder steht! Die Schönheit eines Zyklus kann nur ein
Bewusstsein erleuchten, das die Macht der Prinzipien verstehen kann. Das Ruder
des Lebens des Planeten und die Daseinsgrundlagen werden durch das Feurige
Recht verwirklicht.
Daher wollen
wir auf dem Pfad zur Feurigen Welt Verständnis für die Grundlage der Zyklen
zeigen.
Könnte das Bewusstsein sich im Aufbau
der Zyklen festigen, würde der kosmische Aufbau die Welt natürlich in Schönheit
kleiden. Wahrhaftig, das Weltall kann sich in jedem bestrebten Gedanken offenbaren.
So lasst
uns auf dem Pfad zur Feurigen Welt bewusst Glieder der Weltzyklen schaffen.
216. Die Erkenntnis der Verantwortung für den Geist und für
die Religion wurde von der Menschheit an die letzte Stelle gerückt. Das Urteil der
Menschheit ist um die Erhaltung des physischen Körpers besorgt und bestraft
Verstümmelungen des Körpers. Die bestehenden Gesetze und Tempel sorgen sich
jedoch nicht um die Millionen verstümmelten Geister.
Mit Recht
hat Urusvati über die strenge Verantwortung gesprochen, welche die Religionen
auf sich zu nehmen haben. Die vereinigende Funktion der Religion ist doch auf
dem Planeten nicht verwirklicht worden. Diese heilige Macht auf Erden wurde,
anstatt zu erheben, von der Menschheit in eine Offenbarung von Uneinigkeit
verwandelt, die ein spaltendes Schwert ist.
Und die
Priester, Brahmanen und Geistlichen haben alle die kosmische Bestimmung
entstellt. Wahrhaftig, nur die Verwirklichung der wahren Bestimmung lenkt den
Geist zu einem höheren Verständnis des großen Kosmischen Rechts. So lasst uns zu
der großen Verantwortung für den Geist und die Religion bestrebt sein.
So vieles
muss in den Lehren der Welt bereinigt werden! Die Aufgabe, strebsam die
Religionen zu reinigen, wird zu einem neuen Bewusstsein führen. Lasst uns auf
dem Pfad zur Feurigen Welt die Träger der Feurigen Reinigung bestätigen.
217. Von
allen fehlerhaften Wesenszügen der Menschheit muss man Kleinmut deutlich
hervorheben. Diese Eigenschaft steht vielen anderen finsteren Charakterzügen
nahe; am nächsten dem Verrat. Kleinmut grenzt an Angst, Feigheit und Ichsucht. Und
in der Feurigen Welt ist für Kleinmut kein Platz.
Kleinmut wird vom höheren Ego verachtet.
Kleinmut ist Sklaverei des Geistes. Nur eine Stirn, die sich nicht vor Kleinmut
neigt, wird mit der großen Krone geziert. Und die Verachtung der Sklaven des
Geistes ist eine Errungenschaft für einen Krieger, der den feurigen Pfad
wandelt; und der einsame, mutige Krieger, der vom Kleinmut verachtet wird,
findet die Feurigen Tore zur Hierarchie des Lichts.
Wahrhaftig,
Kleinmut und Selbstbetrug sind Schwestern der Finsternis!
218. Die
Intensität der Kristalle der psychischen Energie wächst bei jeder höheren Bestrebung.
Jede Anspannung der Macht des Geistes vermehrt die Kristalle der psychischen
Energie. Die Ablagerungen der bestätigten Kristalle bestehen aus feinen
Energien, die im Organismus chemisch umgewandelt wurden; sie nähren jene
Organe, die ihrer bei Verausgabung von Energie besonders bedürfen.
Die
Kristalle der psychischen Energie lösen Substanzen auf, die für den Organismus
schädlich sind. Bei bewusster Anspannung kann man diese Transmutation durch
Kristalle hervorrufen, die als entgegenwirkender Faktor dienen kann. Bewusste
Sendungen von psychischer Energie an infizierte oder geschädigte Organe können
Heilung bringen. Eine willentliche und bewusste Anspannung
führt zu einer gesättigten Tätigkeit der Kristalle. So können Gedanken an psychische
Kristalle den geschädigten inneren Organen die nötige Hilfe bringen.
Auf dem Pfad zur Feurigen Welt muss man
diese im Menschen eingelagerten, feurigen Batterien erkennen.
219. Das
Zentrum des Sonnengeflechts ist ein Brennpunkt der Feuerausstrahlung. Man muss
sich vorstellen, wie Feuer wirkt. So wie alle höheren Funktionen des Kosmos von
innen her wirken, spannt sich auch das Feuer des Sonnengeflechts in seinem
eigenen Samenkorn an.
Das
Zentrum des Sonnengeflechts stellt das Gleichgewicht aller Körper her, und
seine Ausstrahlungen sättigen auch den Ätherkörper, der den Astralkörper nährt.
Die Verflechtung aller Zentren und aller Körper ist den Spiralwindungen
vergleichbar, die sich im Zentrum des Sonnengeflechtes vereinigen.
Jeder
Planet, jedes feurige Zentrum besitzt sein Sonnengeflecht und Göttliches
Lebensfeuer. Wenn das Bewusstsein sich im Verständnis dieser offenbarten
Entsprechungen erweitert, wird die Verbindung des Makrokosmos mit dem
Mikrokosmos zu einer feurigen Wahrheit.
Die
Wellen der Ströme sind in ihrer Mannigfaltigkeit unbegrenzt. Über diese Wellen verkehrt
ein feuriger Geist mit dem Raum und den anderen Welten. So wie man im Altertum
die Sonne mit ihren Strahlen abgebildet hat, kann man auch das Sonnengeflecht
darstellen, das seine eigenen, besonderen Ausstrahlungen hat, die vom Samenkorn
aus und durch das ganze Sperrnetz hindurchgehen. Diese mächtigen Ströme
vermitteln dem Herzen alle Widerspiegelungen des Raumes.
220. Wenn
daher die kosmischen Erscheinungen sich anspannen, erbebt das Sonnengeflecht.
Für das feurige Herz ist es schwierig, wenn sich im Zentrum des Sonnengeflechts
Wellen brechen, die den gesamten räumlichen Widerhall herantragen.
Die
Offenbarung der Strahlen erweist sich als eine Erscheinung des Sperrnetzes, und
jeder Strahl erklingt natürlich in seinem eigenen Feuer. So wird das Sonnengeflecht
durch so viele feurige Strahlen angespannt!
Das
Aufkommen von Müdigkeit bei der Mutter des Agni Yoga ist von kosmischer Bedeutung.
Die finsteren Kräfte werfen ihren vollen Einsatz in die Waagschale. Wir aber senden
Strahlen, die ihre Absichten zerschlagen.
Das
Zentrum des Sonnengeflechts spürt diese Schwankungen der Waage. Man muss die
Kosmische Macht in Richtung des Lichts anspannen. So kennt das feurige Herz die
Verwirklichung dieser Schlacht.
221. Bei einer
physischen Erkrankung wird der Ätherkörper natürlich sehr geschwächt und bleibt
nur bei feurigen Zentren mächtig. Das erklärt, warum Menschen, die nur das
Leben der niederen Zentren offenbaren, den Tod so sehr fürchten.
Ein
feuriger Geist zeigt Freude und wehrt finstere Erscheinungen durch Feuer ab.
Niedere Geister spüren ihre Trennung vom Astralkörper infolge der Verletzung
des Ätherkörpers.
222. Die magnetische
Anziehung der Aura verändert sich stark in Abhängigkeit von der Zusammensetzung
der verschiedenen Anspannungen. Das
Bewusstsein entfacht die Macht der Aura. Wenn das Bewusstsein von höheren
Bestrebungen gesättigt ist und zur höheren Schöpfung strebt, verstärkt der
Magnet der Aura sich tausendfach. Wenn der Geist zur Höheren Quelle strebt, verwirklicht
der Magnet der Aura seine Macht. Jedes hohe Streben erzeugt eine Ablagerung, welche
die Sättigung durch jede Tat offenbart. Jeder feurige Aufschwung verleiht der
Aura eine besonders mächtige Anziehung, die sich unerschütterlich als die
Grundlage einer höheren Tätigkeit erweist.
Die
Anziehung der magnetischen Wellen offenbart ihre Einwirkung auf weite
Entfernung, und die Sendungen des Geistes können vor allem zu nahestehenden Auren
hingezogen werden. Die Schöpfung des Geistes wirkt mittels dieser feurigen
Magnete.
Auf dem
Pfad zur Feurigen Weit muss man seine magnetische Anziehung verwirklichen.
Die
Rotation des Sonnengeflechtszentrums erfolgt unter dem Druck der psychischen
Energie. So gehen die Ausstrahlungen des Sonnengeflechts durch alle Zentren
hindurch; beim Rotieren durchdringen die Strahlen des Sonnengeflechts alle
Zentren und bringen den übrigen Zentren Nahrung und Vereinigung durch die eine feurige
Energie.
Die
Rotation des Sonnengeflechtszentrums kann auch verschiedene Energien
koordinieren, indem es ein Zentrum gleichsam verdichtet, das der Sättigung oder
der Stärkung besonders bedarf. Dabei reichen die Ausstrahlungen des
Sonnengeflechts gleichsam bis an den äußeren Rand des Sperrnetzes. Bei Sendungen
von Energie zu einer bestimmten Stelle sammeln sich alle Ausstrahlungen gleichsam
in einer konischen[30]
Spirale, und diese Geschosse fliegen spiralförmig in den Raum.
So sind die
Funktionen des Sonnengeflechts ebenso zahlreich wie seine Ausstrahlungen. Es ist
auch ein mächtiger Regulator von Energien, die von allen Zentren ausgehen; das
Sonnengeflechtszentrum nimmt kosmische, feurige Energien auf und verteilt sie
entsprechend den Verdichtungen, die für die Zentren charakteristisch sind.
224. Bei
Anspannung im Sonnengeflecht muss man das Auftreten von kosmischen,
unterirdischen Feuern sorgfältig feststellen. Man kann solche genauen
Zusammentreffen beobachten. Der Weg der Anspannung der unterirdischen Feuer spiegelt
sich immer in der Begleiterscheinung einer roten Flamme wider. So kann man den
feurigen Seismographen bestätigen.
225. Wäre
es doch nur möglich, mit bloßem Auge die Prozesse zu sehen, die bei
verschiedenen Transmutationen und Funktionen der Zentren in der Aura vor sich
gehen, die den Menschen umgibt! Jede Schwingung der inneren Feuer sättigt den
umgebenden Raum mit Feuer. Jede Schwingung erfüllt den Raum entweder mit
reinigenden Entladungen oder mit Entladungen schöpferischer Funken. Nicht in
Erscheinung getretene Energien werden zu diesen Entladungen hingezogen. Die
feurigen Ausstrahlungen der Zentren sättigen und spannen alle angrenzenden
Sphären. Bei Sendungen feuriger Energien verwandelt der Geist auf seinem Weg
auch den ganzen Raum.
Wenden
wir unsere Aufmerksamkeit dem großen Laboratorium des Geistes zu, das feine
Energien hervorbringt. Nur eine feinstoffliche Errungenschaft kann in die Feinstoffliche
Welt eindringen. Alle Errungenschaften in diesen feinstofflichen Bereichen
werden Errungenschaften der Feurigen Welt bewirken.
226. Es
ist eine so angespannte Zeit! Der Kosmische Magnet verschiebt* und erneuert die
menschlichen Tätigkeiten von Grund auf. So bestätige Ich die Neue Epoche. So
nähern sich die Fristen und die Ereignisse schreiten voran.
227. Das
Bewusstsein enthält alle Spuren der vergangenen Leben, sowohl Eindrücke jeder Offenbarung
als auch jeden Gedanken und jedes Streben nach Erweiterung des Horizontes. Das
Bewusstsein wird vom „Kelch“ und dem Herzen genährt, und jede verdichtete
Energie lagert sich, mit dem Geist untrennbar verbunden, im Bewusstsein ab.
Das ganze feurige Potential des Geistes besteht aus den Ausstrahlungen
der Lebensenergien. Spricht man daher von Geist und Bewusstsein, muss man dies als
den Kristall aller höheren Erscheinungen verstehen. Die Alten wussten von
der kristallinen Eigenschaft des Geistes, und der Geist hat sich in allen
höheren Erscheinungen als Flamme oder Feuer offenbart.
Deshalb
ist es so wichtig, die wahre Bedeutung der feurigen Transmutation zu verstehen.
Wahrhaftig, Geist und Materie verfeinern sich in einem Aufschwung, um das
höhere, feurige Bewusstsein zu erlangen.
228. Das Göttliche
Feuer offenbart seine Funken im gesamten Dasein. Das verborgene Potential
dieser Funken muss, obgleich es unsichtbar ist, als Grundlage aller
Erscheinungen angenommen werden. Man muss diese Funken als ein Bindeglied in jedem
Zentrum des Organismus annehmen. Wenn man diese Wahrheit als Grundlage nimmt, kann
man sich vorstellen, wie die Zentren durch ihre Funktionen vereint werden.
Jeder göttliche Funke atmet Feuer ein und aus, das als Vereiniger dient. In
diesem stetigen Austausch werden alle Kräfte des Potentials des Geistes
angespannt.
Das
Potential jedes Zentrums ist ein Bindeglied zur Unsterblichkeit, deshalb ist es
ein großer Irrtum, zu physischen Übungen zu drängen. Denn nicht von außen,
sondern von innen wird der Funke des Göttlichen Feuers entflammt.
Unter der
Führung des Strahls des Lehrers kann der Funke sich natürlich entzünden, doch auch
dann muss der Geist durch selbsttätiges Suchen vorbereitet werden. Die Lehre
des Zoroaster* über das Göttliche Feuer, die Liebe und die Schönheit brachte
der Welt die Verwirklichung des Höheren Gesetzes.
229. Das
Göttliche Feuer treibt jede kosmische Erscheinung zur Schöpfung an. Jedes hohe Potential
wird durch dieses Göttliche Feuer gesättigt. Jeder Lebensfunke birgt dieses
Göttliche Feuer in sich. Lasst uns die Bedeutung des Göttlichen Feuers auf alle
Lebenserscheinungen anwenden. In jedem Zentrum des Lebens verwirklicht sich
dieses Feuer. Die menschlichen Taten bergen tatsächlich diese göttlichen Funken
in sich.
Betrachtet
man die menschlichen Feuer als schöpferische Zentren, kann man beobachten, wie durch
Feuer vereinte Körper auf den verschiedenen Ebenen ihre Entsprechung haben. Es
ist richtig anzunehmen, dass das Wesentliche sich den Ebenen entsprechend
aufteilt, die durch die feinstofflichen Energien bestätigt werden.
Wenn Wir
deshalb über die Feurige Welt sprechen, muss man sich vorstellen können, wie Körper
durch einen Feuerwirbel vereint werden. Daher offenbart sich das eine Göttliche
Feuer als ein Vereiner aller Energien.
230. Die
Gesetze des Kosmischen Gleichgewichts regieren den Planeten. Zu den kosmischen
Gesetzen kann man auch das Karmagesetz zählen, denn das Gesetz des Gleichgewichts
umfasst alle übrigen Lebenserscheinungen.
Gleichgewicht
ist die schöpferische Tätigkeit jeder Erscheinung. Ebenso wie Licht und Schatten
schaffen und die Tätigkeit sättigen, verwirklicht sich das Gesetz des
Gleichgewichts entsprechend der Entwicklung des Willens. Dementsprechend
verwirklicht die Kosmische Waage das Wachstum des Karma eines Volkes. Die Waage
des Karma eines Menschen verwirklicht das Ausmaß seines freien Willens.
Deshalb
ist es so wichtig, Verständnis für Streben nach Vervollkommnung aufzubringen, denn
ein in den Raum gesandter Wunsch kann das Gewünschte immer herbeiziehen, und
nach der Qualität des Wunsches wird das Gleichgewicht bestimmt. So wollen wir
uns jene Energien wünschen, die im Leben erfüllt und angewendet werden können. Das
Gleichgewicht kann nur dann zur Verwirklichung kommen, wenn der freie Wille den
Pfad des Allgemeinwohls wählt.
231. Die
kosmischen Gesetze des Gleichgewichts sind für alle Fristen auf dem Planeten
anwendbar. Räumliche Lösungen werden zu festgesetzten Fristen herangezogen und
können sich in allen Lebenserscheinungen bekunden. Das Gleichgewicht wird mit
diesen räumlichen Beschlüssen gesättigt. Deshalb müssen die festgesetzten
Fristen fein errechnet werden.
Man kann die
Weltkarte zu verschiedenen Epochen studieren und sich vorstellen, wie die
kosmische Waage großes Gleichgewicht offenbart hat. Ein Gebot hat seine
offenbarten Wirkungen als Kosmisches Gleichgewicht verwirklicht.
Die
Fristen werden gemäß diesen Spiralen der Kosmischen Gebote herangezogen. So werden
bedrohliche Epochen von schöpferischen und zerstörerische von aufbauenden
ersetzt. Anhand der Spiralen der Schöpfung kann man die herannahenden kosmischen
Verschiebungen* feststellen.
Lasst uns
auf dem Pfad zur Feurigen Welt Verständnis für die Verschiebung bekunden, die
durch die Fristen des Kosmischen Gleichgewichts verwirklicht wird.
232.
Fristen nahen. Die Verschiebung verwirklicht sich in den tiefsten Tiefen des
Planeten, in den tiefsten Tiefen der Völker und in den tiefsten Tiefen des
Lebens. Der Zyklus verwirklicht eine Verschiebung und die Offenbarung neuer
Prinzipien. So schaffen Wir gemeinsam eine Neue Epoche.
233. Die Aufteilung
der verschiedenen Erscheinungen hängt von dem Gleichgewicht ab, auf dem das
Leben sich aufbaut. Zum Beispiel kann ein Geist, der nach bestimmten äußeren Verwirklichungen
dürstet, diese durch seinen Willen und in Abhängigkeit von seinen Bestrebungen
herbeiziehen, und das Gesetz des Gleichgewichts sättigt den Geist mit oder
beraubt ihn der einen oder anderen Eigenschaft.
Das
Gesetz des Gleichgewichts verhütet jede wesensfremde Erscheinung. Die Welt
leidet unter diesen Ungleichgewichten. Der Geist des Menschen hat sich so weit von
den Wünschen abgewandt, die das Gleichgewicht fördern, dass jede menschliche
Äußerung eine zerstörerische Kraft erzeugt.
Auf dem
Pfad zur Feurigen Welt muss man sich diese Gesetze merken, die das Kosmische
Gleichgewicht sättigen.
234.
Diese Gesetze des Gleichgewichts beherrschen auch die inneren Leben, die jedes
Dasein durchdringen. So zieht jeder Geist seine eigenen Schöpfungen herbei.
Doch auch bei den höchsten Gesetzen entsteht das Gleichgewicht durch die
Erscheinungen des Lebens. Deshalb wird ein Leben, das zum heiligen Sakrament der
Vollendung führt, von den feurigsten Erlebnissen gesättigt.
235. Fortschritte
des Geistes können sich auf Erden als Gewähr des Lebensaufstiegs erweisen. Fortschritte
des Geistes können das Leben des Kosmos verwandeln. Fortschritte des Geistes
können den räumlichen Schätzen neue Pfade eröffnen.
Jeder
Geist muss jedoch in sich jenen Stimulus finden, der den Weg zur Verwandlung des
Geistes weist. Im kosmischen Kampf, in Schöpfung, im Suchen nach
Errungenschaft, in Schönheit und im Streben findet der Geist denjenigen
Stimulus, der das Leben verwandelt.
Doch wehe
jenen, die Ablehnung und Ungleichgewicht verwirklichen, denn die Kosmische
Waage schwankt; und bei der Umgestaltung der Welt gibt es eine nie dagewesene
Spannung, bei der für Ungleichgewicht und für jene, die Zerstörung schaffen,
kein Platz ist.
So lasst
uns auf dem Pfad zur Feurigen Welt der Grundlage des Gleichgewichts zustreben.
236. Die Umgestaltung
der Welt wird gespannt. Im Raum sammeln sich neue Energien; neue Anfänge werden
verwirklicht. So wird eine Neue Epoche geschaffen.
237. Ein
Wille, der auf Vereinigung mit dem Höheren Willen gerichtet ist, erwirbt die
Kraft eines Magneten. Unter den schöpferischen Verwirklichungen muss man jede
Willensbekundung hervorheben. Dieser mächtige Magnet kann Leben vorgeben und
verwirklichen. Er kann alle erforderlichen Energien heranziehen.
Der
göttliche Funke kann nämlich beim Streben des Willens als Flamme auflodern. Das
Verschmelzen des Höheren Willens mit dem menschlichen ergibt eine elementare Vereinigung.
Die Schöpfung wird mit diesen Energien gesättigt. Die Zusammenarbeit mit den kosmischen
Energien äußert sich durch eine entsprechende räumliche Verschmelzung. So
bewirkt die Bestrebung eines gesättigten Willens neue kosmische Kombinationen.
Lasst uns
auf dem Pfad zur Feurigen Welt die Verschmelzung des Willens mit der höheren offenbarten
Energie verwirklichen.
238.
Solange die Menschheit nicht lernt, ihre Energien und Eigenschaften zu lenken,
indem sie die schwierigen menschlichen Wesenszüge umwandelt, wird jede
kosmische Energie gefährlich sein. Wir sehen, wie die Menschheit die ihr
verliehenen Energien lenkt! Jede Kraft, die eine neue Möglichkeit für das
Allgemeinwohl eröffnet, bietet, kosmisch gesehen, gleichzeitig einen Kanal für
andere Entdeckungen. Doch jede Entdeckung gleicht sich allem übrigen an, was
der Menschheit offenbart wurde.
Wenn die
Menschheit nicht mit dem Kosmischen Magneten zusammen geht, geht sie gegen ihn
an. Selbst im besten Fall werden die Anfänge des Aufbaus auf höchst persönliche
Weise verwirklicht. Wie der Kosmische Magnet jetzt seine Teile sammelt, so spricht
der Magnet selbst auf eine kosmische Bewegung an, und auf diese Weise werden seine
Teile zur großen Aufgabe hingezogen.
Auf dem
Weg zur Feurigen Welt wollen wir uns das Gesetz des Kosmischen Magneten merken.
239. Der
gewaltige Horizont der Verschiebung kann von einem Bewusstsein erfasst werden, das
vom Kosmischen Magneten gesättigt wird.
Wenn die Freude
an der Zukunft im Herzen lebt, ist jedes Hindernis nur eine Stufe zum Aufstieg.
Deshalb ist es so wichtig, das Herz in diesem Bestreben auszubilden, eine
mächtige Zukunft zu schaffen.
Die
Heftigkeit des Stromes der Verschiebung erschreckt einen Geist nicht, der in
der Schlacht gestählt wurde. Wenn also alte, ausgelebte Energien durch neue
ersetzt werden, kennen feurige Herzen die ganze Bedeutung der großen Zeit. Die
Verschiebung von Energien sättigt den Raum.
Lasst uns
auf dem Pfad zur Feurigen Welt das Gesetz der Verschiebung von Energien und des
Schaffens neuer, erhabener Pfade verwirklichen.
240. Das
Gleichgewicht der Welt ruht auf der Daseinsgrundlage. Wie mächtig verwirklicht
sich das Leben, wenn eine höhere Offenbarung im Bewusstsein bewahrt wird. Jeder
hohe Gedanke ist eine Gewähr für Streben des Geistes sein. Und in einer unendlichen
Kette von Tat und Gedanke kann man alle neuen Richtungen der Evolution ausdrücken.
Der Raum verwirklicht
seine Anspannungen entsprechend den Taten und Gedanken, die auf der Erde
hervorgebracht werden. Umso mehr ist die Menschheit für alle ihre Ausgeburten
verantwortlich, denn die Feinstoffliche Welt wird in ihrer Entwicklung ebenso
aufgehalten wie die ganze Kette der Evolution der Erde.
Deshalb
muss der Gedanke der Geistigkeit ins Leben eingehen, jedoch als das wahre
Verstehen der Daseinsgrundlagen. Das Gleichgewicht der Welt kann nicht ohne
wahres Verstehen der Grundlagen hergestellt werden.
So ist
jedes feurige Wort des Herzens, das auf die Reinigung der Lehre gerichtet ist, ein
feuriger Stimulus, der eine Verschiebung des Bewusstseins bewirkt. Daher wollen
wir das Bewusstsein auf die Macht des Gleichgewichts stützen, als Stimulus des
Daseins, der Grundlagen und der Schönheit.
241.
Daher ist es so unerlässlich, im Geist das Weibliche Prinzip zu bestätigen. Denn
das Banner des großen Gleichgewichts der Welt wurde der Frau übergeben, um es
zu erheben. So ist die Zeit gekommen, in der die Frau das Recht erkämpfen muss,
das ihr genommen wurde und das sie freiwillig aufgegeben hat. Wie viele
mächtige Annalen füllen den Raum mit den Errungenschaften des Weiblichen
Prinzips!
Wie der
Lehrer durch die Schüler wirkt, so wirkt die Frau durch das männliche Prinzip.
Deshalb hebt die Frau den Mann feurig empor. Daher auch die Degenerierung, denn
ohne wahre Ritterschaft kann der Geist sich nicht erheben.
242. Die
Schicksale der Länder werden auf der Kosmischen Waage gewogen. Jene, die mit
dem Kosmischen Magneten voranschreiten, stehen vor dem Licht der Zukunft, doch
jene, die gegen alle lichtvollen Vorhaben angehen, werden die volle Last des Karma
verspüren.
Die
Schlacht zwischen Licht und Finsternis sättigt doch den ganzen Raum. So viele Erscheinungen
werden auf der Kosmischen Waage gewogen! Jede Stunde trägt eine neue kosmische
Welle heran, und auf der Kosmischen Waage zeigen sich stündlich neue
Schwankungen. Der Raum erklingt von neuen Bedingungen, die zur Feurigen Welt
führen. In kosmischer Anspannung werden neue feurige Bedingungen geschaffen.
Lasst uns
auf dem Pfad zur Feurigen Welt bei jeder Tat und jeder Bestrebung das Gesetz
des Kosmischen Magneten annehmen.
243. Das
Ungleichgewicht hat derart zugenommen, dass die Zeit gekommen ist, in der die
Menschheit in das Wesentliche eindringen muss. Die ganze Bewertung des Lebens und
seiner Hebel ist derart entstellt, dass der Mensch in seinen eigenen
Ausgeburten lebt. Doch keiner kennt die wahren Hebel, angefangen von den
Daseinsgrundlagen bis hin zu jedem einzelnen Lebenshebel in der von den
Menschen geschaffenen Welt. Die wahre Welt unterscheidet sich so sehr von der
geschaffenen wie das Licht von der Finsternis.
Wahrhaftig,
der Raum bedarf der Vereinigung der bestehenden großen Grundlagen. Deshalb kann
die Welt ohne Verwirklichung des Gleichgewichts und Beseitigung des Wesens des Ungleichgewichts
nicht erneuert werden. Und bei dieser Verwirklichung schwankt die Kosmische
Waage. Die Feurige Welt wird auf der Basis dieses großen Gesetzes verwirklicht.
244. Der
freie Wille erstrebt die Verwirklichung der Vereinigung der Umstände, welche
die Kette der Taten schaffen. Es ist so wichtig, einen Strom angespannter Tätigkeit
und bewusster Ausrichtung zu schaffen; denn in dieser Vereinigung der inneren
Impulse mit den äußeren Energien ist die Zusammenfassung aller Taten enthalten,
die als Karma geschaffen werden.
Bei
bewusstem, angespanntem Streben des Willens kann man die kosmischen Energien
herbeiziehen, die für den Aufbau des Guten unerlässlich sind. Deshalb verleiht ein
mit dem Höheren Willen vereintes Bewusstsein jene mächtige Kraft, die allen
Anstrengungen der Finsternis widerstehen kann.
Die Unterscheidung
zwischen Gut und Böse ist schon die Gewähr dafür, vor dem wahren Pfad zu stehen.
Die Verwandlung des Geistes wird durch Streben nach Transmutation und durch Vereinigung
des Willens mit dem Licht verwirklicht.
Lasst uns
auf dem Pfad zur Feurigen Welt danach streben, unseren Willen mit dem Höheren
Licht zu vereinen.
245. Die
kosmischen Gesetze offenbaren in ihrem Potential jene Macht, die das Leben am besten
lenken kann. Die Schwierigkeiten, die sich für den Planeten bei der
Koordination der kosmischen Gesetze ergeben, entstehen nicht durch eine Unanwendbarkeit
der kosmischen Gesetze, sondern durch die Absonderung von den Höheren Welten.
Im ganzen kosmischen Aufbau wird feurige Zweckmäßigkeit offenbart. Deshalb darf
man die kosmischen Gesetze nicht als unanwendbar ansehen.
Seit
langem wurde von der Einheit im Kosmos gesprochen. In allen alten Lehren wurde
auf diese magnetische Einheit hingewiesen. Wie viele räumliche Annalen haben
sich nicht eingeprägt, obgleich sie heilige Bestätigungen der Einheit bergen!
Wie viele räumliche Annalen gibt es, die auf die entstehende Absonderung
hinweisen! Wie es seit Tausenden von Jahren nötig war, den Planeten an die
ewige Einheit zu gemahnen, so ist man geradezu verpflichtet, auf die Folgen der
Absonderung für den Planeten hinzuweisen.
246. Die Entsprechung
zwischen den Welten bekundet sich durch eine Tat, welche die festen Grundlagen verwirklicht.
Eine Störung der Entsprechung zieht in jeder Richtung eine Folge nach sich.
Indem die
Menschheit der sichtbaren Welt den Vorzug gab, hat sie die Unsichtbaren Welten
von sich entfernt. Indem der Mensch in einer äußeren Welt lebt, entfernte er
sich von den inneren Bestrebungen, die den Geist beim Suchen anspannen. So wird
die Trennung der Welten durch jede Tat des Menschen verwirklicht! Die
Offenbarung der Trennung dringt in alle Grundlagen ein und wirkt wechselseitig,
denn Verneinung bedeutet Verwirklichung der Kraft der Zerstörung.
Die
Unsichtbaren Welten offenbaren alle mächtigen Energien. Wie sonst kann man das
Reich des Göttlichen Feuers verwirklichen? Wie sonst kann man das Daseinsgesetz
wiederherstellen? Wie sonst kann man bewusstes Streben nach Vereinigung verwirklichen?
Die Welt erbebt von der Störung der Grundlagen, die wiederhergestellt und
vereint werden müssen.
Lasst uns
auf dem Pfad zur Feurigen Welt das Gesetz der Entsprechung der Welten annehmen!
Wenn die Menschheit von ihren Begierden
und Ausgeburten verschlungen wird, wie kann man dann aus der Feinstofflichen
Welt Energien heranziehen und mit den menschlichen Taten und Bestrebungen in
Einklang bringen? Ein Impuls zur Errungenschaft bewirkt keine Aufspeicherungen
von Energien, wenn der Wille nicht zur Verwirklichung der Vorhaben des Heils
wirkt.
Zu Recht wurde über den Zerrspiegel
gesprochen. Die Menschheit entstellt nämlich in ihrem Zerrspiegel jedes große
Vorhaben. Die Reinigung des Bewusstseins und der Lehre ist die größte Aufgabe
unserer Zeit.
Daher wollen wir auf dem Pfad zur
Feurigen Welt die Notwendigkeit der Wiederherstellung des Gleichgewichts der
Lebensvorhaben merken.
248. Das Gesetz der Entsprechung muss den Geist an der feurigen
Erkenntnis teilhaben lassen. Die Schöpfung
des Geistes eröffnet alle Möglichkeiten für den Verkehr mit den Feinstofflichen
Welten. Die Überwindung von erstarrten Gedanken wird die Spannung liefern, die der
Formel der Feinstofflichen Welt entspricht.
Genauso
wie der Geist eine verdichtete Gedankenform verfeinern kann, kann er
feinstoffliche Formen verdichten. Jedes Konzept wird doch entsprechend diesen
Verfeinerungen oder Verdichtungen erklingen.
Der Geist
kann seine verfeinerten Bestrebungen steuern. Zuerst ist es notwendig, sich an
die Verfeinerung seiner Gefühle zu gewöhnen, um den Geist mit der notwendigen
Anziehung zur Welt der Schönheit zu sättigen. So wird der bedingte Begriff des
Standards durch den wahren Begriff der Schönheit ersetzt. Gewiss, die Verfeinerung
der Gefühle muss ins Leben eingeführt werden.
249. Das
Eindringen in die Tiefen des Raumes enthüllt neue Formen. Mit einer
verdichteten Gedankenform kann man viele für unser Leben anwendbare Verwirklichungen
schaffen.
Jede
Gedankenform bedarf der Vergeistigung durch den menschlichen Geist. Die Berührung
mit den verschiedenen Begriffen der Feinstofflichen Welt bietet die Möglichkeit
der Vergeistigung dieser Formen. So verleiht ihnen jedes Streben nach
Verfeinerung der Gefühle schöne feurige Erscheinungen.
Das
Gesetz des feurigen Strebens nach Verfeinerung und Verdichtung der
Gedankenformen möge angenommen werden. In diesem bekundeten Streben kann der
Aufbau auf der irdischen Ebene mit dem auf der überirdischen vereint werden. Die
Erweiterung des Horizontes und der Grenzen der Schöpfung bieten eine Gewähr für
neue Formen und neue Stufen.
Lasst uns
auf dem Pfad zur Feurigen Welt Feuriges Streben nach Verfeinerung der Gefühle
und Verdichtung der Gedankenformen offenbaren.
250. Ein
bewusstes Verhalten zu den Annalen des Raumes ermöglicht den Zugang zu
verschiedenen höheren Energien. Die Harmonisierung verschiedener Schwingungen stellt
zwischen Gedankenformen und Energien vollendete physische Beziehungen her, die zur
Verdichtung der Gedankenformen beitragen. Das Wesentliche der Beziehung verwirklicht
sich als Entsprechung zwischen der Feinstofflichen und der irdischen Welt.
Die Verfeinerung
von Formen hängt vom Streben nach Schönheit ab, deshalb bringt jede verfeinerte
Vorstellung von einer Form die Schönheit näher. Daher haben jene Recht, die bekräftigen,
dass der Pfad zur Feurigen Welt über das Herz und die Schönheit führt. Deshalb
wird der Kosmische Aufbau durch die Bekundung von Geisterkenntnis verfeinert.
251. Der
Aufbau der Neuen Welt wird auf feurige Weise verwirklicht. Die erzeugten Energien
offenbaren und sammeln sich unter besonderen Strahlen, die jene Bereiche lenken,
die schöpferisch angespannt sind. Die Schöpfer des Planeten lenken diese
Energien feurig, und sie werden natürlich die Macht der Verdichtung und der Verfeinerung
besitzen.
252. Das
Bewusstsein, dass der Geist in seinem Korn jene Eigenschaft des Lichts enthält,
die beim Streben aufzulodern vermag, kann wahrhaftig als ewiger Antreiber für
den Aufstieg dienen. Jeder Geist muss diese Einheit mit dem Licht spüren, die
feurig im Korn lebt. Warum dann nicht jener Kraft zustreben, die im Geist die
besten Impulse erwecken kann?!
Jeder Geist offenbart seine Möglichkeiten durch Anschluss an
die Feurige Quelle. Nur Absonderung vom Licht entfernt den Geist vom feurigen
Pfad. Wenn diese hohe Vorstellung erwacht, wird der Geist zum feurigen Suchen
gelenkt. Das räumliche Feuer ruft den Menschen zum Erwerb höherer Energien
auf.
Lasst uns
auf dem Pfad zur Feurigen Welt mit dem Herzen die Macht des Geisteskorns
erkennen.
253.
Durch das Hervorrufen von besseren Schwingungen kann das Wesen des Menschen verwandelt
werden. Nur eine solche Mahnung wird dem Menschen den Zugang zu einer höheren Würde
gewähren.
In der
gegenwärtigen Zeit befindet sich die Menschheit dauernd in den Schwingungen der
niederen Sphären, weshalb der niedere Manas das Leben spannt. Die Berührung mit
dem Strahl der höheren Sphären wird wahrhaftig jene Schwingung verleihen, die
das Bewusstsein wachruft.
Die
Wahrnehmung des Funkens des Göttlichen Feuers im Geisteskorn wird das Fundament
für eine neue Menschheit legen. Gerade das, bei dem die Religion keinen Erfolg
hatte, muss man dem geistigen Aufbau zugrunde legen und das Gesetz der
Anziehung auf jede bestätigte Offenbarung anwenden. Denn die Erkenntnis des
Lichts im Herzen treibt zum Licht, doch Finsternis wird in Finsternis
verweilen. Das wollen wir uns auf dem Pfad zur Feurigen Welt merken.
254. Der
Wille eines kämpferischen Geistes kann eine ganze Armee zum Guten lenken. Der
Wille eines kämpferischen Geistes kann eine ganze kämpferische Welt lenken. Der
Wille eines kämpferischen Geistes kann neue Kanäle für die Ausführung des
Aufbaus schaffen, deshalb kann unter dem Druck eines kämpferischen Geistes jede
Mauer niedergerissen werden.
Der
kämpferische Geist, der den feurigen Horizont enthüllt, ist jener Geist, der die
Höhere Macht verwirklicht. Der kämpferische Geist kann jede Erscheinung
sättigen, indem er mit dem Kosmischen Magneten voranschreitet. Wie viele
Spannungen kann der kämpferische Geist überwinden!
Ein kämpferischer Wille baut auf und schafft neue
Möglichkeiten. Daher mögen alle, die zum Licht gehen, die Bedeutung des
lenkenden Kämpferischen Willens verstehen; denn jene, die dem Kämpferischen
Willen nachfolgen, folgen dem Feuer nach. So wollen wir für die feurigen Träger
Unseres Willens Verständnis offenbaren.
255.
Äußeres Streben zur Lehre des Heils bringt das Bewusstsein nicht voran,
erweitert den Gedanken nicht und eröffnet keinen weiten Horizont. Nur Vertiefung
in das eigentliche Wesen des Lebens des Geistes verleihen doch die
erforderliche Macht der Erhebung zum Höchsten Bildnis. Jedes Streben in die
Tiefe erzeugt ein neues Eindringen des Geistes in das Licht der Schönheit.
Die
Kräfte des Geistes werden vom Kosmischen Feuer genährt. Das Bewusstsein kann nämlich
die Feurige und die Feinstoffliche Welt näher zu sich heranziehen. Die
Bedeutung der Bestrebung zu diesen Welten besteht im Verstehen der Tiefen des
Geistes und des Herzens.
Daher wollen
wir auf dem Pfad zur Feurigen Welt das Streben zur Erneuerung des Geistes und
des Bewusstseins erkennen.
256. Wenn
das Bewusstsein stillsteht, gleicht es einem versteinerten Zustand. In einem solchen
Zustand ähneln die Menschen Götzenbildern. Diese Götzenbilder des Geistes verwirklichen
den Untergang des Planeten. Auf allen Wegen begegnet man diesen Götzenbildern
des Geistes. Wenn man nach dem Augenscheinlichen urteilt, könnte man diese
Erscheinung als scheinbar lebendig ansehen; doch kein Leben umgibt die
Götzenbilder des Geistes, sondern wahrhaftig Tod und Zersetzung.
Wer
könnte annehmen, dass eine solche Verknöcherung dem Planeten das nötige
Gleichgewicht verleihen kann! Wahrhaftig, die Götzenbilder des Geistes erzeugen
Kataklysmen und Katastrophen. Die Verknöcherung verseucht die Atmosphäre ebenso
wie die fürchterlichste Epidemie. Deshalb ist es so notwendig, den Raum und
jede Verwirklichung des Lebens zu reinigen. Nur Reinigung wird helfen, den
Planeten zu retten.
Selten
wird die Erscheinung des Feurigen Trägers des Schwertes des Geistes verstanden.
Doch der „Löwe der Wüste“, der Sonnengeist, wandelt den Weg des großen Lichts,
und Wir sind mit ihm.
257. Das
Lebensprinzip ist auf der Grundlage aller höheren Grundsätze herausgearbeitet worden
und so im Leben enthalten, wie es vom Dasein vorherbestimmt ist. Die Anwendbarkeit
aller höheren Grundsätze ist die Grundlage des Lebens, denn jeder höhere
Grundsatz wird verwirklicht als der Atem und die Bewegung des Lebens selbst.
Ein höheres
Prinzip ist der Raum selbst sowie die Kraft jeder lebendigen Erscheinung. Jedes
verwirklichte Prinzip kann seine Errungenschaft hervorbringen, die durch
Schönheit vorherbestimmt ist. Deshalb muss man sich die Anwendung der höheren Grundsätze
angewöhnen. Die Abgrenzung von Grundsätzen ergibt kein
Gleichgewicht.
Wahrhaftig,
das Prinzip der Schöpfung bringt jene Größe hervor, die dem Planeten
vorherbestimmt ist; doch die Wahl liegt in den Händen der Menschheit. Licht
oder Finsternis, Aufbau oder Zerstörung, das hat die Menschheit selbst zu
entscheiden.
Lasst uns
auf dem Pfad zur Feurigen Welt Streben zum Feuer und zum Prinzip der Schönheit
beitragen.
258. Die
Reinigung des Raumes erstreckt sich auf alle Vorhaben. Die Zeit ist gekommen, um
die Kräfte sichtbar werden zu lassen, die mit dem Licht oder mit der Finsternis
gehen. Die Versuchung durch den Fürsten der Finsternis[31]
besteht nämlich darin, dass er Ruhe verspricht, Wir aber sagen: Es ist die letzte
Stunde!
