AGNI YOGA WEB TV
SENDEREIHE
EXPERIMENT UNSTERBLICHKEIT
SENDUNG 8
Was kannst Du
tun für eine bessere Welt?
Lieber
Mitmensch,
Du findest
Dich in einer Welt voller Not und Leid, Egoismus und Ungerechtigkeit, Gier,
Gewalt und Krieg. Du fragst Dich verzweifelt:
„Was
kann ich kleines Licht tun, um den heillosen Zustand des Planeten ein wenig zu
verbessern?“
Agni
Yoga hat ein Konzept für die Errichtung einer Neuen Welt.
Das
will ich hier vorstellen und Dich einladen, Dich an diesem Neuen Aufbau zu
beteiligen. Dabei geht es einerseits darum, dem Fortschritt der Menschheit zu
dienen und die nächsthöhere Stufe der Evolution zu erreichen. Es gilt aber
auch:
Du
ganz persönlich wirst in einer besseren Welt ein
glücklicheres Leben führen!
Die Neue Welt
Nikolaus Roerich „Glory of the Himalayas“
Der
Schüler fragt: „Wie sieht eine bessere Welt überhaupt aus? Was genau wollen
wir erbauen?“
Die
Welt der Zukunft entsteht, wenn der Höhere Wille, der Wille Gottes, die
Kosmische Ordnung, der Plan der Evolution tatsächlich auf der Erde ausgeführt
wird. Wie es im Vaterunser heißt:
Dein
Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden. (Mt 6, 10)
Würde
der Mensch das große Korn der Aufgabe in ihrem Potential annehmen, wäre die
Welt tatsächlich ein großer Widerschein des Höheren Willens. (FW III, 260)
Wir
verwirklichen den alten hermetischen Grundsatz „Wie oben, so unten“.
1. Leitgedanke:
Wir errichten den Himmel auf
Erden!
Ein
neues Bewusstsein der Menschheit wird anbrechen, und die Ordnung, die im Himmel
gilt, wird schließlich auch auf Erden gelten. (TL IX, 421)
„Wie
sieht diese neue Ordnung aus?“
Es
ist äußerst wichtig, dass Du Dir bewusst machst:
Ein
Paradies ist eine höhere Sphäre, weil dort Prinzipien wie Wahrheit,
Gerechtigkeit, Schönheit und Liebe tatsächlich herrschen.
Leitgedanke:
Indem wir die Grundsätze der
Höheren Welt
auch unter den Menschen
durchsetzen,
bauen wir das Reich Gottes auf
Erden auf!
Wie
diese höhere Kultur im einzelnen
aussieht, hatten wir in den Sendungen über die Neue Welt schon besprochen
(Sendereihe „Einführung in Agni Yoga I“, Sendung 15 „Die Neue Welt“). Das muss
ich hier nicht alles wiederholen.
Kurz
zusammengefasst ist unser Ziel eine Weltordnung, in der es keinen Egoismus,
keine Gier, keine Gewalt, keinen Krieg, keine Not, kein Leid, keine Armut und
keine Arbeitslosigkeit mehr gibt.
1. Weltstaat,
Weltregierung
Leitgedanke:
Um die Kosmische Ordnung auf Erden
zu errichten,
benötigen wir einen Weltstaat mit
einer Weltregierung
Nur
so können wir die Kriege in allen Teilen der Erde beenden. Statt der heute noch
allgegenwärtigen Ungerechtigkeit und Gewalt werden eine Weltjustiz und eine
Weltpolizei für Ruhe, Gerechtigkeit, Sicherheit, Frieden und Ordnung sorgen.
*****
Mache
Dir bewusst: Prinzipien wie Wahrheit, Gerechtigkeit, Schönheit und Liebe als solche
können gar nicht herrschen! Es können nur Menschen regieren, die geistig so weit fortgeschritten sind, dass sie in der Lage sind:
Die
richtige Anwendung der Grundsätze der Höheren Welt zu erkennen, den Menschen zu
vermitteln und in der Gesellschaft auf Erden durchzusetzen.
Es
gilt weiterhin Platons Ideal („Der Staat“), nach dem die Philosophen (die
geistig am weitesten Fortgeschrittenen) Könige und
die Könige Philosophen sein sollen.
„Wo
finden wir heutzutage solche großen Weisen?“
Die
Mahatmas der Bruderschaft von Schambhala und ihre bevollmächtigten
Repräsentanten allein sind dazu ausersehen und in der Lage, diese
Internationale Weltregierung zu bilden. Ihnen können die Menschen aller Völker,
Kulturen und Religionen vertrauen.
