EXPERIMENT UNSTERBLICHKEIT

 

Erkenne Dich selbst

 

Verwandele Dich selbst

 

Verwandele die Welt

 

 

Lebendige Ethik (Agni Yoga) lehrt, wie die Menschen ihren höchsten Traum verwirklichen und Unsterblichkeit erlangen können. Der Neue (unsterbliche) Mensch ist dem alten (sterblichen) Menschen weit überlegen.

 

Aus dem Geist der Unsterblichkeit entsteht eine Neue Welt, in der es keine Not, Gier, Gewalt, Zerstörung, Krieg, Armut und Arbeitslosigkeit gibt.

 

Das Experiment Unsterblichkeit besteht aus 3 Schritten:

 

 

Erkenne Dich selbst

Verwandele Dich selbst

Verwandele die Welt

 

 

1. Schritt: Erkenne Dich selbst

 

 

Universelle Erkenntnis der Unsterblichkeit

 

Die Weisheit aller Zeiten, die Religionen aller Völker lehren die Unsterblichkeit der menschlichen Seele. Keine Kultur hat jemals geglaubt, daß unsere Existenz auf ein einziges irdisches Leben beschränkt sei. Alle wissen vom Fortleben der Seele in einer überirdischen Welt nach dem Tod des Körpers.

 

Persönliche Erkenntnis der Unsterblichkeit

 

Der Mensch ist mehr als Fleisch und Blut. Wenn Sie lieben, in der Natur, in der Meditation, wenn Sie der Musik der großen Meister nachspüren oder sich für ein hohes Ziel begeistern – dann fühlen Sie Ihre bessere Hälfte, das kindlich-reine, engelgleiche Wesen in Ihrem Inneren! Die Seele ist nicht weniger real als der Leib.

 

Der erste Schritt auf dem Weg zur Unsterblichkeit besteht darin, sich seiner eigenen geistigen Natur mehr und mehr bewußt zu werden.

 

Neue Identität

 

Der Mensch hat eine doppelte Natur. Weise ist es, sich mit dem ewigen, nicht mit dem vergänglichen Teil seiner selbst zu identifizieren.

 

Erkennen Sie sich selbst als einen Unsterblichen! Ihr wahres Ich, Ihre eigentliche Identität ist Ihre Seele, die ewig, nicht Ihre körperliche Hülle, die zeitlich ist. Sie sind nicht die Gestalt, die Sie im Spiegel betrachten. Sie sind ein geistiges Wesen, das man nicht sehen und nicht berühren kann.

 

Früher hieß es düster: memento mori - bedenke, daß Du sterben mußt. Heute sagen wir freudvoll: Gedenke, daß Du unsterblich bist!

 

 

2. Schritt: Verwandele Dich selbst

 

Die Erkenntnis muß umgesetzt werden. Der alte sterbliche muß sich in den neuen, unsterblichen Menschen verwandeln. Es bedarf vieler Arbeit, Übung und Erfahrung, um die unermeßlichen Möglichkeiten eines geistigen Wesens zu erschließen. Es ist nicht leicht, seine Identität zu wechseln, zu einer Seele zu werden und ein ewiges Leben zu führen.

 

Unverwundbarkeit

 

Der unsterbliche Mensch ist wie ein Gott: unverwundbar, unverletzlich und unbesiegbar.

 

Keine Macht der Welt kann einem geistigen Wesen - einer Seele - etwas anhaben: Es ist ewig und unzerstörbar. Angriffe gegen die Existenz, die Gesundheit oder die Unversehrtheit seines zeitlichen Werkzeugs, des Körpers, verfehlen ihr Ziel: Sie treffen sein wahres Wesen nicht. Wie ein Schuß durch den Mantel dem Leib nichts ausmacht, so berührt eine Verletzung des Körpers die Seele nicht.

 

Die kleine Seele fühlt sich immer wieder verletzt, obwohl sie doch unverletzlich ist. Eine große, schöne, starke Seele leidet nicht - ebenso wie ein gesunder Körper keine Schmerzen kennt. Wir müssen die Seele kräftigen, um das Leid zu besiegen.