Nur eine
beschleunigte Reinigung gibt die Möglichkeit, den Planeten zu retten – das ist natürlich
keine Sache von einigen Jahren, aber auch nicht von Äonen. Gewiss, ein feuriger
Ausbruch wird den Planeten retten. In jeder Erscheinung muss sich ein feuriger
Ausbruch offenbaren. Nur die Reinigung des Raumes, nur die Reinigung des
Bewusstseins, nur die Reinigung der Lehren werden gereinigte Ausbrüche des
Geistes hervorbringen.
Wahrhaftig,
die Finsternis verdichtet sich, doch wenn die Anspannung der Kräfte der
Finsternis ihre Grenze erreicht, werden die Kräfte des Lichts ihre Macht
offenbaren. Daher sollte man sich darauf vorbereiten, die große Anspannung auf
sich zu nehmen. Das Licht besiegt die Finsternis.
259. Das Erwachen
im Geisteskorn wird durch feurige Lichtblitze hervorgerufen, die sich
unterschiedlich offenbaren können. Ein gesättigtes Bewusstsein kann das Aufblitzen
der Aufspeicherungen des Kelches hervorrufen. Ein feuriges Herz weckt durch
seine Anspannung Streben.
Das
Fundament der offenbarten Feuer erweckt das Geisteskorn und legt neue Potentiale
an. Deshalb muss man Schwingungen studieren und sie im Leben anwenden, denn
jede Erscheinung kann als Verbindung zwischen dem Geist und dem Räumlichen
Feuer dienen. Man muss sich angewöhnen, das Geisteskorn zu spüren – so wollen
wir höheres Suchen verwirklichen, indem wir die Kräfte des Geistes anspannen.
260. Man
sollte das Geflecht der Umstände studieren. Das nötige Geflecht ist gleichsam von
feinstofflichen Strömen umgeben, wenn das Notwendige zu jenem Strom führt, der
die beste magnetische Kraft enthält. Man sollte verstehen, jedes Vorhaben zu verwirklichen.
Dem verliehenen Korn gemäß kann man jede Wirkung bestimmen.
Würde der
Mensch das große Korn der Aufgabe in ihrem Potential annehmen, wäre die Welt
tatsächlich ein großer Widerschein des Höheren Willens. Deshalb kann man
bestätigen, dass der höhere Wille plant, der Mensch aber ausführt, und so gehen
die besten Vorhaben zugrunde.[32]
Es gibt
nur einen Pfad des Erfolgs, wenn der Geist mit all seiner Macht das bestätigte Korn
der Aufgabe erkennt. Doch stattdessen modeln die Menschen alles auf ihre Weise
um, und es bleiben nur jämmerliche Überreste. Deshalb ist es notwendig, bei
allen feurigen Vorhaben zu streben und zu verstehen, wie das vom Allerhöchsten
verliehene Korn anzunehmen ist. Wenn wir uns zum Höchsten erheben, werden wir auch
beim Höchsten wohnen.
Lasst uns
auf dem Pfad zur Feurigen Welt die Höchsten Kräfte erkennen.
261. Beim
Aufbau muss man an die große Entsprechung denken. Jene, die sich der Quelle des
Lichts angeschlossen haben, müssen verstehen, dass das Lodern des Geistes
Schönheit und ein Schild beim Dienst für das Gute ist. Aber nur jene, die
Schönheit vermitteln, kennen die ganze Erhabenheit des Dienstes.
Deshalb
muss man seine Aufmerksamkeit auf jene richten, welche die Lehre schmähen.
Unter denen, die sich dem Pfad angeschlossen haben, kann man weit mehr Lästerer
der Lehre finden als unter den offenen Feinden. Ihr habt mit recht auf die Missverständnisse
hingewiesen, die dem Schild Schläge zufügen. Das ist nämlich eine Anwendung
unwürdiger Erscheinungen.
Wer wird denn
ein Anhänger werden, wenn die Lehre nur eine abstrakte Erscheinung ist? Jedes
klägliche Ergebnis kann man nämlich auf ein unzulängliches Verständnis der
Lebendigen Ethik zurückführen. Es ist das feurige Herz, das die Verwirklichung
des Dienstes an der Lehre kennt. Ich tue Meinen Willen kund, die Lebendige
Ethik einzuführen und die Lehre zu reinigen.
Ohne das
gibt es keinen Pfad zur Feurigen Welt. Die größte Aufgabe ist, ein neues,
feines Bewusstsein zu verwirklichen. Mein Wille übermittelt der Tara* Meine Testamente.
262. Als
Grundlage einer besseren Epoche muss man eine grundlegende Erneuerung des
Denkens verwirklichen. Denken ist die Gewähr des Erfolges, die Gewähr eines neuen
Aufbaus und die Gewähr einer machtvollen Zukunft. Die Umgestaltung des Lebens wird
gerade durch die Transmutation des Denkens verwirklicht.
Bei jeder
Erscheinung kann man verfolgen, wie das Denken entweder evolviert oder
involviert. Außer dem bestrebten Denken wirkt der Impuls der Entflammung des Denkens.
Deshalb bewirkt das Gesetz des Strebens jene Entsprechung, welche die Welten einander
näherbringt, indem sie sie mit schöpferischem Feuer sättigt. Sich über die Richtung
des Denkens Rechenschaft abzulegen, trägt schon dazu bei, das Bewusstsein zu
verschieben.
Daher
lasst uns auf dem Pfad zur Feurigen Welt unser Denken auf eine bessere Zukunft
richten.
263. Der
künftige Aufbau offenbart die notwendige Verschiebung des Bewusstseins. Die grundlegende
Erneuerung des Denkens trägt ihre Früchte. So geht der Aufbau der Zukunft durch
eine Sättigung des Raumes vonstatten. Die Zeit ist groß und bedrohlich.
264. In
dieser Zeit weltweiter Verunreinigung gibt es nur den einen Pfad der
grundlegenden Erneuerung des Denkens. Man muss nämlich das Bewusstsein wecken.
Wenn der Geist zurückblicken kann und weiß, dass der gestrige Tag mit seinem Denken
bereits vorüber ist, findet nämlich eine Transmutation der Einsicht statt. Gerade
die verflossene Zeit kann dem Geist anzeigen, wie alle Energien verfliegen und
umgearbeitet werden.
Doch wehe
jenen, die der Zukunft begegnen wollen, indem sie zurückblicken! Denn der mit den
Überresten des gestrigen Tages belastete Geist ist mit einem gewaltigen Gewicht
beladen; mit einer solchen Last kann er den Berg nicht erklimmen, die Tore des
Lichts nicht durchschreiten und sich der leuchtenden Zukunft nicht anschließen.
Wenn die
Kirchenväter in die Vergangenheit rufen, rufen die Diener des Lichts in die
Zukunft. Das Erwecken des Bewusstseins, die Reinigung der Lehre und der Ruf in
die Zukunft werden zu einer gewaltigen, grundlegenden Erneuerung des Denkens führen.
Auf dem
Pfad zur Feurigen Welt verschiebt Meine Führende Hand die Energien.
265.
Schwingungen können im Herzen so viele feine Gefühle hervorrufen. Würde der
Mensch verstehen, wie er die bestätigten Schwingungen nutzen kann, um aus den
Tiefen seines Herzens feine Gefühle hervorzurufen, könnten viele böse Taten
abgewendet werden.
Die
Wissenschaft muss sich gerade mit der Erforschung der Methoden befassen, die
diese Schwingungen hervorrufen. Natürlich können Ton, Farbe und Duft eine ganze
Synthese für höhere Gefühle bieten.
Wenn grobe Methoden des Geistes durch feine ersetzt werden,
erlangt der Geist feinfühliges Wahrnehmungsvermögen. Die Berührung mit
feineren Energien führt zu einer Verfeinerung der gesamten Lebensweise. Wenn der
Raum von feinen Energien erklingt, wird man wissen müssen, wie sie im Leben
anzuwenden sind. Deshalb kann die Berührung mit groben Verbrechern die Suche
nach neuen Formen einer grundlegenden Erneuerung des Geistes ermöglichen. Es
ist notwendig, neue Methoden für Schwingungen zu finden.
Lasst uns
auf dem Pfad zur Feurigen Welt darüber nachdenken, wie der Geist der Menschheit
zu läutern ist.
266. Die
Menschheit misst nur jenen Begriffen Bedeutung bei, die im Durchschnittsbewusstsein
eingelagert sind, denn sie kleidet in ihrem Bewusstsein jede Form dementsprechend
ein. Warum haben sich keine Höheren Begriffe durchgesetzt? Warum gibt es so
viele Entstellungen? Warum so viele Herabsetzungen? Weil der Geist des menschlichen
Suchens und Strebens sich in Wahrheit nach unten wendet.
Man soll gerade das Höchste nicht herabziehen,
sondern erheben. Deshalb wird die erste Bedingung sein, das Bild der Gottheit auf
göttliche Weise zu gestalten. Wenn das menschliche Bewusstsein aufhört, die
Gottheit auf menschliche Weise darzustellen, werden die Errungenschaften des
Geistes feurig sein.
267. Die
Wege der irdischen Kräfte enthalten dort Fallen, wo die dunklen Kräfte einen
Mangel an Festigkeit spüren; man kann aber jeden Plan der finsteren Kräfte
leicht zunichtemachen, wenn man sich von denen befreit, die sich dem Bösen
nicht widersetzen. Die Wege der Finsteren werden den Wegen des Lichts folgen,
doch dort, wo dem Licht der Zutritt offensteht, kann die Finsternis nicht
eindringen. Denn jene feinen, feurigen Schichten sind für die Finsteren
unzugänglich.
Darum
führen die Wege teilweiser Enthüllungen zu keinen Errungenschaften. Die Kräfte des
Lichts, die nach einem weltweiten Aufbau streben, müssen sich deshalb so feurig
gegen die finsteren Kräfte rüsten, die sich bemühen, mit der Formel „Mit deinem
Gott“ in das Bollwerk einzudringen.
Auf dem
Pfad zur Feurigen Welt muss man immer wieder von diesen Gefahren sprechen, denn
es gibt viele Versuche, in das Bollwerk des Lichts einzudringen. Daher lasst
uns an alle Masken denken, hinter denen die Kratzenden sich verbergen.
268.
Fohat* wird kaum als allgegenwärtiges Feuer verstanden. Ebenso wenig wird das
Laboratorium des Weltalls verstanden. Man muss das große Aus- und Einatmen des Kosmos
auf alle Erscheinungen anwenden. Gerade über den Austausch der ausgesandten und
der in die Schatzkammer des Kosmos zurückkehrenden Kräfte wird nicht nachgedacht.
Daher
besteht die Rolle der Menschheit nicht nur darin, zu entleihen, sondern auch darin,
die Kräfte zurückzugeben, mit denen sie beim Verkehr mit dem Raumfeuer gesättigt
wurde. Nimmt man diesen Verkehr als Wahrheit an, kann man herausfinden, warum
zwischen Geben und Zurückgeben ein solcher Unterschied besteht. Der Unterschied
in diesem Prinzip ist gerade das, was auf der Kosmischen Waage das Karma der
Menschheit darstellt.
Unwissende
wundern sich darüber, dass es in der Feinstofflichen Welt Chaos geben kann;
doch man sollte darüber nachdenken, wie viele Funken des Fohat unfruchtbar und
wie viele Kräfte unangewendet oder entstellt bleiben.
Auf dem
Pfad zur Feurigen Welt muss man das Verstehen des Chaos im Bewusstsein der
Menschheit vertiefen.
Ich sage: Mühsam ist das menschliche
Denken! Der räumliche Horizont ist nur dem zugänglich, der das Allumfassende
des Prinzips kennt, denn der königliche Geist kann mit dem Höheren Prinzip
ebenso verschmelzen, wie der Mikrokosmos mit dem Makrokosmos.
Daher kann ein kleiner Geist nicht mit
dem Feurigen Prinzip verschmelzen. Die feurige Macht enthüllt die gesamte Esse
demjenigen, der den Puls der Feurigen Welt fühlt. Dieses lebensschaffende
Prinzip baut Leben auf Fohat auf. Daher wollen wir uns merken, dass nur ein kleines
Bewusstsein verneint, ein feuriger Geist jedoch alles umfasst.
Lasst uns auf dem Pfad zur Feurigen Welt
das große Prinzip im Gedächtnis bewahren.
270. Das
Raumfeuer enthält jene Fohatfunken, die zu allen Lebenserscheinungen im Kosmos hingezogen
werden. So nähren diese Funken jedes Leben, und je nach
dem Potential des Wesens verstärken die Funken sich in ihrer bestrebten Anziehung.
Ihr Sog ist verbunden mit dem Druck oder der Auftürmung des Raumes; daher kann
man verfolgen, wo der Aufbau zum Heil oder wo Zerstörung vor sich geht. Man
kann die Sphären des Raumes durch Gedanken über feurige Energien und
Bestrebungen des Geistes aufschichten.
Lasst uns
auf dem Pfad zur Feurigen Welt an den bestrebten Gedanken des Feuers denken.
Man kann kein Blut aus einem Stein herauspressen,
wohl aber einen lebendigen Fohatfunken, der in jedem Organismus der Natur lebt
und ihn beseelt. Und in der geistigen Welt herrscht dasselbe Gesetz.
Doch in dem Maße, wie die bewusste
Zusammenarbeit mit dem Kosmischen Magneten wächst, erwirbt der Geist jenen
feurigen Magnetismus, der Fohatfunken entspricht. Kein physischer Psychismus* hat
mit diesem geistigen Magnetismus etwas gemeinsam. Gerade das erhabene
Experiment des Agni Yoga verleiht diesen geistigen Magnetismus. Die Wirkung
dieses Magnetismus ist so mächtig, dass der Gedanke eines Agni Yogi, der Fohatfunken
aus dem Raum anzieht, den Willen des Senders ausführt.
Auf dem Pfad zur Feurigen Welt ist die
Anziehung des Geistes eine gewaltige schöpferische Kraft.
272. Die
Menschen denken über zersetzende Taten und ihre Folgen nicht nach. Wie
beseitigt man schreckliche Emanationen, wenn man feststellt, dass sich gerade durch
sie Ansteckung ausbreitet? Das bedeutet, dass jede zersetzende Tat ihr Gegengift
finden muss. Man sollte nach jenen feurigen Energien suchen, die diesen
giftigen Emanationen widerstehen können.
Das
Streben zum Höchsten Bildnis verleiht dem Geist Gleichgewicht. Reinigung der
Begriffe und Streben nach höherem Suchen liefern das Gegengift gegen die Zersetzung
des Denkens. So muss jede finstere Zersetzung durch Suche nach dem Heil beseitigt
werden. Die räumlichen Feuer können die Fluida der Finsternis auflösen.
Lasst uns
auf dem Pfad zur Feurigen Welt nach Reinigung des Raumes streben.
273.
Fohat dringt in alle Erscheinungen ein, die das Leben sättigen. Gerade zu
geistigen Erscheinungen werden Fohatfunken herangezogen, denn das Kosmische
Feuer sättigt wesensgleiche Verwirklichungen. Deshalb zieht die Berührung mit
dem Strom des Kosmischen Magneten Fohatfunken an.
Diese
feurigen Helfer verwirklichen jede Schutzvorrichtung. Das Fohatnetz wirkt
genauso wie das den Körper umgebende Sperrnetz. Die Verbindung zwischen dem
Sperr- und dem Fohatnetz besteht aus denselben feurigen Spiralen, die vom Inneren
der Zentren ausgehen. Das Fohatnetz ist nämlich jener magnetische Körper, den
der Geist bei machtvollem Streben und Anspannung um alle Erscheinungen herum webt,
die er schützen will.
So werden
der Raum und jede angespannte Tätigkeit zementiert, die zusammen mit dem
Kosmischen Magneten voranschreitet.
274.
Deshalb kann ein flammendes Herz jede Erscheinung verwirklichen. Denn der Magnet
des Herzens zieht Fohatfunken an. Daher verfügt ein Herz, das im Namen des
Kosmischen Rechtes schafft, über diese mächtige Kraft; es sammelt Fohatfunken
und umgibt jene Erscheinungen mit ihnen, die sich zur Schöpfung anspannen.
Dieser
Magnet des verschmolzenen Herzens schafft auf allen Ebenen. Deshalb schafft
Unser Herz so feurig. Es ist das Herz, das jeden bestätigten Grad des Feuers aufnehmen
kann. Ein solches Herz kann sich nur durch das Kosmische Recht verwirklichen. Ein
Herz, welches das Kosmische Recht kennt, verfügt über alle Feuer.
275. Gerade
wenn man das Bewusstsein darin festigt, dass es allein bei Gleichgewicht
möglich ist, jede beliebige Geschwindigkeit zu entwickeln, wird die Menschheit sich
an den Gedanken der Übertragung aller Größen gewöhnen, denn jeder Aufbau
entfaltet sich bei Gleichgewicht. Jedes Bewusstsein kann diesen planmäßigen
Aufbau erreichen, indem es die Suche danach anspannt, womit man den Schatz des
Lebens schmücken kann. Bei Gleichgewicht wächst die Geschwindigkeit
schöpferisch, und der Brennpunkt kann seine Ausstrahlungen für einen
entsprechenden Aufbau nutzen.
So muss
man bei der kosmischen Umgestaltung Gleichgewicht als das grundlegende Prinzip
annehmen. Die Macht des Wachstums des Aufbaus wird proportional zu dem hergestellten
Gleichgewicht verwirklicht.
Lasst uns
auf dem Pfad zur Feurigen Welt nach Gleichgewicht streben.
Diese
Ströme können allen räumlichen Angriffen widerstehen, denn sie werden von einem
feurigen Willen gespannt. Es heißt: „Wer das Schwert erhebt, wird durch das
Schwert umkommen“[33]. Allerdings gerade nicht
durch das Schwert des Geistes, sondern durch das zerstörende Schwert, dessen
Name das böse Streben der Ichsucht ist.
Fohatfunken
können nämlich diesem Schwert widerstehen. Dort, wo es dieses grobe physische
Schwert gibt, gibt es auch Verderben. Doch erhaben und unverwundbar ist das
Schwert des Geistes, denn mit ihm sind die Himmlischen Kräfte.
277. Wenn
feindliche Kräfte zum Angriff übergehen, muss man an Voraussicht denken. Die
Diener des Lichts müssen erkennen, dass wahrhaftig nicht nur das feindliche Lager
Verrat ausheckt, sondern dass die drohende Gefahr des Verrats und der
Zerstörung gerade in Verschweigen und Schläfrigkeit liegt.
Mit Recht
sprach sie, die unter dem Stern der Mutter der Welt führt, davon, dass ein
Führer die Wahrheit schätzt; denn auf dem Schlachtfeld muss man wissen, welche
Schwerter geschärft sind. Nur Ichsucht drängt den Geist, die Wahrheit zu
verbergen. Doch ein unverantwortlicher Krieger kann jedes schöne Vorhaben ins
Verderben stürzen. Nicht verbergen, sondern enthüllen ist die allererste
Pflicht des Dieners des Lichts. Wenn nämlich die Wahrheit verborgen wird, wirkt
ein Diener der Finsternis durch einen Diener des Lichts.
Verhält
es sich aber so mit dem Testament für einen Diener des Lichts? Ist es so von
der Hierarchie des Lichts angeordnet worden? Wurde es so vorgesehen, dass die Kräfte
der Hierarchie des Lichts feurige Hilfsströme dafür verausgaben, dass der
Diener des Lichts durch seine Verantwortungslosigkeit, Ichsucht und Unwahrhaftigkeit
keinen Verrat begeht?
Das möge
jener sich merken, der dem Schild der Hierarchie des Lichts so viele Schläge
versetzt.
278. Zu
behaupten, die Welt könne ihr Wohlleben beibehalten, kommt der Darstellung
gleich, das Dasein könne ohne grundlegende Erneuerung des Geistes fortgesetzt
werden. In der Tat, nur zersetzende Finsternis kann behaupten, es gäbe keine
Zersetzung. Doch die Kräfte des Lichts, die für die Evolution Wache halten, bestätigen
gerade die Gefahr der Zerstörung. Die Strömung der Welt offenbart ihr Karma in
allen Ereignissen.
Auf dem
Pfad zur Feurigen Welt muss man das Bewusstsein mit dem feurigen Verständnis für
Reinigung durch grundlegende geistige Erneuerung sättigen.
279. Es gibt kein Übel, das dem Verbrechen des Kleinmuts gleichkommt[34]. In ihm
verbirgt sich Verrat; in seinem Schein verbirgt sich betrügerische
Freundlichkeit; in ihm ist verderbliche Halbheit verborgen; sein Gebieter ist
Satan; sein Potential[35] ist Ichsucht;
sein Wirken besteht aus Aufbau mit
der einen und Zerstörung mit der anderen Hand; sein Gesicht führt Streben vor,
offenbart aber in Wahrheit Ichsucht; sein Reich ist das der Ichsucht; seine Verwirklichung
ist Ichsucht; er offenbart sich im Kompromiss und jede seiner Offenbarungen für
das Gute ist eine Selbstbestätigung und Selbstrechtfertigung offenbarer
Zerstörung. Das Pfand der Ichsucht liegt dem Kleinmut zugrunde.
280. Ein
Bewusstsein, das auf die bestätigte grundlegende Erneuerung des Geistes gerichtet
ist, kann jeden Willen überwinden, der zum Kampf gegen den Geist führt. Doch
finstere Kräfte und unwissende Verneiner werden sich dieser Darstellung nicht anschließen.
Man muss
den Strömen zustreben, die mit dem Kosmischen Magneten gehen, denn um die Quellen
herum, die den Geist in ihren Strudel ziehen, gibt es so viel Zerstörung. Die Spirale
des Strudels zieht in die Tiefen hinab, doch die Spirale des geistigen
Aufstiegs strebt empor. Daher muss man sich zu dem, was vor sich geht, bewusst
verhalten; denn um die völlige geistige Erneuerung herum gibt es viel
Bedeutsames.
Auf dem
Pfad zur Feurigen Welt wollen wir entlang der Spirale des Geistes und des
Herzens streben.
Gewiss
kann man dieses Konzept für alle Erscheinungen des Kosmos anwenden, in denen
der Magnet alle Anziehungen anspannt. Denn die Macht, die alle geeigneten
Energien sammelt, wirkt natürlich bewusst.
Die
räumlichen Feuer unterliegen dem Gesetz der Anziehung des Herzens der Welt. Die
Welt der Anziehungen ist feinstofflicher Natur, und jede Welle der Anziehung sammelt
aus den zur Vereinigung strebenden Energien neue Konstellationen. Deshalb
schafft das Herz der Welt ungestüme Vereinigungen. Es gibt so viele feurige
Anziehungen im Kosmos!
282. Das
Herz der Welt enthält alle Eigenschaften der kosmischen Energien. Jede
Anziehungskraft wirkt nach dem Gesetz des Herzens der Welt. Jede Form und die Vereinigung
der Taten schaffen nach dem großen feurigen Befehl des Herzens der Welt. Die
Offenbarung der feurigen Vereinigungen verfügt über jene Macht der Verbindung, die
kosmische Energien sammelt.
Wahrhaftig,
alle menschlichen Tätigkeiten können vom Herzen der Welt gesättigt werden. Für
diese große Tat muss man jedoch den Puls der Feurigen Welt fühlen. Durch diese
feurige Schöpfung kann man das Bewusstsein der Menschheit wahrhaftig vollkommen
erneuern.
Lasst uns
auf dem Pfad zur Feurigen Welt nach Schöpfung im Einklang mit dem Herzen der
Welt streben.
283. Jede kosmische Konstellation versetzt die nächstfolgende
in Tätigkeit und wird gleichsam zu einem Nukleus der Erneuerung. Aus dieser
Bewegung erwächst eine Spirale, und
das Herz der Welt zieht alle Spiralen der Schöpfung an. So betrifft die Spirale
die Sphäre des Wirkens des Menschen, das Gruppenkarma, die Staatenbildung, das
Entstehen von Epochen, die Anziehung von Atomteilchen und alle Schöpfungen des
Kosmos.
Deshalb trägt
alles, was im Kosmos entsteht, seine eigene Spiralbewegung bei, die ihrerseits
die angrenzenden Sphären anspannt. So werden die Ströme des Kosmischen Feuers vom
Herzen der Welt verteilt. Die Feurige Welt besteht aus diesen feurigen
Spiralen.
284. So schreitet
die Schöpfung spiralförmig voran, und jede lebendige Anziehung oder Abstoßung
schafft ihre eigene Spirale.
Das ist
auch der Grund, warum die Spiralen des Männlichen und des Weiblichen Prinzips
in so verschiedenen Richtungen verlaufen. Das Männliche Prinzip strebt nach Eroberung
ohne Rücksicht auf das Herz des Menschen. Das Männliche Prinzip baut Brücken
für seine Errungenschaften, indem es auf Herzen und Köpfe trampelt.
285. Die
Welt ist mit Geschwüren menschlicher Laster und Ausgeburten bedeckt. Unzählbar
sind die menschlichen Krankheiten des Geistes, die den Planeten verseuchen.
Eines der größten Geschwüre ist Unwahrheit.
Wenn die
Welt zusammenstürzt, bieten Seifenblasen keinen Schutz. Wenn es erforderlich
ist, so großartige Verwirklichungen wie das Banner der Herrscher zu verteidigen,
ist es unanständig, Kriegern mit Papierschilden zu gleichen.
Man muss
den Finsteren wegen ihres schnellen Handelns und ihrer Voraussicht Gerechtigkeit
widerfahren lassen, denn man kann jeden Tag mit jedem Tag der Ewigkeit vergleichen.
Deshalb ist es in den Tagen der Zerstörung und Neuordnung der Welt so wichtig,
die Prinzipien des wahren Aufbaus zu verwirklichen.
Daher erweist
sich jede fehlerhafte Entstellung als ein Schlag auf den Schild. Gerade
Kleinmut und Ichsucht sind Brüder der Entstellung. Die Unwahrheit wird zur
Gewohnheit, und Egoismus zeitigt seine verderblichen Wirkungen. Wenn die Welt zusammenstürzt,
muss man darüber nachdenken, wie man alle Entstellungen ausmerzen kann.
286. Das
Herz der Welt findet im ganzen Dasein seine Verwirklichung. Jede Welt, jedes
Atom besitzt ein Herz; und die Anziehungskraft entspricht der jeweiligen Bestimmung.
Das Zentrum des Planeten kann als jene Widerspiegelung angesehen werden, die
vom Herzen der Welt ausgeht.
Jeder Strahl,
der vom Herzen der Welt ausgeht, vereint schon andere Welten; so wird das Leben
mit den Strahlen gesättigt, die vom Herzen der Welt ausgehen. Und diese
feurigen Energien verweben sich, indem sie sich im Schöpfungsprozess gegenseitig
anspannen. Das Gesetz der feurigen Spiralen wird vom Herzen der Welt verwirklicht.
Festigen
wir uns auf dem Pfad zur Feurigen Welt in der Erkenntnis des Feurigen Herzens
der Welt.
287. Die
Sonnenähnlichkeit des Herzens offenbart sich im Mut; wenn das Herz keine Furcht
kennt; wenn die Selbstlosigkeit eines Agni Yogi den Geist in verschiedene
Sphären über und unterhalb der Erde führt; wenn der Geist mit allen Feuern des
Herzens unermüdlich schafft; und wenn die Gefühle auf alle kosmischen
Erscheinungen widerhallen.
Wahrhaftig,
der Geist kennt das Herz der Welt, und er weiß auch, wie unverletzlich der
Schild der Hierarchie ist. Das sonnenähnliche Herz eines Agni Yogi kennt den vollen
Kelch der Welt, den die Ankunft des großen Strahles hervorbringt; denn die
Vereinigung der Welten ist die höchste Schöpfung des Agni Yogi. So ist jede
Sphäre des Feuers eine Schöpfung des bestrebten Agni Yogi. Das Erbeben des Makrokosmos
ruft in seinem Mikrokosmos gleiche Schwingungen hervor.
Daher
wird Gleichgewicht hergestellt, wenn feurige Energien sich im Raum vereinen. Wie
von einem Brennpunkt ausgehende Geschosse zerstörender Energien in verschiedene
Richtungen fliegen, so nimmt das sonnenähnliche Herz des Agni Yogi sämtliche
kosmischen Energien in sich auf und konzentriert sie im Raum.
Lasst uns
auf dem Pfad zur Feurigen Welt das sonnenähnliche Herz des Agni Yogi im
Gedächtnis behalten.
288.
Daher spürt jedes Zentrum von Urusvati Katastrophen so sehr. Daher nimmt das
Herz wie ein räumlicher Trichter alle Energien in sich auf und fühlt jede
Schwingung. Deshalb hilft das sonnenähnliche Herz bei der Reinigung des Raumes.
Das ungestüme
Herz kommt jeder feurigen Energie entgegen. Ein solcher Ungestüm ist nur bei
feuriger selbständiger Tätigkeit möglich, die nur auf der höchsten Stufe der
feurigen Transmutation erreicht wird.
Deshalb
wird jede kosmische Schwingung so stark empfunden. Wenn Wir auf Erdbeben
hinweisen, sollte man nicht immer äußere Erscheinungen erwarten. Man muss vor
allem jene Beben ins Auge fassen, die in den Tiefen stattfinden. Deshalb stehen
die Schmerzen, welche die Zentren so stark empfinden, in Beziehung zu den
Tiefen der Erde. So spürt das sonnenähnliche Herz alle feurigen Erscheinungen.
289. Die Kraft
des Geistes und des Willens kann kosmisch schaffen, wenn das Potential
sonnenähnlich ist, denn für die Einwirkung auf eine andere Aura ist es
unerlässlich, dass die Quelle selbst von höherer Energie ist. Deshalb bedingen
alle Experimente in diese Richtung eine höhere, feine Energie.
Jede
Quelle, die ihre Willensströme mit höherer Energie anspannt, verwirklicht eine
kosmische Einwirkung. Doch jeder Geist, der seine Ströme anspannt, um mit ihnen
eine andere Aura zu sättigen, muss beim Senden besonders vorsichtig sein, denn
es gibt keinen feineren Prozess als bei feurigen Sendungen.
Deshalb
kann man beim Heilen von Krankheiten durch solche Sendungen nur höhere Energien
und reine Fluida benutzen. Man kann diese Quellen entwickeln, wenn eine
geistige Entwicklung durch Transmutation der Zentren erlangt wurde. Daher muss
das Konzept geistiger Sendungen als höhere Erscheinung ins Leben eingehen.
Auf dem
Pfad zur Feurigen Welt wollen wir uns diese feurige Bedingung merken.
290. Das
Herz der Welt hebt alle offenbarten Energien zum Aufbau empor, der das Universum
beherrscht. Das kosmische Streben enthält in seiner Anspannung jede Energie des
räumlichen Feuers. Doch sowohl die Verkettung aller kosmischen schöpferischen
Kräfte als auch ihre Lenkung obliegen dem Herzen der Welt.
Auch die
Vereinigung der Welten hängt von diesem Führenden Prinzip ab, welches alles
Leben entfacht. Daher ist das Herz der Welt die Ursache aller Grundursachen.
Jede Lebensfackel wird vom Herzen der Welt entflammt. Ein Bewusstsein, das die
feurige Schwingung eines Kosmischen Strahls erlangt, spürt die Schwingung des
Herzens der Welt.
Über das
feurige Wesen der Welt ist so vieles gesagt worden, weshalb die Schwingungen
aller feinen Ströme und Energien sowie ihre Wechselwirkungen studiert werden
müssen. Die Spirale, die das feurige Atom mit dem Weltall vereint, muss in
allen ihren mächtigen Erscheinungen erforscht werden.
Lasst uns
auf dem Pfad zur Feurigen Welt den Begriff der feurigen Wechselwirkungen im
Kosmos bestätigen.
292. Man sollte die Wechselwirkungen zwischen Körpern
erforschen, denn ebenso wie der Zustand des physischen Körpers auf den Zustand
des Astralkörpers einwirkt, wirkt natürlich auch der Astralkörper auf den
physischen Körper ein. Ein kranker
Zustand des Organismus spiegelt sich im Astralkörper und ein geistiges Unwohlsein
des Astralkörpers im physischen Körper wider.
Alle
geistigen Erlebnisse beeinflussen sowohl den Astralkörper als auch den
physischen Körper. Doch diese Erscheinungen muss man sehr feinstofflich
untersuchen. Nicht jedes Erlebnis auf der Astralebene hinterlässt sofort seinen
Abdruck auf einem gesunden grobstofflichen Körper. Freilich, wenn der feinstoffliche
Körper alle giftigen Fluida um sich herum sammelt, die den Astralkörper
anstecken, findet auch eine Ansteckung des gesunden grobstofflichen Körpers
statt.
Im
infizierten Astralkörper geht die Wechselwirkung vor sich. Der Astralkörper
nimmt alle Fluida des physischen Körpers leicht auf, weshalb jede Störung des Gleichgewichts
sich sogleich im feinstofflichen Körper widerspiegelt.
Daher ist
es so wichtig für den Arzt, den Geisteszustand des Kranken zu kennen. Man
sollte bei Krankheiten und ihrer Bekämpfung die Abgestimmtheit der Körper und
ihre unzertrennliche Verbindung miteinander im Blick haben. Eine solche
feinfühlige Einstellung muss man auf dem Pfad zur Feurigen Welt herstellen.
293. Wenn
unterirdische und überirdische Feuer wüten, muss man natürlich große Behutsamkeit
walten lassen. Das Zentrum der Erde ist so angespannt, weil die Anziehung der
verschiedenen Schichten wechselseitig wirkt. Die Anspannung der schöpferischen
Zentren wird durch räumliche Feuer verwirklicht. Blutandrang kann einen Zustand
kosmischer Anspannung bestätigen. Deshalb ist es so notwendig, die Zentren zu
hüten. Die räumlichen Feuer wüten.
294. Die Ursachen von Krankheiten wurzeln in der Verbindung
zwischen der physischen und der astralen Welt. Der Körper spiegelt die Wirkungen
aller Ereignisse wider, die in den Schichten und Tiefen des Kosmos vor sich
gehen. Es scheint klar zu sein, welch
eine unzertrennliche Wechselbeziehung zwischen Makrokosmos und Mikrokosmos
besteht, doch – außer von erleuchteten Bewusstseinen – wird diese Vorstellung
nicht in Erwägung gezogen und bringt die wissenschaftlichen Forschungen nicht weiter
voran.
Wenn man
wüsste, wie sehr der atmosphärische Druck auf den Organismus einwirkt, würde
man dann nicht nach Erkenntnis dieser Verbindung streben, deren Macht jede Zelle
des Lebens mit ihrem Feuer sättigt?
Die
Verbindung zwischen den Körpern und die Wechselwirkung der Ströme müssen
erforscht werden; denn es ist unmöglich, den Zustand des Organismus und seine
Krankheiten genau zu bestimmen, ohne die feurige Entsprechung festzustellen.
Eine feinfühlige Untersuchung des geistigen und physischen Zustandes gibt die Möglichkeit,
die Fluida der Zersetzung zu entdecken.
Das physische Herz kann nicht anders, als diesen feurigen
Zustand aufzuzeichnen. So kommt beispielsweise jemand mit einem kranken Herzen
nicht umhin, diese Wechselbeziehung zu bemerken. Und eine sogenannte Herzneurose ist nichts anderes
als ein feinstofflicher Zustand des Herzens, das mit dem Kosmos zusammenklingt.
Deshalb muss man das Herz und seine Verbindung mit kosmischen Erscheinungen
sorgfältig beobachten.
Stellen
wir uns eine Sphäre vor, die von Gasen niederer Begierden verschlungen ist; solche
Sphären verschlingen auch die Geister, die sich von den irdischen Lasten noch
nicht befreit haben. Der zur Feurigen Welt strebende Geist offenbart seine
eigene Anziehung, indem er alle feurigen Energien anspannt.
Auf dem
Pfad zur Feurigen Welt lässt die Sättigung des Bewusstseins durch die Höhere
Welt ihre Spirale entstehen, die den Geist in die Höheren Sphären hinwegzieht.
297. Die
Verbindung zwischen den physischen und den astralen Zentren wird durch eine
angespannte Transmutation im Leben gesättigt. Die Funktionen auf beiden Ebenen
zeigen eine Einheit, der Unterschied liegt lediglich in der selbständigen Tätigkeit,
welche die Zentren auf jeder Ebene entfalten. Die transmutierten Zentren spannen
die Zentren des feinstofflichen Körpers. Doch zur selben Zeit, da die Zentren
in feuriger Anspannung auf der irdischen Ebene arbeiten, haben die astralen
Zentren die Möglichkeit, den feinstofflichen Körper in die Feurige Welt zu senden.
Auf der
astralen und der mentalen Ebene tritt ein Schmerzgefühl auf, doch nur zu Beginn
des Aufstiegs. Danach kann jedes Zentrum, während es seine Verbindung mit dem
physischen Körper bewahrt, funktionieren und sich in anderen Sphären anspannen
– es erfolgt eine Trennung der Körper, die den feinstofflichen Körper von den
Schmerzen befreit; die physischen Schmerzen aber entsprechen der schöpferischen
Anspannung der astralen Zentren. So wirken die Welten in wechselseitiger
Anspannung.
Auf dem
Pfad zur Feurigen Welt wollen wir uns in einer feurigen Transmutation verwirklichen.
298. An
der Schwelle zur Feinstofflichen Welt spielt Streben eine entscheidende Rolle.
Streben in die Höheren Sphären verleiht dem Geist die Kraft, sich von der Erde
zu lösen. Die größte Aufgabe ist es, jedes Lebewesen Streben zu lehren.
Beim
Lebensaufbau müssen sowohl das Loslösen von als auch die Anziehung zu allen
Lebenserscheinungen gleichermaßen im Herzen entwickelt werden, denn ein solches
geistiges Gleichgewicht eröffnet viele verborgene Bestrebungen. Ein offenes
Fenster in die Feurige Welt und im Herzen das Streben zur Erfüllung der
Lebensgesetze drängen den Geist doch zu einem weitreichenden Aufbau.
Die bewusste
Beziehung eines irdischen Wesens zu der von ihm durchschrittenen Welt sowie die
feurige Erkenntnis der Unbegrenztheit eröffnen nämlich die Welt eines höheren
Daseins. Der befreite Geist kennt das Loslösen von der Erde und die ganze Freude
an der Schöpfung der Schönheit.
Auf dem
Pfad zur Feurigen Welt strebt der feurige Geist nach ewigem Aufbau.
Der Austausch von Energien muss zur
Aufdeckung jeder Bestrebung führen. Die Erscheinung der feurigen Energie
entspricht den kosmischen Umwälzungen. Und jede Epoche hat ihre sichtbaren
Zeichen des Einklangs von Makrokosmos und Mikrokosmos.
Die feine Aufnahme von Energien wirkt sich
natürlich auf das Bewusstsein und den gesamten Organismus aus. Gewiss, dieser Austausch
von Energien hat ein feuriges Bewusstsein zur Grundlage, das sich als Bindeglied
und Magnet erweist. Die erste Bedingung für Aufnahme und Aufstieg ist ein
feuriger Gedanke.
Das Herz
weiß, wann das Kosmische Feuer die Zentren verdichtet, indem es zum feurigen Austausch
von Energien hingezogen wird, die dem Organismus zustreben, und der Geist kann
mit dem Kosmos schaffen. Der freie Wille dient als Magnet, der das Kosmische
Herz zum Feuer der Zentren hinzieht. Dieser verbindende Magnet ist die
schöpferische Macht eines Agni Yogi.
Lasst uns
auf dem Pfad zur Feurigen Welt vor allem diese verbindende Macht verwirklichen.
300. Dieser Austausch von Energien erstreckt sich auf alle
Funktionen des Organismus. Dieser Regulator sättigt und verteilt die kosmischen
Energien. Empfindungen bei Erdbeben
sind nicht nur ein Widerhall des Kosmischen Feuers, sondern gerade ein Austausch
von Energien. Die Schöpfung der feurigen Zentren verwirklicht eine höchst
machtvolle Zusammenarbeit. Deshalb weisen Anspannung, Wehmut und jede Entrückung
auf einen Austausch von schöpferischen Energien hin.
Der Raum ist
gegenwärtig mit verschiedenen Offenbarungen des Aufbaus erfüllt. Es ist sogar
schwierig sich vorzustellen, wie der feurige Gedanke eines Agni Yogi in die
räumlichen Schichten eindringt. Wahrhaftig, ein feuriges Herz baut mit den feurigsten
Mitteln auf. So vollbringt das gesättigte Herz einen feurigen Aufbau.
301. Die
Verteilung der Energien im Organismus führt zu Gleichgewicht, wenn man weiß,
wie man den Zufluss der Kräfte bewusst zuteilt. Die Ströme können das eine oder
andere Zentrum anspannen, bei dem ein Andrang von Energien stattfindet, die einen
feurigen Wirbel in den Bereich des Zentrums lenken können, das der Sättigung
bedarf.
Die
Atmung dient als ein solcher Regulator, wenn man mit den Fluida des Prana feinstofflich
umzugehen versteht. Die Regulierung im Organismus muss man als eine der grundlegenden
Bedingungen für Gleichgewicht ansehen. So wird beim Austausch von Energien die
notwendige Regulierung der Fluida und der Schwingungen verwirklicht.
302. Die
Welt benötigt einen Umbau. Eine Reinigung ist unerlässlich. Das Feuer des
Geistes und des Herzens verwirklicht ein neues Prinzip. So wollen wir aufbauen.
Ein Wunder steht vor der Tür.
303.
Geist und Materie sind im Raum vereint. Nachdem sie sich vereint haben, beginnen
sie ihre Existenz in ihrer Sphäre der Entwicklung. In dieser Einheit werden Formen
des Daseins geschaffen, die ihre Runden der Vervollkommnung durchlaufen. Wenn
sich der Geist mit der Materie vereint hat, kann er sich nur auf dem Pfad der
Vervollkommnung befreien, denn im Augenblick der Erkenntnis der Befreiung wird
die Loslösung verwirklicht.