Man
nennt Uns die Weltregierung. Die Menschen fürchten solche Bezeichnungen, beten
jedoch selbst gern zum Höchsten Begriff und sind bereit, Seine Hand zu
ergreifen. Wenn wir uns den Höchsten Begriff und einen lebendigen Glauben an
Ihn vorstellen, warum kann man sich dann nicht auch eine Weltregierung
vorstellen? So kann man auch dem Höchsten Begriff der Hierarchie Verehrung
erweisen. (Br II, 64)
*****
Wir
geben diesem vorbestimmten Reich, dem zukünftigen Weltstaat, einen weltweit
verständlichen Namen:
Temple of Humanity

Das
bedeutet auf Deutsch: Tempel der Menschheit oder der Menschlichkeit.
„Wie
kommt es zu diesem Namen?“
Wie
es die Bestimmung des Körpers ist, der Tempel der Seele, so ist es die
Bestimmung der Erde, ein Heiligtum, der Tempel der Menschheit zu sein.
2. Auf jeden einzelnen kommt es an!
„Damit
haben wir uns aber ziemlich weit von der Ausgangsfrage entfernt, was ich
kleiner Mensch für eine bessere Welt tun kann. Die Errichtung eines Weltstaates
und einer Weltregierung übersteigt doch meine Kräfte. Ich vereinzelter, auf
mich allein gestellter Winzling bin doch gar nicht in der Lage, an den
weltweiten Verhältnissen irgendetwas nennenswert zu verändern!?“
Sei
nicht so pessimistisch! Ein solches Denken ist ganz falsch!
Möge
nicht der schädliche Gedanke des Scheinheiligen sich euch nähern: „Was bedeutet
mein Gedanke für die Welt?“ Wer so denkt, hat sich nicht von sich selbst
losgesagt. Gewiss, jeder Krieger sendet nur einen Pfeil aus, wenn aber jeder
seinen Pfeil aufspart, bleibt das ganze Heer ohne Verteidigung. (Herz 301)
Das
Gegenteil ist richtig: Wir können nicht erwarten, dass die erforderliche,
grundlegende Veränderung der Verhältnisse „von oben“, von Regierungen, Kirchen,
Unternehmen oder sonstigen Institutionen eingeführt wird. Der einzige
erfolgversprechende Weg in eine bessere Zukunft ist:
Leitgedanke:
Viele Individuen müssen mit
der Neuordnung des Daseins
beginnen!
Der
Lehrer hat den ewigen Eid der Verwirklichung der Neuen Welt geleistet; folgt
Ihm mit ganzem Streben nach. Die Menschheit bedarf der Reinigung ihres Daseins.
So muss man mit der Umgestaltung vom Herd, vom alltäglichen Leben aus beginnen.
Man darf nicht darauf warten, dass ganze Völker sich in Bewegung setzen, im
Gegenteil: Auf der ganzen Welt wird das Lebensprinzip jenseits der Nationalität
durch den persönlichen Neubeginn verbessert. (Herz 173)
Jeder
einzelne Mensch ist aufgerufen, an jedem Tag, an seinem Platz, mitten im Alltag,
in Familie und Beruf, Institution, Staat und Gesellschaft, seinen Stein zum
Aufbau des Welt-Tempels der Zukunft beizutragen.
Wir
sind eine Graswurzelbewegung.
Jeder
muss seinen Stein für den Aufbau beitragen. (AUM 555)
Zwei
harmonische Auren können eine Neue Welt erschaffen. (FW III, 66)
Unser
Weg ist nicht, auf der Straße in Massen für einen Systemwechsel zu
demonstrieren.
Wir
reden nicht, wir handeln!
Wir
führen ein jeder für sich selbst die notwendigen Veränderungen in unserem
eigenen, normalen irdischen Leben durch.
Ein
Agni Yogi baut auf, was aufgebaut werden muss. (AY 375)
Leitgedanke:
Die Welt der
Zukunft entsteht überall dort,
wo
sich zunächst einzelne Menschen,
dann
kleine Kerngruppen
und
schließlich ein ganzes Volk
der
Herrschaft der Mahatmas unterstellen
So wie dies früher einmal im alten Ägypten der Fall
war.
Die 7
Schritte des Neuen Aufbaus
Lass
uns jetzt konkret daran gehen, in 7 Schritten die Welt der Zukunft aufzubauen:
1. Verwandlung in den Neuen Menschen 2. Erhebung in den Feurigen Zustand von
hoher Schwingung 3. Errichtung des Tempels im Herzen 4. Auftritt des
Geistwesens in der Welt 5. Verwandlung Deiner Umgebung in einen Tempel 6. Übung
„Verwandlung und Erhebung“ verbreiten und 7. Gemeinschaften bilden.