 

Furchtlosigkeit

 

Ein unverwundbares Geschöpf braucht sich vor nichts und niemandem zu fürchten. Souverän wie ein König steht es über allem, was sich ihm nähert. Selbst der Tod (des Körpers) berührt das Leben der Seele nicht. Furcht ist nichts als Unwissenheit.

 

Es ist ein weiter Weg von der bloß intellektuellen Erkenntnis, daß es keinen Grund gibt, sich zu ängstigen, daß Sorgen und selbst der Tod das höhere Ich nicht berühren, bis zu einem Wesen - einem König des Geistes -, das tatsächlich die größte Not gelassen überwindet und selbst den schwersten Schicksalsschlägen furchtlos gegenübertritt.

 

Freiheit

 

Der Sterbliche ist korrumpierbar. Er muß sich auf Kompromisse einlassen, wenn er bedroht wird und - aus seiner Sicht zu recht! - um seine Existenz fürchtet: Aus Angst um sein Leben oder das seiner Familie wird er zum Mitläufer noch der gewissenlosesten Bestrebungen.

Eine Seele dagegen kann in allen Verhältnissen ihre höheren Ziele verfolgen. Sie erlangt vollkommene Handlungsfreiheit. Sie kann den Kampf für ihre Ideale notfalls mit dem Tod (des Körpers) besiegeln - ihre Existenz (das Leben ihrer Seele) wird dadurch nicht gefährdet.

Sie überwindet das unwürdige Lavieren der Ungläubigen (der Sterblichen), für die zuerst das Fressen und dann die Moral kommt: Sie setzen in Wahrheit die Ethik außer Kraft - gerade dann, wenn es ernst wird. Prinzipien, die nur bei gutem Wetter gelten, sind aber wertlos.

Der unsterbliche Mensch wirft seine Unvergänglichkeit in die Waagschale. Wenn er diesen Schatz nutzt, kann er unbeirrt und ohne falsche Rücksicht ein Leben nach höchsten ethischen Grundsätzen führen.

 

Würde

 

Erst als ewige Wesen sind wir in der Lage, stolz und frei unsere Bestimmung zu erfüllen. Ein jeder kann in Würde leben, selbst in den schrecklichsten Verhältnissen: Die Würde des Menschen hängt nicht von den wechselnden äußeren Umständen, sondern davon ab, daß er seine Seele rein erhält, ihrer Stimme lauscht und ihren Weisungen folgt – also sein höheres Selbst offenbart.

 

Freude

 

Der Unsterbliche freut sich über die vielen Hindernisse und Schwierigkeiten, die ihm auf seinem Lebensweg– nicht ohne Sinn – zuteil werden: Sie sind Prüfungen, Gelegenheiten, an denen seine Seele wachsen, er die Macht seines Geistes stärken kann.

 

Die alltäglichen Nöte, Leiden und Sorgen verlieren ihr Gewicht: Die Seele ist auf der Erde, um eine Aufgabe zu erfüllen, ihre Fähigkeiten zu üben, sich zu bewähren und zu vervollkommnen. Welches Los dem Körper, der vergänglichen Persönlichkeit bei diesem kurzen Besuch beschieden ist, ob er in Armut oder Reichtum, Gesundheit oder Krankheit, Glück oder Unglück lebt, ist ohne Belang. Wie lange das irdische Leben des Leibes dauert, ist angesichts der ewigen Existenz der höheren Natur bedeutungslos.

 

Der Unsterbliche freut sich auf seinen Tod: Er bedeutet nicht die Auslöschung seiner Existenz, sondern den Übergang auf eine höhere, weitaus angenehmere Daseinsebene. Die physische Hülle wird abgelegt wie ein verschlissener Mantel. Sein Lebensplan reicht weit über eine einzelne irdische Existenz hinaus.