Im
Kosmischen Laboratorium sind diese beiden Prinzipien – Vereinigung und
Befreiung – die Grundlagen der Schöpfung. Nur Ungestüm des Geistes führt zur
Befreiung, die sich auf das Bewusstsein und das Herz auswirkt.
Das
Streben des Geistes schafft eine höchst feine Schwingung. So kennt der befreite
Geist die kosmische feurige Schwingung. In jeder Verwirklichung des Lebens muss
man nach einer Offenbarung des Geistes und der Materie suchen.
Lasst uns
auf dem Pfad zur Feurigen Welt nach Befreiung von der Materie streben.
304. Wenn
wir von Geist und Materie sprechen, sollten wir die höhere Bedeutung der
Materie im Blick haben. Sprechen wir aber von Befreiung des Geistes, beziehen
wir uns auf jene Erscheinungen, die materielle, lebendige Offenbarungen genannt
werden können.
Spricht
man von diesen Vereinigungen unter verschiedenen Formen, muss man wissen, dass damit
ein Absinken des Geistes gemeint ist. Denn der Geist, der sich in der Materie
offenbart, muss zusammen mit der Materie nach höheren Funktionen streben.
Materie strebt nach Schöpfung und schafft Formen und Leben. Und der Geist muss
vor allem wissen, wie heilig dieser Aufenthalt in der Materie ist.
Der
kosmische Begriff des Weiblichen Prinzips – als Materie – ist so erhaben, und diese
Wahrheit ist so weit vom weltlichen Verstehen entfernt! Nur ein reines und
erhabenes Bewusstsein wird diesen Vergleich schätzen. Es ist schwierig, den Geist
von der Materie zu trennen.
Nur eine Zusammenarbeit der Körper auf den
verschiedenen Ebenen wird die notwendige Transmutation herbeiführen. Mit recht
heißt es, dass nur ein Wunder die Welt retten wird. Das irdische Bestreben entspricht
aber gerade nicht dieser Verwandlung. Die Schöpfung der Neuen Epoche erfordert
geistige Erkenntnis. Der Lauf der Ereignisse auf der feinstofflichen Ebene
entspricht nicht dem Lauf der Ereignisse auf der irdischen.
Wahrhaftig, ein bestrebter Wille, der von
einem feurigen Herzen ausgeht, schafft eine Karmawelle, die einen Wirbel
erzeugt, der entsprechende Energien mit sich zieht. Diese Wellen werden sich
beim kosmischen Umbau als Grundlage des Aufbaus erweisen, und auch als jene
Energien, die den Planeten erhalten. Nur auf diese Energien kann die Welt ihre
Zukunft aufbauen.
So wollen wir uns auf dem Pfad zur
Feurigen Welt der Macht des großen Aufbaus bewusst sein.
306. Ein Bewusstsein,
das zu den Höheren Welten strebt, vermag aus dem Schatz des Kosmos zu schöpfen.
Jene, die behaupten, der Mensch sei in seinen Offenbarungen beschränkt,
versperren damit alle Möglichkeiten. Ein feuriges Bewusstsein verwirklicht die Maßnahmen,
welche die Evolution des Kosmos schaffen.
Die Anziehung
von Energien aus dem Raum ist die Grundlage der Schöpfung, denn die Annalen und
die in Erscheinung getretenen Energien können sich durch bewusste Anziehung
gegenseitig stärken. Der Mensch ist eine Quelle des Wissens und der mächtigste
Umwandler der kosmischen Kräfte. Das Symbol des Umwandlers muss im Herzen
leben.
Lasst uns
auf dem Pfad zur Feurigen Welt danach streben, räumliche Energien anzuziehen
und umzuwandeln.
307. Der Zustand
des Geistes beim Übergang in die Feinstoffliche Welt wird vom Bewusstsein verursacht.
Wenn der Geist das feine Streben vom Leben entfernt, kann er seine Schwingungen
nicht harmonisieren und verbleibt in den irdischen Beschränkungen. Doch nicht
nur der Aufenthalt in den irdischen Schichten lädt dem Geist eine Last auf,
sondern gerade der Kampf zwischen den physischen Ausstrahlungen und dem
Aufblitzen des höheren Magneten macht dem Geist das Verweilen in den niederen
Schichten so beschwerlich.
Das Gefühl
der Ausweglosigkeit, das der Mensch so stark empfindet, ruft viele quälende
Erlebnisse hervor. Ausweglosigkeit wird nämlich demjenigen zum Schicksal, dem verfeinerte
Bestrebungen fehlen.
Dabei
kann der Mensch auf dem irdischen Plan sein Karma sühnen, ist aber in der
Feinstofflichen Welt von seinem Streben abhängig. Der Raum ist angefüllt mit
jenen, die auf der irdischen Ebene ihr Karma nicht gesühnt haben. Doch ein gesättigter
Geist kennt diese feurigen Qualen nicht. Verfeinerung des Geistes ist der
Schlüssel zu den Toren der Feurigen Welt.
308. Feurige
Energien, die von irgendeinem Zentrum in Spannung versetzt werden, können oft eine
verstärkte Tätigkeit der Energien dieses Zentrums hervorbringen. Eine teilweise
Einwirkung von Energien gibt dem Zentrum die Kraft, teilweise in Erscheinung zu
treten. Diese Anspannungen führen zu jenen teilweisen Offenbarungen, die ein
Bewusstsein mit geringem Unterscheidungsvermögen so sehr zum Irrtum führen. Richtig
hat Urusvati auf diese Erscheinungen hingewiesen, die durch Anspannung nur
eines Zentrums hervorgerufen werden und zu Psychismus führen.
Jede Öffnung,
Sättigung oder Reizung der Zentren gibt der feurigen Energie doch eine scharfe
Wendung, denn nur eine Entsprechung zwischen dem Organismus und der geistigen
Erleuchtung bewirkt als unvermeidliche Folge ein Öffnen der Zentren in höherer
Anspannung. Teilweise Anspannung führt zu teilweiser Errungenschaft, die sich
als eine sehr gefährliche Erscheinung erweisen kann.
Lasst uns
auf dem Pfad zur Feurigen Welt danach streben, die höhere Anspannung der
feurigen Energie zu erkennen.
309. Über Psychismus wurde bereits vieles gesagt, dennoch
wird diese Geißel der Menschheit zu wenig verstanden. Psychismus stumpft jede
Bestrebung ab, und höhere Errungenschaft bleibt unerreichbar. Die
Tätigkeitssphäre eines vom Psychismus verschlungenen Menschen bildet einen Teufelskreis
um ihn herum, in dem sämtliche Energien ihren Platz finden, die das Wachstum
des Geistes aufhalten. Psychismus enthält die niedrigsten Energien, und die
Feuer der Zentren verlöschen durch diese Ablagerungen. Mit Psychismus ist
unvermeidlich eine Zerrüttung der Nervenzentren verbunden.
Zudem
versperrt die Loslösung von lebenswichtigen Funktionen den Pfad zur
Selbstvervollkommnung Die Schöpfung stumpft ab und es setzt ein passiver
Zustand ein, der den Menschen zum Werkzeug von allerlei zuströmenden Kräften
macht. Aufgrund von Willenserschlaffung wird die Kontrolle geschwächt und
dadurch die Anziehung verschiedener niederer Wesenheiten verstärkt.
Wer sich
der Feurigen Welt nähern will, muss mit diesen Kräften des Bösen kämpfen.
310. Die
Aufspeicherungen der Länder werden auf der Kosmischen Waage gewogen. Das
Übergewicht der Kräfte der Zerstörung ist unzweifelhaft, doch Transmutation des
Geistes sowie Reinigung des Raumes und der Menschheit werden eine neue
Bestimmung ergeben.
Der Umbau
des Planeten wird alle geistigen und materiellen Werte berühren. Jedes Zentrum,
das sein Karma offenbart, wird eine neue Anspannung hervorbringen. Die
Menschheit macht eine feurige Reinigung durch. Eine neue Verwirklichung
offenbart sich am Horizont des Planeten. Das feurige Fegefeuer berührt nämlich
alle Enden der Welt. Auf der kosmischen Waage erscheinen zum Wohl des Weltalls
sowohl das Schwert als auch die feurige Transmutation.
So nähert
sich zum Wohl des Planeten die Feurige Welt.
311. Jeder
große Umbau ruft gewaltige Energien aus dem Raum herbei. Die Netze des Aufbaus
werden weit über die Grenzen der irdischen Sphären hinaus ausgeworfen. Doch mit
dem ganzen Druck der Kräfte des Lichts spannen sich auch die Kräfte der
Finsternis an. Ebenso wie die eine Substanz auf eine Berührung reagiert,
reagiert eine andere auf jede Verschiebung. Bei der kosmischen Verwandlung reagiert
der Raum auf jede Schwingung. Die Ereignisse spannen sich nämlich ebenso an wie
eine Substanz bei einer chemischen Reaktion.
Das
räumliche Feuer beginnt neue Kräfte zu sammeln, doch das unterirdische Feuer
sucht durchzubrechen. Ebenso verbreiten sich die Kräfte des Geistes und
offenbaren ihre Bestrebungen in Abhängigkeit von ihren Aufspeicherungen. Eine
große Transmutation naht, und die Feurige Welt harrt ihrer Verwirklichung.
312. Am
wenigsten von allem begreift die Menschheit die Untrennbarkeit des Karma. Indessen
ist dieses kosmische Gesetz auf jede Offenbarung anwendbar. Der Mensch ist nämlich
nicht nur eine Monade, die ihren evolutionären Pfad vollendet, er ist auch ein Teil
der Monade des Kosmos. Alle Monaden, die aus der einen Monade des Kosmos hervorgegangen
sind, tragen für das Bestehen des ganzen Weltalls Verantwortung. Die Verbindung
zwischen dem Menschen und den Erscheinungen des Weltalls sättigt sich gegenseitig;
daher ist es so wichtig zu erkennen, dass jemand, der Böses hervorbringt, den
ganzen Fortschritt aufhält.
Der Lauf
der Ereignisse zeigt, wie sehr die Geschichte sich wiederholt. Die Grundlage
dafür ist die Erscheinung derselben Monade. Das Karma des großen Aufbaus weist natürlich
auf die Untrennbarkeit der Verbindung zwischen dem Fürsten der Finsternis und der
Menschheit hin. Der Verfall der mächtigen Grundlagen wirkt sich unvermeidlich
auf die Menschheit aus. Doch die Auferstehung des Geistes kann jede
Lebenserscheinung auferstehen lassen, darunter selbst den gefallenen Engel.
Auf dem
Pfad zur Feurigen Welt sollte man über die Untrennbarkeit der Pfade der Monaden
vom Kosmos nachdenken.
313. Um Taten
und Erfolg zu verwirklichen ist es unerlässlich, vom Wesen der tätigen Erscheinung
durchdrungen zu sein. Wenn die Tat ein großes Ziel voraussetzt, muss jeder
Schritt der Bestimmung entsprechen.
Man kann
das Große nicht mit dem Unbedeutenden vermengen. Man kann Verrat nicht mit der
höheren Bestimmung vermengen oder niedere Triebkraft mit einem höheren Ziel –
eine solche Vermischung ruft unvermeidlich eine scharfe Reaktion hervor.
Jede
höhere Bestimmung bedarf einer feurigen Sättigung und der Nichtwidersetzung
gegen die räumlichen Bestimmungen. Neben hoher Wachsamkeit ist bewusste
Unterscheidung der Kräfte des Lichts und der Finsternis unerlässlich. Allein Unbeugsamkeit
und bewusste Furchtlosigkeit werden den Sieg bringen.
314. Der
Zustand des Planeten ist derart katastrophal, dass nur eine höchst angespannte
Einwirkung die Völker von Barbarei zurückhalten wird. Jene, welche die Feurige
Wache über die kosmischen Ereignisse auf sich genommen haben, können nur in unsagbarer
Anspannung diese Sättigung hüten. Wenn man über die Menschheit wacht, muss man
Unvollkommenheit, Kleinmut und Furcht bekämpfen. Das Karma der Menschheit
besteht aus einem Mosaik der schrecklichsten Sühnen. Nur die feurige Wache der
Hierarchie wird die Menschheit retten.
Sammeln
wir auf dem Pfad zur Feurigen Welt alle besten Schwerter des Geistes.
315. Ein
Bewusstsein, das vom Verständnis für die Unanfechtbarkeit der Heldentat
erleuchtet ist, kann die Neue Welt finden. Ein solches Bewusstsein wird sein
Streben darauf richten, den Kampf gegen die Finsternis aufzunehmen, und sich
der ganzen Höllenbrut zu widersetzen wissen. Viele Alltagserscheinungen kann
man mit der Höllenbrut vergleichen. Denn die Sphäre, welche die Menschheit umgibt,
ist mit den Ausgeburten der Wirkungen des Karma der Menschheit gesättigt.
Die
Annahme einer Heldentat im Herzen eröffnet die Pfade zu ihr. Die feurige
Schlacht erfüllt alle Sphären! Die Schöpfung verstärkt ungestüm die neuen
Energien.
Auf dem
Pfad zur Feurigen Welt wollen wir unseren Geist mit dem Bewusstsein der
Heldentat sättigen.
316. Das
Wesen des Strebens hängt vom Potential des Geistes ab. Das Streben nach
Verschmelzung mit dem Kosmos lenkt den Geist auf die Bedeutung der Einheit im
ganzen Weltall hin. Das Bewusstsein, dass der Geist der Erzeuger alles
Bestehenden und der Träger des Erzeugten ist, wird den Menschen veranlassen,
alle karmischen Bindungen zu verstehen. Alle bestehenden Gesetze des Kosmischen
Aufbaus weisen auf diese unlösbare Einheit hin. Wie kann man sonst die
Ereignisse der Welt erklären!?
Alle
Lichtträger wachen über diese Einheit. Genährt durch die Einheit des Kosmischen
Feuers gleicht jeder Geist einem Fohatfunken.
Lasst uns
auf dem Pfad zur Feurigen Welt mit erneuertem Bewusstsein nach Verschmelzung
mit dem Kosmos streben.
317. Man
muss auch über die Eigenschaft des Guten nachdenken, denn dieser Begriff wird
sehr missbraucht, indem jeder Ausdruck von Schwäche und Torheit für gut
gehalten wird. Mit recht wurde gesagt, dass man die Wahrheit verteidigen und
das Böse bekämpfen soll.
Die Qualität
des Guten ist eine große Sättigung der Tat durch Gerechtigkeit und das Herz. Bei
höherer Gerechtigkeit offenbart ein feuriges Bewusstsein seine Anziehung zur
Schaffung eines besseren Karma. Die Anziehung des Herzens wird immer von
feurigen Energien genährt.
Die
Eigenschaft des Guten muss in allen höheren Ausmaßen verstanden werden. Lasst uns
zur Vervollkommnung des Konzepts der Qualität des Guten bestrebt sein.
Diese
Zyklen werden durch drei Ursachen gebildet: Durch Transmutation der alten
Aufspeicherungen, Reinigung des Raumes und Schaffen einer großen Zukunft.
Die Transmutation
hat begonnen. Und wie aus den Meerestiefen Ungeheuer auftauchen, so steigt aus
dem Innern des Pöbels der ganze Kehricht empor. Im Schmelztiegel des Kosmos
wird für einen nützlichen Aufbau vieles umgeschmolzen. Die Anstrengungen bei
der Transmutation ziehen jede karmische Wirkung herbei. Der Zustand des
Planeten schafft ein unvermeidliches Karma, das von den Ausgeburten der
Menschheit gewoben wird.
Auf dem
Pfad zur Feurigen Welt muss man jedoch bedenken, dass die Reinigung des Raumes
eine große Zukunft hervorbringen wird.
319. Eine
Tat hängt von der Anspannung der Sphäre ab, in der der Geist sich aufhält. Wie angespanntes
Streben die Macht der Tat verwirklicht, so sättigt Widerstand die Tat mit dem
Wesen des Bewusstseins.
Die
Ebenen der Dimensionen bestimmen den Verbrauch der Energie. Wo die
grobstoffliche Welt der Anstrengungen bedarf, dort bedarf die Feinstoffliche
Welt ihrer nicht nur nicht mehr, sondern ermöglicht auch eine leichte
Fortbewegung. Die grobstoffliche Welt erfordert jene Kraft, die alle
Widerstände überwindet. Doch in der Feinstofflichen Welt ist der Haupthebel die
Aufspeicherung von geistiger Bestrebung. In der Feinstofflichen Welt kann man Widerstand
nur durch Geistigkeit überwinden.
Es ist
falsch anzunehmen, die Feurige Welt sei nur eine Widerspiegelung der irdischen.
Denn während die Schichten der Feinstofflichen Welt Widerspiegelungen der
irdischen Schichten darstellen, gibt es in der Feurigen Welt Schichten, welche
die irdischen Sphären in ihrem evolutionären Wachstum schützen.
In diesen
Schichten werden alle Ströme der Evolution vorgezeichnet. Sie sind nicht nur
die Schatzkammer der Annalen des Raumes, sondern auch ein Kosmisches
Laboratorium. Solche Schichten nehmen die erhabensten Sphären ein. Der Aufstieg
des Menschen hängt von der Anziehung zu diesen Sphären ab.
320. Das
Bewusstsein enthält sowohl die Macht als auch alle Waffen des Sieges. Ein bestrebtes
Bewusstsein kann riesige Massen bewegen; doch das Bewusstsein muss alle
Hindernisse durchschreiten, und nur die feurigen Pfade führen zu Uns.
Deshalb
ist es auf dem Pfad zur Feurigen Welt so wichtig, sich des Ziels und seiner
Erreichung bewusst zu werden. Die Anziehung des Geistes zum Ziel schafft den
kürzesten Weg und kann jede Möglichkeit eröffnen, es zu erreichen. Schöpfung
des Geistes führt nämlich zu der bestimmten feurigen Heldentat. Nehmen wir jede
Verwirklichung der großen Hierarchie des Heils an.
Auf dem
Pfad zur Feurigen Welt wollen wir uns merken, dass Heldentat der Grundstein
ist, auf dem die große Zukunft errichtet wird.
321. Von
allen zerstörerischen Energien sollte man die Schwingung der Angst hervorheben;
denn Angst zerstört jede schöpferische Schwingung. Könnte man alle durch Angst
hervorgerufenen Erscheinungen übermitteln, die Menschheit wäre über diese
Gebilde entsetzt. Angst erinnert an jene furchtbare Gehenna[36], die
auf der irdischen Ebene jene Versperrungen schafft, durch die der Weg zu den
höheren Sphären abgeschnitten wird. Außerdem stärkt Angst die finsteren Kräfte,
indem sie ihnen einen Anreiz für böse Taten gibt.
Doch
sogar anhand der einfachsten Lebensbeispiele kann man sich davon überzeugen,
wie sehr Angst eine bestätigte Vorherbestimmung zunichtemacht. Darüber hinaus
zerstört jede aus Angst vollbrachte Tat auf der feinstofflichen Ebene eine
Vielzahl von Möglichkeiten. Angst ist für jedes Unternehmen eine Schranke. In
der Tat, die Macht der Vervollkommnung ermöglicht Reinigung von Angst.
Auf dem
Pfad zur Feurigen Welt muss man die Angst ausrotten, denn ihre Erzeugnisse sind
zerstörerisch.
322. Hintreten
vor den Herrscher bedeutet, das Führende Bildnis verstehen. Hintreten vor den
Herrscher bedeutet, sich dem Herrscher hingeben. Hintreten vor den Herrscher
bedeutet, seinen Blick dem Höchsten zuwenden. Hintreten vor den Herrscher
bedeutet, sein Herz dem Herrscher darbringen. Hintreten vor den Herrscher
bedeutet, der Hierarchie des Guten dienen. Hintreten vor den Herrscher bedeutet,
für den Dienst des Lichts im Raum Verständnis zeigen.
Indem wir
gute Gedanken vorausschicken, schaffen wir bereits jene Kanäle, in denen die
Energien des Heils sich sammeln können. Wenn der große Umbau der Welt vor sich
geht, müssen wir unser Bestreben auf die Hilfe für den Aufbau des Lichts
richten. So werden neue Brücken geschaffen.
Lasst uns
auf dem Pfad zur Feurigen Welt vor den Herrscher des Lichts hintreten.
323. Die
Lebensordnung ist vom Kosmischen Magneten derart abgewichen, dass alle
menschlichen Erzeugnisse ungeheuerliche Formen annehmen. Die Entwicklung der
Kräfte verlief in einem auf Zerstörung ausgerichteten Kanal.
So verkörpern
sich Millionen finsterer Seelen; Seelen, welche die Verbindung zum Geist
verloren haben. Wie viele Jahrhunderte hindurch strebte eine Vielzahl von
Seelen nach Offenbarung der Alltagsroutine, aber nicht des [wahren] Daseins;
und das Leben wurde nach diesem Begehren ausgerichtet.
Das Karma
der Welt ist eine Widerspiegelung jeder Tat. Und die Rettung der Menschheit
kann nur von innerer Erkenntnis kommen. Dafür muss man auch die besten Energien
wecken, denn die Kosmische Gerechtigkeit offenbart sich dort, wo es Anziehung gibt.
Karma kann man nicht entrinnen, Energien kann man nicht ohne Anspannung des
Willens umwandeln.
Lasst uns
auf dem Pfad zur Feurigen Welt danach streben, die Unabänderlichkeit des Karmagesetzes
zu erkennen.
324. Die Verwandlung
der Welt ruft immer die Anspannung aller Energien des Kosmos hervor; und geistige
Möglichkeiten zeigen sich als gesättigte Impulse der neuen Pfade. Die
Erneuerung des Planeten ruft unvermeidlich auf allen Ebenen alle schöpferischen
Bestrebungen hervor.
Eine Berührung
mit den Strömen des Raumes ist sehr schmerzlich und gesättigt, denn durch das
zersetzende Wirken der Menschheit sind alle Schichten von Gasen durchdrungen. Wundert
euch nicht, wenn ihr diese räumliche Last spürt. Die grundlegende Erneuerung
der Welt hat alle Energien geweckt. Und die Transmutation zeitigt ihre Folgen.
Auf dem
Pfad zur Feurigen Welt ist es unerlässlich, den räumlichen Kampf zu verstehen, so
stärken wir uns am Sieg der Feurigen Welt.
325. Das
sonnenähnliche Herz eines Hierarchen erleuchtet die bestehende, angespannte
Lage der Dinge als eine Folge des kosmischen Umbaus. Das vernebelte Bewusstsein
der Menschheit kennt die Ursache der stattfindenden Zersetzung nicht. Man spricht
vom Zorn Gottes und von Furcht vor der Flut von Unglück, doch nicht von der
Hand, die das von Menschenhänden Geschaffene vergilt.
Die Kosmische
Gerechtigkeit bringt nicht Belohnung, sondern verdiente Wirkung. So muss die
Menschheit das vom Karma Geschaffene verstehen. Das Räumliche Feuer tobt, gesättigt
von den Verwirklichungen des Lichts und der Finsternis. Die Kosmische Waage
kennt die Höhere Gerechtigkeit. Ein Kosmisches Gebot rückt näher. Das
sonnenähnliche Herz des Hierarchen wird durch ein Feuriges Gebot zur Schöpfung
gedrängt.
326. Die
Menschheit erzeugt als sichtbarer Entsteller der kosmischen Gesetze jene
Wirkungen, die sich in allen Ereignissen widerspiegeln. Die Menschheit hat sich
doch schon seit Jahrhunderten von der Vervollkommnung entfernt; und der Geist,
der die Menge erfüllt, beeilt sich geradezu, eine Sackgasse zu schaffen. Der Strudel,
in den die Menschheit ihre Begierden gesät hat, hat jene Trennung geschaffen,
welche die kosmischen Gesetze verletzt.
Die
menschlichen Eigenschaften ziehen Geister an, die ohne irgendwelche geistigen
Bestrebungen inkarnieren. Eine solche Verdichtung der Schichten über der Erde
bildet eine verdichtete und angespannte Sphäre. Die Schichten über der Erde
sind derart von Begierden erfüllt, dass die Strahlen dreifach verstärkt werden
müssen, um diese Schichten zu durchdringen. Die Schöpfung der Strahlen ist
besonders angespannt, wenn sie neue Möglichkeiten verwirklicht.
Lasst uns
auf dem Pfad zur Feurigen Welt das Bewusstsein festigen, wie notwendig die
Reinigung des Raumes ist.
327. Die
Welt erbebt von Anspannung. Die Ereignisse häufen sich. Auf allen Ebenen bestehen
die Energien des Lichts aus dem Streben, eine bessere Zukunft zu schaffen und
die Welt vor Vernichtung zu bewahren.
Die
Kräfte der Finsternis dringen unter vielen Masken des Lichts ein und bemühen
sich, das vom Licht Geschaffene zu vernichten und dort, wo es möglich ist, die
Grundlage des Aufbaus zu zerstören. In dieser bedrohlichen Epoche des Harmagedon
ist es besonders unerlässlich, sich der Kräfte bewusst zu werden, welche die
Taten jedes Tages, jedes Ereignisses und jeder Erscheinung in Gang setzen; denn
die Zeit ist gekommen, die Wahl zu treffen, und auf dem Pfad zur Feurigen Welt
gibt es keinen Mittelweg.
328. Der
Zustand auf den überirdischen Ebenen treibt eine Beschleunigung der Ereignisse
voran. Die überirdischen Schichten werden gleichsam verschoben, weil das
Streben zur Erde viele schlummernde Geister wachruft. Vor großen Ereignissen
werden die überirdischen Sphären immer wachgerufen; es beginnt gleichsam eine
Prüfung für diejenigen Geistwesen, die ihren Pfad zu wählen vermögen.
Von
niederen Impulsen beherrschte Bewusstseine können nur zu niederen Schichten getrieben
werden. Doch wie auf der irdischen Ebene halten auch hier die Diener des Lichts
Wacht, und der Letzte Ruf kann die Geistwesen dazu aufrufen, ihre Wahl zu
treffen. Diese Rufe ertönen auf allen Ebenen.
Lasst uns
auf dem Pfad zur Feurigen Welt an den Letzten Ruf erinnern.
329. Die
Welt durchlebt eine äußerst angespannte Zeit, und die Schichten, die den
Planeten umgeben, werden von Energien gesättigt, die nach Transmutation der
überirdischen Schichten streben. Der Zustand des Planeten ist derart zugespitzt,
dass jede überirdische Verwirklichung sich in schöpferischen Anstrengungen
anspannt, denn man muss ein mächtiges Gegengewicht zur Finsternis schaffen.
Geister
auf dem irdischen Plan, die von der sich vollziehenden feurigen Transmutation nichts
wissen, können in der großen Schlacht verbrannt werden, denn der mächtige Kampf
verlangt eine Zugehörigkeit zum Feurigen Element. Eine ungestüme Wahl räumt dem
Geist einen Platz in der Kosmischen Schlacht und im Kosmischen Sieg ein.
Die
Kenntnis der Pfade zum Licht ist eine Aufgabe in der Feurigen Welt.
330.
Fanatismus gehört zu den heftigsten Offenbarungen der Grausamkeit. Es gibt
keine vergleichbaren Erscheinungen im Kosmos, die sich als derart zerstörerisch
erweisen wie Fanatismus, denn dieses Gefühl verdirbt das Herz, es vernichtet alle
erhabenen Gefühle. Satan selbst nährt nämlich mit Fanatismus. Das Verbrechen
der Zerstörer lässt sich nicht mit den fürchterlichen Lästerungen der Fanatiker
vergleichen.
Die
Fanatiker tragen zur Zersetzung jeder höheren Lehre bei, denn das Karma dieser
Gottlosen bewirkt unter der Maske des Glaubens die schrecklichste Zerstörung. Die
Lebensbedingungen zeigen an, wie dieses Karma wirkt. Dieser Fanatismus
verursacht tatsächlich Ströme von Blut.
Der
Aufbau der Neuen Welt verlangt nach einer grundlegenden Erneuerung des Bewusstseins.
331. Die Schwingungen,
welche die Welt sättigen, entsprechen den Eigenschaften der niederen
Offenbarungen. Eine Vervollkommnung der planetaren Schwingungen kann nur durch
eine Anspannung der Menschheit vor sich gehen. Das Zentrum aller Erscheinungen
ist die Menschheit, die alle Schichten widerspiegelt.
Die
Schwingungen sind derart disharmonisch, dass es schwierig ist, eine Verbindung
mit den Höheren Welten herzustellen. Die Schwingungen, die zur Uneinigkeit
beitragen, sind von niedrigster Qualität.
Deshalb
können die niederen Schichten niedere Schwingungen durchlassen, während höhere
Ausstrahlungen nicht bis zur Erde gelangen. Die gesättigte Welt erwartet die
große Epoche der grundlegenden Erneuerung des Geistes.
Die
Aufgabe auf dem Pfad zur Feurigen Welt ist, den Raum mit Schwingungen zu sättigen,
die zur Bildung von höheren Ausstrahlungen beitragen.
332. Der
Mensch selbst stellt einen Magneten dar, dessen Eigenschaften sehr
vielgestaltig sind. Am besten ist jener Einfluss festzustellen, den entweder
die Höheren Kräfte oder die finsteren Versklavten auf den Menschen ausüben.
Wenn die Zentren und das Bewusstsein sich einander entsprechend entwickeln,
wird die Kraft des Magneten unverletzlich, denn dieser Magnetismus entspricht der
Höheren Kraft.
Doch der
von niederen Strömen gesättigte Geist kann nichts anziehen. Magnetische Ströme werden
nur von Kräften gelenkt, die sie anziehen. Wer die Anziehungskraft eingebüßt
hat, kann auf keine Schwingung ansprechen.
Der
Mensch ist ein Magnet – das wollen wir uns auf dem Pfad zur Feurigen Welt merken.
333. Wie
kann man erfolgreiche Ergebnisse erhoffen, wenn die in den Bau eingelagerten
Samenkörner das Potential der Zersetzung in sich bergen? Der Prozess des Einlagerns
von Samenkörnern ist nämlich jene Grundlage, auf die das Hauptfundament sich
stützt. Die Steine, aus denen das Fundament erbaut wird, müssen innerhalb der genauesten
Perspektive des gesamten Aufbaus verwendet werden; eine Lücke in ihnen kann das
ganze Gebäude zerstören.
Der
Prozess der Einlagerung des Samenkorns muss als das Potential alles darauf
Folgenden angesehen werden. So ist der Ackermann um die Samenkörner besorgt.
Doch wehe dem Ackermann, der sich seines Ackers schämen muss. Zu tief eingelagerte
Samenkörner können für die Ernte zu spät aufgehen. Tief eingelagerte Samenkörner
setzen die Erde erstickenden Dornen aus. Der Prozess des Einlagerns von
Samenkörnern ist lebenswichtig.
Die Schöpfung
des Potentials wirkt mit unsichtbaren Folgen auf jenen ein, der töricht und
blind ist. Doch das Wesen des Ackers offenbart demjenigen ein schreckliches
Bild der Folgen, der nicht auf die Stimme der Gerechtigkeit hört. Wehe dem
Ackermann, der die eingelagerten Samenkörner nicht richtig einschätzt. Nur Großes
gebührt dem Großen. Nur das Lichte lässt das Lichte wachsen.
Auf dem
Pfad zur Feurigen Welt muss man sich die große Bedeutung des Prozesses der Einlagerung
von Samenkörnern merken.
334. Die
schrecklichste Geißel der Menschheit ist ihre beschränkte Weltanschauung. Die
besten Menschen denken, dass ihr Horizont der Hauptschlüssel zur Rettung der
Welt sei, doch die Grenzen dieser Weltanschauung gehen nicht weiter als die
physische Welt.
Die Vertreter
der Kirche verheißen dem Volk die Rettung des Geistes, doch sie gehen nicht
über die physische Welt hinaus. Volksführer lenken das Denken ihres Volkes auf
den Umbau, doch sie führen über die niederen Sphären nicht hinaus. So kann man
alle Grade menschlicher Führerschaft aufzählen und sich über die Sackgasse
entsetzen, in welche die Menschheit geraten ist.
Wahrhaftig,
nur ein Umbau der Welt und eine grundlegende Erneuerung des Bewusstseins können
jene Energien wachrufen, die für den Erhalt des Planeten notwendig sind. Wir sprechen
unermüdlich über die Notwendigkeit der Reinigung des Bewusstseins, denn es ist
die letzte Stunde gekommen, um das von der Menschheit Geschaffene zu reinigen.
Lasst uns
im Herzen das Feurige Testament annehmen: Beim Umbau der Welt zu helfen.
Gewiss, kann man bei den bestehenden
menschlichen Schrecken etwa hoffen, dass die Richtung des Kosmischen Magneten angenommen
wird? Wenn man dieses scheinbar wohlgestaltete Dasein entschleiern würde, wäre
jeder Geist über die Zersetzung der Grundlagen entsetzt. Die Ernte des Hasses
hat im Bewusstsein Wurzeln geschlagen und muss ausgemerzt werden.
Wir können doch keine einzige Religion
nennen, die nicht Lästerung beginge, während sie den Herren preist. Die
Entstellung der Lehren hat den Schrecken erzeugt, den wir durchmachen. Die Lehren wurden nämlich auf das menschliche Niveau herabgezogen,
und die Tempel des Menschen sind keine Tempel des Herren. Und das Wort der
Herrscher wird von der Menschheit nicht verwirklicht, weil die Lehre des Lichts
in der Dunkelheit des menschlichen Verständnisses verlorengegangen ist. Nur ein
Herz, das im Kampf gestählt ist und die Kompliziertheit des Lebens kennt, kann die
ganze Finsternis der Menschheit verstehen.
Man kann sagen,
dass die Welt durch eine grundlegende Erneuerung des Bewusstseins gerettet
wird.
336. Das Gleichgewicht
der Welt ist bis zur äußersten Grenze gestört. Das geistige Streben vollzieht
sich getrennt von der Materie, und statt Einheit erhält man fürchterliche
Uneinigkeit und Zersetzung. Alle nicht angewendeten Energien bleiben in den
irdischen Schichten, und anstatt benutzt zu werden, treiben sie in einem chaotischen
Wirbel dahin. Auch das geistige Suchen jagt in einem chaotischen Wirbel, denn
die Absonderung der Menschheit zerstört die Leitung zu den Höheren Sphären. Das
Gleichgewicht kommt nicht ohne die Beteiligung sämtlicher räumlicher und
menschlicher Ausstrahlungen aus.
Auf dem Pfad
zur Feurigen Welt bildet die Verwirklichung des Beginns der Lichten Epoche der
Welt die Grundlage des Gleichgewichts.
Nicht die Welt ist grausam, sondern der
Mensch. Nicht die Welt erweist sich als ungerecht, sondern der Mensch; denn die
vom Menschen gewählten Pfade der Absonderung und der Ichsucht haben zu einem
äußerst bedrohlichen Schicksal geführt. Unduldsamkeit gegenüber allem Hohen und
Lichten wurde zur Geißel der Menschheit.
Die Reinigung
des Bewusstseins ist die große Aufgabe auf dem Pfad zur Feurigen Welt.
338.
Würden die Menschen doch die ganze Macht des Magneten verstehen, der im Herzen
eingelagert ist! Von allen feurigen Energien ist sie die wirksamste.
Für den
Magneten des Herzens gibt es keine Hindernisse, denn das sonnenähnliche Herz weiß,
wie eine große Tat zu verwirklichen ist. Das sonnenähnliche Herz führt die
Kosmischen Verordnungen aus und hütet die Testamente über Jahrtausende hinweg.
Würden die Menschen doch begreifen, dass vor dem mächtigen Feuer des Herzens
alle Hindernisse sich beugen! So schafft der Magnet des Herzens, und es gibt
keine Macht, die dieser Sonne der Sonnen gleichkommt.
Das
wollen wir uns auf dem Pfad zur Feurigen Welt merken.
339. Eine
reine Atmosphäre schaffen heißt, einen Kanal für den Empfang feuriger Energien bilden.
Jede
Lebenserscheinung ist von dem Gift erfüllt, welches die menschliche Gesellschaft
hervorgebracht hat. Diese Vergiftung kommt der schrecklichsten Brutstätte von
Krankheiten gleich. Oft wundert man sich, warum es so viele Schwierigkeiten, so
viele Misserfolge und so viel Elend gibt.
Der
menschliche Verstand erfasst nicht, dass Zersetzung auf der geistigen Ebene
weit mächtiger ist als auf der physischen. Die physische Welt hat ihre
sichtbaren Symptome, doch die Verseuchung auf der geistigen Ebene ist um so
viel mächtiger, dass sie oft darauf hinweist, wie die Erscheinungen des
bestehenden Bösen heranreifen. Daher sind Verräter, Aufwiegler und Urheber
finsterer Taten die schrecklichsten Störer des Kosmischen Gleichgewichts.
Deshalb
lasst uns auf dem Pfad zur Feurigen Welt die Fähigkeit entwickeln, die
Gesichter zu unterscheiden, und nach Herstellung des Gleichgewichts streben.
340. Das
Bewusstsein der Menschen ist derart vom Staub der Gewohnheit erfüllt, dass es
unumgänglich ist, diese Mauer zu durchbrechen. Ein einmaliges Anfachen des
Bewusstseins ist unwirksam angesichts dieses Gräuels, das die Bewusstseine
verfinstert, denn ein völlig gefallenes Bewusstsein kann sich schneller aufraffen
als eines, das sich hinter verschiedenen menschenähnlichen Masken verbirgt. Ein
Bewusstsein, das von Eigendünkel und seiner großen Wichtigkeit für den
Weltenaufbau durchdrungen ist, während es den Aufbau des Guten zunichtemacht,
ist hoffnungslos.
Auf dem
Pfad zur Feurigen Welt muss man ein solches Bewusstsein erkennen.
341.
Sogar eine geringe Voraussicht sollte dem Menschen eingeben, wie sehr die Welt
erbebt und wie sehr alle Sphären in Vorbereitung auf räumliche und irdische
Kämpfe angespannt sind. Selbst ein kleines Bewusstsein kann von dem Gedanken an
jenen Umbau durchdrungen sein, auf den die ganze Welt sich vorbereitet. Selbst
jene, die nicht begreifen wollen, wohin menschliche Ausgeburten führen, müssen jenes
unvermeidliche Karma erkennen, das alle Wege zum Großen Umbau hinführt. Man
kann nur staunen, wie sehr die Menschheit in einem illusionären Bewusstsein
lebt.
Auf dem
Pfad zur Feurigen Welt muss man ein klares Verständnis anstreben.
342. Der
Kosmische Wille führt die Bewusstseine zu dem Verständnis, wie notwendig
Gleichgewicht ist; und zwar jenes Gleichgewicht auf der geistigen und der irdischen
Ebene, ohne das die verschiedenen Sphären sich nicht vereinigen können.
Die
geistige Ebene erscheint den meisten Menschen als etwas Fremdes! Die Menschheit
dringt über die Grenzen der niedrigsten Sphären nicht vor, und das Ergebnis ist
der niederste Psychismus.
Das, wonach
der Mensch strebt, wird zu seiner Geißel und seinem Tyrannen. Die Abhängigkeit
der Menschheit wird gerade durch diese Begierden verwirklicht. Der Kosmische
Wille ruft zur grundlegenden Erneuerung des Bewusstseins auf.
Lasst uns
auf dem Pfad zur Feurigen Welt nach Erkenntnis des Gleichgewichts streben.
343. Die Zusammensetzung
der irdischen Atmosphäre und der überirdischen Sphären wird wechselseitig
angespannt. Die Zusammensetzung der irdischen Schichten wird von allen
Emanationen gesättigt, die von allen Handlungen, Gedanken und Lastern der
Menschheit ausgehen. Man muss über die Qualität der offenbarten Wechselwirkung
nicht erstaunt sein, denn die Ströme vermischen sich und die Zusammensetzung
der Atmosphäre erweist sich als Widerspiegelung dessen, was auf der Erde vor
sich geht.
Das
Gleichgewicht der Welt kann nur eintreten, wenn die Menschheit höhere
Ausstrahlungen offenbart, denn sämtliche den Planeten umgebenden Sphären sind
von den Emanationen der irdischen Handlungen verseucht. Nur reinigende
Ausstrahlungen erzeugen jene Gase, welche die verdichteten Schichten verdünnen;
so erzeugt jede wohltuende Reinigung ihre Kanäle.
Auf dem Pfad
zur Feurigen Welt ist die Reinigung des Raumes eine große Aufgabe.
344. So
viele Energien bedürfen des Verständnisses, aus welchen Ingredienzien[37] die planetare
Atmosphäre zusammengestellt wird. Ein Studium ihres Chemismus kann jene Aufschichtungen
leicht enthüllen, welche die Erde umgeben. Wenn wir von irdischen Ausdünstungen
sprechen, um wieviel wichtiger sind dann die Ausdünstungen, die von geistigen
Tätigkeiten ausgehen!
Die Zeit
naht, in der man die Atmosphäre von Versammlungen messen wird. Es wird möglich
sein, die Schichten festzustellen, die verschiedene Räume sättigen. Da irdische
Schichten überirdische Wesenheiten anziehen, wird man die Zusammensetzung der
Atmosphäre in weitem Umkreis feststellen können. Das Studium der menschlichen
Ausstrahlungen eröffnet unermessliche Horizonte.
Auf dem
Pfad zur Feurigen Welt muss man die Zusammensetzung der Atmosphäre erkennen.