1. Schritt:
Du verwandelst Dich in ein unsterbliches Geistwesen
Du
leistest Deinen ersten Betrag zur Errichtung der Neuen Welt, indem Du Dich
selbst in einen besseren Menschen verwandelst.
1. Du selbst musst die Veränderung sein
Am
Anfang unseres Weges steht eine Erkenntnis von allerhöchster Wichtigkeit:
Leitgedanke:
Der Aufbau einer besseren Welt
kann nirgendwo anders
beginnen
als bei Dir selbst!
Wie
Gandhi so treffend sagt:
Du
selbst musst die Veränderung sein, die Du in der Welt zu sehen wünschst.
An
diesem ersten Schritt scheitern die meisten bereits: Sie lesen viel, reden
viel, schreiben viel, halten lange Vorträge, diskutieren heftig oder meditieren
lange für das Wohl der Welt. Aber zur Tat zu schreiten, an sich selbst zu
arbeiten, überholte Gewohnheiten abzulegen und zu einem Neuen Menschen zu
werden – diese Mühe scheuen sie. Dabei liegt für jedermann ersichtlich auf der
Hand:
Nur
bessere Menschen können eine bessere Welt erschaffen!
Die
Geschichte lehrt: Es ist der falsche Weg, lediglich eine neue
Gesellschaftsordnung (wie zum Beispiel Sozialismus oder Kommunismus) zu
etablieren, ohne zuvor die Menschen auf eine höhere Stufe geführt zu haben.
Der Versuch, politische Reformen ins
Werk setzen zu wollen, bevor man die menschliche Natur reformiert hat, kommt
dem Füllen von neuem Wein in alte Schläuche gleich. (Helena Blavatsky)
Solange
die Menschen dieselben hartherzigen Egoisten bleiben wie bisher, werden sie
jedes noch so gute, fortschrittliche System pervertieren, nämlich für ihre
selbstsüchtigen Zwecke missbrauchen – und alles bleibt beim Alten.
Wenn
Du also die Welt verändern und mitmachen willst bei unserem Neuen Aufbau, musst
Du zunächst Dich selbst verändern. Ich lade Dich ein, Dich in einen Menschen
der Zukunft zu verwandeln.
Leitgedanke:
Es müssen nur überall auf der Erde
Neue Menschen in Erscheinung
treten,
dann entsteht aus Gemeinschaften
solcher Bahnbrecher
die Neue Welt von selbst
Die
Einzelheiten dieser Verwandlung haben wir schon in dem Video „Übung Erhebung“ und
den früheren Sendungen der Reihe „Experiment Unsterblichkeit“ besprochen. Wir
wiederholen kurz und vertiefen:
2. Verwandlung in den Neuen unsterblichen
Menschen
Nikolaus Roerich „Lama“
„Wie
sieht dieser Neue Mensch aus?“
Agni
Yoga stellt uns das Bild des Menschen der nächsten Evolutionsstufe vor: Er
identifiziert sich nicht mit seinem vergänglichen Körper. Er weiß: Sein wahres
Ich ist der nicht-materielle, ewige Teil seines Wesens – seine Seele!
Leitgedanke:
Der Mensch der Zukunft
ist ein unsterbliches Geistwesen
Der
unsterbliche Mensch – wird das nicht der Zukunft würdig sein? (AY 553)
Die
Ewigkeit und Unvergänglichkeit unserer wahren Natur ist die Grundlage für den
Neuen Aufbau.
Ein neues Leben aus dem Geist der Unsterblichkeit
ist der Ausweg aus der Misere der Zeit, das Fundament, auf dem wir uns selbst
und die Gesellschaft vollkommen erneuern können.
Die ewige Existenz des
Menschen ist der Ansatzpunkt, um unser ganzes überholtes Denken, die gesamte
alte Welt aus den Angeln zu heben und Unwissenheit, Unvollkommenheit, Not und
Leid zu beseitigen.
Bestätigt
die Wahrheit des ewigen Lebens, und die Welt wird sich verwandeln. (Br II,
348)
„Wie
werde ich zu einem solchen ewig lebenden Geistmenschen?“
Überraschend
einfach:
Leitgedanke:
Du führst die Übung
„Verwandlung in einen
Unsterblichen“ durch
Sie
besteht aus zwei Teilen: Du stellst zunächst Dein Bewusstsein und sodann Dein
Denken und Fühlen um.