 

Der Weg der Seele

 

Der Unsterbliche sucht geistigen Reichtum, der der Seele anhaftet und den Tod überdauert, nicht materiellen, den er beim Verlassen der Erde wieder aufgeben muß. Er wird nicht so sehr seinen Körper trainieren, von dem nichts bleibt, sondern seine überzeitliche Persönlichkeit nähren, pflegen, heilen, üben und stärken, damit sie von einer kleinen zu einer Großen Seele wird. Das Heil der unsterblichen Seele ist viel wichtiger als die Gesundheit des vergänglichen Körpers!

 

Beherrschung der materiellen Natur

 

Der Schüler der Unsterblichkeit lernt, das materiell-animalische Ich zu beherrschen: Wer eine Seele sein will, muß seine geistige Natur offenbaren und darf sich nicht von den Begierden des Körpers beherrschen lassen. Er strebt die Stufe an, auf der – allen Angriffen, Widrigkeiten und Versuchungen zum Trotz - nur noch das königliche, göttliche Wesen in ihm denkt, aus ihm spricht und mit ihm handelt.

 

 

3. Schritt: Verwandele die Welt

 

Je mehr Menschen sich als Unsterbliche erkennen und ihr höheres Selbst verkörpern, desto mehr verschwinden Materialismus, Egoismus und Hedonismus, die Jagd nach Gewinn, Besitz, Genuß und Macht, diese Geißeln der Menschheit, die nur Gewalt und Leid verursachen und uns das Leben auf diesem paradiesischen Planeten zur Hölle machen:

 

Seelen haben kein Verlangen nach diesen Dingen. Materielle Freuden befriedigen ein geistiges Wesen nicht. Sie werden größer, wenn sie geben, nicht wenn sie nehmen. Sterbliche ringen miteinander, um möglichst viel für sich allein zu erraffen. Unsterbliche wetteifern darum, mit möglichst wenig auszukommen. Für sie ist es besser, kurz und richtig als lang und falsch zu leben.

 

Keine Armut, keine Arbeitslosigkeit

 

So beseitigen wir Armut und Arbeitslosigkeit, indem wir Gerechtigkeit herstellen: Der Planet ist reich genug; wenn wir sowohl die notwendige Arbeit als auch ihre Erzeugnisse gerecht verteilen, wird von beidem mehr als genug für alle da sein. In der Neuen Welt ist kein Geld erforderlich, weil jeder beiträgt, was er vermag, und aus dem gemeinsam Erwirtschafteten das erhält, was er benötigt.

 

Höhere Gesetze

 

Unsterbliche leben nach höheren Gesetzen zusammen: Sie errichten eine Neue Welt, eine höhere Kultur der Seele, in der Wahrheit, Gerechtigkeit, Schönheit und Liebe herrschen.

 

Wir ersetzen Gewinn-, Macht- und Genußstreben durch Selbstlosigkeit, Egoismus durch Dienst am Allgemeinwohl, Konkurrenzkampf und gegenseitige Übervorteilung durch Zusammenarbeit, Konsum und Gier durch Einfachheit und Bedürfnislosigkeit sowie Gewissen-, Würde- und Ehrlosigkeit durch angewandte Ethik.

 

Ein Leben aus dem Geist der Unsterblichkeit ist der Ausweg aus der Misere der Zeit, das Fundament, auf dem wir uns selbst und die Welt erneuern können. Unsere Lehre wird für jene gegeben, die den Himmel verwirklichen wollen.

 

Geistkämpfer

 

Der Neue Mensch und die Neue Welt können nicht ohne Kampf gegen starke Feinde erschaffen werden: Gegen das niedere Selbst im eigenen Inneren und die Kräfte der Unwissenheit, des Unglaubens und des materialistischen Ungeistes in der Welt.

 

So wird der Unsterbliche zu einem Geistkämpfer, einem Ordensritter und Samurai, der das Böse in sich selbst und in der Welt niederringt und die Herrschaft des Geistes, des Edlen und Heiligen überall errichtet.

 

 

 

 

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