345. Die
Anspannung der höheren Energien des Geistes ist einer der mächtigsten
schöpferischen Kanäle. Die Anspannung des Geistes berührt die feinsten Energien
in den Tiefen des Daseins. Man kann eine solche mächtige Schöpfung nicht
ungestraft übergehen, denn nur in den Tiefen des Daseins kann man mit den bestrebtesten
Energien in Berührung kommen. Durch die Berührung mit den Tiefen eröffnen sich alle
Qualitäten, welche alle schöpferischen Grundlagen beherrschen.
Die
Menschheit hat ihre feurige Aufnahmefähigkeit eingebüßt, weil sie sich nur an
die äußeren Erscheinungen des Raumes geklammert hat. Wenn die Anspannung des
Geistes die Menschheit zum Bewusstsein der schöpferischen Tiefen führt, wird man
das Prinzip der Feurigen Welt in Schönheit und in der feinsten Schöpfung verwirklichen
können. Diese Bestrebung muss man auf dem Pfad zur Feurigen Welt entfalten.
Und nur die Sühnung des von der
Menschheit verletzten Gesetzes wird einen neuen Aufbau ermöglichen; denn man
kann die Menschheit nur nach dem eingelagerten Potential einteilen. Oft versteht der Mensch noch nicht einmal, was das Gleichgewicht
auf Erden herbeiführt. Die Kosmischen Gesetze müssen als prophetische Befehle angesehen
werden.
Deshalb
muss die Menschheit lernen, das Kleine dem Großen anzupassen. Die wichtigste
Aufgabe beim Umbau der Welt wird die Aufstellung der Kosmischen Gesetze sein, und
zwar gemäß dem Kosmischen, nicht dem irdischen Befehl.
So wird
auf dem Pfad zur Feurigen Welt nur Gleichgewicht die Tore öffnen.
347. Beim
zukünftigen Umbau der Welt wird es für jene, die Gleichgewicht nicht begreifen,
keinen Zutritt zu den höheren Sphären geben. Lange Inkarnationen werden lehren,
wie kosmisches Gleichgewicht zu schaffen ist. Es sind doch Reiche zugrunde
gegangen, Völker untergegangen und Länder vernichtet worden, weil die größte
Frage, jene des Gleichgewichts, nicht mehr gestellt wird.
Deshalb muss
man die Bedeutung des weiblichen Prinzips so sehr bestätigen. Allerdings nicht
nach häuslichem, sondern nach staatlichem Maßstab. Wenn der Planet erhalten
bleibt, werden die künftigen Länder nur durch Gleichgewicht blühen. Wir werden
auf Seiten des weiblichen Prinzips sogar ein Übergewicht zulassen, weil der
Kampf sehr angespannt sein wird.
Das
Verschließen der Augen vor dem Vorhandensein des Bösen und seinem Urheber
stürzt den Menschen noch tiefer hinab. Dass das Prinzip des Bösen als Gegenpol
zum Licht besteht, ist seit langem bekannt. Ebenso wie das Gute sich in allen
Erscheinungen und in allen seinen Formen offenbart, so offenbart sich auch die
Finsternis in allen ihren Formen. Natürlich bevorzugt die Menschheit das nicht
offenbarte Böse. Die Finsternis ist doch für ein kleines Bewusstsein sehr
anziehend, weil es seine Handlungen nicht so feurig sühnen muss, und so nehmen die
Verkörperungen des Bösen eine solche anziehende Anwendung an!
Dem
Bewusstsein der Menschheit mangelt es an Angemessenheit. Deshalb kann nur ein
geläutertes Bewusstsein Licht und seine Antithese, die Finsternis, annehmen.
Man kann bestätigen, dass Zersetzung die
Ursache jener Erscheinungen ist, welche alle feurigen Prinzipien entzweien, denn bei aller Vielfalt der kosmischen Erscheinungen
ist Feurige Einheit die Grundlage des gesamten Aufbaus. So muss man für die
Einführung der Schönheit und der Höheren Prinzipien die Größe der Einheit
feurig begreifen.
Die Zeit
ist gekommen, in der der Planet sich einem solchen Zyklus der Vollendung nähert,
und nur die gesättigtste Anspannung des Potentials wird zum Sieg führen.
Der
Zyklus der Vollendung weckt alle Energien, denn an der Endschlacht nehmen alle
Kräfte des Lichts und der Finsternis teil, vom Allerhöchsten bis zum Abschaum.
Feinfühlige Geister wissen, warum so viel Hohes neben Verbrecherischem und Trägem
in Erscheinung tritt. Im Kampf vor dem Zyklus der Vollendung wird ein
Wettstreit aller räumlichen, irdischen und überirdischen Kräfte vonstattengehen.
Auf dem
Pfad zur Feurigen Welt müssen die Mitarbeiter sich an das Gebot des Kosmos erinnern.
So spannt
bei einem Hellen Gebot auch die Macht des Fürsten der Welt alle ihre Kräfte an.
Deshalb geht das Kosmische Recht ins Leben ein. Die Erkenntnis des Zyklus der
Vollendung eröffnet viele Aufbauten, welche die Welt mit Licht und Finsternis
sättigen.
352. Die
Welt durchlebt jene Stadien, von denen alle entscheidenden Augenblicke in der
Geschichte der Menschheit gekennzeichnet waren. Stadien der Zerstörung gehen dem
Aufbau voraus. Die Schöpfung spannt sich an und ruft alle Energien ins Leben.
Die Epoche, in welche die Menschheit eingetreten ist, wird unvermeidlich das
gesamte Potential der Kräfte offenbaren, denn diese Epoche ist entscheidend,
und ein Wendepunkt in der Geschichte der Menschheit naht.
Der
Zustand des Planeten ergab sich doch nicht zufällig, und jede Anspannung zeugt
von dem Strom, der alle Sphären erfasst. Wenn der Kampf unerbittlich ist, wird der
Sieg entscheidend sein. Denn alle Kräfte und Sphären nehmen an dieser Kosmischen
Schlacht teil.
Auf dem
Pfad zur Feurigen Welt muss man das Schwert des Lichts erheben, um eine Neuen
Epoche aufzubauen.
353. Die
Wellen, welche die Völker ergreifen, gehen vom Karma eines Volkes aus. Beim
Kosmischen Aufbau hinterlässt jede Epoche ihre Wellen im Raum. Wenn die Frist
der magnetischen Anziehung heranrückt, beginnen alle Wellen zu wirken, so ist
Karma unausweichlich. Wenn es in alten Schriften heißt „Alles kommt vom
Himmlischen Vater“, so wurde damit gerade das Karmagesetz benannt.
Alles
wird gemäß diesen Wellen geschaffen, die in den Raum hinausgehen und eine ewige
Verbindung mit dem Planeten bewahren. Die Verbindung zwischen der überirdischen
und der irdischen Welt wird durch diese Wellen verursacht. Die Annalen des Raumes
bestehen aus diesen Wellen, und die Völker bewirken ihre eigene geschichtliche Sühnung.
Das Bewusstsein, dass alles in Wellen des Raumes übergeht, kann die besten
Bestrebungen wecken.
Lasst uns
auf dem Pfad zur Feurigen Welt nach Verbesserung des Volkskarma streben.
354. Die
magnetische Anspannung ist äußerst feurig. Jede Energie tritt in ihrer
mächtigsten Form in Erscheinung. Man sollte die laufenden Ereignisse als
Ausdruck aller Potentiale betrachten. In der Welt herrscht eine unabdingbare Anspannung,
denn die Epoche der Erneuerung des Geistes drängt sämtliche Energien zu einer höheren
Transmutation. Deshalb offenbaren sowohl das Licht als auch die Finsternis so
bedrohlich ihre Potentiale.
Schön ist
die Zeit, in der alle Ereignisse auf den herannahenden großen Umbau hindeuten.
Der gesättigte Raum führt das Gebot des Kosmischen Magneten aus. Vor einem
feurigen Bewusstsein enthüllt sich die Feurige Welt.
355. Die Körper
verwandeln sich jeder nach seiner eigenen Wesensart. Ebenso wie der physische
Körper sich verwandelt und sein Blut im Verlauf der Evolution verfeinert,
verwandelt auch der feinstoffliche Körper sein entsprechendes Wesen. Es ist
ganz besonders wichtig, den Zusammenhang dieser beiden Prozesse zu beachten,
weil es beim Prozess der Transmutation der Körper zu einer Wechselbeziehung
kommt, die so feurig mit dem Raum kooperiert.
Während
zu Beginn des Prozesses der Transmutation der physische Körper die Zentren des
feinstofflichen Körpers anspannt, erhält nach der Sättigung der Zentren mit
Feuer der feinstoffliche Körper Macht über den physischen. Dieser feurige
Prozess überträgt psychische Energie von einem Körper in den anderen. Die Macht
des feinstofflichen Körpers stellt auf der physischen Ebene ein Allheilmittel
dar.
Natürlich
unterscheidet sich das Gefühl der Transmutation auf den physischen und den feinstofflichen
Ebenen, denn die Gefühle hängen von der Anspannung der Sphären ab. Ebenso
erfolgt die Läuterung der Materie und des Geistes nur durch die feurigen
Energien und Zentren, die in räumlicher Sühnung angespannt sind.
Die
Feurige Welt ist somit einem Bewusstsein zugänglich, das die Verbindung mit dem
Raumfeuer kennt.
356. Die
irdischen und die überirdischen Zentren zeigen entsprechende Anspannungen, wenn
die Ereignisse zum Umbau streben. Es gibt keine Verwirklichung auf dem
Planeten, die nicht durch das Feuer des Aufbaus oder die Kraft der Zerstörung angespannt
wird.
Die
Kämpfer für das Gute haben beim Kosmischen Aufbau das Übergewicht, und jede
Offenbarung des Lichts hat Überlegenheit. Denn selbst ungeachtet des scheinbaren
Triumphs der Finsternis wird die kosmische Schöpfung durch die Feurige Gerechtigkeit
gesättigt. Deshalb führt die Spirale der Schöpfung des Raumfeuers die Ereignisse
zu ihrem feurigen Triumph.
Daher wollen
uns auf dem Pfad zur Feurigen Welt merken, dass die Feinstoffliche der
irdischen Welt entspricht.
357. Man
kann verfolgen, wie die Ereignisse sich häufen, dunkle Wolken sich auftürmen
und alle Zentren des Planeten ihre angespannten Tendenzen offenbaren. Sogar
beschränkte Geister können sehen, dass die Weltkarte sich verändert.
Wahrhaftig, vor den großen Ereignissen bleibt nicht viel Zeit. Der Umbau der
Welt geht in allen Ländern voran und der vermeintliche Wohlstand ist nur ein Trugbild,
denn jede Energie befindet sich im Stadium der Transmutation. Es ist nicht
schwierig festzustellen, wie die Kosmische Waage schwankt.
Daher
lasst uns auf dem Pfad zur Feurigen Welt zur Sättigung durch den Kosmischen
Magneten streben.
358.
Würden die Menschen doch verstehen, auf welchen Grundlagen man eine bessere
Welt aufbauen kann. Würde die Menschheit doch über die Vorstellungen nachdenken,
die das Leben sättigen. So viele höhere Triebkräfte könnten im Bewusstsein geweckt
und so viele schlummernde Energien wirksam werden, wenn die Menschheit das Testament
des Dienstes so annehmen würde, wie es von allen Höheren Kräften bestätigt worden
ist!
Alle
feurigen Eigenschaften des Dienstes gründen nämlich auf Hingabe. Diese
Eigenschaft ist nämlich die Grundlage des Aufbaus. Auf dem Pfad zur Feurigen
Welt ist es notwendig, diese Grundlage zu verwirklichen.
359. Die
Stärkung des feinstofflichen Körpers stimmt mit jedem erhabenen Aufschwung
überein. Der feinstoffliche Körper enthält alle geistigen Zentren; wenn man ihn
bewusst nährt, können sich große Möglichkeiten ergeben. Das Wesen des
feinstofflichen Körpers hängt von diesen geistigen Sättigungen ab. Der Nutzen dieser
Nahrung kann auch für den physischen Körper groß sein.
Jeder Aufschwung
des Geistes stärkt die Zentren des feinstofflichen Körpers; umgekehrt zerstört jedes
Zentrum des physischen Körpers, das mit niederen Energien gesättigt wird, die
feurigen Zentren. Der feinstoffliche Körper bedarf dieser Nahrung. Die
beständige Verbindung zwischen den Körpern kann auf diese Weise einen bewussten
Austausch von Energien verwirklichen.
Lasst uns
auf dem Pfad zur Feurigen Welt die Lebenswichtigkeit der Verbindung zwischen
den Körpern erkennen.
360. Der
menschliche Aufbau bedarf wahrer Grundsätze. So, wie es sich mit dem Aufbau
derzeit verhält, steht der Welt nur Zerstörung bevor. Alle Kosmischen Umbauten erfordern
höhere Grundsätze, denn die schöpferische Spirale verwirklicht sich beim
Aufstieg.
Die
Grundsätze der Menschheit befinden sich jedoch in einem Zustand angespannter Zersetzung.
Alle kosmischen Prozesse offenbaren eine Transmutation zum Höheren; doch der
Wille der Menschheit ist in eine Sackgasse geraten, denn der Kreis der Ichsucht
erntet, was er gesät hat. Deshalb wird das kosmische Feuer von der Menschheit
nicht umgesetzt, und statt Evolution ergibt sich Involution.
361. Im
gesamten Kosmischen Plan ist eine Transmutation unvermeidlich. Nur ein feuriger
Umbau bringt neue schöpferische Energien hervor. Der Kosmische Magnet schafft
und spannt alles Bestehende an; denn es nahen Fristen, die alle zwingen, an der
Kosmischen Schlacht teilzunehmen.
Der Raum
bedarf der Entladung. Die Kosmische Waage schwankt; im ganzen Raum ertönt der
Ruf nach einer letzten Anspannung. Ich bestätige, dass die Transmutation der Energien
neue Stufen der Evolution hervorbringen wird.
Deshalb
muss man mit dem Herzen und dem Geist zur Feurigen Welt streben.
362. Man
kann sich vorstellen, wie die Kosmische Waage schwankt, wenn man auf eine ihrer
Schalen alle geschichtlichen Ereignisse legt, die der gegenwärtigen Zeit
vorausgegangenen sind. Und wenn man die künftige Welt überblickt, kann man
sehen, wie die Schlacht sich ausbreitet. Man kann sich davon überzeugen, wie die
Raumfeuer sich ausbreiten; auch kann man sehen, wie die Himmlischen Kräfte sich
mit einer feurigen Rüstung wappnen und die irdischen Kräfte jede räumliche
Erscheinung verdichten.
Daran sollte
man denken, denn der Feurige Umbau muss auf ein Bewusstsein treffen, das Verständnis
dafür zeigt, was vor sich geht. Das feurige Schwanken der Waage schafft Wirbel,
welche diejenigen bedrohen, die nicht standfest sind, die feurig Bestrebten aber
zu den Höheren Welten emporheben. Bei den Schwankungen der Kosmischen Waage
kann die Menschheit keinen Mittelweg wählen, denn den Sieg wird entweder das
Licht oder die Finsternis erringen.
Lasst uns
auf dem Pfad zur Feurigen Welt die Kosmische Waage im Gedächtnis behalten.
363.
Könnte das Bewusstsein der Menschheit das Ewige dem Vergänglichen gegenüberstellen,
würden Blitze des Verständnisses des Kosmos aufleuchten, denn alle Werte der
Menschheit beruhen auf einer ewigen Grundlage. Doch die Menschheit ist von einer
solchen Verehrung für das Vergängliche durchdrungen, dass sie das Ewige
vergessen hat.
Indes ist
nachweisbar, dass die Form sich verändert, verschwindet und durch eine neue
ersetzt wird. Die Vergänglichkeit ist so offensichtlich, und jede Vergänglichkeit
weist auf das ewige Leben hin.
Der Geist
ist der Schöpfer jeder Form, doch wird er von der Menschheit abgelehnt. Sobald
begriffen wird, dass der Geist ewig ist, werden auch Unbegrenztheit und Unsterblichkeit
ins Leben eingehen.
Daher
muss man den Geist der Völker zum Verstehen der Höheren Prinzipien hinlenken.
Die Menschheit wird von Wirkungen verschlungen, doch die Wurzel und der Anfang
von allem ist Schöpfung, sie aber hat man vergessen. Sobald der Geist als heiliges
Feuer verehrt wird, wird der große Aufstieg verwirklicht.
364.
Würde man erwägen, was genau die höheren Begriffe erstickt, käme man unvermeidlich
zu einem Bewusstsein, das alles mit den niederen Offenbarungen gleichsetzt.
Alles (…) dem Niederen gleichstellen ist die Arbeit der Finsteren, und die
Menschheit gibt sich tatsächlich diesen Bestrebungen hin. Jeder nimmt instinktiv
Zuflucht zu diesem zerstörerischen Tun.
Deshalb
ist der Zustand des Bewusstseins der beste Anzeiger aller Epochen und aller
menschlichen Tendenzen. Wohin führt ein solcher Irrweg wie der Verlust der Verbindung
mit der Feurigen Welt? Gerade die Reinigung des Bewusstseins wird den Zugang zu
höheren Energien ermöglichen.
Auf dem
Pfad zur Feurigen Welt muss man mit den finsteren Bewusstseinen kämpfen.
Gerade Psychismus
und Mediumismus wenden den Menschen von den höheren Sphären ab, denn der
feinstoffliche Körper wird derart mit niederen Emanationen gesättigt, dass das
ganze Wesen sich verändert. Das schwierigste ist nämlich die Reinigung des Bewusstseins.
Der Mensch unterscheidet nämlich den feurigen Zustand der Geistigkeit nicht vom
Psychismus. Daher müssen wir die Schrecken des Psychismus überwinden. Die
Reihen dieser Instrumente werden nämlich von den Dienern der Finsternis aufgefüllt.
Deshalb
muss man auf dem Pfad zur Feurigen Welt den Psychismus bekämpfen.
Beschränktes Denken vereitelt alle
Möglichkeiten, denn der Aufbau beruht auf dem Wachstum des Bewusstseins. Wie kann man ohne Erweiterung des Bewusstseins zum
Höchsten Ideal streben!? Das Höchste Bildnis kann doch nur von einem feurigen
und furchtlosen Bewusstsein erkannt werden, denn für die Macht eines feurigen
Bewusstseins gibt es keine Grenze.
Daher muss
man auf dem Pfad zur Feurigen Welt alle Kräfte für die Erweiterung des Bewusstseins
anspannen.
Jedes
große Prinzip erweist sich als Ursprung, der den Geist emporführt. Die Suche
nach den Höheren Prinzipien ist die erste Aufgabe. Das Dasein der Welt wird
durch feurige Prinzipien verwirklicht. Deshalb sollte das Streben zum Höchsten am
wichtigsten sein.
Die
Menschheit muss über eine grundlegende Erneuerung ihrer Taten nachdenken. Das Karma
der Sühnung rückt näher. Jedes Streben muss auf die Quelle des Lichts gerichtet
sein.
Lasst uns
auf dem Pfad zur Feurigen Welt in unseren Handlungen die Heldentat der Erkenntnis
des Großen offenbaren.
368. Wenn
im Geist das Verständnis der Grundlagen des Daseins hell auflodert, wird der
Abgrund des Lebens nicht mehr unüberschreitbar erscheinen. Wenn im Herzen die
Erkenntnis der Heldentat auflodert, scheint der Tag der Zukunft nahe zu sein. Ein
Horizont, der die Welt mit ihrem ganzen Aufbau umfasst, versteht die ganze Vergänglichkeit
und scheinbare Maja.
So ist
der Raum von der Schöpfung des Feuers und dem zukünftigen Aufbau gesättigt. Das
Wissen um die Vergänglichkeit verleiht ein Gefühl des Loslösens von der Erde
und lenkt den Geist auf jene Ebenen, auf denen der Mensch wirklich in seinem
feurigen Wesen lebt.
Lasst uns
auf dem Pfad zur Feurigen Welt den räumlichen Energien zustreben, die dem Geist
helfen, den Abgrund des Unverständnisses zu überschreiten.
Doch wie viel
weiter und tiefer kann man gelangen, wenn man die Unterteilung und die
Verbindung der drei Körper kennt! Wenn der physische bereits geformt ist, so
ist der Astralkörper beinahe geformt, und der feinste, der Mentalkörper, ist
nur bei den Auserwählten ausgebildet. Jene aber, die in höhere feurige Energien
eingeweiht wurden und die feurige Transmutation der Zentren kennen, können
feurige Offenbarungen verwirklichen.
Alle
anderen Erscheinungen muss man in zwei Kategorien einteilen. Die erste ist
gegeben, wenn der Geist den Abgrund nicht überschreiten kann, weil der
Mentalkörper noch nicht genügend ausgebildet wurde, so dass der Geist sich über
die Grenzen der niederen Schichten hinaus nicht offenbaren kann[38]. Die
zweite Kategorie gilt, wenn ein Zentrum sich nur teilweise offenbart. Dabei muss
man daran denken, dass die Feurige Welt einem Geist so lange unzugänglich ist,
wie die höheren Zentren nicht beginnen sich umzuwandeln. Über allem aber steht
der Geist, der seine geistigen Feuer entzündet, denn dementsprechend ist sein
Mentalkörper tätig.
Auf dem
Pfad zur Feurigen Welt muss man bei psychischen Erscheinungen feinfühlig
unterscheiden.
370. Das
Bewusstsein voranzubringen ist ebenso schwierig, wie einen Berg zu versetzen.
Die unbeweglichsten Bewusstseine sind gerade die alten und verknöcherten. Dies
betrifft alle, die dahinschreiten, indem sie zurück, aber nicht in die Zukunft
schauen.
Ich
bestätige, dass verknöcherte Bewusstseine machtvolle Maßnahmen erfordern,
ebenso wie jene, die über die Grenzen der Kindheit nicht hinausgewachsen sind,
denn das Bewerten von Ereignissen erfordert Angemessenheit. Verknöcherung und
Rückständigkeit können die gewaltigsten Möglichkeiten zunichtemachen. Deshalb
ist das Wichtigste beim Aufbau, zu bedenken, dass eine bedrohliche Zeit feurige
Maßnahmen erfordert.
Lasst uns
auf dem Pfad zur Feurigen Welt für die Macht des Erhebens des Feurigen
Schwertes Verständnis zeigen.
371. Der
Grad des Bewusstseins stellt den Menschen in den letzten Jahrhunderten auf die
Stufe des Gefrierpunktes. So viele Tore haben sich vor dem Blickfeld der
Menschheit geöffnet! So viele Meilensteine wurden ringsum aufgestellt, so viele
Vollendungen erweisen sich als möglich! Doch das Lüften des Schleiers muss den
Geist zur wahren feurigen Errungenschaft lenken. Wozu sind wir Zeugen bei
dieser gesättigten Gabe, wenn die Welt im Kampf des Harmagedon erbebt?
Eine schwierige
Schöpfung kann sich in einen Festtag des Geistes verwandeln, welcher der Welt
eine lichtvolle Zukunft offenbart. Die ausgestreckte Hand darf aber nicht weiterhin
aus menschlichem Unverständnis für den Pfad des Lichts zurückgewiesen werden.
Auf dem
Pfad zur Feurigen Welt muss man die Dringlichkeit des Strebens zum Lichten Prinzip
verstehen.
372. Wie
wenig denken die Menschen über jene Grundsätze nach, die sich als Grundpfeiler
des Aufbaus erweisen, indes ist dieser Umstand der wesentlichste. Dem Aufbau liegt
eine höchst dauerhafte und standfeste Verwirklichung zugrunde.
Der
feurigste Grundpfeiler von allen ist der Magnet des Herzens. Ihn auszuschließen
heißt, den Aufbau ohne Seele zu belassen, denn der Magnet des Herzens umfasst
alle kosmischen Sättigungen. Der Magnet des Herzens erweist sich als Synthese
aller feinstofflichen Energien. Der Magnet des Herzens besteht aus den Aufspeicherungen
von Tausenden von Jahren, in ihm kommen Karma und Anziehung zu Ausdruck. Ebenso
wie man die Sonne nicht ersetzen kann, bleibt auch das Herz als ein mächtiger
Schöpfer bestehen.
Daher
muss man auf dem Pfad zur Feurigen Welt besonders daran erinnern, dass der feurige
Magnet des Herzens die Grundlage des Aufbaus ist.
Lasst uns auf dem Pfad zur Feurigen Welt
alle unsere Kräfte für den neuen Aufbau aufwenden.
374. Das
Bewusstsein der meisten Menschen dringt nicht in die Tiefen des kosmischen
Aufbaus ein. Da die Menschen über den Sinn der Prinzipien nicht nachdenken,
sondern sie sich von der Feurigen Welt ab. Alle schöpferischen Fähigkeiten
bedürfen zu ihrer Offenbarung dieses Anschlusses an den Kosmos, denn dieser Anschluss
verwirklicht die Angemessenheit, welche die Menschheit verloren hat.
Der
Mensch, der vom Kosmos dazu bestimmt ist, Erbauer und Mitschöpfer zu sein, hat
sich von dieser Krone selbst losgesagt. Bei der Ausführung des Kreises seines
Wirkens hat der Mensch keine kosmischen Prinzipien zur Grundlage genommen,
deshalb unterscheidet die Feurige Welt sich von der vom Menschen geschaffenen
Welt. Alles bricht sich im Bewusstsein ohne Entsprechung mit den Gesetzen des
Kosmos.
Auf dem
Pfad zur Feurigen Welt muss man den Anschluss an die kosmischen Gesetze
erkennen.[39]
375. Die Anziehung
des Magneten des Herzens wirkt mächtig auf Entfernung. Diese Ströme erwecken einen
Zusammenklang entsprechend der Kraft der Sendung. Natürlich muss man dem ausgespannten
Faden entsprechend erklingen. Die Schöpfung des Herzens ist unbegrenzt und
seine Macht ist unermesslich.
Das Streben
nach Erwecken von Energien betrifft das wichtigste Prinzip zur Entwicklung der Schöpfung.
Die Entwicklung dieses Hebels bedarf eines feurigen Bewusstseins. Daher muss man
die Lebenswichtigkeit dieser Entwicklung des Herzens verstehen.
Lasst uns
auf dem Pfad zur Feurigen Welt Verständnis für den Hebel des Feurigen Herzens
bekunden.
376. Die Schichten,
welche die Menschheit schafft und mit denen sie den Planeten umgibt, werden immer
dichter. Denn das Leben, das auf der Erde geschaffen wurde, stört nicht nur die
geistige, sondern auch die physische Entladung. Die Übereinstimmung zwischen den
Welten des Raumes hängt so von der Sättigung dieser Schichten ab!
Im
kosmischen Raum löst jede Erscheinung eine ganze Kette von Wirkungen aus. Und
die Atmosphäre der Erde bildet gleichsam eine mit dunklen Flecken übersäte
Kruste. Wenn man weiß, wie sehr die Welten der Speisung durch höhere Energien
bedürfen, kann man sich die Wirkungen einer solchen Isolierung vorstellen!
Jene, die Ewige Wache halten, wenden alle Kräfte auf und senden Strahlen des
Lichts.
Auf dem
Pfad zur Feurigen Welt wollen wir diese Anspannung erkennen, mit der die Kräfte
des Lichts den Planeten retten.
377. Die
Kosmische Schlacht, die den Raum anspannt, erfasst den ganzen Kosmos. In dieser
Schlacht werden viele Aufgaben gelöst, die Wendepunkte in der Geschichte bewirken
und neue Prinzipien verwirklichen. Durch diese feurigen Kämpfe werden sämtliche
Energien umgewandelt. Die Wendungen werden scharf sein, doch ein furchtloses
Bewusstsein kennt die Freude des Geistes. Denn nur Kühnheit kann den Geist einer
neuen Zukunft zuwenden.
Nur das
Wissen um diese Kosmische Schlacht eröffnet das Verständnis dessen, was vor
sich geht, denn Karma drückt auf alle Ereignisse. Feurige Furchtlosigkeit lüftet
den Schleier von Morgen und verwirklicht die Ursache, die den
Raum anspannt. Deshalb wird die Suche
nach der Ursache die Wirkung aufdecken.
So wird die
Feurige Welt für die Menschheit zugänglich. Wenden wir daher unser Herz der
Feurigen Welt zu.
378. Die
Schlacht ruft dazu auf, die Wege zu unterscheiden, die zum Licht und zur
Finsternis führen. Bei der kosmischen Anspannung sämtlicher Kräfte ist diese
Unterscheidung unerlässlich, denn der Raum ist von feurigen Pfeilen erfüllt.
Jedes Bewusstsein muss sich mit der feurigen Schlacht erfüllen.
Bei einer
solchen feurigen Anspannung der Pfeile muss die Menschheit doch dringend jene rettende
Richtung einschlagen, die ihr von den Kräften des Lichts gewiesen wird. Dem
Planeten werden feurigen Ströme zu Hilfe gesandt, sie müssen mit dem Geist und dem
Herzen aufgenommen werden.
Auf dem
Pfad zur Feurigen Welt ist es besonders wichtig, die Macht zu erkennen, die zur
Rettung der Menschheit dargeboten wird.
Der karmische Spiegel gibt diese Entstellungen
wider, und der Geist, der eine karmische Falschauslegung offenbart, fügt dem
gesamten Aufbau Schaden zu. Warum hat denn die Menschheit den Planeten in lügnerische
Emanationen gehüllt? Entstellung der Wahrheit, Entstellung der Lehre und
Entstellung der Prinzipien führen zu Zerstörung.
In dieser Sackgasse weilt der Geist
jenes Menschen, der in Selbstsucht lebt. Man muss den Staub abwischen, und Risse
klaffen bei einem fehlerhaften Aufbau. Wahrhaftig, Geschwüre des Geistes
behindern die Errichtung des Baus. Man muss Toleranz und Beweglichkeit
feinfühlig von solchen Eigenschaften unterscheiden, die sich bei der Erfahrung mit
jenen Menschen so chaotisch zeigen, die sich dorthin wenden, wo weder Gewissen
noch Ehrlichkeit noch Wahrheit den Geist rufen.
Auf dem Pfad zur Feurigen Welt ist die
erste Bedingung für den Feurigen Dienst Ehrlichkeit. Das wollen wir uns merken.
380. Die
Auftürmungen um den Planeten herum bilden eine äußerst verdichtete Masse. Würde
man diese Masse erforschen, könnte man viel Nützliches entdecken. Diese Atmosphäre
enthält nämlich Bestandteile, die entsprechende Energien zur Erde heranziehen.
Würden
diese Bestandteile vom Gesichtspunkt der feinstofflichen Energien aus
erforscht, könnte man bemerken, dass jeder Bestandteil von menschlichen
Emanationen gesättigt ist, die aus der psychischen Tätigkeit des Menschen hervorgehen.
Die Aura des Planeten sammelt alle Energien, welche die hauptsächlichen
Offenbarungen der Menschheit darstellen.
Deshalb
ist auf dem Pfad zur Feurigen Welt die Reinigung des Raumes die wichtigste
Aufgabe.
381. Wie
kann man ohne wirklichen Kampf die feurige Einweihung empfangen? Wie kann man
ohne wirklichen Kampf durchs Leben schreiten? Nur ein niederes Verstehen wird
sich höhere Errungenschaft ohne Anspannung vorstellen. Das Leben durchschreiten
und das Ziel erreichen heißt, am Rande des Abgrunds wandeln, heißt Sorge und
Anstrengung durchmachen.
Genauso
wie das Kosmische Laboratorium diese Energien des Herzens umwandelt,
durchschreiten die menschlichen Seelen das Fegefeuer auf Erden. Ohne diesen
feurigen Anschluss an das Kosmische Feuer lernt das Herz keine Einweihungen in
die Höhere Welt kennen.
Auf dem
Pfad zur Feurigen Welt muss man an das Fegefeuer des Lebens erinnern.
382. Die
Welt versinkt in den Wirkungen, die durch menschliche Handlungen geschaffen
werden. Kann man sich über das wundern, was sich auf dem Planeten vollzieht?
Die Gase, die durch die geistige Erstickung beim menschlichen Aufbau gebildet
werden, haben den Raum überflutet und den Planeten in Finsternis gehüllt. Die menschlichen
Bestrebungen entsprechen dem, was vor sich geht.
Die irdischen und die überirdischen
Schichten sind von den Erscheinungen gesättigt, die durch die Missetaten der
Menschheit geschaffen werden. Die Schichten verseuchen sich wahrhaftig
gegenseitig. Dies ist eine unverkennbare karmische Wirkung.
Auf dem
Pfad zur Feurigen Welt muss man Maßnahmen ergreifen, um neue karmische Folgen
zu erzielen.
383. Kosmische Energien sammeln sich feurig um den Planeten herum
und spannen die Ströme an, indem sie die Dichte der irdischen Atmosphäre
durchbrechen. Der Zustand der Menschheit hängt von diesen Strömen ab, die physisch
und geistig ihre Einwirkungen offenbaren. Physische und geistige Epidemien hängen
von diesen Aufschichtungen ab, und
man kann verfolgen, wie verschiedene Ereignisse verlaufen.
Jede
Epoche hat ihre Vorzeichen, die sich durch Aufspeicherungen der Handlungen der
Menschheit offenbaren. Diese Aufschichtungen lassen sich vom Raum aus spüren
und verwandeln sich wieder in Taten. Auf diese Weise geht das Gesetz der ewigen
Transmutation ins Leben ein.
Auf dem
Pfad zur Feurigen Welt wollen wir Verständnis für das Gesetz der ewigen
feurigen Transmutation zeigen.
384. Begeisterung
des Geistes ist eine feurig aufbauende Energie. Begeisterung des Geistes sättigt
jede Offenbarung mit den besten Bestrebungen. Bei der Erziehung des Herzens
sollte man sich besonders dieser schöpferischen Energien bewusstwerden, die den
Geist mit den feinsten Emanationen sättigen.
Beim
Aufstieg ist es so wichtig, sämtliche Gefühle zu verfeinern. Der Aufbau wird
immer durch Begeisterung und Streben des Geistes sowie des Herzens angespannt. Jede
Herbeiziehung feuriger Energien aus dem Raum beruht auf einem erhabenen Gefühl.
Wie wichtig ist es, alle feurigen Bestrebungen zu wecken!
Lasst uns
auf dem Pfad zur Feurigen Welt bestrebt sein, die Freude des Dienstes an der
Großen Hierarchie des Lichts zu erkennen!
385. Der
Wille, der mit dem Kosmischen Magneten zur schöpferischen Tätigkeit drängt,
kann viel Erhabenes aufbauen, denn ein bewusst gelenkter Wille schafft mächtig.
Deshalb können die Wahl der Pfade und die Kenntnis der Richtung den Geist mit
feurigem Streben nähren.
Die
Menschheit nimmt dieses Gesetz des bewusst gelenkten Willens nicht an, daher
gibt es so viele Irrtümer. Man kann bestätigen, dass jede menschliche Tätigkeit
ohne wahres Verständnis für ihre Anwendung vorgenommen wird. Auf diese Weise ist
das menschliche Leben voller Unzweckmäßigkeit.
Auf dem
Pfad zur Feurigen Welt muss man an das große Gesetz der bewussten Lenkung des Willens
erinnern.
386. Die
Daseinsbedingungen bringen den Geist in Abhängigkeit von der Vereinigung mit den
kosmischen Strömen. Man muss das Bewusstsein gerade in diese Richtung
entwickeln. Wenn die Menschheit sich in bewusster Arbeit anspannt, werden ihr
alle Energien zugänglich sein. Der Teufelskreis wird doch von der Menschheit
selbst geschaffen, und auch die Sackgasse ist eine Schöpfung der Menschen.
Erleuchtung
kann nur durch eine bewusste Beziehung zu den kosmischen Energien kommen. Absonderung
von den Höheren Kräften hat zu jenen Ereignissen geführt, die ihren Lauf so
verstärkt haben.
Lasst uns
auf dem Pfad zur Feurigen Welt eine bewusste Beziehung zu den kosmischen
Energien offenbaren.
387. Die
schrecklichste Geißel der Menschheit ist die Selbstvernichtung im Namen der Ichsucht.
Ein Mensch, der behauptet, er diene seinem Ideal, indem er alle anderen
vernichtet, die nicht denselben Weg gehen, ist ein Zerstörer der Grundlagen der
Evolution. Der Kosmos verlangt den Ausdruck alles Bestehenden, und auf der
geistigen Ebene kann es keine Gleichmachung geben.
Alle
höheren Lehren haben dieselbe Quelle zur Grundlage und werden nicht das
vernichten, was als geistige Nahrung dient. Wahrhaftig, wer die Gleichmachung
aller Grundsätze und aller Lehren verlangt, verwandelt jede große Grundlage in
Staub. Die Waage schwankt nicht sehr stark zwischen Atheismus und
Scheinheiligkeit.[40]
Auf dem
Pfad zur Feurigen Welt wollen wir uns daher merken, wer die Grundlagen des
Aufbaus niederreißt.
Das Suchen nach wahrer Blüte führt zu
Erneuerung des Geistes und der Prinzipien, und so kann ein neuer Aufbau verwirklicht
werden. So ist es unmöglichen, einen neuen Aufbau ohne wahre Erneuerung des
Geistes zu verwirklichen. Der Dienst am Licht muss dem Geist Mut zu einem feurigen
Aufbau verleihen.
Eine
harmonisierte Aura verbindet das vereinte Bewusstsein und das vereinte Herz.
Wenn die Kräfte der Pole übereinstimmen, kann bei jeder harmonisierten
Anspannung ohne Schaden ein besonderer Strom durchlaufen.
Dasselbe
Gesetz ist für Sendungen anwendbar, denn der Sender und der Empfänger müssen in
derselben Schwingung übereinstimmen; deshalb ist der Faktor des Herzens so
wichtig. Und wenn man gedanklich auf Entfernung wirken kann, ist die Kraft des Herzens
unvergleichlich, denn das Herz kann alle schlummernden Energien der
Erinnerungen und Aufspeicherungen der Vergangenheit wecken. Daher soll man die
Kraft des Herzens als Äußerung der Feurigen Welt verstehen.
390.
Karma offenbart immer seine Zeichen. Auch dieses kommende Jahr wird seinen Lohn
offenbaren. Das Karma der Welt und der Vormarsch der Völker werden die Folgen des
Weltgeschehens anzeigen. Die Kräfte des Lichts dringen in alle weltweiten Bewegungen
ein. Auf der Kosmischen Waage schwanken Selbstverleugnung und böse Absicht.
So wird
man beim ganzen Umbau kosmische Schwankungen wahrnehmen, die in der Endschlacht
die Macht des Lichts enthüllen werden. So sättigen Wir den Raum. Es kommt eine
neue Stufe der Sättigung des Aufbaus. So werden Wir durch Anspannung aller
Kräfte siegen.
An dieses Prinzip muss man sich gut
erinnern, denn gewöhnlich gibt es eine Begriffsverwirrung. Dieses Unverständnis
und diese Verwirrung führen zu sehr gefährlichen Irrtümern. Bei der Reinigung
des Bewusstseins muss man diese Erscheinungen klar unterscheiden, denn die Menschen neigen immer
dazu, statt höherer feuriger Begriffe Psychismus zu bejahen.
Der
Geist, der diesem Extrem verfällt, kann so sehr von psychischen Fluida umgeben
sein, dass es ihm nicht gelingt, sich in andere, höhere Energien zu hüllen, selbst
wenn er es noch so sehr wünscht. Auch dabei verweisen wir auf das Bewusstsein
als Rettungsmittel.
So kann man
auf dem Pfad zur Feurigen Welt bestätigen, dass ein feuriges Bewusstsein den
Schlüssel zur Unterscheidung verleiht.
392. Eine
bewusste Einstellung zu der Kraft der eigenen Ausstrahlungen kann zu einer großen
Sättigung führen. Ein Geist, der zu einer bewussten Anwendung seiner Ausstrahlungen
strebt, muss die Macht des Herzens anspannen, denn diese sonnenähnliche Quelle
kann alle Wege eröffnen. Eine bewusste Verwirklichung der Ausstrahlungen ist
natürlich anwendbar, wenn alle höheren feurigen Energien des Herzens entfacht
sind.
Lasst uns
auf dem Pfad zur Feurigen Welt eine bewusste Einstellung zu den Ausstrahlungen
des Herzens verwirklichen.
393. Die Ausstrahlungen
des Herzens haben feurige Eigenschaften, die den ganzen Raum machtvoll
durchdringen. Wenn die Menschen lernen würden, den Aufbau durch diese feurigen
Energien zu verwirklichen, könnte in Übereinstimmung mit dem Kosmischen
Magneten vieles errichtet werden. Die Ausstrahlungen des Herzens haben eine aufbauende
Macht; und nichts kann mit den feurigen Ausstrahlungen des Herzens verglichen
werden, denn sogar räumliche Energien unterliegen ihrer mächtigen Wirkung.
Auf dem
Pfad zur Feurigen Welt muss man Verständnis für diese Fackel der Fackeln zeigen.
394. Die Anspannung der Welt zu spüren, ist eine Eigenschaft des
feurigen Bewusstseins. Die verborgenen Geschwüre der Welt lassen sich von einem
feurigen Herzen erfühlen. Jene Schwingungen, die den Raum sättigen, bleiben für
jene Bewusstseine unbemerkt, die in die Sackgasse der weltlichen Bewegungen
geraten sind. Nur ein Herz, das diese
Geschwüre bewusst akzeptiert, kann wirklich ein Mitarbeiter des Kosmischen
Magneten genannt werden.
Ein
Bewusstsein, das sich von der Kosmischen Schlacht absondert, nähert sich der
Feurigen Welt nicht; denn diese grundsätzliche Unterscheidung ist unerlässlich,
wenn die Welt vom Kampf der Kräfte des Lichts mit der Finsternis erbebt.
395. Eine
besondere Eigenschaft eines feinen Geistes ist die Anerkennung der
Eigenschaften und Verdienste des Menschen. Je weiter und feiner das
Bewusstsein, desto mehr Dankbarkeit enthält es, denn nur ein beschränktes
Bewusstsein beraubt sich aller Verdienste.
Ohne
diese feurige Eigenschaft kann das Herz nicht wirklich groß sein. Ein feuriges
Herz versteht nämlich, die Gabe eines schenkenden und großzügigen Herzens zu
verwirklichen. Die Sättigung des Herzens mit diesen feurigen Eigenschaften offenbart
ihr eigenes Ringen. Groß ist der Schaden des Geistes, wenn eine physische Verwirklichung
die Oberhand über das feurige Wesen hat. Das feurige Herz versteht es, den
feurigen Aufbau anzuerkennen, denn auf dieser Grundlage können standfeste
Pfeiler errichtet werden.
Führer
und Könige haben sich nur durch diese feurige Eigenschaft behauptet. Es gab
beim Weltaufbau viele Zerstörungen, wenn diese feurige Eigenschaft fehlte.
Auf dem
Pfad zur Feurigen Welt muss man sich diese feurige Eigenschaft merken.
396. Ich
bestätige, wie notwendig es ist, die feurige Eigenschaft der Anerkennung der Verdienste
zu offenbaren, denn ohne sie kann man den neuen Aufbau nicht verwirklichen.
Daran muss man immer wieder erinnern, denn diese Eigenschaft muss die gesamte Linie
der Hierarchie entlang gezeigt werden.
Für jede
Undankbarkeit muss man karmisch schwer zahlen, und sogar die Kräfte des Lichts
überlassen einen Geist seinem Schicksal, wenn diese Grundsätze verletzt werden.
Bis hinauf zu den höchsten Stufen gilt ein und dasselbe Gesetz, denn diese
Eigenschaft muss durch inneres Feuer erlangt werden, und der Geist selbst muss sie
entwickeln. Wir dringen nicht in das Bewusstsein ein, wenn Wir das Fehlen
dieses feurigen Grundsatzes gewahren.
397.
Unzählig sind die Ursachen von Krankheiten, und die Wissenschaft muss diese
Ursachen untersuchen. Dabei muss man den Aufbau des gesamten planetaren Lebens
im Blick haben. Bei der Untersuchung von Krankheiten sollte man die physischen
und geistigen Strömungen studieren. Ebenso übt die Umwelt einen Einfluss aus,
denn die Gruppenaura hat eine starke Wirkung auf einen feinfühligen Organismus.
Wir haben
oft gehört, dass die Besten scheinbar als erste in die Feinstoffliche Welt
hinübergehen, und bei Epidemien raffen die Krankheiten oft viele feinfühlige
Geister hinweg. Man muss diese Erscheinung untersuchen, denn nicht immer ist ein
Mangel an psychischer Energie die Ursache einer Erkrankung. Die Mikroben
geistiger Ansteckung, die den Raum sättigen, belasten gerade einen feinfühligen
Organismus, der über einen großen Vorrat an psychischer Energie verfügt.
Man kann
verfolgen, wie oftmals eine Krankheit in kritischen Momenten ein aufgestautes
Lebensdrama löst; und oft nimmt ein dritter Geist die in seiner Nähe
entstandene Last auf sich und trägt sie freiwillig und angespannt. Die Ärzte
müssen die Umstände sehr genau untersuchen, welche die Krankheiten umgeben und
ihnen vorausgehen, denn so können sie den Schlüssel zu vielen Erkrankungen
finden.
398. Auch
der Brand[41], der die Mutter des Agni
Yoga auf den Höhen bedrohte, war eine synthetische Entladung des räumlichen
Feuers. Außer einer feurigen Transmutation verwandelte dieser Brand gleichsam
die ganze umgebende Atmosphäre. Dieses okkulte und physische Feuer entsühnte wirklich
alle Erscheinungen, die sich im Raum aufgetürmt hatten.
Ein feiner
Organismus hat viele Funktionen. Die Funktionen eines feurigen Geistes sind so
verschiedenartig. Ein Agni Yogi entlädt den Raum und saugt alle Emanationen
auf. Er ist ein mächtiger Krieger, der mit der Finsternis kämpft, und er ist
jene Macht, welche die finstere Meute zu vernichten sucht.
399. Zunahme
und Abnahme von psychischer Energie haben verschiedene Ursachen. Man muss den
grundlegendsten Unterschied verstehen, nämlich die Qualität des Geistes des
Trägers der psychischen Energie. Denn bei einem feurigen Geist wird sogar bei
der größten Abnahme der psychischen Energie ihr Vorrat nie versiegen.
Ein erdgebundener
Geist jedoch verwirklicht sich nur durch die niedrigsten Energien, die geringe
Vorräte an psychischer Energie sehr leicht verschlingen; denn dieses höhere
Feuer wird durch die Anspannung der höheren Zentren, durch höhere Bestrebungen
und höhere Gefühle hervorgebracht.
Die
psychische Energie wird bei Abnahme gleichsam kristallisiert, doch ein feuriger
Geist kann diese Kristalle durch Anspannung des Herzens entfachen. Auch Begeisterung
des Geistes kann das Potential des Vorrats an psychischer Energie offenbaren.
Deshalb kann ein feuriger Geist den Vorrat seiner psychischen Energie nicht
erschöpfen.
Dieser
Vorrat kann bei einem Zentrenbrand verbrennen. Er kann durch Verausgabung in
Kämpfen sowie bei Sendungen auf weite Entfernung verzehrt werden, doch dieser heilige
Kristall kann nicht gänzlich verlorengehen. Seine Tätigkeit verändert nur seinen
Rhythmus, seine Eigenschaften und seine Spannung.
400. Der
Vorrat an psychischer Energie ist unerschöpflich, und bei geistigen
Bestrebungen vermehrt sich seine Kraft. Bei geistiger Bestrebung erweist diese
Energie sich als aufbauender Impuls für neue Vorräte.
Die
Eigenschaften dieser feurigen Energie sind so vielfältig, und ihr Potential
übersteigt jede andere Energie, denn das ihr innewohnende Leben kann alle
anderen Energien verwandeln. Psychische Energie in Tätigkeit kann jeden
Widerstand überwinden, wenn sie bewusst gelenkt wird.
Diese
Quelle kann nur versiegen, wenn sie nicht durch bewusstes Streben erhalten wird.
Bei Errungenschaft des Geistes und feuriger Sättigung spannt diese heilige,
feurige Lebensquelle alle Lebensfunktionen an.
401. Der
Kristall der psychischen Energie kann bei großen Anspannungen gleichsam
verblassen. Doch dieser vorübergehende Zustand ist kein Erlöschen, denn bei
Feurigkeit des Geistes kommt diese Anspannung von außen und das Potential des
Kristalls offenbart sich gleichsam als ein Feuer, das vom Geisteskorn selbst
entzündet wird.
Die
psychische Energie formt auch den feinstofflichen Körper. Wenn die psychische
Energie eine Energie verdichtet, verdichtet jede Energie entsprechend den
feinstofflichen Körper.
Hellhören durch Feurigkeit hängt vom Zustand der
psychischen Energie ab.
Man muss natürlich
auf jede Vergeudung der psychischen Energie achten, denn man muss bedenken,
dass ein und dieselbe Quelle der psychischen Energie auf Entfernung und auf allen
anderen Ebenen tätig ist. So sollte man diese feurige Quelle verwirklichen,
denn sie enthält die Dynamik des Feuers.
Bei
großen Erschütterungen oder schweren Krankheiten kann der Kristall der
psychischen Energie mit neuer Macht und jenen Energien erfüllt werden, die sich
durch die höheren Zentren und erhabene Gefühle nähren. Deshalb wirkt ein
Glaube, der zur Quelle des Lichts strebt, wahrhaft Wunder.
403. Beim
Entflammen der Zentren kann man verschiedene Sättigungen durch psychische
Energie beobachten. Die feurige Transmutation absorbiert
gleichsam die Kristalle der psychischen Energie, die sich in dieser feurigen
Transmutation kondensieren. Die Arbeit der Zentren absorbiert alle
Energien, und nach der Umarbeitung werden die Kristalle mit neuen Ingredienzien
kondensiert, die ihre Sättigungen beitragen. Diese Sättigungen offenbaren sich
in verschiedenen Funktionen der Zentren.
Die
psychische Energie unterscheidet sich auch durch ihre Qualität; in verfeinerter
Form kann sie höhere Lebensfunktionen sättigen, die auf verschiedenen Stufen
durch verschiedene Eigenschaften angespannt werden. Ähnlich wie das
schöpferische Feuer sich im Universum ergießt, durchläuft die psychische
Energie ihre Stufen, indem sie sich verfeinert.
So hängt
die Quelle der schöpferischen Kraft von der Verwirklichung der Kraft der
psychischen Energie in ihrem Potential ab. Auch erweist sich die Entwicklung
der Kräfte des Geistes als das Potential der psychischen Energie.
404. Die psychische
Energie offenbart sich auch in anderen Formen, und sie kann durch einen
magnetischen Strom übertragen werden. Eine solche Übertragung ist natürlich nur
bei harmonisierten Strömen und Auren möglich. Es gibt aber auch
entgegengesetzte Wirkungen, wenn die psychische Energie von außen her
aufgesogen wird. Dieses Aufsaugen reicht von Vampirismus bis zu bewusster
Zerstörung.
Ebenso können Gedanken, welche die Atmosphäre sättigen, die
psychische Energie entweder verstärken oder vernichten. Das räumliche Feuer
enthält diese Kristalle. Oft ist die Aura von Orten, wo Gereiztheit oder
schöpferische Arbeit vor sich gehen, mit entsprechenden Kristallen gesättigt. Die
Qualität der Energie sättigt den Raum dementsprechend.
405. Die
psychische Energie spannt die Zentren bei ihrer Transmutation an. Ein Zustand
der Anspannung in einem Zentrum vermindert natürlich den Zustrom der
psychischen Energie zu anderen Zentren, weshalb ein Ungleichgewicht verspürt
wird. Doch nach jeder Transmutation ist der Zustrom der psychischen Energie
wieder mächtiger.
Die
Offenbarung der psychischen Energie erwirbt nach einer Transmutation eine besondere
Qualität. Die Berührung mit dem Kosmischen Feuer hat
eine mächtige Einwirkung, und die psychische Energie ist einer größeren
Anspannung ausgesetzt. Diese Eigenschaft ermöglicht dem Geist, die psychische
Energie bei Sendungen bewusst zu nutzen. So erweist die Anspannung der Zentren
sich als gewaltige Transmutation der psychischen Energie.
Ein Agni Yogi offenbart eine mächtige
Verstärkung der Energie, die dem in Erscheinung getretenen räumlichen Feuer
entsprechend wirkt. Der Schatz der psychischen Energie kann ein kraftvolles
Allheilmittel schaffen. Ein Bewusstsein, welches das Streben des Geistes zur Transmutation
der Zentren unterstützt, vollführt eine feurige Tat.
407. Man kann sich nicht immer sogleich vorstellen, wohin
der Strom der psychischen Energie gerichtet ist. Man kann nicht sofort
bestimmen, wann die Ströme in verschiedene Richtungen ausgehen und die gleiche Einwirkung
zeigen, denn die Verausgabung von psychischer Energie für schöpferische
Tätigkeiten entspringt ein und derselben Quelle. Der Verlauf des Stroms der
psychischen Energie spiegelt sich im Herzen und im ganzen Organismus wider;
deshalb ist es schwierig, sofort die Richtung festzustellen, in der die
psychische Energie ihre Sättigung bewirkt.
Herzschmerz
kann die Folge vieler Ursachen sein; man darf ihn aber nicht nur dem Aufwand
für die Last der Lebenserscheinungen zuschreiben, denn er kann auch eine
entgegengesetzte Ursache haben. Wird der Strom der psychischen Energie in den
Raum gelenkt, ist ein Gefühl von Herzschmerz unvermeidlich. Man muss diese
wunderwirkenden Erscheinungen genau untersuchen und sie nicht mit Vorahnungen verwechseln.
408. Die bestrebte
psychische Energie wird besonders durch das Feuer des Geistes angespannt. Die
Anspannung des Willens vermehrt den Vorrat und die Kräfte der psychischen
Energie. Man kann sich im Leben davon überzeugen, wie angespannte psychische
Energie vielen Hindernissen widersteht und sie bewältigt.
Die
Ströme der psychischen Energie können die umgebende Atmosphäre so stark
magnetisieren, dass sich rundherum tatsächlich eine Art feuriger Strom bildet,
der alle heranrückenden bösen Energien vernichtet. Die bewusst angespannte
psychische Energie der Furchtlosigkeit ist ein mächtiger Panzer. Die bewusste
Anwendung dieser Sättigung ruft eine feurige Mauer hervor, welche die bestätigte
Stellung schützt. Die Schöpfung der psychischen Energie ist unbegrenzt.
409. Das
Bewusstsein kann die Hebel spannen, die für die Stärkung der psychischen
Energie erforderlich sind. Doch dazu bedarf es eines sehr feinen
Unterscheidungsvermögens, denn ein feines Bewusstsein gebraucht die Kräfte für
schöpferische Anspannung, während ein grobes Bewusstsein und der Geist eines Zerstörers
die Hebel für finstere Listen spannen. Die psychische Energie ist in
menschlichen Händen die furchtbarste Waffe.
410. Bei kosmischen Verfinsterungen spannen die finsteren
Kräfte sich an, um ihr Wirken zu verstärken, weil das Gleichgewicht gestört
ist, und gerade in diesem gestörten Zustand offenbaren die finsteren
Wesenheiten natürlich ihre Kraft. Kosmische Verfinsterungen spannen die
Ereignisse besonders an, denn sie helfen den Kräften, sich zu offenbaren. Der Kampf steigert sich, und die Ereignisse
beschleunigen sich; die Finsternis verdichtet sich, doch das Licht siegt, und
der neue Stern erstrahlt heller.
411. Der
Zustand der Menschheit, die des Vorrats an psychischer Energie beraubt ist, drückt
sich klar in Ereignissen aus, welche (…) die Kräfte des Lichts und der Finsternis
anspannen. Alle Ströme, die so offensichtlich in verschiedene Richtungen
getrieben werden, weisen darauf hin, dass die Quelle der psychischen Energie
die Völker nur wenig sättigt. Der geistige Tod, das Versiegen der psychischen
Energie und die Vernichtung der höheren Bestrebungen beweisen doch den Zustand,
in dem die Menschheit sich befindet.
412. Natürlich
ist es unmöglich, mit Kleinmut aufzubauen, denn er trägt überall Zersetzung
hinein. Ein angespannter Aufbau erfordert die Offenbarung einer höheren
Verwirklichung: Entweder gesättigter Sieg oder untauglicher Kleinmut. Wenn man
dem menschlichen Verstand erklären könnte, wie verderblich halbe Maßnahmen und
Kompromisse sind, würde der Aufbau anders verlaufen.
Doch die Menschheit
krankt an diesen schrecklichen Geschwüren, Wir müssen unseren Vorrat an
Blutschweiß für Korrekturen aufwenden, und in dieser Anspannung schafft die
Hierarchie des Lichts. Blutschweiß bedeckt wahrhaftig Unsere Stirn.
Man kann sich in dieser Konzentration
von psychischer Energie üben, und ein angespannter Wille kann den Vorrat an
psychischer Energie vermehren. Feigheit kann den Vorrat an psychischer Energie
natürlich nur auslöschen. Entwickelt deshalb den Vorrat an psychischer Energie und spannt die Kühnheit an,
denn diese Quelle enthält so viel Macht!
414. Das
Herz spannt die psychische Energie besonders, und jedes Erlebnis des Herzens
wirkt sich auf den Vorrat an psychischer Energie aus. Man kann man vom
chemischen Tod des Menschen sprechen, wenn der Vorrat an psychischer Energie
erschöpft ist. Man kann von Auferstehung sprechen, wenn die psychische Energie sich
aufzufüllen beginnt.
Durch
feinstoffliches Studium der Methoden könnte man Verfahren finden, um die
psychische Energie anzuspannen, doch dafür sollte man den geistigen Zustand
kennen. Die feurige Zusammensetzung der psychischen
Energie kann aber nur durch einen feurigen Stimulus verstärkt werden.
Beim Kampf gegen Krankheiten kann man die
psychische Energie wie einen mächtigen Faktor verstärken. Bei der Reinigung des Bewusstseins kann man die Kräfte
des Geistes anspannen, die sich als Antreiber des Raumes erweisen. Die Hebel
für die feurige Auferstehung der psychischen Energie sind im Herzen zu finden.
415. Ein
Geist, der im Leben die Macht der Anspannung der psychischen Energie erkennt,
kann sich auch beim Übergang in die Feinstoffliche Welt auf ihre Macht
verlassen. Unser feinstofflicher Körper wird von dieser Sättigung genährt, und
die Fluida der psychischen Energie formen den Feinstofflichen Körper. Bei einer
Transmutation der Zentren wirkt die psychische Energie natürlich besonders
stark, und die Zentren sammeln diese mächtigen Fluida, um den feinstofflichen
Körper zu stärken. Wenn die psychische Energie durch erhabene Gefühle angehäuft
wird, wird die Transmutation des feinstofflichen Körpers entsprechend von
feurigen Energien gesättigt.
Es ist so
wichtig, seine Kräfte in einem bestrebten Verstehen der Macht der psychischen
Energie anzuspannen. Die Tätigkeit der feurigen Energie spannt alle folgenden Lebenserscheinungen.
416. Die
psychische Energie durchdringt alle Gewebe und stellt im ganzen Organismus das
Gleichgewicht her. Bei Krankheiten fließt die psychische Energie aus einem
bestimmten Zentrum ab, wodurch die Arbeit der Drüsen geschwächt wird. Die
psychische Energie strebt dann zu jenen Zentren, die das Gleichgewicht erhalten
können.
Deshalb
können alle Wucherungen bis hin zu Krebs einem Abfluss der psychischen Energie zugeschrieben
werden. Das geistige Gleichgewicht kann dazu beitragen, viele Krankheiten auszurotten.
Je länger ein solcher Abfluss der psychischen Energie währt, desto bösartiger
werden die Krankheiten sein.
Neben dem kosmischen Anwachsen der
psychischen Energie sollte man das Anwachsen aus dem Innern heraus genau
unterscheiden, besonders wenn es durch selbständige Tätigkeit der Zentren verstärkt
wird. Der Zustand der feurigen Zentren entspricht jener Macht im Kosmos, die
Prana kondensiert. So drücken sich in feuriger Tätigkeit Makro- und Mikrokosmos
aus. Bei feuriger Transmutation gleichen die Eigenschaften der Zentren sich den
feinstofflichsten Erscheinungen im Kosmos an. Bei Verstärkung der psychischen
Energie offenbart das Herz seine Sonnenähnlichkeit.
Mit kann verschiedene Experimente mit
mächtigen Sendungen von psychischer Energie durchführen. Ebenso wie angespannte
psychische Energie im Raum unverletzliche Ströme schafft, kann eine geschwächte
psychische Energie Fäden im Raum unterbrechen. Geist und Herz sind mächtige Quellen für die
Kondensierung der psychischen Energie.
419. Wenn psychische Energie in den Raum gelenkt wird, ergibt
sich eine gegenseitige Verstärkung der Ströme durch einen mächtigen Impuls. Wenn ein Geist sich bei Sendungen von psychischer
Energie anspannt, indem er alle seine Kräfte völlig auf ein Ziel richtet, reagieren
die Ströme des Raumes auf die angespannte psychische Energie und es ergibt sich
ein Gleichklang in gegenseitiger Anspannung.
Die Gleichklänge der Ströme erweisen
sich als jene Kanäle, die Sendungen psychischer Energie isolieren können;
deshalb sagen Wir, dass der Geist auf den Strömen des Raumes spielen kann.
Jede feurige Sättigung der Zentren
erweist sich als ein solcher mächtiger Resonator des Raumes. Die Ströme
unterwerfen sich dieser mächtigen gegenseitigen Verstärkung. Eine harmonisierte, vereinte Aura kann wahrhaftig
Wunder wirken. Wahrhaftig, der Geist spielt auf den Strömen des Raumes.
Ein bewusstes Verhalten zu den Erscheinungen
der psychischen Energie ermöglicht viele wunderbare Manifestationen, denn man
wird eine gegenseitige Verstärkung der psychischen Energie und der Ströme des Raumes
herstellen können. Die Gedankenschaffenskraft wird von diesen gegenseitigen Verstärkungen
entsprechend den kosmischen Bedingungen und dem Geisteszustand gesättigt. Die Macht der psychischen Energie ist in ihren Offenbarungen
unbegrenzt.
421. Das Herz lenkt die psychische Energie. Der Kristall
kann seine Kraft vermehren, die von feuriger Energie gesättigt wird. Ist man
bestrebt, die psychische Energie zu verstärken, sollte man fein erkennen,
welche Impulse gerade wirken. Denn von der Qualität des Impulses hängt die Anspannung
der psychischen Energie ab. So bringen Furchtlosigkeit und feuriges Streben zur
Heldentat Kristalle der psychischen Energie hervor.
Diese
Kristalle sind schwer aufzulösen, denn sie bestehen aus feurigsten Substanzen.
Deshalb können Erscheinungen der feurigen Zentren nur einem Geist enthüllt
werden, der Furchtlosigkeit und die Macht des feurigen Strebens zur Heldentat
kennt.
422.
Harmonische Ströme bilden Kanäle im Raum, die Sendungen ermöglichen, ihre
Bestimmung zu erreichen. Diesen Kanälen entlang kann die psychische Energie
gesandt werden, und die Ströme werden sich entsprechend anspannen. Die räumlichen
Feuer können sich mit den Sendungen des Geistes vereinen. Harmonisierte Ströme schaffen
mächtig.
Die Psychische Energie sättigt jeden Aufbau. Man kann wahrhaftig
bestätigen, dass Anspannung der psychischen Energie in einem feurigen Aufschwung
bedeutet, jeden Aufbau zu verwirklichen. Im Herzen sind mächtige Hebel der
Schöpfung eingelagert, und von dieser Sonne der Sonnen hängt die Schöpfung ab.
423.
Nicht selten ist ein feuriges Wunder im Herzen verborgen, doch es kann nur
durch andauerndes Streben nach Offenbarung des Wunders in Erscheinung treten.
Hell leuchtet das reine Feuer, wenn die Freude am Wunder lebt.
Man
sollte nicht annehmen, dass man nur durch zeitweiliges Besinnen etwas erreichen
kann. Reines Feuer, ohne Asche, kann aber leuchten, wenn alles voller
Bestrebung ist.
424. Wenn gefragt wird: Was behindert alle guten Vorhaben am
meisten? Antwortet: Gerade Mangel an Freundlichkeit. Keine schöpferische
Errungenschaft, keine Zusammenarbeit und natürlich auch keine Gemeinschaft sind
ohne Freundlichkeit möglich. Man kann beobachten, wie die Arbeit durch
Freundlichkeit zehnfach erleichtert wird; und es scheint, als wäre nichts einfacher, als bei bestrebter
Arbeit nur das Gute und den Erfolg seines Nächsten zu wünschen!
Freude ist
das Resultat von Arbeit. Freude ist ein großer Helfer.
426. Nur
in Einheit liegt Stärke. Dies ist seit undenklichen Zeiten bekannt, doch immer wieder
hat man gegen dieses Gesetz verstoßen. Einigkeit ist nämlich notwendig, um eine
schwierige Tat auszuführen.
Wenn die
Menschheit wollte, könnte sie durch vereintes Streben Wunder wirken. Doch die
kleinen, vereinzelten Anstrengungen für die Rettung des Planeten sind sehr
schwach. Wieder sehen Wir Uns genötigt, die Notwendigkeit der Einigkeit zu wiederholen.
427. Der Sieg
im Geist bestimmt das Ergebnis im voraus. Deshalb ist es so wichtig, im
Grundsatz den richtigen Zugang zu finden. So viel Kraft und Zeit kann man sparen
und so viel sogenannten Kummer vermeiden.
428. Die großen
feurigen Glaubenskämpfer sind die Schönheit und Freude des Planeten. Die
Menschheit muss diesen Helfern Dankbarkeit zeigen.
429. Die
Menschheit muss ihr Denken besser erforschen. Man muss an den Schulen die Wissenschaft
des Denkens einführen, nicht als abstrakte Psychologie, sondern als praktische
Grundsätze des Gedächtnisses, der Aufmerksamkeit und der Konzentration.
Neben den vier genannten Bereichen des Denkens erfordern
natürlich viele Eigenschaften eine Entwicklung: Genauigkeit, Schnelligkeit,
Synthese, Originalität und andere. Ebenso kann man Jähzorn heilen. Würde
man nur einen Teil der Anstrengungen, die an den Schulen für Sport aufgewendet
werden, dem Denken widmen, gäbe es bald erstaunliche Resultate.
Natürlich
sollte man das Leben und Aussprüche der großen Glaubenskämpfer und Helden an
allen Schulen lehren.
So wie
Finsternis die Abwesenheit von Licht bedeutet, ist Unwissenheit die Abwesenheit
von Wissen.
430. Über die Notwendigkeit der Konzentration wurde oft
gesprochen. Bei Problemen ist Konzentration eine unerlässliche Eigenschaft der
Mitarbeiter. Man muss bei allen kleinen Arbeiten Konzentration zeigen.
Im
Altertum erachtete man Konzentration als von erstrangiger Wichtigkeit. Alle
Lehren betonen die Konzentration und erachten sie als eine unerlässliche
Eigenschaft.
431. Die
Größe des Kosmos wird so wenig erkannt. Bestenfalls sprechen die Menschen von
der Wärme der Sonne. Aber das Sonnensystem ist doch im Kosmos nur wie ein Atom
in der Sonne!
432. Die kosmische
Einwirkung nimmt zu, doch die Anpassungsfähigkeit der Erde verschlechtert sich.
Man kann beobachten, dass die Wissenschaftler beginnen, die Einwirkungen kosmischer
Ströme anzuerkennen. Das ist nicht verwunderlich, denn die Ströme werden immer stärker!
Das himmlische Leuchten und sogar der Regenbogen sind für die Umgebung von
großer Bedeutung. Ich spreche aber natürlich von jenen Erscheinungen, die mit den
gegenwärtigen Apparaten nicht gemessen werden können
Das unterirdische
Feuer tobt, doch wie wenig Beachtung schenken die Wissenschaftler diesem bedeutsamen
Umstand. Eine wahre Forschung muss natürlich mehr sein als eine mechanische
Aufzeichnung von starken Widerspiegelungen.
433. Es
nahen neue, unverhoffte, bedrohliche Weltereignisse. Unerwartete Erscheinungen
müssen in der bevorstehenden Epoche besonders beachtet werden.
Vergleicht
man die Welt der zwanziger Jahre mit der gegenwärtigen und wendet die gleiche
Fortschrittsrate für die Zukunft an, kann man sehen, wie schwierig es für die
Menschen ist, die Zukunft der Welt zu erkennen.
434. Die Neue
Welt weist neue Bedingungen auf und erfordert neue Taten. Man kann die Neue
Welt nicht mit den alten Methoden betreten, deshalb rufe Ich so sehr zu einer grundlegenden
Erneuerung des Bewusstseins auf.
So manche
erfüllt die Neue Welt mit Furcht, manche erschreckt die Neue Welt mit Arbeit,
bei manchen erbebt das Herz bei der Erwähnung der Neuen Welt – sucht die
letzteren.
435.
Besonders schwer fällt es den Menschen, die feurige Natur der Dinge zu verstehen.
Jeder Stein ist voller Feuer. Jeder Baum ist mit Feuer gesättigt. Jede Felswand
ist gleichsam eine Flammensäule. Doch wer glaubt das schon?
Solange
die Menschen aber die feurige Grundlage der Natur nicht erkennen, können sie
sich gewissen Energien nicht nähern. Es ist von großer Bedeutung, die
Erscheinung des Feuers zu erkennen, oder es sogar zuzulassen und zu verwirklichen.
Man kann vom Feuer als der Quelle von Licht und Wärme sprechen, doch eine solche
Vorstellung wird die Erhabenheit des Feuers lediglich schmälern.
Durch das
Leuchten eines jeden Gegenstandes sind die Welten verbunden. Doch wenige haben
sich von diesem Leuchten überzeugt. Das Verweilen in der Finsternis verhindert
das Verständnis des Lichts.
Erinnert euch daran, wie der Ausdruck
und die Erfüllung eines Wunsches dem grob-menschlichen Verständnis so gar nicht
entsprochen haben. Der lauteste und tränenvollste Wunsch wurde nicht erfüllt, doch
der ruhige Gedanke fand Erfüllung. Die Feurige Welt ist von den irdischen Forderungen
weit entfernt.
Das Element Feuer ist so feinstofflich,
dass es mit der Gedankenenergie übereinstimmt. Schon ein Wort kann den Zutritt des
Feuers verhindern. Deshalb beruhten die alten Beschwörungen auf Rhythmus, und
erst später entarteten sie in Geschrei und Geheul.
Es wurde doch auf das Herzensgebet
hingewiesen. Man kann des höchsten Feuers im Schweigen schneller teilhaftig
werden als durch wörtliche Forderungen. So kann man anhand aller
Lebenserscheinungen lernen, wie man sich dem höchsten Feuer nähern kann.
437.
Intuition und sogenanntes Feingefühl gehören zur Feurigen Welt. Die Menschen
befassen sich nicht mit der Frage, warum nur gewisse Personen mit Feingefühl begabt
sind. Mit einem Apparat, der Feurigkeit feststellt, kann man auch die Gabe der
Intuition beobachten.
Auch die
Schwankungen eines Pendels zeigen Gefühlswissen an, mit anderen Worten
Feurigkeit. Nicht selten sprechen Wir unter verschiedenen Bezeichnungen von ein
und demselben. Es ist nicht leicht, dem Bewusstsein einzuprägen, dass die so
ferne Feurigkeit dem ganzen Leben nah ist.
438.
Hellseher können nicht auf Befehl sehen. Der Schüler versteht, dass die
Bedingungen für eine höhere Aufnahme nicht in derber Sprache gefordert werden
können. Eine höhere Entwicklungsstufe wird geschaffen, wenn der Schüler jede
überirdische Saite zu schätzen beginnt.
Selbst wenn
der Schüler ins Überirdische fliegt, verlässt er die Erde nicht. Eine solche Vereinigung
wird als ein wahres Freudenfeuer bezeichnet. Seine Flamme steigt kerzengerade
auf. Doch wenige können eine solche Last emporheben. Wie kann man fliegen, ohne
sich von der Erde zu lösen? Heißt das nicht, dass man die ganze Erde mit emporheben
muss?
Doch wie
ist eine solche Unmöglichkeit zu verstehen? Wird die feurige Grundlage von
allem Bestehenden erkannt, gibt es weder Schwere noch Last. Indem man seine
Gedanken an die Feurige Welt vermehrt, kann man Lasten erheben. Man muss nur an
das Gesetz der Angemessenheit denken.
439. Wer
ist es denn, der bereit ist zu fliegen? Nur ein Mensch, der seine feurige Würde
nicht herabgesetzt hat. Es gibt nicht viele Erhalter der Erde. Man hat es geschafft,
die Giganten zu vergessen, welche die Erde erhalten. Mit welchen Worten und
Bildnissen kann man das Wesen der Dinge ins Gedächtnis zurückrufen? Wir werden
der Wiederholung nicht überdrüssig.
440. Die
Feurige Welt findet ihren Ausdruck in der Bezeichnung psychische Energie. So werden
die Menschen sie eher verstehen. Jeder stimmt zu, dass in ihm etwas vorhanden
ist, wofür es in keiner Sprache eine Bezeichnung gibt. Kraft oder Energie wird
eher angenommen werden als der feurige Funke.
Die
Menschheit widersetzt sich besonders dem Feuer. Feuer verzehrt, schafft aber nichts,
glauben die Menschen. Deshalb nennt es vorerst psychische Energie, und sprecht
nur zu einem entwickelten Bewusstsein von Feuer. Es ist leichter zu sagen, dass
Moschus*, Phosphor und Bernstein der psychischen Energie nahestehen, als zu
sagen, dass sie dem Feuer nahestehen. Die erste Bedingung bei allem ist, nichts
zu erschweren.
442.
Sämtliche Sekrete des Menschen werden zu wenig erforscht. Sie können so sehr an
die psychische Energie mahnen!
Über die
bemerkenswerten Inhalte des Speichels wurde bereits gesprochen. Er kann die
gleichen Angaben liefern wie photographische Aufnahmen von Ausstrahlungen. Man braucht
den Speichel des Menschen nur in seine verschiedenen Bestandteile zu zerlegen,
um seine Veränderungen zu sehen. Darüber hinaus wird in seiner Zusammensetzung
zuweilen etwas Unbestimmbares bemerkt werden. Etwas, das der psychischen
Energie eigen ist. In besonderen Fällen wird eine Schlussfolgerung sichtbar.
Wie nützlich ist die Mitarbeit eines beobachtenden Arztes.
443. Man
sollte immer und immer wieder über Beobachtungsfähigkeit sprechen. Sie wird
nicht oft angewendet, doch nur ihre Verstärkung wird helfen, die Funken der
Feurigen Welt zu erkennen. Schämt euch nicht, die Freunde mit verschiedenen
Worten an die Beobachtungsfähigkeit zu erinnern.
444.
Denkt darüber nach, wie Karma Verräter nicht verschont. Nicht Rache, sondern
Gerechtigkeit ist unabänderlich. Man muss verstehen, wie Karma seine Kreise
zieht und unerwartet zuschlägt.
Man muss ein
standhafter Krieger sein. Ich wurde in Meinen Leben selten getötet, weil Ich
durch Wachsamkeit entkommen bin. So bewahrt Mich im Herzen wie einen Talisman[42]. Das
Aufkommen von Verwirrung ist der Feurigen Welt nicht angemessen.
445.
Alles wird zuerst in der Feurigen Welt aufgebaut, dann senkt es sich herunter in
den feinstofflichen Körper. Auf diese Weise ist alles auf Erden Geschaffene nur
ein Schatten der Feurigen Welt.
Man
sollte diese Reihenfolge der Schöpfung fest im Gedächtnis bewahren. Die
Menschen müssen wissen, dass vieles in der Feurigen Welt Geschaffene sich noch
nicht in irdische Entwürfe herabgelassen hat. Deshalb urteilen die Unwissenden
nach dem irdischen Augenschein, doch die Weisen lächeln, weil sie die wahre
Wirklichkeit kennen.
Diese Reihenfolge
der Schöpfung ist einfach, doch für Unwissenden schwer verständlich. Sogar sie
wissen jedoch, dass man, um Statuen zu erhalten, eine im Feuer geschmolzene
Masse in eine zerbrechliche Form gießen muss.
446.
Vieles, was noch nicht bis zum irdischen Hartwerden gekommen ist, wurde in der
Feurigen Welt bereits vollendet. Daher kennen Seher das, was kommen muss,
obwohl es für ein kurzsichtiges Auge noch unsichtbar ist.
Aus demselben
Grund bildet sich um bedeutende Erscheinungen viel finstere Schlacke. Manchmal
begreifen die Menschen, dass besonders Gutes von besonders Bösem gleichsam verfolgt
wird. Der Vorgang des Metallgießens kann an die Umsetzung feuriger Entscheidungen
in irdische Formen erinnern.
447. Die Feurige
Welt wird durch die auf Erden vor sich gehenden Ereignisse gleichsam spiralig
angezogen. Doch nur wenige begreifen, warum zwischen feurigen Entscheidungen
und ihrer irdischen Verwirklichung einige Fristen unvermeidlich sind. In der
Tat, der Hauptfaktor liegt in der Feurigkeit des ursprünglich Erschaffenen.
448. Wenn
ein Psychiater ungewöhnliche Krankheitsfälle sammelt, wird er zweifellos eine Berührung
mit der Feurigen Welt wahrnehmen. Wenn ein Spezialist der Neurologie Fakten
über unerklärliche Erscheinungen sammelt, kann er dem Studium der psychischen
Energie helfen. Sogar der Apparat unseres Physiologen in Kalkutta[43] kann
Hinweise auf dieselbe Energie liefern.
Es gibt verschiedene
Namen, doch der Sinn ist derselbe. Die Menschen wollen sich nicht an die
bereits bestehenden Benennungen halten und komplizieren damit das Studium bloß.
449. Wenn
man über die wahren Ursachen nachdenkt, berührt man bereits die Feurige Welt. So
muss man die Erleuchtung über die Ursachen der kosmischen Erscheinungen
anspannen. Nimmt nicht der menschliche Geist an ihnen teil?
Es ist
besonders notwendig zu beobachten, wie jene Menschen sich führen, denen Hilfe erwiesen
wurde. Wer immer Saint Germain* abwies, hatte ein düsteres Schicksal. Abgelehnte
Hilfe verwandelt sich in eine übermäßige Last – so lautet das Gesetz.
450. Man
fragt nach den Ursachen der Ansteckung und den Eigenschaften des Blutes und des
Samens, vergisst aber völlig, dass diesen Erscheinungen die psychische Energie
zugrunde liegt. Sie schützt vor Ansteckung und ist in der Beschaffenheit der
Sekrete zu finden. Es lohnt nicht, eine mechanische Zusammenstellung der Daten
in Erwägung zu ziehen, wenn man der Mitwirkung der psychischen Energie keine
Beachtung schenkt.
Die
Menschen bezeichnen eine bestimmte Immunität als Zustrom des Glaubens, der
Zustand der Ekstase wird jedoch nicht ohne Grund das Strahlen der Feurigen Welt
genannt. Ein solches Strahlen schützt doch den Menschen vor Ansteckung. Es
reinigt die Sekrete, es ist wie ein Schild. Deshalb ist der Zustand der Freude und
der Begeisterung die beste Prophylaxe. Wer die Begeisterung des Geistes kennt, hat
sich bereits von vielen Gefahren befreit.
Sogar gewöhnliche
Ärzte wissen, wie veränderlich der Zustand des Bluts und der Sekrete ist. Aber
wenige verbinden das mit dem Geisteszustand.
452. Man
kann nicht an die Feurige Welt denken, ohne zu studieren, wie ein Mensch sich im
Augenblick eines sogenannten Unglücks führt. Ein vorbereiteter Geist sagt: „Wir
wollen kämpfen und mit einer feurigen Rüstung zu Felde ziehen.“ Ein
jämmerlicher Geist dagegen lässt den Kopf hängen und setzt sich großer
Ansteckung aus. Glaubt nicht, dass diese einfache Wahrheit nicht wiederholt
werden muss, die meisten Menschen bedürfen ihrer.
453. Die
Menschen verstehen oft nicht, wie lebenswichtig Fantasie ist. Doch wie sonst kann
man sich das Vorhandensein der Feurigen Bildnisse vorstellen? Alles wird im Feuer
geboren und erkaltet im Fleisch. Von der grobstofflichen Welt aus muss man fähig
sein, sich den Pfad zur feurigen Geburt vorzustellen. Allein eine solche
furchtlose Vorstellung macht Feuer nicht verzehrend.
454. Eine
feurige Vorstellung führt zur Vereinfachung des ganzen Wesens des irdischen
Lebens. So war es, als Feuer die offenbarten Formen zu verdichten begann; ebenso
versteht es, den Hinweis auf die umgekehrte Lage zu begreifen: Das Feurige im Stofflichen
und das Stoffliche im Feurigen.
455.
Gewisse Formen sind unsichtbar und können vom Auge nicht erfasst werden. Daher
muss man viele Abstufungen der Gestalten verstehen.
456. Das Hierarchische
Band ist eine der Erscheinungen der Feurigen Welt. Wirklich, nur feurige Herzen
können die Bedeutung eines solchen Bandes verstehen; nur sie spüren das
Spinngewebe des Bandes, welches die Ordnung der Welt aufrechterhält.
Das Chaos
wird nicht müde, diese Bande anzugreifen. Neben dem undisziplinierten Chaos
suchen auch die Kräfte des Bösen einzubrechen und die Fäden zu zerreißen.
Solche Kämpfe sollte man als etwas unvermeidliches annehmen. Nur Verstehen des
Kampfes kann wahren Mut einflößen.
Ein Sieg
ist, wenn man weiß, was unbedingt gerettet werden muss. Doch das Hierarchische Band
ist schon der größte Sieg. Man muss sich diesem Band nicht nur unterordnen,
sondern es als den einzigen Schild liebgewinnen.
457. Verrat
ist in erster Linie ein Verstoß gegen die Hierarchie. Er ist unzulässig, da er
der Finsternis die Tore öffnet. Wenn in jedem Buch an Verrat erinnert wird,
bedeutet das, dass dieses Ungeheuer von allen Seiten her erkannt werden muss.
Er kann
beim Ruf, bei der Erleuchtung und auf dem Neuen Pfad begangen werden, inmitten
des Feuers und der Unbegrenztheit; er kann die Hierarchie treffen, das Herz
verletzen und sogar gegen die Feurige Welt ankämpfen. Die Giftschlange des
Verrats kann sich auf allen Wegen einschleichen und muss überall niedergemacht
werden.
458. Jede gute Einheit ist notwendig. Es ist aber keine Einheit, wenn sie auf einem verfaulten
Faden beruht. Wenn eine Grille den Aufbau zunichtemachen kann, heißt das, dass das
Streben klein war. Inmitten der feurigen Schlacht ist unzerstörbare Einheit gefordert,
nur so kann sich ein unüberwindlicher Monolith bilden. Solcher Monolithen
bedarf es.
459. In den
alten Lehren wurde die Feurige Welt viel öfter erwähnt als heute. Die Völker stellen
sich Feuer nicht als ein höheres Element, sondern als einen ganz gewöhnlichen Umstand
vor. Die Wissenschaft sowie die neuesten Entdeckungen können über die feurige
Macht berichten. Es ist völlig gleichgültig, auf welchen Wegen die Erkenntnis der
Feurigen Welt wiederkehrt. Bei der Evolution muss sie jedoch als Grundlage des
weiteren Fortschritts in Erscheinung treten.
460. Man
sollte nicht über etwas vom Vorangegangenen völlig Abgetrennten sprechen. Die Ringe
der Spirale müssen sich beinahe berühren, sonst ist die Spirale nicht stark. Deshalb
führt das Neue fast unmerklich ein; es ist kein Unglück, wenn man sagt: Das ist
alles alt! So wird man das Neue schneller annehmen.
Stützt euch
oft auf die feurige Grundlage sämtlicher Entdeckungen. Möge man sie alle auch
mit verschiedenen Namen bezeichnen, das Wesen wird dennoch das gleiche sein. So
viel Unglück geschieht, weil man sich auf Namen versteift! Deshalb besteht nie
auf einem Namen.
461. Man kann
sich einen Menschen vorstellen, der auf dem Weg der Wissenschaft das
Vorhandensein einer feurigen Substanz herausgefunden, aber keine Vorstellung
davon hat, wie man sie im Leben anwenden kann.
In der
Tat, wie unglücklich ist ein solcher Blinder! Er hat überirdische Stimmen
gehört, doch für ihn bleibt der Raum leer. Er erfasst nämlich nicht, dass er wie
ein Blinder ist, der sich mitten in einem vollen Amphitheater befindet und das
Geflüster der Menge für Plätschern des Meeres hält. Niemand kann ihn davon
überzeugen, dass er sich irrt.
Man nimmt
an, dass mechanische Erkenntnisse völlig ausreichen, doch diese werden die
Menschen nicht zur Verwandlung des Lebens führen.
462. Jene
haben Recht, die versuchen, die Wirklichkeit mit leuchtenden Punkten darzustellen.
Sie wecken das Bewusstsein dafür, dass der Raum angefüllt ist.
463. Der Verstand
liebt Feuer nicht, denn er steht ständig im Widerstreit mit dem Herzen. Der
Verstand liebt Weisheit nicht, denn er fürchtet Unbegrenztheit. Der Verstand
sucht sich durch Gesetze zu beschränken, denn er hofft nicht darauf, fliegen zu
können. So kann man sowohl das irdische Prinzip als auch Flüge in die Feurige
Welt finden.
464. Jede
Feierlichkeit ist bereits ein Anschluss an das Feuer. Wer kann euch dann besiegen?
Gegen Uns ist niemand stark. Doch Wir lieben den Kampf; andernfalls wird er zur
Qual. Wo findet man größere Geduld als bei Uns! Die Finsternis ist doch ungeduldig.
Damit ist sie endlich. In allem ist Arbeit; und Kampf ist schon eine Verwirklichung
der Arbeit. Verwirklichung ist Mut, daher sind Wir so sehr um ihn besorgt.
465. Derjenige
kann Visionen haben, der sie zulässt und dessen Herz sie aushält. Feurige
Visionen können nur sehr selten ausgehalten werden. Feinstoffliche Körper
flößen sogar Schrecken ein. Die Menschen sollten nicht über das Ausbleiben
feinstofflicher Visionen klagen. Schon der Beginn ihrer Annäherung erfüllt mit Schrecken.
Doch keine
gute Wesenheit wird einen erschrecken. Im Gegenteil, sie schützen vor bösen
Wesen. So ist die grobstoffliche Welt nicht an feurige Wahrnehmung gewöhnt.
466.
Verschiedene Gesellschaften halten schon Séancen ab, um die Feinstoffliche Welt
kennenzulernen. Gewöhnlich fürchten die Anwesenden sich jedoch und vermindern
auf diese Weise die Erscheinungen. Furcht ist ein Ersticker des Feuers. Daher
ist es an der Zeit, sich an die Überirdische Welt zu gewöhnen. Furcht breitet
sich doch in der ganzen Aura aus und wirkt weithin. Schon einer, der sich
fürchtet, schwächt nämlich alle Anwesenden.
Mut muss
natürlich sein. Jeder suggerierte Mut ist wenig wirksam. Merken wir uns das,
denn Kühnheit entsteht aus umfassendem Wissen. Wenn eine solche Stufe erreicht
worden ist, wird sie den Menschen nie im Stich lassen.
467. Man
kann Beispiele grausamer Besessenheit beobachten. Es ist notwendig, dass die
Ärzte einen solchen viehischen Zustand vollständig verstehen, um Ansteckung unterbinden
zu können. Es ist richtig, Besessene wie Aussätzige zu isolieren.
Bestimmte
Grade der Besessenheit können unheilbar sein. Das Gehirn und das Herz können
von diesem doppelten Druck entarten, doch ein fester, ehrlicher, erkennender
Geist kennt keine Besessenheit.
468. Eine
Erscheinung erschüttert von neuem die Erde. Mögen die Menschen darüber
nachdenken, warum?
Ein altes
Märchen erzählt: „Ein König geriet zu Unrecht in Zorn, und seine beste Stadt
verfiel dem Ruin. Doch der König dachte über die Ursache nicht nach und erglühte
erneut zu Unrecht in Zorn. Und der Blitz verschlang seine beste Ernte. Doch selbst
dann kam der König nicht zur Besinnung und geriet so in Wut, dass die Pest sein
Volk hinwegraffte. Dann leuchtete ein wunderbares Zeichen mit dem Wort ‚Mörder‘
auf. Und der ungerechte König fiel leblos und verdammt zu Boden.“
So
wussten die Alten von den Auswirkungen von Ungerechtigkeit.
469. Zu
Unrecht meinen die Menschen, die Grenzen zu den überkörperlichen Sphären seien weit
entfernt. Niemand kennt die genaue Grenze zur Feinstofflichen Welt, sie ist für
das Bewusstsein nicht erfassbar, ebenso wenig wie die zwischen der
Feinstofflichen und der Feurigen Welt. Doch diese Grenzen sind unermesslich
nahe!
470. Unwissende hegen den Verdacht der Feueranbetung,
doch sie selbst umgeben ihre Heiligtümer mit Feuern. Sie tun das doch, um das
Allerheiligste mit dem Allerreinsten zu umgeben. Das Licht und die Höhere Macht
ziehen das menschliche Bewusstsein an. Es geht nicht um Feueranbetung, sondern um
die Erkenntnis der Eigenschaft des schöpferischen, reinen Elementes. Ein
Bildhauer hütet Marmor und Lehm, betet sie aber nicht an.
471. Früher
tat die Erde sich auf und verschlang Verräter. Wer kann sich das zehnfach
schlimmere Schicksal der heutigen Verräter vorstellen? Sie selbst verstehen das
am wenigsten. Ein böses Geschick! Verrat nimmt zu und der unterirdische Zorn
grollt.
472. Kann
ein würdiger Mensch auf dem Weg einer Giftschlange, einem Skorpion oder einer
Tarantel begegnen? Gewiss kann er das. Je länger der Weg ist, desto mehr Begegnungen
gibt es. Der Unterschied besteht nur darin, dass der Kleinmütige gestochen
werden kann, der Mutige aber nicht verletzt wird.
Meinen
wir daher nicht, die besten Boten würden nicht von finsteren Kreaturen
ausgezeichnet. Lasst uns alle Beispiele ins Gedächtnis rufen.
473.
Erscheinungen können entweder feinstofflich oder mit der grobstofflichen Welt
verbunden sein. Finstere Wesenheiten stärken sich nicht selten durch die
Anwesenheit grobstofflicher Kreaturen, die sie herbeiziehen.
So können
irgendwelche streunenden Hunde, Katzen, Mäuse oder lästige Insekten auftauchen.
Finstere Wesenheiten stärken ihre Substanz durch Tiere. In der Lehre wurde wiederholt
auf die Beteiligung der Tierwelt an feinstofflichen und niederen
Manifestationen hingewiesen. Diese können manchmal ohne Mitwirkung von Tieren
gar nicht in Erscheinung treten.
Doch für einen
mutigen Geist bedeuten alle diese Erscheinungen gar nichts. Mögen Taranteln
umherkriechen, für die Wissenschaft ist es dagegen sehr wichtig, diese Verbindung
der Tiere mit der Feinstofflichen Welt zu kennen.
Ich rate
davon ab, Tiere im Schlafzimmer zu halten. Bestimmte Menschen fühlen selbst das
Vernünftige dieser lebenswichtigen Bedingung; bei anderen ist es umgekehrt, sie
sind gleichsam bestrebt, unsichtbare Gäste anzuziehen.
474. Wir sagen allen Verrätern: Ihr habt euch selbst
überführt. Das Verhängnis der Verräter liegt gerade darin, dass sie sich selbst
entlarven. Das Joch des Verräters ist unerträglich. Woher kommen denn die
vielen Unglücklichen? Sie sind verkleidete Verräter, Diebe und Mörder. Gewöhnlich
befinden sich in ihrem Beutel alte Schulden. Die früheren Verräter wissen
nicht, wie sie bezahlen. Doch sie tragen unverkennbar die Last der Zahlung.
475. Die
Feurige Welt erbebt von Verrat. Dieser Angriff des Chaos wendet sich gegen
alles Offenbarte.
476. Oft werden die richtigen Begriffe ausgesprochen, doch
ohne das zu erkennen. Der flammende Blick erinnert sehr richtig an die feurige
Energie, die mit dem Blick gesandt wird. Man spricht von einem warmen
Händedruck; das ist wieder richtig, denn es erinnert an dieselbe Energie, die
alle Emanationen erfüllt. Doch die Menschen schreiben die Macht des Blickes
nicht dem Feuer zu, sondern denken an den Glanz der Augen oder die Muskeln der
Hand.
So werden
früher einmal gelehrte Begriffsbestimmungen vergessen. Viele richtige Begriffe sind
vergessen und entstellt worden. Die Menschen wiederholen nur, ohne die
Bedeutung der besonders notwendigen Benennungen zu ermessen.
477. Die Welt erbebt. Wieder sind die Meerestiefen unruhig.
Doch diese Tiefen werden nicht in Betracht gezogen. Die Fristen (…) vieler Unterwasserriffe
nahen, doch es ist nicht üblich, an solche Vorgänge zu denken.
Verstünden
es die Menschen, über die Elemente und die überirdischen Sphären nachzudenken,
könnte sich ihr Denken leichter den Grundlagen zuwenden. Warum können nur wenige
über das Grundlegendste nachdenken?
Wer von der Sonne erwärmt ist, führt
Wärme mit sich. In seiner Nähe wollen die Menschen sich wärmen. Ist es nicht
ebenso mit einem flammenden Herzen, das an die Feurige Welt angeschlossen ist? Die Menschen eilen zum lodernden Herzen, um sich zu
wärmen, und laufen vor tödlicher Kälte davon – so verhält es sich im ganzen
Dasein.
Einfach
und nahe ist die Gegenwart der Höheren Welt, doch die irdischen Bewusstseine
verhindern mit Steinblöcken die ätherische Entflammung.
479.
Gewöhnt Kinder daran, Ströme lebensspendender Wärme aufnehmen. Helft Kindern,
dem wahren Dasein freudig zuzulächeln. Haltet sie von der Verehrung von
Trugbildern ab. Es bedarf keiner Erdichtungen, wenn die Welt ihren wunderbaren
Aufbau enthüllt. So ist der ganze Raum mit den Strahlen herrlicher Welten
erfüllt.
480.
Manche Menschen streben nach Wissen, während andere sich vor dem Licht
fürchten. Sollte man nicht die Ursache dafür entsprechend der Grenzlinie des
Feuers suchen?
481.
Nichts kehrt wieder, sondern alles strebt unbegrenzt voran. Glück liegt nämlich
im Unbegrenzten. Jede Begrenzung ist bereits eine Verletzung der höheren Schöpfung.
Beschränkung ist ein Kerker, doch ein Flug in die Unbegrenztheit verschafft
schon Schwanenflügel. Daher ist nicht ohne Grund die Bezeichnung Schwan
entstanden.
482. Der
Mond ist nur für eine Ordnung der Erscheinungen gut, bei anderen ist er nämlich
nicht nützlich. Oberhalb seiner reflektierten Strahlen kann man die Ausstrahlungen
der Feurigen Welt besser erkennen. Bestätigt den Liebhabern des Mondes die
niedere Ordnung seiner Strahlen[44].
483.
Jeder kann sich vorstellen, wie schwierig es ist, bei einem komplizierten
Apparat die Ursache einer Beschädigung zu finden; irgendwo wurde etwas verbogen,
und die Arbeit erbringt keine Resultate mehr. Niemand hat bemerkt, wann genau die
kleine Nachlässigkeit geschehen ist. Aber sie ist erfolgt, und man musste nicht
nur die Arbeit einstellen, sondern auch den ganzen Apparat auseinandernehmen.
Ebenso
ist es in der Feurigen Welt: Stellt ihr die geringste fleischliche Begierde entgegen,
und die ganze Beziehung wird gestört. Doch betrübt die Kleinen nicht, sonst
werden sie ein solches Element allmählich fürchten. Feuer liebt Mut und
Ungestüm. Doch ein mutiger Held wird sich nicht mit fleischlichen Gedanken
herabsetzen.
Ungestüm
hilft, dunkle Abgründe zu überfliegen. Es gibt viel Finsternis, viele Abgründe
und viele finstere Verräter. Möge Licht über der Finsternis erstrahlen!
484. Einem
Schild wird Festigkeit zugeschrieben, die Stärke liegt jedoch nicht ihm,
sondern in der Hand, die ihn führt. Feuer wird dem Auge offenbart doch vom
Herzen erkannt.
485. Wir frohlocken
über den errungenen Sieg. Noch eine Zeitlang werden die Menschen ihn nicht
wahrnehmen, doch er ist bereits da. Wartet noch ein wenig, ihr Ungeduldigen,
denn nicht das Auge, sondern das Herz bestimmt den Sieg.
Wenn sich
in der Feinstofflichen Welt schon ein feuriger Aufbau inkarniert, können die
Herzen der Erbauer sich freuen. Die Schlafenden spüren es nicht, wenn man sie
aus dem Haus trägt, doch der Raum singt bereits.
486.
Warum bestehe Ich darauf, jeden Tag Niederschriften zu machen? Damit der
Rhythmus nicht gestört wird. Wer sich den Wert der Beständigkeit angeeignet hat,
ist den Feurigen Toren schon nahe. Man muss sich auf Beständigkeit in allem
vorbereiten. Daher kommt Unermüdlichkeit, daher kommt Unbesiegbarkeit.
487. Die
Menschen sprechen gern von einem Wunder, fürchten sich aber vor jeder
Annäherung an die Feinstoffliche Welt. Wir unterteilen die Menschen in drei
Gruppen: Die grobstofflichen; jene, welche die Feinstoffliche Welt zulassen;
und jene, welche die Feurige Welt erkennen. Teilt die, die euch begegnen, nach
dieser Abgrenzung ein.
488. Hier
nähert sich ein bemerkenswertes Jahr[45].
Doch viele erfassen die Bedeutung dessen, was vor sich geht, nicht. Sogar jene,
die vernommen haben, wünschen, dass die Ereignisse sich nach ihrer Vorstellung
gestalten. Gewöhnlich wünscht ein jeder nach seiner eigenen Natur, doch
beobachtet das laufende Geschehen vorurteilslos. Wendet eure Aufmerksamkeit ehrlich
an, weil ihr wisst, dass eine große Frist verstreicht.
Tauben
werden euch nicht nur einen Ölzweig bringen[46],
sondern auch ein Eichen- und ein Lorbeerblatt; ebenso sind Unsere Opfergaben
keine Zufallserscheinung, sondern Schritte in die Zukunft. Die Fristen des großen
Wissens sind nämlich unabänderlich.
Versteht
es, schöpferisches Ringen liebzugewinnen. Versteht es, das Ohr an die Erde zu
legen und die Herzen in großer Erwartung zu erleuchten. Mögen Unwissende Böses wünschen,
gleichwohl weben die Fristen das Gewebe der Welt.
Lernt
unterscheiden. Lernt, dem vom Schicksal Bestimmten entgegenzufliegen. Es gibt
viele Gewänder und Schleier, doch der Sinn ist derselbe. Das vorausgesagte Jahr
rückt heran.
489. Die
Menschen wundern sich: Was nützen so geringe Überwindungen der Elemente wie
Sicherheben in die Luft, Durchschreiten von Feuer, Sitzen auf dem Wasser oder Aufenthalt unter der Erde[47]? In solchen
Übungen der Disziplin wird nur ein Symbol der Überwindung aufgezeigt.
Die
Feurige Welt wird aber nicht durch Erproben der Fersen oder durch Atemübungen
erreicht. Diese herrliche Welt ist nur über das Herz erreichbar. Lasst uns
nicht all jene verurteilen, die sich strenger Disziplin weihen, sondern eilen
wir auf dem Pfad der Begeisterung und des Entzückens des Herzens voran.
490. Die
Weisen sollten dieses Jahr[48] auf
Erden streng und angespannt, aber auch freudig verleben. Ich bestätige eine
mächtige Rotation von Energien, und dort kann man auch die Schlafenden wecken.
Der Herr der Herrlichkeit wird nicht sichtbar eintreffen, doch für die Weisen ist
Sein Schritt vernehmbar. Lasst die Toten die Toten begraben[49] und
erfreut ihr euch an der Gestaltung des Lebens. Sagt den Freunden: Beobachtet,
beobachtet scharf!
491. Einige
scharfsinnige Menschen sprechen vom nahen Ende der Welt. Sie beschreiben es so,
wie man es sie auf der Grundschule gelehrt hat. Sie sind kaum daran schuld, dass
ihre Köpfe von Kindheit an mit den abnormsten Vorstellungen vollgestopft wurden.
Und
dennoch spüren sie irgendein Ende von irgendetwas. Ihr Geist fühlt, wenn auch
nur verworren, irgendwelche Veränderungen voraus. Man nennt sie falsche
Propheten, doch ein solches Urteil ist ungerecht, denn sie fühlen immerhin auf
ihre Art das Ende einer veralteten Welt. Sie können nur die äußeren Zeichen nicht
unterscheiden.
Wahrhaftig,
die Stunde ist nahe, in der nutzlose Schuppen allmählich abfallen und die Welt
des Lichts in Freude geboren wird. Die wichtigsten Prozesse können sich
sichtbar-unsichtbar vollziehen.
492. Wenn
Vorwarnungen gegeben werden, ist es leichter, die Ereignisse zu unterscheiden.
Es wird bereits etwas geboren, doch die Menge ist mit Vergnügungen beschäftigt.
Ein Ausbruch ist bereit, doch die Menge eilt auf die Rennbahnen.
Und die alten
Propheten wussten von vielen Veränderungen, die den Historikern heute klar sind.
Doch den Zeitgenossen gelang es nur alle, die weitsichtig waren, zu steinigen.
Ist es heute nicht ebenso?
493. Es ist schwierig, ohne Beweglichkeit des Verstandes an
die Feurige Welt zu denken. Wenn jemand sich nicht zu verwandeln vermag, kann
er nicht alle Funken aufnehmen. So muss man über die feurige Verbindung mit
jeder Lebenserscheinung gründlich nachdenken.
Die Erscheinung der Elektrizität und ihre Einwirkung auf
das Nervensystem wird zu wenig erforscht. Jeder Mensch kann an sich selbst untersuchen,
wie ein elektrischer Strom auf die Beschaffenheit seines Pulses einwirkt.
Räumliche Elektrizität und kondensiertes Magnetisieren werden verschiedenartig einwirken.
Die Beschaffenheit des Pulses wird eine bedeutende Spannung anzeigen.
Man sollte
Beobachtungen an sich selbst keinesfalls ablehnen. Die Menschen verlieren die
Beobachtungsfähigkeit, sich selbst zu erkennen ist aber lehrreich.
494. Stellt
euch das Problem vor, wenn die Langlebigkeit sich erhöht, die Geburtenrate sich
verdoppelt und Krankheiten aufhören. Berechnet die Lage auf Erden in hundert
und in tausend Jahren. Auf diese Weise werdet ihr verstehen, warum manches
nicht bewältigt wird.
Außerdem
werdet ihr begreifen, warum in Zukunft das Leben des Geistes an die Spitze
gestellt wird. Die Offenbarung eines neuen Maßstabs für das Dasein kann die
Erde retten. Das gegenwärtige Verständnis ist jedoch von der Wahrheit besonders
weit entfernt. Das vergangene Jahr[50]
enthüllte unerhörte Lücken im Bewusstsein der Menschen.
495.
Gebet ist Ausdruck des besten Gedankens. Alle Religionen schlagen vor, mit den
besten Ausdrücken zum Höchsten zu beten. Es ist richtig zu raten, sich mit den
erhabensten Gedanken dem Höchsten anzuschließen. Wir weisen immer auf den
großen Nutzen erhabenen Denkens hin. Wem kann man Gedanken zusenden, wenn nicht
dem Höchsten?
Ich rate,
keine Zeit zu versäumen, wenn man über das Streben zum Licht sprechen kann.
Weder Bitten noch gereizter Streit, sondern bestrebter Herzensaustausch
vermehrt den großen Segen. Die Menschen müssen denken lernen, das heißt, es ist
angebracht, den Gedanken an den Höchsten zu verwirklichen – der eine tut dies klar,
der andere verschwommen, doch alle auf demselben Feurigen Pfad.
496. Ein führende
Lehrer wird einen Nachbarn nicht verurteilen und damit den Weg der Geführten
erschweren. Jeder Lehrer wird sich freuen, wenn seine Schuler voraneilen und Freude
am Weg zum Gedanken an das Höchste finden. Wo es Entflammung gibt, braucht man
nicht zu nötigen.
Die von
Herzen kommende Tat ist die beste. Hütet die Herzlichkeit sehr sorgsam. Diese
Eigenschaft entsteht durch viele Leiden, doch das Feuer des Herzens ist ein
heiliges Feuer.
497.
Unwissende verbittern durch Leiden, doch jene, welche die großen Vorbilder
kennen, verstehen Bitternis als Süße. So ist Wissen der feurige Pfad. Ist es etwa
nicht begeisternd zu wissen, wie nah der Pfad zur Feurigen Welt ist?
498. Kann
man denn falsche Gedanken hegen? Wenn der Tag kommt, an dem man die Aura fotografieren
kann, werden viele versuchen, ihre gewohnten Gedanken gegen irgendetwas ausgedachtes
Schönes auszutauschen. Die Menschen verstehen doch, heuchlerische Tränen zu
vergießen. Kleine Schlaumeier werden ihr Wesen zu verbergen suchen, der Film
aber wird sich als scharfsichtiger erweisen.
Es wird ein
bedeutungsvolles Experiment vor sich gehen. Ein heuchlerischer Gedanke wird die
Aufnahme nur verschlechtern, sie gleichsam mit dunklen Körnchen bespritzen. So
wird die neue Schlauheit keinen Erfolg haben. Ein aufrichtiger, wesenseigener
Gedanke bringt klare Strahlen hervor. Notwendige, heilige Bestrebungen haben
feine Farben.
Beim Fotografieren
der Aura wird man bald Fortschritte erzielen. Es ist jedoch schwierig, die
Polarität des Fotografen mit der zu fotografierenden Person in Einklang zu
bringen. Viele Versuche sind erforderlich. Ebenso bedarf es eines besonderen,
gleichsam ozonisierenden Apparates, um die umgebende Atmosphäre zu reinigen.
499.
Geistigkeit ist eine natürliche, erarbeitete Eigenschaft. Auf den mittleren
Stufen kann sie anerzogen werden. Doch mit dieser Verwandlung muss man von
Geburt an beginnen. Man muss eine saubere Atmosphäre schaffen, die Vorstellung
nicht durch niederträchtige Ansichten trüben, lernen, sich gerade am Erhabenen und
Schönen zu erfreuen, sowie Luxus und jedweden Schmutz entfernen.
Ein
geistiger Mensch wird kein Scheinheiliger, kein Lügner und kein Feigling sein.
Er erkennt, dass Arbeit ein unerlässliches Mittel zur Vervollkommnung ist, doch
sein Herzensgebet wird feurig schön sein.
500. Das
Schlimmste von allem ist, Demut als Nichtigkeit zu verstehen. Demut bedeutet das
würdige auf sich Nehmen eines Dienstes. Ist Wachehalten vor den anvertrauten
Toren etwa nichtig? Ebenso wenig ist der Entschluss nichtig, bessere Arbeit zu
leisten. Das Hintreten vor die Feurige Welt kann nicht nichtig sein. Doch
wahrer Dienst besteht in der Mühe von Geduld und Vervollkommnung. Eine solche
Eigenschaft gehört zum Feurigen Pfad.
501. Ihr
wisst bereits, dass durch Gedanken oder psychische Energie Gegenstände bewegt
werden können. Unwissende fragen: Warum ist diese feurige Gedankenenergie nicht
jedem und zu jeder Zeit untertan? Bis zu einem solchen Unsinn kann Unwissenheit
führen. Ein Kind bittet einen Erwachsenen um Hilfe, wenn seine Kräfte nicht
ausreichen, doch die Unwissenden schämen sich nicht, solche dummen Fragen zu
stellen.
In der
Feinstofflichen Welt wird alles durch Gedanken bewegt, doch die grobstoffliche
Welt lässt feinstoffliche Eigenschaften nur selten zu. Die Gesetze solcher
Zulassungen sind vielschichtig, und solche Einbrüche in die Feinstoffliche Welt
werden nicht immer zugelassen.
Ein Apparat, der die physische Einwirkung eines Gedankens
bestätigen kann, kann nur sehr primitiv sein; denn die Bedeutung der
Nutzung der feurigen Energie liegt nicht im Bereich des Willens, sondern des
Herzens. Das Herz lässt Böses nicht zu, doch der Wille kann Unheil anrichten.
Sobald die Welt den Wert eines Lebens aus dem Herzen anerkennt, wird das
Fleisch sich verklären und den Gesetzen der Feinstofflichen Welt annähern.
502. Man
muss verstehen, wie sehr das menschliche Bewusstsein versteinert ist. Bietet
ihm daher keine Nahrung, die es nicht aufnehmen kann. Bietet neben Schwierigem
auch Leichtes, sonst werden die Menschen nicht zuhören. Die Briefe des Lehrers
sind unvermeidlich verschiedenartig, denn sie richten sich an verschiedene
Bewusstseine. Das ist kein Widerspruch, sondern einfach der beste Weg. Gewöhnt
euch daher an, mit Bewusstseinen ebenso behutsam wie mit Feuer umzugehen.
503. Bei
Kindern kann man beobachten, wann sie vernommene und wann ihre eigenen Worte
ausdrücken; entsprechend dieser Grenze kann man das Erbe aus früheren
Inkarnationen erkennen. Man kann den wahren, mitgebrachten Charakter leicht
beobachten und wertvolle Eigenheiten feststellen. Sogar nach den allerersten
Ausdrücken eines Kindes kann man sich sein inneres Bewusstsein vorstellen. Es hat
seine Aufmerksamkeit nicht zufällig diesem oder jenem Gegenstand zugewendet.
Sehr bedeutsam sind auch die in frühester Kindheit unerwartet ausgesprochenen
Worte.
Wir haben
über nahezu dieselbe Sache bereits gesprochen, doch jetzt erwähnen Wir sie von
der Seite der feurigen Energie. Man kann beobachten, dass in der Kindheit im
Körper viel Elektrizität vorhanden ist, etwa dieselbe Menge wie bei Erwachsenen.
Das bedeutet, dass die Elemente des feurigen Körpers in vollem Umfang angelegt
sind. Das Geisteskorn ist bereits eingelagert.
Mütter,
denkt daran, dass Kinder mehr beobachten und sich bewusst machen, als ihr
vermutet. Viele Erscheinungen werden jedoch übersehen, zum Beispiel ein nicht
seltenes Leuchten des kindlichen Körpers sowie Gesten und Äußerungen des Zorns
oder der Ruhe. Fälschlich meint man, die Aura eines
Kindes sei nicht ausdrucksfähig. Man kann in ihr viel von der mitgebrachten
Last wahrnehmen.
504. Der
Gebrauch einiger Medikamente kommt einer Vergiftung gleich. Man muss die Zusammensetzung
der Medikamente überprüfen. Neben diesen giftigen sind wertvolle euch bekannte Heilmittel
wie Balsam in Vergessenheit geraten. Man darf lebensspendende Substanzen nicht
ablehnen, wie sehr die Gegner sich auch dagegen auflehnen
505. Der Silberne
Faden ist ein leuchtendes Symbol der Verbindung und des Vertrauens. Man kann die
Vorstellung über die Verbindung bis zu einer solchen Klarheit führen, dass der
Faden gleichsam wahrnehmbar wird. Das Bildnis des Führers wird uns ebenso wenig
verlassen wie der Faden der Verbindung.
Doch der
Wille ist frei; er kann die Saiten jeder Harfe zerreißen. Ich sagte euch
bereits, wie kläglich für immer gerissene Saiten klingen. Wahrhaftig, selbst im
Rausch der schrecklichsten Besessenheit hört man das Stöhnen der zerrissenen
Saiten. Inmitten des Chaos kommt das erschütterndste Stöhnen gerade von solchen
zerstörten Fäden.
Aus solchen
verbrecherischen Handlungen entstehen Krankheiten. Verräter zerreißen die
heiligsten Fäden. Deshalb ist Verrat das schlimmste Vergehen gegen die Feurige
Welt. Was könnte schmählicher sein?
506. Die
Menschen verlieren aus dem Blick, dass Strahlen den Raum erfüllen. Kann man
einen Strahl unterbrechen? Kann man einen Blitz spalten? Das Auge des Menschen
vermag manchmal eine Steinmauer zu durchdringen, so stark ist der Strahl, der dem
Menschen untertan ist. Doch kann man die Kraft der räumlichen Strahlen
begreifen? Deshalb müssen die Menschen die Verantwortung für ihre Taten verstehen!
507. Ein
gewisser König schickte sein Heer in die Schlacht und erwartete auf einem Hügel
den Ausgang des Kampfes. Da sah der König Reiter dahinjagen und rief: „Sieg, die
Feinde fliehen!“ Doch die in seiner Nähe sagten: „Oh weh, das ist unser
geschlagenes Heer.“ Der König lächelte und sagte: „Meine Krieger trugen Speere,
doch diese haben weder Speere noch Fahnen.“ Doch seine Ratgeber flüsterten: „Sie
haben ihre Waffen bereits weggeworfen.“ So hielt der geschlagene König sich lange
Zeit für den Sieger.
Ebenso kommt
es vor, dass ein Sieger eine bedeutende Zeitlang denkt, er sei geschlagen. Die
Fristen des Säens und des Erntens sind verschieden. Nur ein feuriges Herz fühlt
voraus, und dafür gibt es keinen sichtbaren Beweis. Die Feurige Welt ist
Wirklichkeit.
508.
Warum soll man die feurige Energie psychische Energie nennen? Nur damit die
Mehrheit der Menschen sie sich besser aneignet. Mit dem Ausdruck psychische
Energie können sie sich noch abfinden, doch der Begriff Feuer ist für sie
völlig unannehmbar.
Erschreckt
die Ängstlichen nicht. Mögen sie durch ihre eigene Tür eintreten. Eine Schicht von
Namen stört das Wesen der Erkenntnis nicht. Die Menschen fürchten das, was
ihnen von Kindheit an als bedrohlich hingestellt wurde. Doch die gewaltige
Energie kann nicht nur ein Merkmal haben.
509. Wer
einen Gegenstand nicht von allen Seiten zu betrachten vermag, ist kein
Forscher.
510. Nur
unüberwindliche Anziehung erlaubt es, die unerschöpfliche Lehre kennenzulernen.
511. Den
Finsteren stellt sich alles als endlich dar – darin besteht ihre Finsternis.
512.
Glaubt ihr nicht, dass auch vernehmbare Entladungen wie Bewässerungstropfen von
feuriger Energie sind? Sobald ihr euch daran gewöhnt anzuerkennen, dass feurige
Energie überall gegenwärtig ist, wird sich alles im Leben verwandeln.
513. Trost
liegt in der Unbegrenztheit und in der Erkenntnis der ständigen Gegenwart der
Höheren Kraft.
Alle indirekten Arten können sich im
Organismus widerspiegeln. Sogar Massage kann einem Körperteil helfen und andere
aus dem Gleichgewicht bringen. Das gleiche Ungleichgewicht kann beim Spannen
der Haut zur vorübergehenden Beseitigung von Runzeln beobachtet werden; sie
treten umso schneller wieder hervor. Das Gleichgewicht muss doch auf
natürlichem Wege erhalten werden.
Feurigkeit ist von Nutzen, wenn sie
nicht durch Muskeln hervorgepresst, sondern vom Herzen genährt wird. Gleichgewicht zwischen Herz und Muskeln ist die
Aufgabe der künftigen Rasse.
515. Der
Mensch denkt zu wenig an sein Erbe, an Erneuerung. Sein Verstand schwankt
zwischen Extremen, er hat den Weg der Vernunft verlassen. Die Anwendung der
feurigen Energie wird von Fakiren dargeboten und ruft lediglich nichtige Neugier
hervor.
516. Man
kann eine sehr nützliche Übung hinzufügen: In Schweigen verharren und seine
Gedanken dem Höchsten zuwenden. Man wird von einer wunderbaren Wärme
durchströmt. Es bedarf doch nicht eines verzehrenden Feuers, sondern einer
höheren schöpferischen Wärme. Ein weiser Gärtner steckt eine ihm liebgewordene
Blume nicht in Brand.
517.
Zwingt denn ein feuriger Blick nicht die Menschen, sich umzuschauen und sogar zusammenzuzucken?
Jedes Beben steht schon dem Feuer nahe. Es kann jedoch das Feuer eines feurigen
oder eines kalten Körpers sein. Bei hoher Temperatur können die Gliedmaßen
erstarren, ein solcher Zustand geht mit einer großen Wärme des Herzens einher.
518. Schweigen
ist manchmal von Entladungen und Lichtern erfüllt, doch es kann auch ein tiefes
Schweigen geben, bei dem sich nichts regt – welches ist größer?
519.
Unter den Deutungen der Pyramiden beachtet die eine, welche auf die drei Welten
hinweist. Die Spitze ist die Feurige Welt, in der alles eins ist; der
Mittelteil ist die Feinstoffliche Welt, in der die Wesen schon getrennt sind,
und unten ist die grobstoffliche Welt. Diese Einteilung reicht tief, so wird
die Einteilung der Stufen zwischen den Welten durch das Symbol der Pyramide
bezeichnet. Wirklich, ein solches Symbol ist bezeichnend.
Die grobstoffliche
Welt teilt die Wesen so sehr, dass es sogar schwerfällt, sich vorzustellen, wie
sie auf dem feurigen Gipfel verschmolzen werden können. Die Pyramide wurde aber
für den Gipfel erbaut. Ihr Fundament wurde nur gelegt, um alle Seiten
harmonisch und vollendet zusammenzuführen.
Möge
jeder darüber nachdenken, wie viele Male der Gipfelpunkt im Fundament Platz
findet. Der feurige Gipfelpunkt muss die ungezähmten, rudimentären Steine auf
der Erdoberfläche beherrschen. Man muss viel gerechtfertigte Fürsorge aufbringen,
um die feurige Vollendung sicherzustellen. Man muss an den Gipfel denken.
Es sollte
einen nicht betrüben, dass schon in der Feinstofflichen Welt die Wesen deutlich
getrennt sind. Man kann die Kante der Pyramide in vier, fünf, sieben, acht oder
noch mehr Teile unterteilen, doch die drei grundlegenden Welten bleiben die Grundlage.
In einem sich unbegrenzt erweiternden Verständnis kann man sich oberhalb der
sichtbaren eine gleiche unsichtbare Pyramide vorstellen. Doch das liegt
jenseits der irdischen Sprache.
520. Die
Menschen beklagen sich oft über die Eintönigkeit ihres äußeren Lebens. Doch jedes
äußere Leben besteht aus inneren Reichtümern. Das äußere Leben ist bloß der
hundertste Teil des inneren. Deshalb ist das innere Leben das wahre Leben.
521. Wenn
Ich sage, hütet die Gesundheit, sende Ich euch damit nicht zum Arzt, sondern
bitte, euch nicht zu beunruhigen. Wir möchten auf keinen Fall eine krankhafte
Hypochondrie heranbilden. Wir wollen eure Gesundheit bewahren. Niemand sagt, dass
man die Gesundheit nicht schützen soll.
Der Wagen
muss auf dem vom Schicksal bestimmten Pfad dem herrlichen Ziel zurollen. Legt
alles Karmische ab, und das Ziel wird wirklich herrlich sein. Doch womit
schaffen die Menschen sich das größere Karma – mit dem inneren oder mit dem
äußeren Leben?
522. Das
innere Leben beeinflusst das Karma hundertfach mehr. Blickt auf ein beliebiges Verbrechen,
es ist nur ein kleiner Teil der inneren Vorbereitung. Wie lange zieht eine solche
Vorbereitung sich hin! Wie viele umgebende Bewusstseine wurden durch derartige
schleichende Vorbereitungen vergiftet und wie viele bessere Möglichkeiten
zurückgewiesen; doch an diesen Irrtum denkt man nicht.
Wieder
steht die feurige Energie, die diese schleichende Verwesung unterbrechen kann, dem
Bewusstsein fern. Es ist so leicht, die Zersetzung durch rechtzeitiges Ausbrennen
zu unterbrechen
523. Der Streit über Allopathie[51] und
Homöopathie[52] muss
ebenfalls zu einer Synthese führen. Ein weiser Arzt weiß, wo es von Nutzen ist,
das eine oder das andere Prinzip anzuwenden. Sogar Zuckerwasser kann mit Nutzen
angewendet werden.
Vergessen wir nicht, dass räumliche
Strahlen sehr allopathisch sind. Man sollte von der Dosis, welche die Natur
verabfolgt, nicht abgehen. Das Laboratorium des menschlichen Organismus ist
ebenfalls sehr allopathisch. Daher wollen wir uns bei solchen Streitfragen
vermittelnd einschalten.
524. Versucht
jemanden zu fragen, wie er die Offenbarung der feurigen Energie in sich spürt.
Vielleicht wird er zuerst Sodbrennen nennen. So wenig Beachtung schenkt man
einer bemerkenswerten Erscheinung des Organismus.
Die
Menschen wenden ihre Aufmerksamkeit in erster Linie den Folgen ihrer eigenen Unmäßigkeit
zu. Wie soll man ihnen erklären, wo die Linie der Vernunft liegt? Die Menschen fürchten
die Vernunft, denn sie könnte sie überführen.
525. Ein
Lehrer wurde gefragt, was sich hinter dem Feurigen Schleier verbirgt. Als er
das Wort Aum aussprach, spürte niemand die volle Bedeutung der Höchsten Macht.
Die
Menschen fragten: Kann sich diese Überfeurige Macht auch in den irdischen
Schöpfungen offenbaren? Die Antwort lautete: Sie kann es. Die Menschen waren
wieder verwirrt, denn wenn diese Macht sich außerhalb der Elemente befindet, wie
kann man sie dann aufnehmen?
Der
Lehrer sagte: Das Höchste Strahlen kann man nicht mit irdischen Worten ausdrücken,
doch manchmal kann man seine Anzeichen bemerken. Lernen wir Aufmerksamkeit.
526. Der
Lehrer zeigt auf, wie die Schüler Gefahren vermeiden können, wenn die
Verbindung stark ist. Man muss die Verbindung in ihrer ganzen Lebenskraft verstehen,
nicht nur an Feiertagen, sondern bei allen Arbeiten. Gerade eine solche Beständigkeit
ist für viele unerreichbar. Das Heilige Feuer muss immer brennen.
527.
Jeder ist schon Menschen begegnet, welche die Existenz der Feinstofflichen Welt
entschieden verneint haben. Als Beweis führten sie an, sie hätten sie nie gesehen.
Doch ebenso haben viele Menschen auch die Bewohner noch nicht entdeckter Teile
des Planeten nicht gesehen, gleichwohl geht dort ein beachtliches Leben vor
sich.
Deshalb
ist es töricht, die Forscher zu verspotten. Wenn sie auch noch keine
Berechnungen durchgeführt haben, so kennt doch ihr Herz die richtige Richtung. Auf
den Ruf des Herzens lodern die Feuer der Erleuchtung auf.
528. In
der Feinstofflichen Welt leuchten manchmal die Lichter der Feurigen Welt. Die Bewohner
der Feinstofflichen Welt schätzen diese Erscheinungen als rettende, heilige Abkürzungen
des Pfades. So versteht selbst die Feinstoffliche Welt die höhere Stufe als
eine der seltensten Erscheinungen.
Doch auf der
Erde gibt es mehr Berührungen mit der Feinstofflichen Welt, selbst das Leuchten
der Feurigen Welt kommt vor. Warum sind dann die inkarnierten Bewohner so sehr
von Verneinung erfüllt?
529. Dunkle
Wolken jagen dahin, doch das Schiff erreicht den Hafen. Der Seemann darf aber nicht
an die Wassertiefen unter dem Boden des Schiffes denken. Es gibt ringsherum ebensolche
Abgründe, und man soll sie nicht fürchten.
530. Es ist
richtig, Mitarbeiter zu beauftragen, aus den Büchern der Lehre einzelne Themen
zusammenzustellen. Auf diese Weise erfüllen sie zwei Aufgaben: Sie werden die
Bücher aufmerksamer lesen und darüber nachdenken, was zu einem Thema gehört.
Mit der
Zeit kann man einzelne preiswerte Ausgaben zusammenstellen. Die Lehre der
Lebendigen Ethik wird in verschiedenen Schichten der Menschen benötigt. Man kann
die einfachen Leitsätze vereinigen und dann zu denjenigen übergehen, die ein
vorbereitendes Wissen erfordern.
Mit jedem
Tag bedürfen die Menschen einer größeren Bestrebung zum Verstehen des geistigen
Lebens. Die Verwirrung der Welt erfordert neue Pfade.
531.
Warum quälen die Menschen sich hier? Warum werden die Leiden nicht gemildert?
Warum ergreift so sehr Hass Besitz von den Herzen? Der Schild des Geistes wurde
vergessen.
Es ist
nicht übernatürlich, an die Feurige Welt zu erinnern, in der die groben Auswüchse
in Flammen aufgehen. Die Menschen erachten Sauberkeit für notwendig, doch nach
der Reinigung mit Wasser erfolgt eine durch Feuer. Man möge begreifen, dass zum
feinstofflichen Eintritt Wasser gehört, doch danach ist schon Feuer notwendig.
532. Möge
das irdische Feuer auch verlöschen, das Feuer des Raumes erlischt nicht. Ist der
elementare Leiter denn nicht ewig? Nicht zufällig brennen Fackeln sogar bei
Prozessionen am Tag.
533. Man sollte
Langlebigkeit, Charakterwandel, Elektrizitätsmangel, neue Krankheitsarten und alles
andere hervorheben, was ein aufmerksamer Verstand vermerkt. Die Lehre deutet
auf viele Veränderungen hin, doch auch im Leben kann man Ungewöhnliches sehen. Mögen
die Menschen den Chemismus der Gestirne nicht zugeben, er existiert dennoch und
schafft die Perioden des Lebens.
534. Beobachtet
eine bedeutsame Tatsache: Wenn ein Mensch eine Erscheinung des geistigen Lebens
um sich herum zu bemerken beginnt, nennt er sich bestimmt Okkultist. Wohingegen
es einfacher ist, sich für sehend zu halten. Okkultisten sind eher jene, die in
Finsternis, im Verborgenen bleiben. Daher soll man das Wesen der Begriffe
reinigen. Andernfalls werden viele in den Abgrund des Eigendünkels und des
Wahnsinns fallen.
Bestätigt
überall, dass geistige Zeichen zum natürlichen Dasein gehören. Die Unwissenden verneinen
sie aber, weil sie blind sind. Die Sehenden haben viel erduldet, die Blinden
dulden kein Gespräch über das Licht. Deshalb bringt nicht jene in Wut, die
nicht sehen. So vieles geht jetzt vor sich, dass nur ein völlig Blinder den
feurigen Zeichen keine Beachtung schenkt.
535. Die
Fähigkeit des Kindes, von dem ihr gesprochen habt, ist ein deutlicher Beweis
für das, was früher gesagt wurde. Wenn ein Kind reine psychische Energie
anwendet, weiß es etwas, was für andere unhörbar ist.
Wenn aber
der Willes Verstandes wirkt, bricht der Strom der Grundenergie ab. Es wurde
gesagt: Seid einfach im Geist, das heißt, erlaubt der reinen Energie zu wirken.
Erschwert ihren Strom nicht und begreift, dass Zwang, den der Verstand ausübt,
euch nur ärmer macht. So weiß der Wissenschaftler nicht durch den Verstand, sondern
durch das Gefühlswissen, welches Buch er vom Regal nehmen soll. Die Menschen
haben recht, wenn sie aufgrund dieses unanfechtbaren Gefühlswissens handeln.
536. Zur Milderung
von Diabetes nimmt man Soda ein. Eine vegetarische Diät ist nützlich, besonders
Apfelsinen. Moschus ist für Diabetes ungeeignet, für das Gleichgewicht jedoch
von Nutzen. Man kann Diabetes am Beginn durch Suggestion heilen, wenn ihre
Wirkung stark genug ist. Natürlich ist Milch mit Soda immer gut. Nicht nützlich
sind Kaffee und Tee sowie alles, was innerlich Alkohol erzeugt. Diese Krankheit
wird oft von einer Generation auf die andere vererbt, weshalb man sie nicht
voraussehen kann.
Ebenso
darf man nicht allen Arten von Moschus der verschiedenen Tiere trauen. Nur der
Moschusbock hat die richtige Nahrung.
537. Mögen
die Finsteren nicht für ihren Sieg bürgen. Mögen sie sich nicht ihrer
Machtergreifung rühmen. Die Axt ist bereits enthüllt, und der Baum wird der
Hand der Gerechtigkeit nicht standhalten.
538. Man
denkt, man könne gefahrlos den Lehrer wechseln, vergisst jedoch die drei- und die
siebenjährige Frist, welche die Verbindung webt. Ihr habt bereits vom
schmachvollen Ende Abtrünniger gelesen. So schützt die Feurige Welt das Recht der
Gerechtigkeit.
539.
Denkt über die Verwirrung nach, die den Geist von Verrätern befällt: An das äußerst
schreckliche, trübe Versinken in der Finsternis, das äußerst gefährliche Abreißen
der feurigen Verbindung. Es ist, als wären für Verräter die Sonne und der Mond
dasselbe und als zerschlügen sie in ihrem Wahnsinn die Sonne.
Gerade
der Wahnsinn der Verräter sollte von Psychiatern erforscht werden. Man kann
Paroxysmen[53] verfolgen, die sich mit
Entsetzen abwechseln. Einerseits gleichen sie gewöhnlichen Menschen,
andererseits gehören sie nicht mehr dem Planeten an, und der Geist kennt einen
solchen Weg.
540.
Verrat setzt Vertrauen auf der Gegenseite voraus. Und je größer der Verrat,
desto stärker war das Vertrauen. Wie Hammer und Amboss einen starken Funken
ergeben, so erhält schöpferisches Vertrauen aus dem Verrat feurige Kraft. Die
Geschichte der Wechselwirkung gegensätzlicher Prinzipien ist sehr alt. Bei Ereignissen
von besonderer Bedeutung werden auch ungeheuerliche Verrate begangen.
541. Ein
wahrer Mechaniker ist, wer nicht die Räder einer fremden Maschine dreht. Ein
natürlicher Mechaniker bemüht sich aus Liebe zum Werk, jeden Apparat, mit dem
er arbeitet, zu verbessern.
Hingabe an
die Feurige Welt beinhaltet die verfeinerte Beobachtung aller ihrer
Erscheinungen. Doch man kann an den bedeutendsten Erscheinungen vorübergehen,
ohne ihnen Beachtung zu schenken.
Der Raum vereinigt sich mit jedem menschlichen Organismus,
doch schenken viele diesen Einwirkungen Beachtung? Wenn ein feinfühliger
Organismus auf ferne Erdbeben und Eruptionen erklingt und bei atmosphärischen
Erscheinungen erbebt, dann geschieht dasselbe auch vor großen Ereignissen. Es
heißt seit langem, dass vor großen Ereignissen gute Menschen besonders
feinfühlig werden, während der Kehricht des Kali Yuga* stumm und taub wird.
542. Zu
Unrecht wundern die Menschen sich über die vielen Kinder, die sich ihrer
Vergangenheit erinnern. Gerade in der heutigen Zeit werden viele solche
Vermittler zur Feinstofflichen Welt geboren. Sie erinnern sich auch an ihre
Aufenthalte zwischen den irdischen Leben, man versteht es aber nicht, sie auszufragen.
Es geht
nicht darum, dass sie sich an vergrabenes Geld erinnern, sondern darum, dass
sie über wertvolle Empfindungen berichten können. So findet eine Annäherung der
beiden Welten statt, und dieser Umstand geht großen Ereignissen voraus.
Viele jedoch
werden noch lange nicht verstehen, wie sehr alles um sie herum sich verändert. Erinnert
euch an das alte Märchen, wie ein König zur Hinrichtung geführt wurde, er dem aber
so fernstand, dass er auf dem Weg nur um einen Stein besorgt war, der aus
seiner Krone fiel.
543. Die Grundlage
großer Ereignisse ist die Veränderung der räumlichen Strahlen, die Annäherung
der Welten und die Erneuerung des Bewusstseins, die eine neue Einstellung zum
Leben bewirkt. Vieles tritt bereits in Erscheinung.
544. Ist
es nicht bezeichnend, dass ein Radio Schlangen nicht beschwört? Es gibt sehr viele
solcher Beweise anhand kleiner Beispiele. Ihnen allen liegt dieselbe psychische
Energie zugrunde. Man kann diese Erscheinungen überall beobachten.
545. Wahrhaftig,
ein großer Teil der kranken und sogenannten anormalen Menschen steht in Verbindung
mit der Überirdischen Welt – darin liegt ein großer Vorwurf für die Menschheit.
Dabei sollten gerade gesunde Menschen die Nähe der Feinstofflichen Welt spüren.
Doch die Begriffe krank und gesund sind in Unordnung geraten.
Die
Menschen haben ihren Verstand mit einer Kruste bedeckt, die Vorurteile
entstehen ließ. Hinter einem solchen Zaun ist die Feinstoffliche Welt nicht
sichtbar. Sogenannte anormale Menschen sind gewöhnlich frei von Vorurteilen und
verlieren gerade deswegen nicht die Verbindung mit der Feinstofflichen Welt. Wie
oft wurden nämlich Menschen in Krankheitszeiten sowohl über die Vergangenheit als
auch die Zukunft erleuchtet, sahen ihre (…) Leben und fanden vergessene
Fähigkeiten wieder.
Zwischen
wahrer Gesundheit und Abstumpfung muss eine neue Grenze gezogen werden. Neue
Entdeckungen helfen nicht. Die Menschen müssen solche Erschütterungen erfahren,
dass sie auch ohne Fieber die Erinnerung an die Vergangenheit und an das
bewahren können, was ihnen in Zukunft bestimmt ist.
546. Bei außergewöhnlichen Gefahren
blitzt Erleuchtung auf, was bedeutet, dass man durch irgendetwas den Bodensatz des
Bewusstseins aufrütteln kann. Das gleiche geschieht bei der sogenannten
Fallsucht[54], wenn nach
den Worten der Betroffenen sich ihnen der Himmel öffnet. Das heißt, dass auch
inmitten irdischer Bedingungen Erleuchtung möglich ist.
Gewiss,
sie ist so plötzlich, so schnell, dass sie von der irdischen Zeit nicht vermerkt
wird. Doch in dieser blitzartigen Zeitlosigkeit zeigt sich eine Eigenschaft der
Feinstofflichen Welt. Träume sind doch auch zeitlos, dennoch beinhalten sie viele
Ereignisse. Bei allen diesen Beispielen wollen wir uns ins Gedächtnis
zurückrufen, was früher jedem bekannt war.
547. Man
fragt: Warum wird so viel Böses zugelassen? Wie eingebildet sind solche Urteile!
Wer kann beurteilen, wie viel Finsternis verbrannt und wie viel Hilfe erwiesen wurde?
Auch ihr sendet viele gute Gedanken und helft mit ihnen. Man kann viele Feuer
entzünden, ohne zu wissen, wo und wie. Genauso wie Briefe, die an einen blinden
Menschen gerichtet sind, auch irgendeinem Sehenden helfen. Man soll Pfeile
feuriger Gerechtigkeit aussenden. Die Feurige Welt wird durch Gerechtigkeit
aufrechterhalten.
548. Ich
vernehme die Frage: Warum so viele Worte über Verrat? Gerade deshalb, weil es
so viel Verrat gibt. Kriecht eine Kobra in ein Haus, wird viel über sie gesprochen.
Vor einem Erdbeben kriechen Schlangen ins Freie. Derzeit gibt es viele solche Schlangen.
549.
Erfahrene Telegraphisten können durch eine kaum merkliche Berührung miteinander
sprechen, ohne ihre Stimme zu gebrauchen. So bedarf es auch in der
Feinstofflichen Welt keiner Stimme, sie wird durch den schnellen Gedanken
ersetzt, doch der Klang verlässt die Welt nicht.
Was könnte
schöner sein als die Sphärenmusik? Und die Menschen verbieten Unterhaltung bei
Musik. Sie haben Recht: Der Klang ist so fein, dass lautes Sprechen höchst
irritierende Dissonanzen erzeugen kann. Die Feinstoffliche Welt erklingt in den
höheren Sphären besonders schön. Wenn es auf Erden so beschwerlich ist, kann der
Gedanke sich in die Überirdischen Welten erheben.
550. Man
kann beobachten, dass ganze Gruppen von Menschen erscheinen, die von früher her
miteinander verbunden sind. Ebenso kann man wahrnehmen, dass bei einer
Inkarnation ein allgemeines Interesse für frühere Schöpfungen dieser Person einsetzt.
Man kann gleichsam eine Spirale der Offenbarung und des Verbergens von Schöpfung
bemerken. Man soll solche Pfade beobachten, denn eine solche Aufmerksamkeit
bringt einen dem Verstehen der Feinstofflichen Welt näher.
Auch Offenbarungen
von Gruppen verdienen, studiert zu werden, denn es kommen doch nicht nur
Freunde, sondern auch Feinde zusammen. Hier bemerkt ihr einen Freund, der seine
Zuneigung von früher bewahrt hat. Ebenso seht ihr Übelwollende, die, auch wenn sie
euch persönlich nicht schaden, die euch Nahestehenden behelligen. Die völlig
verworrene Verflechtung spricht deutlich von den starken Banden, die in vielen
Leben ausgelebt werden.
551.
Manche Leute verstehen nicht, was dazu zwingt, auf die Feinstoffliche Welt
hinzuweisen und dann vor ihr zu warnen. Darin liegt jedoch kein Widerspruch.
Die höheren Sphären der Feinstofflichen Welt verdienen Aufmerksamkeit und Achtung,
die niederen aber können schädlich sein. Reine Herzen sind nicht der Ansteckung
durch Besessenheit ausgesetzt, doch verdorbene Herzen können fürchterliche
Wesen anziehen.
Auch gibt
es keine Meinungsverschiedenheiten beim Verständnis der Feinstofflichen Welt,
wenn über die Feurige Welt gesprochen wird. Die Gipfel der Feinstofflichen Welt
berühren fast die Feurige Welt. Ebenso wie einige
Einzelheiten der grobstofflichen Welt der Feinstofflichen nahe sind. So wollen
wir die Verbindung der Welten ein für allemal als Stufen der Unbegrenztheit verstehen.
552.
Beachtet, dass die Menschen gegenwärtig mehr vom Jenseits sprechen als je
zuvor. Das Verständnis dringt tiefer ein. Beurteilt das Eigenartige vieler
Erscheinungen nicht zu streng. Die Menschen schämen sich als jemand zu
erscheinen, der über den Basar hinaus denkt. Doch die räumlichen Ströme wirken
unsichtbar.
Es rührt
sich nämlich eine beständige, bestrebte, deutliche Sorge um etwas, woran man
früher nicht gedacht hat. Seite an Seite mit Wahnsinn geht ein rührendes Suchen
vor sich. Ihr erratet, welches Land Ich im Blick habe. Wundervolle Sprösslinge
sind zu erwarten.
553. Viele
Male wurde schon über die Notwendigkeit gesprochen, jedwede Furcht auszutreiben
– sie lähmt. Doch besonders sollte man sich von Furcht vor der Feinstofflichen
und der Feurigen Welt befreien. Denn Furcht vor den überirdischen Sphären ist
äußerst schädlich.
Man muss sie
in Freude verwandeln. Nur sehr wenige werden diese Freude verstehen. Selbst
wenn sie mit Worten einverstanden sind, wird dennoch ein inneres Beben die
Wärme der Begeisterung abkühlen lassen. Doch für einen leichten Eintritt in den
feinstofflichen Garten sind gerade Wärme und Licht erforderlich. Über dem feinstofflichen
Garten leuchtet der Feurige Himmel in all seiner Schönheit.
Ähnlich
furchtlos sollte man neuen Nachbarn begegnen. Lichtvoller Mut rettet einen nämlich
vor unangenehmen Wesenheiten.
Auf der
irdischen Ebene hoffen die Menschen, ihre Furcht verbergen zu können, aber dort[55] lässt
sie sich nicht verheimlichen.
554.
Verzweiflung wird Finsternis genannt. Eine solche Definition ist genau, denn sie
bringt die Ausstrahlung und das Feuer des Herzens zum Erlöschen. Ein solcher Zustand
ist nicht nur schädlich, er ist des Menschen unwürdig, er sinkt unter das Tier.
Man kann den Zustand der Verzweiflung verachten. Die fürchterlichsten
Wesenheiten nutzen sie. Ihr folgt der Schrecken selbst. Wo ist dann der schöne Garten?
555. Man
muss psychische Kräfte in verschiedenen Situationen erforschen. Manchmal ist
völliges Ausruhen nützlich, doch oft bedarf es der Anstrengung, um eine Offenbarung
zu erreichen.
In
Klöstern wurden nicht ohne Grund verschiedene Arten des Niederkniens angeordnet.
Ebenso kannte man seit grauer Vorzeit den Wert des Schweigens. Man muss in
einem weiten Sinn verstehen, wie die grobstoffliche Welt der Feinstofflichen
dient.
Es gibt viele solcher Behauptungen über
die Feurige Welt, sogar von Leuten, die sich für eingeweiht halten. Es ist nicht wichtig, mit den Fingern zu fuchteln oder
sich im Reigen zu drehen, wenn das Herz in kaltem Schweigen verharrt. So wenige
wollen sich auf den weiten Weg vorbereiten.
557. Ihr
wisst, dass man einfach sprechen soll, die Menschen erwarten doch das
Einfachste. Es können Fragen gestellt werden, auf die es sogar beschämend ist,
zu antworten. Doch jede Mutter kennt solche Fragen von ihren Kindern. Jede Mutter
überwindet ihre Gereiztheit und findet für das Kind ein zärtliches Wort.
558. Die
Fähigkeit, sein Bewusstsein herabzusenken[56], ist
bereits Barmherzigkeit. Eine Wunde auszuwaschen, ist auch nicht immer angenehm.
Doch noch unerträglicher ist es, Verrat mit anzusehen; doch sogar eine solche Abscheulichkeit
kann man ändern.
Sieg ist
so notwendig für den Pfad. Sieg im Geist ist schon Fortschritt.
559. Lohnt
es sich denn, die Lehre kennenzulernen, nur um vor jedem Schatten zu erzittern?
Man sollte sich manchmal fragen, was man denn von der Lehre schon im Leben
angewendet hat.
Es ist
nützlich, dieses Thema Freunden zu unterbreiten. Mögen sie darüber nachdenken
und sich Notizen machen. Durch solche Niederschriften wird das alte Denken gereinigt,
so als legte man vor sich selbst einen Eid ab.
560. Ein
Lehrer, der Unduldsamkeit nicht überwunden hat, kann die Zukunft nicht
gestalten. Die Lehre ist für die Zukunft gegeben. Der Geist kann nicht
vorankommen, ohne Vervollkommnung zu gestalten. So kann man zwar das
Bewusstsein der Zuhörer beschäftigen, weit notwendiger ist es jedoch, eine
Vorwärtsbewegung zu wecken.
Der
Lehrer verbietet nicht, verschiedene Bücher zu lesen. Wer sich fürchtet, begrenzt,
doch der Führer ruft zu weiter Erkenntnis auf. Er hält nicht vom Guten mit all
seinen Aspekten ab. Diese Großzügigkeit des Geistes ist unerlässlich. Wer noch nicht
einmal zuhören will, fürchtet sich bereits vor irgendetwas. Daher erfordert der
feurige Zustand weite Tore und schnellste Flügel.
561. Ein feinfühliger
Hund folgt von weitem den Spuren seines Herrn. Auch im Menschen ist diese
feurige Feinfühligkeit vorhanden, doch er sucht sie mit dem Verstand zu betäuben.
Indes werden nicht wenige Menschen zugeben, dass sie manchmal unerklärliche
Düfte riechen. Vielleicht sendet die Feinstoffliche Welt Aromen, doch sie
werden selten gerochen. Die Menschen erkennen eher die Witterung eines Tieres
als überirdische Aromen an.
562. Berichte
über Werleoparden[57] sind wahr. Die Lehre hat
bereits auf die unzweifelhafte Tatsache des Bandes zwischen Mensch und Tieren
aufmerksam gemacht. Man kann sehen, dass das Schicksal solcher Tiere sich in bestimmten
Menschen widerspiegelt. Statt Märchen über Hexen sollte man Werwölfe studieren,
von denen es nicht wenige gibt.
563.
Durch Empörung wird Verehrung bezeugt – dieses älteste Mittel ist allen Völkern
gemeinsam.
564. Kann
der beste Bewohner der Feinstofflichen Welt sich von dort in die Feurige Welt erheben?
Er kann es, und seine Verklärung wird herrlich sein. Durch Läuterung beginnt
der feinstoffliche Körper zu leuchten. Das Feuer lodert auf, und schließlich
fällt die Hülle ab wie eine leichte Aschenschicht; und das feurige Wesen kann in
seiner früheren Schicht nicht bleiben und steigt auf in die Feurige Welt. Das,
was in der Feinstofflichen Welt ein unerträgliches Leuchten war, wird in der
Feurigen Welt das trübste – so ist die Leiter.
Man muss
sich daran gewöhnen, sich die vielen Schichten der Feinstofflichen Welt
vorzustellen. Von der scharlachroten Flamme bis zum schönsten Leuchten des
Regenbogens; diese Facetten gehen ineinander über wie ein wogendes Meer und
weben alle möglichen Konstellationen. Doch für die
Finsternis und die tiefen Abgründe wird dieses Leuchten wie ein fernes
Wetterleuchten sein. Wer sich nach Licht sehnt, möge sich nicht fürchten,
feurig zu sein. Ein Brennen auf Erden ist das Symbol einer ausgezeichneten
Verklärung.[58]
565. Die Kraft
des Gedankens ist unzweifelhaft. Der Gedanke schafft. Doch in jedem Buch muss
man daran erinnern, dass nicht jeder Gedanke wirksam ist. Die Kraft eines prägnanten
Gedankens gleicht der eines Blitzes. Allerdings ist jede Zweideutigkeit
zerstörerisch und führt nicht zu dem erwünschten Ergebnis. Im Gegenteil, jede
Zweideutigkeit erzeugt Missgeburten, solche unentrinnbaren Ungeheuer, die sich
in nächtlichen Alpträumen äußern.
Durch
verschiedene Gedanken werden Bewohner des Raumes geschaffen, die lästigen
Insekten gleichen! Oft wischen die Menschen sich eine unsichtbare Fliege von
der Stirn. Oft spüren sie ein Spinnennetz. Sollte man nicht an solche Auswirkungen
von Gedanken erinnern?
566. Gewöhnlich
gibt es Streit über die Dauer des Aufenthalts in der Feinstofflichen Welt. Es
wurde von langen Zeitspannen gesprochen, man kann aber auch sehr kurze sehen.
Wie kann man dies miteinander vereinbaren? Bei der Vielgestaltigkeit des
Weltalls ist alles möglich.
Die
Bewohner der Feinstofflichen Welt lassen sich in mehrere Arten einteilen: Die
einen bemühen sich, ihren Aufenthalt in dem Wunsch zu verlängern, den größten Nuten
beizutragen – sie sind die härtesten Arbeiter. Andere versuchen länger zu
bleiben, um sich der irdischen Prüfung zu entziehen. Die dritten bleiben aus
Liebe zur Feinstofflichen Welt. Die vierten strengen sich an, um schneller zur
irdischen Erfahrung zurückzukehren.
Es ist
wahr, Kinder reinkarnieren oft schnell, doch auch unter ihnen kann man
verschiedenen Aufgaben bemerken. Es ist rührend zu
sehen, wie Kinder es besser machen wollen und frühere Bedingungen nicht
fürchten; ihnen sollte man
ganz besonders helfen.
Natürlich gleichen solche Bestrebungen
nicht denen eines Verarmten, der reich werden möchte und seine irdischen
Schätze sicherlich irgendwann verlieren wird. Doch das größte Glück in der Feinstofflichen Welt ist,
Reinheit und Klarheit des Denkens zu bewahren. Man muss genau wissen, was man
will.
567. Es hilft
den Menschen nicht, nicht an die Zukunft zu denken. Jeden Tag kann man über ein
besseres Leben jenseits der Grenzen der Erde schön nachdenken. Je schöner die
Vorstellung, desto bessere Möglichkeiten werden dort geboren, wo der Gedanke herrscht.
568. Ihr habt ein Spielzeug gesehen, in dem viele Kugeln,
eine in die andere, eingeschnitten sind. Die Chinesen wollten auf diese
Weise an die verborgenen Welten erinnern. Für den Menschen ist es schwierig,
die überirdischen, nicht auszudrückenden Dimensionen zu verstehen. Doch wer je
die Farbe der Feinstofflichen Welt geschaut und ihr Klingen vernommen hat,
versteht, dass für eine solche Welt die Bezeichnung „Feinstofflichste“ die
beste ist.
569.
Santana*, der Lebensstrom, verwandelt und bestimmt vieles im Voraus, dennoch
bleibt Raum für den freien Willen. Die Strahlen der Gestirne bestimmen vieles,
doch eine feste Verbindung mit der Höheren Welt wird auch in dieser Hinsicht eine
größere Bedeutung habe.
Man möge
verstehen, dass die Lehre über die Führer in allen Religionen von großer Bedeutung
ist. Die Menschen müssen begreifen, dass ihnen die Möglichkeit geboten wird,
mit Hilfe der Höheren Führung durch die Schlacht und alle Engpässe hindurchzugehen,
sie dürfen die helfende Hand aber nicht abweisen. Man soll den Führer mit ganzem
Herzen liebgewinnen.
Der
Führer hilft nicht durch irdische Maßnahmen, weshalb man sich dieses feurigen
Fadens feinfühlig bewusst sein muss. Wenn man die Augen offenhält, kann man
diesen wunderbaren Schutz im ganzen Leben sehen. So ist selbst Santana nicht
stärker als die Offenbarung der Höheren Welten.
570. Was ist stärker als ein Bumerang? Wenn er den
Lehrer selbst berührt, kehrt die Waffe auf schreckliche Weise zurück. Deshalb
wird der Begriff Guru so stark geschützt. Wird der Guru berührt, kehrt die bösartige
Waffe auf tödliche Weise zurück. Das ist keine Bestrafung, sondern Selbstverurteilung.
Seien wir deshalb mit den höheren Begriffen sehr vorsichtig, mit ihnen berühren
wir das Feuer.
571. Die
schwarze Loge hat doch nur ein Ziel: Unseren Werken zu schaden und den Planeten
zu zersetzen. Die Menschen werden gewöhnlich durch das Versprechen eines langen
Lebens in die schwarze Loge gelockt, denn groß ist die Furcht vor dem Tod; auch
Reichtümer und große Macht werden verheißen. Besonders heutzutage entwickelt sich
der Wunsch nach einem langen Leben.
Die
Menschen denken über das Leben der Überirdischen Welten nicht nach, so sind sie
stark an die Erde gebunden. Zu den finsteren Suggestionen zählen Leidenschaft
und Habgier, und aus ihnen erwächst der niederste Verrat.
572. Der
Wissenschaftler starb nicht durch Gift, sondern durch Beschwörung. Die an einen
bestimmten Gegenstand gebundenen Gedanken leben lange. Man
kann erkennen, wie im Altertum durch besondere Beschwörungen Gedanken für lange
Zeit auf einen Gegenstand aufgeschichtet wurden, wobei der Beschwörer den
Gegenstand nicht aus der Hand gab und ihn selbst an einem verschlossenen Ort verwahrte.
Das Experiment mit Beschwörungen über längere Zeiträume ist sehr bemerkenswert.
573. Die
Lehre des Guten muss ein Freund alles Guten in allen seinen Erscheinungen sein.
Diese Wahrheit scheint einfach zu sein, doch böse Absicht versucht dauernd, sie
zu entstellen. Einen Lehrer des Guten muss es betrüben zu sehen, wie die Arbeiter
des Guten sich verunstalten und einander ausschließen.
Was für eine
Verkrüppelung des Guten vollzieht sich: Der eine trägt eine Last des Guten und
kann sie nicht ertragen; ein anderer versucht, eine doppelte Last aufzuheben.
Wenn aber jemand es wagt, an eine dreifache Last zu denken, wird er nicht viele
Helfer finden.
Millionen
von Jahren haben die Menschen nicht gelehrt, sich am Guten zu erfreuen und es
als etwas äußerst Nützliches liebzugewinnen. Die Lehre muss bei allen Trägern
des Guten ein weites Mitgefühl finden. Andernfalls wird sie nicht die Lehre des
Guten, sondern die Lehre der Selbstsucht sein.
574.
Feurige Schlacht – einen solchen Ausdruck kann man in vielen Religionen finden.
Dieser Ausdruck ist richtig: Liebe, Mut, Selbstlosigkeit, Hingabe und alle
besten Eigenschaften sind mit Feuer verbunden. Andererseits rufen auch Zorn, Gereiztheit,
Bosheit, Schadenfreude, Neid und Unwissenheit Feuer hervor, zwar scharlachrotes
und dunkles, aber dennoch Feuer.
So ist
die Schlacht zwischen Gut und Böse ein Kampf der Feuer. Bei einem solchen Zusammenprall
kann man sehen, wie verschiedenartig die Feuer sind, die von Gefühlen und
Leidenschaften hervorgerufen werden. Möge diese Aufteilung nach Gefühlen und
Leidenschaften anerkannt werden. Viele können sich den Unterschied in keiner
Weise vorstellen, doch die Farbe des Feuers kann das, was hervorgebracht wurde,
leicht anzeigen.
575. Man
soll auch über die finsteren Logen sprechen, denn es gibt ihrer sehr viele. Oft
lassen die besten Menschen den Gedanken gar nicht zu, dass eine solche Abscheulichkeit
existieren könnte. Doch man kann die ungeheuerlichsten Verbrechen sehen. Man
kann sehen, wie die Finsteren unter der Maske höchst ehrenwerter Diener des
Allgemeinwohls in verschiedene Schichten der Menschen eindringen.
576.
Reine Herzen werden das Höchste schauen. Man muss nur daran erinnern, dass die
Reinheit der angenommenen Konzepte vom freien Willen abhängt. Die Menschen
beginnen nach eigener Entscheidung mit einem reinen Leben sowohl im Heim als
auch im Herzen. Daher kann der Führer nicht zwingen, das Herz zu reinigen, wenn
der Wunsch dafür nicht vorhanden ist.
Die beste
Reinigung erfolgt durch Feuer.
577. Die
Menschen wissen oft lange nicht, was im Haus eines Nachbarn vor sich geht. Noch
länger bleibt unbekannt, was in einem anderen Land geschieht. Deshalb ist es nicht
verwunderlich, dass unbekannt ist, was auf anderen Ebenen vor sich geht.
So sind
Ursachen und Wirkungen verborgen. Die grobstoffliche Welt bemerkt nur die vorübergehende
Maja. Umso mehr kann man auf die Zukunft hoffen. Unser Erlass bezieht sich auf
die wahren Wirkungen.
578. Ein
bestimmter Krieger stand unter dem Schutz eines verehrten Einsiedlers. Nach
einem Sieg ging er zu dem Einsiedler und bedankte sich für zwei wunderbare Rettungen.
Doch der Einsiedler sagte: „Undankbarer Krieger, du wurdest nicht zweimal,
sondern zwölfmal gerettet. Du hast die wichtigsten Rettungen gar nicht erkannt.“
Gewöhnlich bemerken die Menschen weniger, nicht mehr.
579. Die
Lebendige Ethik ist eine Brücke zu allen Welten. Nur bei Anwendung im Leben wird
ein unanfechtbarer Übergang geschaffen. Nichts wird die feurige Rüstung
durchdringen. Man braucht sich über das Gestrüpp der Metaphysik nicht zu
beunruhigen, wenn der Geist den Pfad des lebendigen Gedankens kennt.
Nur das
Maß des Guten offenbart das Feuer des Lichts. Mit einer solchen Lampe kann man
die große Brücke klar betreten. Die Lebendige Ethik ist nur für einen weiten
Weg gegeben. Man muss sie als Unterstützung für den Weg lieben.
580. Ihr
wisst, dass eine Kontusion[59] durch
eine Granate oder eine Explosion schlimmer ist als eine offene Wunde: Der
Mensch verliert dabei gewöhnlich das Gleichgewicht für immer. Das gleiche
geschieht bei einer Erschütterung durch unsichtbare Kräfte. Jeder Arzt kann bei
einer Quetschung und einer unsichtbaren Erschütterung die gleichen Symptome
beobachten.
Man
spricht sogar vom Lärm des Gedankens und von warmen oder kalten Windstößen. Es
ist richtig, dass ein Gedanke Lärm machen oder Wind erzeugen kann. Und eine solche
Tat wird eine feurige sein, doch die Menschen bemerken solche Erscheinungen
selten.
581. Man spricht
oft von Widersprüchen und rechnet ihnen viele unverstandene Fälle zu. Die Leute
sehen an einem heißen Tag einen Wanderer in warmer Kleidung und lachen über den
Widerspruch. Doch niemand denkt an die kalte Nacht.
Widersprüche
beruhen gewöhnlich auf armseligem Denken. Viel Unglück ist durch Unwillen zu
denken entstanden. Nicht Widersprüche, sondern der leere Gebrauch unüberlegter Worte
verkompliziert das Leben.
582. Vairaga[60] ist
die höchst heilige Flamme der Abkehr von den körperlichen Dingen. Enthaltsamkeit
ist in Gedanken weit schwieriger als im Handeln. Beim Handeln können selbst die
Muskeln zur Enthaltsamkeit beitragen; doch die Gedankenzentren sind so
feinstofflich, dass ein Mensch, der die Denkkunst nicht beherrscht, den
Reflexen dieser Zentren nicht zu folgen vermag.
Es heißt,
die Feinstoffliche Welt sei von der grobstofflichen weit entfernt, indes ist
jeder Gedankenprozess bereits ein Prozess der Feinstofflichen Welt.
Entsprechend der Feinstofflichkeit des Denkens kann man sich die Hülle der
Feinstofflichen Welt vorstellen. Der feinstoffliche Körper ist auch wägbar,
doch in den kleinsten Maßen. Der feurige Körper dagegen lässt sich nicht messen.
Die Wissenschaftler
können helfen, die Feinstoffliche Welt zu offenbaren. Auf allen Gebieten kann
man verfolgen, dass der Gedanke auch die anderen Energien verstärkt; so ergeben
sich neue Zusammenarbeiten.
583. Wer entschließt
sich denn zu behaupten, dass es Leere gibt? Doch aus Unwissenheit wird dieses
Wort so oft wiederholt, dass die Menschen von Kindheit an daran gewohnt sind.
Es ist
schwierig, sinnlose Wörter aus der Sprache zu entfernen, eine solche Säuberung ist
aber notwendig, sonst wird das Bewusstsein verunreinigt.
584. Das
Bewusstsein von unnötigen Begriffen läutern zu können heißt schon, sich auf einen
weiten Weg zu machen. Nur bei einer solchen Befreiung kann man an ein neues
Bewusstsein denken. Wenn Vairaga leuchtet, wird Freude geboren.
585. Es wurde
gesagt: „Unwissenheit ist die Hölle“. Das verstehen nur wenige. Indes ist
gerade das verzehrende Feuer die Folge von Unwissenheit.
Man kann
Böses in Gutes verwandeln und auf diese Weise die Beschaffenheit des Feuers
ändern. Der Mensch besitzt die wundervolle Gabe, die Beschaffenheit des Elementes
zu ändern. Jedoch wie kann die Menschheit zu einer solchen Tat schreiten, wenn
sie über die Elemente noch nicht einmal nachdenkt?
Die Lehre
der Lebendigen Ethik muss daran erinnern, in welche Richtung der Verstand des Menschen
streben muss. Lasst uns den freien Willen nicht verletzen, möge jeder nach
seinem Rhythmus voraneilen; möge er die erhabenen Schwingungen auf seine Weise
spüren, doch er möge sie spüren und sich beeilen.
586. Nie
wird ein böses Herz der Feurigen Welt näherkommen. Ein verkohltes Herz steht da
wie eine schwarze Ofenklappe. Nur Bosheit zündet ein Leben an, das danach
strebt, andere zu verderben. Umso nötiger sind die Waffen des Lichts, die ohne
Bosheit, aber in der Rüstung der Gerechtigkeit auf der Wacht stehen.
587. Es
ist immer gut, über das Herz zu sprechen. Es ist angebracht, daran zu erinnern,
was am meisten benötigt wird. Gerade da, wo es ein Herz gibt, gibt es auch
Feuer. Kein Reisender bricht ohne seinen Feuerstein auf; er vergisst nicht,
dass er ihn des Nachts benötigt. So bricht ohne das Herz die Nacht des Geistes
an.
Nicht
Hindernisse sind furchtbar, sondern steinerne Herzlosigkeit. Weder Mensch noch
Tier noch Pflanze sind ohne Herz, noch nicht einmal ein Stein. Das bedeutet,
dass Herzlosigkeit bereits nicht mehr der offenbarten Welt angehört, sondern
dem Chaos.
589. Sehr gefährlich sind alle Vorrichtungen für künstliche
Übersinnlichkeit. Die Menschheit gleicht einem Prahler. Nur natürliche
Errungenschaften sind von Wert. Außerdem führen künstliche Vorrichtungen in
schmutzigen Händen nur zu missgestalteten Erscheinungen. Bei schmutzigem Denken
werden auch die Erscheinungen schmutzig sein. Das Wichtigste in allem ist Qualität.
590. Unvernunft schlägt oft tiefe Wurzeln. Aus etwas
Kleinem, das sichtbar ist, entsteht etwas Großes, das unsichtbar ist. Die
Menschen denken nicht an das Schöne und umgeben sich daher mit Hässlichem.
Allem voran steht das Denken!
591. Ihr wisst bereits, wie notwendig es ist zu
wiederholen, doch die Wiederholung selbst bedarf der Kunst. Es ist fast, aber
nicht ganz dasselbe wie bei dem Teppich auf der Treppe. Man darf nicht müde
werden zu wiederholen, wie bei einem Pflaster aus identischen Steinen. Und
jene, für die endlos wiederholt wurde, werden ruhig auf einem Pflaster
dahinspazieren, bei dem jeder Stein sorgfältig gelegt wurde.
592. Zu
oft werden Worte in einem falschen Sinn gebraucht. Die Menschen sprechen vom
Übernatürlichen, anstatt zu sagen: das Ungewöhnliche. In keiner der Welten gibt
es etwas Übernatürliches. Vielleicht ist für die Unwissenden etwas
ungewöhnlich, doch selbst diese Definition ist bedingt: Etwas Ungewöhnliches
kann es nur für den aktuellen Zustand geben. So kann man das Wörterbuch
bedeutend säubern.
Wir haben
darüber oft gesprochen, und bei Übersetzungen in andere Sprachen seht ihr, wie
notwendig die Nuancen der Ausdrücke sind. Die Menschen lieben es nicht, bessere
Definitionen zu finden, doch verschiedene alte Mundarten zeigen, dass es nicht
leicht ist, das Wörterbuch mit passenden Ausdrücken neu zu beleben.
Besonders
schwierig ist dies bei den Begriffen des irdischen und des himmlischen Feuers.
Es gibt so viele sichtbare und unsichtbare Feuer, dass feinere Definitionen erforderlich
sind.
593. In
Werkstätten für explosive Stoffe rauchen die Menschen nicht, sie tragen
besonders weiches Schuhwerk, vermeiden jegliche Metallgegenstände, unterlassen sogar
lautes Sprechen und atmen nicht in gewohnter Weise. Dort, wo dem Körper Gefahr
droht, sind die Menschen bereit, sich von Gewohnheiten zu lösen; doch es geht
nicht in ihre Köpfe ein, dass der Gedanke eine weit gefährlichere, zwar
unsichtbare, aber nicht wiedergutzumachende Explosion auslösen kann.
Der Schrecken
hilft den Menschen, sich vor körperlichen Gefahren zu schützen. Doch das ganze räumliche
Leben existiert für sie nicht. Sie können über die Erhabenen Kräfte lästern und
schadenfroh sein, wenn ihr eigenes Verderben ihnen selbst nicht sofort sichtbar
ist. Der Verlust der räumlichen Angemessenheit in Bezug zur Unbegrenztheit
macht alle besseren Möglichkeiten zunichte.
Indes ist
gerade die gegenwärtige Zeit die letzte Chance, das Grobstoffliche mit dem
Feinstofflichen und sogar mit dem Feurigen zu vereinen. Man muss beginnen,
beharrlich und klar in Richtung der Vereinigung der Welten zu denken.
594. Man
hat sogar Strahlen entdeckt, die Gegenstände unsichtbar machen. Erinnert eine solche
Entdeckung denn nicht an die unsichtbare Feinstoffliche Welt?
Man kann
die kleinste Entdeckung unbegrenzt erweitern. Man kann sehen, wie eine solche Entdeckung
das ganze irdische Leben verändern kann. Alle Grundlagen des Staates können
durch eine solche Entdeckung ins Wanken geraten. Die Herrschaft der Maschinen
kann durch einen einzigen Strahl gebrochen werden. So können die ausgeklügeltsten
Mechanismen durch einen unsichtbaren Strahl aufgehalten werden.
Mancher fürchtet
sich vor solchen Möglichkeiten, doch andere umhüllen sie mit machtvollem
Gefühlswissen. Das Feuer des Herzens ist stärker als solche Strahlen.
595. Soda
ist nützlich, und sein Sinn steht dem Feuer so nah. Sodahalden sind als die
Asche der Großen Feuersbrunst bezeichnet worden. So kannten bereits die
Menschen des Altertums die Besonderheiten des Sodas. Die Oberfläche der Erde
ist zur breiten Verwendung mit Soda bedeckt.
Ebenso
ist Artemisia (Wermutöl[61]) ein
kräftiges Stärkungsmittel für das Nervensystem. Es ist zerstört nicht, sondern
reinigt feurig von schädlichen Ablagerungen.
596.
Nicht nur in Tempeln wurde Wein Baldrian beigegeben, sondern auch viele griechische
Weine enthielten diese Beimischung. So können Moschus, Baldrian und Soda kombiniert
werden.
597.
Überall kann man verfolgen, wie die Menschen einen Begriff auf ihre Art
zergliedern. Psychische Energie ist das feinstoffliche, feurige, göttliche Aum.
So benennt man ein und dieselbe Grundlage, nimmt aber an, eine bessere Definition
eingeführt zu haben.
Wenn wir
unsere Aufmerksamkeit verdoppeln, sehen wir, dass solche Zergliederungen nicht
von Nutzen sind. Es ist Zeit, wieder mit dem Zusammensetzen zu beginnen.
Man
sollte den Sinn des irdischen Daseins nachdrücklich bestätigen. Es ist
notwendig, ihn zu vereinfachen. Über alle Sorgen hinweg sollte man daran
denken, dass der Pfad lang und es nötig ist, sich mit Geduld und dem Gedanken
an alles zu versehen, was auf dem Pfad nützlich ist.
Man muss
es aber verstehen, sich diese Notwendigkeit zu einer Freude zu machen. Ohne
diese Eigenschaft wird das Herz sich verwirren und so von Kräften kommen.
Ebenfalls
sollte man erkennen, dass Tapferkeit und Freude untrennbar sind. Selbst die
schwierigste Heldentat darf doch nicht eine niedergeschlagene sein. Ein Sklave mag
sich in Niedergeschlagenheit abmühen, doch ein feuriger Geist verklärt alles durch
die leuchtendste Freude. Und der Freude entströmt Wärme.
Erinnert
euch aber daran, dass Freude, Wärme und Feuer im Herzen wohnen. Geizt nicht
damit, an diese Bewohner des Herzens zu mahnen. Immerhin erinnern die Menschen sich
an das Herz, und jeder liebt die Wärme, die man Herzlichkeit nennt.
Deshalb
versteht es, zu allen mit klarster Verständlichkeit über das Freudvollste zu
sprechen. Auf diese Weise klopft an die feurige Tür der menschlichen Seele.
598. Es
ist lehrreich zu beobachten, wie die Finsteren versuchen, sich auf alles zu stürzen,
nur um Schaden zu verursachen, bei ihrer Raserei aber ihre schwachen Seiten
enthüllen. Das Böse ist ein schlechter Ratgeber.
599. Ihr
erinnert euch an den beachtenswerten Fall eines kleinen Knaben, der mit
verbundenen Augen erstaunliche Dinge vollbrachte. Die Auflösung war jedoch einfach:
Er war von Geburt an blind. Als die Menschen erfuhren, dass er blind war,
schätzten sie seine Fähigkeit nicht mehr. Als ob er wegen seines Zustandes seine
Fähigkeit verloren hätte.
Oft kann
man sehen, wie die Menschen den unwichtigsten Umständen Beachtung schenken und
das Hauptsächliche nicht bemerken. Einige Fähigkeiten von Blinden verdienen
Erstaunen und Beobachtung. Ein solcher Zustand wird manchmal feuriges Sehen
genannt.
600. Ein
Einsiedler wollte sich im Schweigen üben, weil er sich selbst aber nicht traute,
verband er sich geduldig und fest den Mund. Eines Tages sah er am Rande einer Klippe
ein Kind, doch es gelang ihm nicht, seinen komplizierten Verband abzunehmen, um
vor der Gefahr zu warnen. Als er sich schließlich freigemacht hatte, war das
Kind bereits vom Strom davongetragen.
Errungenschaft
liegt nicht in ausgedachten Fesseln! Wir erreichen nur dann etwas, wenn wir gar
nicht anders können als handeln. Wer nicht handelt, weil er nicht kann, erreicht
nichts. So ist es im körperlichen wie im geistigen Dasein. Außer dem
Unterlassen beschämender Dinge muss man sich auch Rechenschaft darüber ablegen,
warum solche Taten unzulässig sind.
Der
Gedanke muss mitwirken. Bei jeder Schöpfung bedarf es der Kraft des Gedankens.
Evolution ohne Gedanken ist unmöglich. Wenn in der nahen Feinstofflichen und in
der Feurigen Welt alles durch Gedanken bewegt wird, ist es nicht schwierig, sich
die Kontinuität des Gedankens vorzustellen.
In
Unbegrenztheit erzeugen Spiralringe, ganze Zyklen von Gedanken ihre Offenbarung.
Der unbedeutendste irdische Gegenstand stellt die Verwandlung eines Gedankens dar.
Vollzieht sich denn nicht das gleiche in großem Ausmaß im Raum?
Der
Gedanke ist Feuer. Der Gedanke ist das Hervorbringen eines schöpferischen
Wirbels und eines Ausbruchs. Der Gedanke ist Licht und Strahlung. So muss man den
Feurigen Gedanken achten.
601. Vom
Feuer des Herzens nicht erleuchtete, künstliche Kalkulationen bringen der Welt
Unglück und Verwirrung.
Den
Menschen ist der Sinn des Lebens abhandengekommen. Nicht nur sich selbst,
sondern allen Generationen hinterlassen sie ein rauchiges Erbe und giftigen
Atem.
Also soll
man sich dem Gedanken als dem schöpferischen Pfad zuwenden. Jeder hat genügend Gedanken,
man müsste ihn nur von Kindheit auf an diesen offenbarten und vom Schicksal
bestimmten Schatz erinnern.
602.
Jeder in Einheit zugebrachte Tag ist bereits eine Darbietung eines Schatzes. Es
ist nicht schwierig, zusammenzuarbeiten; es ist nicht schwierig, den Raum nicht
in Aufregung zu versetzen. So kann man an jedem Tag die heilige Schatzkammer
auffüllen.
603. Der
Gedanke wird manchmal mit dem Meer verglichen – der Vergleich ist plausibel.
Jeder Mensch verfügt über drei grundlegende Gedankenströme: Einen der vom
Körper kommt, mit den Muskelreflexen in Verbindung steht und im äußeren Leben
in Erscheinung tritt. Der zweite betrifft bereits das Herz und fördert die
Verbesserung und den Fortschritt der feinstofflichen Gefühle. Schließlich wird
in den Tiefen des Bewusstseins die Heldentat der Selbstlosigkeit geboren – hier
ist man der Feurigen Welt nah.
Jeder
Mensch kann alle Welten berühren; selbst in seinem Alltagsleben kann er eine beliebige
Denkart wählen. Dafür muss man weder arm noch reich und
weder erhaben noch niedrig sein; man muss noch nicht einmal besonders gelehrt
sein, um auf die Stimme des Herzens zu hören. Wahrhaftig, der Gedanke ist
ein Meer mit sämtlichen Strömungen.
604. Die Menschen
möchten gern erfahren, warum feurige Erscheinungen so selten sind. Wir
antworten: Weil das Herz der grobstofflichen Welt solche feurigen Wirbel nicht
erträgt. Fragt jene äußerst seltenen Personen, die solche Erscheinungen hatten.
Sie werden euch sagen, dass sie nach den feurigen Heimsuchungen fast tot waren.
Bei der
Erziehung zu rechtem Denken kann man sich an die Möglichkeit eines solchen Höheren
Verkehrs gewöhnen. Doch vom Fleisch zur feurigen Vision ist es ein weiter Weg.
Nur die seltensten Herzen halten sie aus.
605.
Bergkristalle kommen von ein und demselben Feuer und sind dennoch alle verschieden.
Man kann über solche feurigen Gebilde nachdenken. Sie zu besitzen, wird bereits
eine gute Erinnerung an jene Welt des Lichts sein, nach der zu streben
jedermann erlaubt ist.
606. Das irdische
Feuer verzehrt einen gespaltenen Baum schneller als einen ganz festen Stamm,
und so ist es auch bei allen Annäherungen der Feurigen Welt. Wenn Ich vor dem
Schaden jeglicher Spaltung warne, sehe Ich schon voraus, wie notwendig es ist,
die Menschheit vor Unvernunft zu bewahren. Gerade Spaltungen ziehen gleichsam eine
niedere Flamme an und verschlingen sie.
Man muss
alle Ansteckungen vermeiden, und der Schmerz des Herzens wird verstummen. Der
allumfassende Gedanke ist das heilende Prinzip. Fragt einen Arzt, um wieviel länger
sich die Krankheit eines Menschen hinzieht, der krank sein will. So zeigt der
persönliche Wunsch die Macht des Gedankens an.
607. Es
ist sowohl schwierig als auch leicht, sich die Feurige Welt vorzustellen. Zwischen
den Welten gibt es keine Unterbrechung. Die Feinstoffliche Welt verhält sich
zur Feurigen Welt genauso wie die grobstoffliche zur Feinstofflichen.
Außer
sichtbaren Erscheinungen kann es unsichtbare Annäherungen geben. Ebenso weist in
der irdischen Welt manchmal nur Herzklopfen auf die Anwesenheit eines
feinstofflichen Wesens hin. Das Auge bemerkt sehr selten ein gewisses Aufleuchten,
und gewöhnlich schreibt man dieses dem Zufall zu.
Ebenso
kann man bei ungewöhnlich geistigen Menschen eine Art Lichtdiadem über ihren
Köpfen sehen. Eine solche Erscheinung ist sehr selten und zeugt vom Kristall
der Geistigkeit. Es ist, als ob die Aura selbst sich in einen Ring zusammenrollt.
Daher hatte die alte Idee der Krone als Zeichen der Auszeichnung eine tiefe
Bedeutung.
Man
sollte nicht erstaunt sein, dass hohe Offenbarungen sich in den schwersten
Stunden zeigen. Die Gesetze der Feurigen Welt sind unbeschreiblich.
608. Die
Zentren bewirken ringförmige Ausstrahlungen. Wenn der Geist auf weite
Entfernung Hilfe leistet, können sie alle zugleich aufleuchten. Solche Anspannungen
sind gewaltig. Es werden weder die Muskeln noch die Nerven angespannt, sondern
die Saiten des Herzens erklingen. Eine solche Saite kann man sogar hören.
Doch eine
solche Anspannung ist erschreckend für einen Menschen, der nicht an die Höheren
Welten denkt. Ein erfahrenes Denken nimmt sogar die Erscheinung
einer Krone ruhig auf und sieht sie als etwas sehr Ungewöhnliches, doch Bedeutsames
an. Eine solche Anspannung gibt es nicht oft.
609.
Astrologie ist eine große Wissenschaft, doch sie kann durch die Kräfte des
Gedankens gelenkt werden. Der Gedanke kann nämlich in der Astrologie Bedeutung
haben. Der Gedanke schafft doch; der Gedanke ist chemisch; der Gedanke wirkt
sogar auf Karma ein. Mit solchen mächtigen Gesetzen wetteifert der Gedanke.
610. Besondere Aufmerksamkeit wendet man Zwergen zu. Sie
erscheinen überall als eine besondere Rasse. Man kann bei ihnen nicht nur
körperliche Besonderheiten wahrnehmen, sondern auch eine besondere Psyche. Niemand
kennt die Ursache der Erscheinung solch kleiner Geschöpfe; und das umso
weniger, als es neben ihnen unter den gleichen Verhältnissen und in der
gleichen Familie auch Menschen von hohem Wuchs gibt. Doch man hat bereits bemerkt,
dass es unerwartet Materialisationen von ganz winzigen Wesen gibt.
Auch ein ungeschickt
ausgeschmückter Fall aus dem Leben des Paracelsus[62]
erinnert daran, dass er versuchte, solche kleinen Wesen zu erhalten. Das
Experiment war natürlich erfolglos[63]. Doch
heute sind Abdrücke von winzigen Gliedmaßen bekannt. Man muss sie rein
wissenschaftlich betrachten. Die Lösung liegt in der Beschaffenheit des
Ektoplasmas*, deswegen gibt es Riesen und Zwerge.
Doch die Riesen
sind bereits vergessen. Sie reizen nur wenig, wenige überschreiten die Größe
von zwei Metern, und die Materialisation von Riesen ist selten. Doch die
winzigen Geschöpfe zeigen deutlich ihre Ähnlichkeit und Einzigartigkeit. Die
Zwerge Südindien, Afrikas und der Eskimos erinnern stark an ihre europäischen
Mitbrüder.
Wenn man
das Ektoplasma fleißig studiert, wird man seine besonderen Eigenschaften
entdecken. Und in Bezug auf die Feurige Welt wird ein solches Studium eine
große Errungenschaft sein.
Der Aufbau der Augen selbst erweist sich
unter den Strukturen der grobstofflichen Welt als die feinstofflichste. So bewahrt
es auch die Besonderheiten der Höheren Welt. Wenn man ein einziges Auge
darstellt, ist das nicht nur ein Symbol, sondern jemand hat eine solche Erscheinung
gesehen.
612. Das
Ektoplasma ist auch bei der Gestaltung der Rassen von Bedeutung. Es ist mit den
Strahlen der fernen Welten verbunden. Es kann natürlich sowohl von hoher als
auch von niederer Qualität sein. Ebenso hängt es vom Brennen des Herzens ab.
Bei lymphatischen
Menschen[64] kann
man eine niedere Beschaffenheit des Ektoplasmas bemerken, und dann sind solche seltsamen
zwergähnlichen Gestalten möglich. Medien sind nicht selten lymphatisch.
613. Dieselbe
lymphatische Konstitution kann der schwarzen Magie dienlich sein. Vor ihr muss
man sich in jeder Weise hüten. Denkt nicht, es gäbe nur wenig schwarze Magie, sie
hat sich sowohl im Volk als auch in Regierungskreisen eingenistet. Möge die
Wissenschaft einen tiefen Einblick in solche verderblichen Versuche nehmen.
614. Die
Heilkraft durch Suggestion ist sehr groß, sie kann aber noch verstärkt werden. Man
kann dem inneren Feuer die Schwingungen des Raumfeuers hinzufügen. Unter einem solchen
Feuer versteht man die Magnetkraft und die Elektrizität. Durch diese dreifache
Einwirkung können verschiedene Lähmungserscheinungen geheilt werden.
Gewiss,
der Magnet über dem Kopf des Patienten muss von beträchtlicher Stärke sein. Die
Elektrisierung muss eine doppelte sein, nämlich sowohl betreffend den Körper
als auch betreffend die Schwingung der Luft. Man kann überzeugt sein, dass
durch eine Suggestion von solcher Macht auch chronische Lähmungen geheilt
werden können.
Man muss Suggestion
dringend studieren. Man muss verstehen, dass kurzzeitige Suggestionen nur wenig
Nutzen bringen; eine langanhaltende Suggestion ist erforderlich. Der
Suggerierende sollte sogar zeitweilig in der Nähe des Patienten leben, um die
Auren zu harmonisieren.
Diese
Bedingung der Harmonisierung wird übrigens überhaupt nicht beachtet. Man bringt
einen fremden Menschen herbei, der vielleicht von schädlichen Bestrebungen
umgeben ist, und gibt eine halbe Stunde Zeit, um die wunderwirkende Kraft vorzuführen.
Jeder vernünftige Mensch muss verstehen, dass bei einer solchen zufälligen Ausführung
nichts als Schaden entsteht. Der feurigen Kraft gegenüber ist ein durchdachtes
Verhalten erforderlich.
615. Selbst
Schwachköpfigkeit aus nervlichen Gründen kann durch die gleiche dreifache Einwirkung
geheilt werden. Die Suggestion muss nur sehr beruhigend sein, wohingegen sie bei
Lähmung befehlend sein muss. Man kann viele Fälle einer leichten Verrücktheit
in ein gesundes Leben zurückführen. So viele Unglückliche schmachten im Kerker!
616. Eine
leichte Verrücktheit ist gewissermaßen eine lokale Lähmung. Man muss das Gehirn
und das Herz freundschaftlich berühren. Eine solche Herzensberührung findet
selten statt. Der Kranke wird entweder gefürchtet oder verachtet.
Die
Krankheit muss aber nicht die Schuld des Kranken selbst sein, es kann ihn auch
ein feindlicher Pfeil betäubt haben. Es gibt viele
solcher Fälle, wo nicht der Mensch selbst schuld ist, sondern ein giftiger
Pfeil ihn getroffen hat. Man kann viele Fälle solcher Verrücktheiten heilen,
die gleichsam nur Kontusionen sind.
617. Es
ist besser, wenn die Luft mehr räumliche Elektrizität enthält, andernfalls ist
das unterirdische Feuer zu unausgeglichen. Es gibt viel Bosheit im Raum,
weshalb Ich dringend bitte, die Gesundheit zu hüten.
618. Eine
ärztliche psychische Einwirkung sollte nicht nur gut überlegt angewendet,
sondern auch entschlossen zu Ende geführt werden. Halbe Maßnahmen sind, wie in
allem, gefährlich.
Man kann
die Zentren öffnen, doch sie allen möglichen Einflüssen auszusetzen, so dass
statt Heilung Gereiztheit und neue Ansteckung eintreten, ist unzulässig.
Die
Anwendung einer stärkeren Suggestion erfordert auch die Zustimmung des Kranken
selbst. Jede Widersetzung ist gefährlich, denn sie könnte die Kräfte endgültig
überfordern. Man kann sehen, dass ein unbewusster Zustand ebenfalls unerwünscht
ist; gefordert sind der klare Wunsch des Patienten und willentliche Zusammenarbeit.
Nicht nur
bei ärztlichen Einwirkungen, sondern auch bei allen anderen Lebenserscheinungen
sind dieselben Bedingungen erforderlich: Wie kann man ohne sie an die Feurige
Welt denken? Die Feinstoffliche Welt kann auch in einem halbbewussten Zustand
erreicht werden, doch der Feurigen Welt kann man sich nur mit einem klaren
Bewusstsein nähern.
*****
Niemand wird sagen, der Gedanke an die Feurige Welt
sei zerstörerisch, verneinend oder anarchistisch. Durch Streben zu den Höheren
Welten kann kein Schaden entstehen; es ergeben sich Angemessenheit und der
Wunsch nach Vervollkommnung. So wird beim Durchlesen der „Zeichen der Feurigen
Welt“ nichts abgelehnt und nichts entweiht werden. Im Gegenteil, der Denker
wird lernen und die Freude erfahren, die oberhalb des irdischen Daseins zu
finden ist.
Wir
werden zur Feurigen Welt zurückkehren, wenn Wir über die höheren Energien
sprechen. Doch bis dahin mögen die Freunde lernen, die Feurige Welt liebzugewinnen,
die Welt des Lichts, die Wunderschöne Welt!
Die deutsche Übersetzung folgt der von Helena Roerich besorgten Pariser
bzw. Rigaer russischen Erstausgabe, siehe den Artikel „Quellen“. Änderungen oder
Ergänzungen, die in der neuen, kritischen Ausgabe des Rigaer Verlages „Uguns“,
in der englischen Ausgabe oder in den Büchern des Spirale-Verlages enthalten
sind, werden im Folgenden mitgeteilt.
Sie sind im Text mit (…) gekennzeichnet. Wenn es in einem Paragraphen
mehrere ergänzende Textstellen gibt, sind diese ihrer Reihenfolge nach
nummeriert: (1), (2) usw.
So bleibt der ursprünglich gedruckte Originaltext erhalten, bis eine
allgemein anerkannte kritische Ausgabe vorliegt. Die Änderungen und
Ergänzungen, die seriös erscheinen, sind trotzdem dem deutschen Leser
zugänglich. Eine vollständige Erfassung aller Abweichungen in den anderen
Ausgaben steht noch aus.
48. Kosmischer Aufbau ist unmöglich ohne feurige
Verschmelzung – damit wollen wir enden. (Englischer
Text)
61. des Herzens (Englischer
Text)
153. Auf diese Weise wird das große Gesetz der Integration
des Atoms der große Antrieb sein. (Englischer
Text)
364. herunterziehen und (Englischer Text)
411. den Zusammenstoß der (Englischer Text)
477. für die Verlagerung (Englischer Text)
545. vergangenen (Englischer
Text)
Anmerkungen
*: Mit einem Stern sind
erläuterungsbedürftige Namen und Begriffe gekennzeichnet, die häufiger in der
Lehre vorkommen und daher in einem besonderen Glossar erklärt werden.
[1] Gemeint sind Niederschriften von Botschaften aus der
Feinstofflichen Welt, von einem nicht-inkarnierten Lehrer, wie sie Helena
Roerich und Boris Abramow verfasst haben
[2] Anathema:
Verfluchung, Kirchenbann, Verurteilung einer Lehre als falsch
[3] Auftürmung ist ein
Ausdruck der Lehre für negative Aufspeicherungen oder Ansammlungen, siehe zum
Beispiel AUM 598: Auftürmungen sind nichts anderes als Abfallhaufen.
Irgendwann wird man sie wegräumen müssen.
[4] Verkehr: Das
russische Wort общение (oder auch
сообщение oder
сношение) bedeutet nicht nur
„Verbindung“, sondern auch „Verkehr“ im Sinne von „Kommunikation“ oder
„Gespräch“. Gemeint ist eine Unterhaltung eines inkarnierten Menschen mit einem
Lehrer in der feinstofflichen Welt durch Übertragung von Gedanken, wie sie in
den Tagebüchern von Helena Roerich und den Büchern des Agni Yoga zum Ausdruck
kommt
[5] Kataklysma: große, alles zerstörende
Katastrophe, wie z. B. die Sintflut
[6] Transmutation (lateinisch): Umwandlung
[7] Unser Tag:
Gemeint ist der 24. März, der traditionelle Gedenktag für den Mahatma M:
Weitere Zitate zum Gedenktag in der Broschüre
„Gedenktag 24. März Heft 2“, siehe www.lebendige-ethik-schule.de/24.3.dt2.pdf
[9] Zur Feinstofflichen und Astralwelt siehe die
Anmerkung in HR II/2, 419, Brief vom
23.11.1937: Natürlich, die Feinstoffliche Welt ist die astrale Welt mit allen
ihren Unterteilungen in niedere und höhere Bereiche; dann folgt die Feurige
Welt und schließlich die Höchste Welt. Oft wird die niedere, erdnahe
Feinstoffliche Welt, in der schlimme Bedingungen herrschen, als Astralwelt
bezeichnet, sie Heft 11 „Die feinstoffliche Konstitution des Menschen“ der
„Einführung in Agni Yoga“, zu finden unter www.lebendige-ethik-schule.de/hefte.htm
[10] In der russischen Originalausgabe steht statt
измерить (ermessen)
изменить (verändern), wohl ein
Druckfehler; wie hier Uguns und der englische Text
[11] Söhne der
Vernunft: Die Vertreter des Kosmischen Willens auf Erden, die Mahatmas der
Bruderschaft von Schambhala
[12] der englische Text übersetzt statt mit
„Bedingung“ mit „Phase“
[13] Löwe der Wüste,
Ampel der Wüste und andere sind Stufen des Geistigen Pfades bzw. Grade der
Zentrenöffnung, siehe dazu AY 86 und 107
[14] Siehe zu diesem Paragraph die Anmerkung in HR II/1, 252, 253; Brief vom 24.08.1936:
Hier müssen wir vor allem ganz genau
erkennen, was mit dem Ausspruch „gefestigt durch feurige Hochschätzung
gegenüber der Hierarchie“ gemeint ist. Die hierarchische Kette ist offenbar,
und es ist unmöglich, eines ihrer Glieder zu überspringen. Um aber in der
mächtigen Kette des erstrebenswerten Fortschritts zu bleiben, sollte man den
Halt zum nächstliegenden Glied nicht verlieren. Ein Loslösen aus der Kette ist
schrecklich, denn es trägt uns in den Raum hinaus und stürzt uns ins chaotische
Umherirren. Wie viele Jahrhunderte vergehen, bevor der Geist, der sich
loslöste, wieder ein neues Glied erhaschen kann?! Denn es ist unmöglich, das
frühere Glied zu erreichen, da es inzwischen weit vorangekommen ist. Das ist
der Grund, warum das Loslösen aus der hierarchischen Kette so furchtbar ist.
Sicherlich, jede Vereinigung ist
bereits eine große Macht, doch wie alles in der offenbarten Welt hat sie zwei
Seiten, und wenn eine Vereinigung nicht durch feurige Hochschätzung gegenüber
der Kette der Hierarchie gefestigt ist, besteht die Gefahr, dass sie sich auf
die Seite der Finsternis schlägt anstatt auf jene des Lichts. Deshalb wird auf
feurige Hochschätzung sowie Hingabe an die Hierarchie so hartnäckig und
wiederholt hingewiesen.
[15] Leitstern: Siehe
dazu die Anmerkung in HR II/2, 419, Brief vom 23.11.1937: Der
Leitstern des Menschen ist die Ausstrahlung seines Geisteskorns, das
aufgespeicherte Gefühlswissen, das ihn zum Licht treibt. Und dieser Leitstern
leuchtet nach schweren Lebensmühsalen besonders stark. Unsere Energien können
nur bei höherer Anspannung in höhere Bestrebungen umgewandelt werden. In der
Tat, Bestrebungen gestalten den Charakter und das Karma des Menschen. Es ist
unerlässlich, intensiv daran zu denken, dass Karma primär aus Motiven,
Bestrebungen und Gedanken des Menschen geschaffen wird, wohingegen Taten von
sekundärer Bedeutung sind.
[16] Zu diesem Paragraphen siehe die Anmerkung in HR II/2, 419,
Brief vom 23.11.1937: Nachdem der Arzt festgestellt hat, dass der Tod des
Patienten unvermeidlich ist, kann der Versuch, das Leben des Sterbenden
künstlich zu verlängern, für ihn schlimmes Leiden bedeuten und seinem
feinstofflichen Körper ernsten Schaden zufügen. Aus diesem Grunde sollte man
dem Sterbenden Aufmerksamkeit und Besorgtheit angedeihen lassen.
[17] Mutter des Agni Yoga: So nennen die Mahatmas
Helena Roerich
[18] reinigen: Hier und in den folgenden Sätzen
sowie in § 134 übersetzt der englische Text statt „reinigen”, „Reinigung” oder „Reiniger
“ mit „erklären“, „Erklärung” und „Erklärer”
[19] Hintreten:
Der russische Begriff
предстояние
meint das Hintreten vor eine höhere Instanz, beispielsweise den Lehrer oder
Meister: Hintreten vor Gott, Hintreten
vor den Richter, Hintreten vor den Herrscher sind ein und derselbe Begriff.
Deshalb lasst uns auf dem Pfad zur Feurigen Welt daran denken, wie wesentlich
das Hintreten vor den Herrscher ist. (FW III, 138)
[20] Zu diesem Paragraphen siehe die Anmerkung in HR II/2, 420,
Brief vom 23.11.1937: Zahlreiche kosmische Energien werden aus der
Feinstofflichen Welt erweckt und wirken unsichtbar auf unserer physischen
Ebene. Abgesehen von dem unerhörten Druck der Elektrizität erzeugenden
Erscheinungen, den Radiowellen und anderen unsichtbaren Strahlen, die von der
Menschheit jetzt genutzt werden, führen jedes Erdbeben, jeder Aufruhr, jede
Explosion und alle Schrecken des Krieges die niederen Schichten der
Feinstofflichen Welt mit der irdischen Ebene näher zusammen. Kriege und
Revolutionen sind am entsetzlichsten, – die mächtigsten Beschwörer der niederen
Energien aus der Feinstofflichen Welt. Die niederen Wesenheiten nähern sich von
den Emanationen des Blutes und der Verwesung. Man kann sich gut vorstellen,
welche Art von Wesenheiten die Atmosphäre rund um die zerstörerischen
Tätigkeiten bevölkern. Nur starke Geister, die durch ein festes Sperrnetz der
psychischen Energie geschützt sind, können dieser Infektion widerstehen. In der
Tat, es gibt gar nicht wenige, die in kleinen unzulässigen Formen Nekromantie
üben.
[21] Das russische Wort
предтеча ist eine Bezeichnung
für Johannes den Täufer
[22] Zu diesem Paragraphen siehe die Anmerkung in HR II/2, 420,
Brief vom 23.11.1937: Fürwahr, räumliche Schlachten finden im ganzen
offenbarten Kosmos statt, aber sie offenbaren sich in verschiedenen Graden. Im
ganzen offenbarten Raum ist das Raumfeuer das verbindende Element zwischen den
Welten. Daher beeinträchtigt jede Manifestation, jede Schlacht, – unwichtig wo
sie stattfindet, – auf die eine oder andere Weise die ganze Welt
beziehungsweise den ganzen Raum. In der LEHRE heißt es: ”Eine Feder aus dem
Flügel eines Vogels ruft Donner in den fernen Welten hervor …” [AUM 105] So wird auf das in allen Erscheinungen und
in allem Geschehen bestehende unzerreißbare Band hingewiesen.
[23] Heilige Katharina: Es gibt mehrere Heilige
mit dem Namen Katharina, u.a. die Hl Katharina von Alexandria und die Hl.
Katharina von Genua. Hier ist wahrscheinlich die Hl. Katharina von Siena
(1347-1380) gemeint, eine italienische Mystikerin und Kirchenlehrerin und
Inkarnation von Helena Roerich (Br II, 344)
[24] Zu diesem Paragraphen siehe die Anmerkung in HR II/2, 421, Brief vom
23.11.1937: Jeder Planet durchläuft
wiederholt verschiedene Zyklen. Feurige Zerstörungen sowie feuriger Aufbau
haben nicht nur unseren, sondern auch andere Planeten heimgesucht; doch ihr
Ausmaß entspricht jeweils dem geistigen Zustand ihrer Bewohner. Bei Hohem Stand
eines Planeten und seiner Bevölkerung können alle Wirkungen nützlich sein.
Lemurien* ging durch Feuer zugrunde.
[25] Feste: Das
russische Wort твердь meint eine feste
Grundlage oder Stütze für den Menschen. Es kommt in der Lehre auch mit Zusätzen
als „Erdfeste“ oder „Himmelsfeste“ vor – so z.B. in einem der folgenden
Paragraphen: FW III, 180
[26] Zitat aus der Bibel:
Mt 7, 7
[27] Zitat aus der Bibel:
Mt 8, 22
[28] Siehe den Ausspruch Jesu: „Ich bin nicht gekommen,
um Frieden zu bringen, sondern das Schwert.“ (Mt 10, 35)
[29] Blinde Mauer: Mauer
ohne Fenster, Öffnung oder Durchgang
[30] konisch:
kegelförmig
[31] Fürst der Finsternis (auch Fürst der Welt):
gemeint ist Satan, Luzifer
[32] Vergleiche das deutsche Sprichwort „Der Mensch denkt,
Gott lenkt“, das es ähnlich auch auf Russisch gibt. An dieser Stelle ist es
umgekehrt: Der höhere Wille denkt, und der Mensch führt aus – aber auf seine
eigene Weise, was nicht zum Erfolg führt
[33] Zitat aus der Bibel: Matthäus 26, 52
[34] In der russischen Erstausgabe ist statt „gleichkommt“
von „sich halten“ die Rede, wohl ein Druckfehler. Wie hier Uguns und der englische Text
[35] Im englischen Text heißt es statt „Potential“
„Antriebskraft“
[36] Gehenna: (griechisch/hebräisch): Name eines
Tals bei Jerusalem, das als Ort heidnischer Götzendienste verrufen war. Deshalb
verstand man unter Gehenna im Judentum der ersten nachchristlichen Jahrhunderte
den Eingang zur Hölle bzw. diese selbst
[38] Erst, wenn der höchste, der Mental- oder Feurige
Körper entwickelt ist, kann der Mensch in der höchsten, der Feurigen Welt leben
und wirken: Die Ausbildung des Schülers geschieht mit dem einen Ziel der
Verwandlung des inneren Menschen sowie der Verfeinerung und Trennung seiner
drei Körper für selbständige Tätigkeit auf den entsprechenden Ebenen. (HR I/2,
175; Brief vom 29.08.1934)
[39] Siehe zu diesem Paragraphen Helena Roerich, Brief
vom 22.10. 1948:
Der ganze Paragraph weist auf die geschaffene Trennung
des Bewusstseins der Menschen von den kosmischen Gesetzen hin. Deshalb
bestätigt der Satz „Alles bricht sich im Bewusstsein ohne Entsprechung mit den
Gesetzen des Kosmos“ nur diese verheerende Trennung. Die Trennung der Welten
ist die Folge einer solchen mangelnden Entsprechung. Nur auf Entsprechung kann
ein richtiger Austausch und Verkehr aufgebaut werden.
Wenn er sein Leben auf der Erde beendet hat, bleibt
ein Mensch, der die kosmischen Gesetze nicht in das Bewusstsein aufgenommen
hat, in der Feinstofflichen Welt ein Gefangener seiner Ausgeburten, und er muss
diese Ausgeburten bei einer neuen Erscheinung auf der Erde erlösen, ist aber
bereits mit noch größeren Einschränkungen belastet als bei der vorherigen
Inkarnation.
Der Aufenthalt in der Feinstofflichen Welt zwischen
den Inkarnationen ist sehr bedrückend für einen Menschen, der abgetrennt ist
oder die Gesetze des Daseins nicht versteht, und selten, sehr selten kann man
dort einen Funken neuer Erkenntnis erwecken. In einem so bedrückenden Zustand
benötigt man die Hilfe Höherer Geister. Nur sie in ihrer Barmherzigkeit können
das glimmende Flämmchen ein wenig öffnen und anfachen. Um aber das Flämmchen
unter der Asche von Begierden und bösen Triebe zu erhalten, muss das Herz sich
erweichen und die Wärme der Liebe im Erdenleben spüren.
Man muss also mit Wehmut wiederholen, dass „im
Bewusstsein der Menschen alles sich ohne Entsprechung mit den kosmischen
Gesetzen bricht“, und wenn es anders wäre, wären wir dem Paradies sowohl im
Himmel als auch auf der Erde schon viel nähergekommen. Und heute ist die Lage
der Welt so, dass man sehen kann, wie die Hölle ihre ganze Tätigkeit gerade auf
die Erde übertragen hat.
[40] gemeint ist wohl: Atheismus und Scheinheiligkeit
wiegen ziemlich gleich
[41] Brand: Wahrscheinlich ist das Phänomen gemeint,
das Helena Roerich HR II/1, 35; Brief vom 08.10.1935 so beschriebt:
Das nichtverzehrende Feuer, der brennende Busch von Moses, ist das sogenannte
himmlische Feuer, das nur offenbar werden kann, wenn es mit einer Aura
bestimmter Spannung in Berührung kommt. N. K. [Nikolaus Roerich] und ich
waren auf unserer Reise durch Tibet Zeugen solchen Feuers. Dieses feurige
Phänomen ereignete sich einmal spät am Abend ganz plötzlich in unserem Zelt.
Mein Mann schlief bereits. Ich trat an mein Bett, streckte die Hand aus, um die
Decke zurückzuschlagen, und plötzlich erhob sich eine Säule, oder besser ein
Feuer, von wundervoller silber-purpur-rosa Flamme. Ich begriff nicht sofort,
was vor sich ging, und in einem Aufschrei ”Feuer, Feuer” versuchte ich, es mit
meinen Händen zu ersticken. Aber das Feuer ließ sich weder löschen noch
verbrannten die Feuerzungen meine Hände, ich spürte nur eine angenehme
belebende Wärme. Meine Stimme vernehmend, erwachte mein Mann und erblickte mich
im Hintergrund dieser Flamme. Der ganze Zwischenfall währte nicht länger als
eine Viertelminute, vielleicht noch kürzer, und ebenso plötzlich wie die Flamme
erschien, verschwand sie.
[42] Talisman: Kleiner Gegenstand, dem
zauberkräftige, Glück bringende Eigenschaften zugeschrieben werden
[43] Gemeint ist wohl Sir Jagadis Chandra Bose
(1858-1937), indischer Physiker und Botaniker, Professor an der Universität von
Kalkutta. Er erforschte u.a. die Einwirkung elektromagnetischer Wellen auf
Lebewesen, insbesondere auf Pflanzen, und führte dazu zahlreiche Experimente
durch. Er entwickelte Instrumente, um den Einfluss der Strahlen auf Pflanzen zu
messen, und einen Apparat „Crescograph“, mit dem er das Wachstum von Pflanzen
beobachten konnte. Siehe das Buch „Leben und Werk von Sir Jagadis Chandra Bose“,
zu lesen bei https://emrism.agni-age.net/german/wis/Biographie-Bose.htm
[44] Dazu, dass der Mond tot ist, siehe HR II/1, 66 ff,
Brief vom 16.11.1935
[45] Gemeint ist das Jahr 1936. Siehe dazu HR I/2, 114,
Brief vom 23.06. 1934: In alten Schriftenrollen wird auf eine Zeit der
Annäherung von feurigen Energien an die Erde hingewiesen, die den vierziger
Jahren unseres Jahrhunderts entspricht. Es ist interessant zu verfolgen, dass
die Berechnungen der Hierophanten des alten Ägypten besonders das Jahr 1936
hervorheben; danach folgen Jahre, in denen sich das Schicksal unseres Planeten
entscheiden muss.
[46] Siehe die Bibel:
Nach Ende der Sintflut bracht die Taube Noah einen Ölzweig (1. Mos 8, 11),
der seitdem ein Symbol des Friedens ist. Die Eiche ist ein Symbol der Stärke,
der Lorbeer des Ruhms
[47] Aufenthalt unter der Erde: nach dem englischen
Text ist lebendig Begraben gemeint
[48] Diese Botschaft wurde im November 1935 durchgegeben
[49] Zitat aus der Bibel:
Folge du mir nach und lass die Toten ihre Toten begraben! (Mt 8, 22)
[50] Diese Botschaft wurde im November 1935 durchgegeben
[51] Allopathie (griechisch:
„allo“ - anders, verschieden; „pathie“ - Schmerz, Krankheit): Heilmethode der
Schulmedizin, bei der im Gegensatz zur Homöopathie Krankheiten mit
entgegengesetzt wirkenden Medikamenten behandelt werden
[52] Homöopathie (griechisch: „homöo“ - ähnlich;
„pathie“ - Schmerz, Krankheit): Heilmethode, bei der Gleiches mit Gleichem
geheilt wird; d.h., es werden kleinste Mengen desselben Stoffes eingesetzt, der
die Krankheit verursacht
[53] Paroxysmus: Anfallartiges Auftreten oder
höchste Steigerung einer Krankheit
[54] Fallsucht: Epilepsie
[55] Gemeint ist wohl die Jenseitige oder Feinstoffliche
Welt
[56] Ergänze: auf das Niveau des Gesprächspartners
[57] Werleopard: Ein Werwolf (oder Werleopard) ist
in Mythologie, Sage und Dichtung ein Mensch, der sich in einen Wolf (oder einen
Leoparden) verwandeln kann oder in ihn verwandelt wird. Dazu schreibt Helena
Roerich (Brief vom 26.04.1939): Ein
Mensch kann moralisch so tief sinken, dass er alle in ihm schlummernden
tierischen Instinkte erweckt. In seinem Wahn kann der Geist eines solchen
Menschen nicht nur nach dem Tod, sondern auch zu Lebzeiten vorübergehend in den
Körper eines Tieres fahren, das auf diese erwachten Instinkte anspricht. Dann
beeinflusst alles, was diesem Tier widerfährt, unweigerlich das Schicksal
seines Besitzergreifers. Wird ein solches Tier verletzt, leidet auch der Körper
des Besitzergreifers unter den Folgen dieser Verletzung, und stirbt das Tier,
ereilt dasselbe Schicksal seinen Besitzergreifer. Volkssagen bergen viele
Wahrheiten. Im Osten begegnen einem, wenn auch selten, noch heute seltsame
Bestien oder, wie wir sie nennen, Werwölfe.
[58] Siehe zu diesem Paragraphen die biblische Geschichte
von der Verklärung Jesu (Matthäus Kapitel
17)
[59] Kontusion: Quetschung
[60] Vairaga: Die Enthaltung von allem
Körperlichen, siehe HR II/1, 126, Brief vom 25.01.1936: Es ist sogar
möglich, dass manche die Errungenschaft des Zustandes Vairaga mit einem
versteinerten Herzen verwechseln. Für sie bedeutet Vairaga genau gesagt
Versteinerung, während in Wirklichkeit darunter Enthaltung von allem
Körperlichen zu verstehen ist, und eine solche Entsagung sollte vor allem in
Gedanken stattfinden. Die Enthaltung von niederen fleischlichen Erscheinungen
bedeutet nicht Gefühllosigkeit. Eine solche Enthaltung vom Essen bedeutet
nicht, keinen Hunger zu verspüren usw. Hat ein Mensch aber den Zustand Vairaga
erreicht, misst er allem das Gebührende zu und lernt, das Wichtigste und
Führende zu erkennen. Ein versteinertes Herz ist kein Herz mehr, sondern ein
Stück Abfall.
[61] Wermutöl:
Siehe dazu die Anmerkung in HR II/2, 421, Brief vom 23.11.1937: Wermutöl
ist heilsam für geschwollene Drüsen. Auch in der Schweiz geben die Ärzte dem
Patienten bei angeschwollenen Drüsen einen leichten Wermuttee.
[62] Paracelsus (eigentlich Theophrastus Bombastus
von Hohenheim, 01.05.1493 - 24.09.1541): In der heutigen Schweiz geborener
Arzt, Alchemist, Naturforscher, Astrologe, Mystiker, Laientheologe und
Philosoph
[63] Es geht um die Versuche des Paracelsus, einen
Homunkulus, einen künstlichen Menschen herzustellen
[64] Lymphatisch (lateinisch): Eigentlich: die
Lymphe betreffend. Hier möglicherweise in dem Sinn einer besonderen
Empfindlichkeit des Lymphsystems (Lymphknoten, Milz, Gaumen- und Rachenmandeln)
gemeint. Nach FW II, 64 ist die Lymphe der Medien eine mechanische
Verbindung mit der Astralwelt. Im Englischen steht lymphatisch auch für
blutleer, antriebslos
Stand 2026