3. Du stellst Dein Bewusstsein um: „Ich bin
eine Seele“
Blake „Die Seele“
Die
Grundlage allen höheren Wissens und der allererste Schritt auf dem Geistigen
Pfad ist die Erkenntnis:
„Ich
habe eine Seele.“
Wie
Du die Realität Deiner Ewigen Individualität erfahren kannst, haben wir in der
Sendung „Das Geheimnis der Unsterblichkeit – Teil I: Mit 7 Schritten zu einem
Leben, das kein Ende hat“ geschildert. Auf dieser Basis gehen wir den nächsten
Schritt:
Leitgedanke:
Du verlagerst Dein Bewusstsein
in Deine Seele
Anstatt
zu denken „Ich bin ein Körper und habe auch noch eine Seele“, machst Du Dir
bewusst:
„Ich
bin eine Seele und habe auch noch einen Körper.“
Auf
dessen Schicksal kommt es aber wenig an, weil er ohnehin demnächst vergeht.
Deine Seele dagegen musst Du sorgfältig pflegen, ernähren, heilen, üben,
stärken und ausbilden, damit sie immer größer wird, denn sie ist Dein wahres
Ich.
*****
Eine
Seele ist unsterblich. Auf der Basis dieser Erkenntnis machst Du Dir ein neues
Bild von Dir selbst:
„Ich
bin kein materielles, vergängliches Geschöpf. Ich bin ein ewig lebendes
Geistwesen.“
4. Du denkst und fühlst wie eine Seele
Um wirklich eine Seele zu sein, musst Du lernen, so zu denken
und zu fühlen, wie der ewig lebende Teil Deines Wesens es tut. Wer denkt wie
ein Sterblicher, ist auch nur ein Sterblicher!
„Wie
denkt und fühlt meine Seele?“
Sie
betrachtet alles, beurteilt alles und handelt in allem von einer anderen,
höheren Perspektive aus:
Sub
specie aeternitatis – unter dem
Gesichtspunkt der Ewigkeit!
Auf
dieser Grundlage nimmt Deine Ewige Individualität den Ereignissen des Lebens gegenüber eine andere Einstellung ein als der alte,
sterbliche Mensch, nämlich:
Den
höheren Standpunkt der Unverletzlichkeit, der Furchtlosigkeit und der Freiheit.
Allein
dadurch, dass Du so Dein Denken umstellst, verwandelst Du Dich von einem
materiellen in ein geistiges Wesen.
Leitgedanke:
Die geistige Haltung
macht den Neuen Menschen!
Agni
Yoga lehrt:
Der
Neue Mensch ist ein Zustand des Bewusstseins.
Ein
jeder kann Unsterblichkeit erlangen, indem er die Unbegrenztheit in sein
Bewusstsein aufnimmt. Festigt euch in der Annahme der Unsterblichkeit. (U I,
70)
Lasst
uns nun diese drei Aspekte der geistigen Haltung eines Unsterblichen genauer
ansehen:
5. Unverletzlichkeit des Neuen Menschen
Sterbender Achilles
Unsterblich
bist Du unverletzlich. Wenn man Deinen Körper verwundet oder gar zerstört,
berührt das Deine Seele nicht: Sie lebt unbeeinträchtigt weiter. Dein Höheres
Selbst denkt:
„Als
ewig lebendes Wesen kann ich durch physische Angriffe gar nicht verletzt
werden. Meinen Körper kann man beschädigen – mich selbst, mein wahres,
geistiges Ich aber nicht.“
Wenn
Du so denkst (trotz aller Angriffe), bist Du tatsächlich nicht verletzt!
Das
ist die grundlegende Eigenschaft, die den Menschen der Zukunft so stark macht:
unverletzlich ist er unbesiegbar.
6. Furchtlosigkeit des Neuen Menschen
Tintoretto „St. Georg und der Drache“
Unverletzlich
bist Du furchtlos. Nichts und niemand kann Dir etwas anhaben. Noch nicht einmal
der Tod (des Körpers) kann Dich schrecken, denn Deine Seele lebt ja weiter.
Deine Ewige Individualität nimmt diese Haltung ein:
„Als
Geistwesen fürchte ich mich vor nichts und niemandem!“
Wenn
Du so denkst (trotz aller Angriffe), hast Du tatsächlich keine Angst mehr!
7. Freiheit des Neuen Menschen
Furchtlos
bist Du vollkommen frei. Deine Seele bezieht einen überlegenen Standpunkt:
„Endlich
bin ich frei, nur noch das zu tun, was ich für richtig, notwendig und ethisch
geboten halte. Im schlimmsten Fall opfere ich bereitwillig meinen Körper für
meine Ideale.“
2. Schritt:
Du erhebst Dich in den Feurigen Zustand von hoher Schwingung
Mit
der Verwandlung in ein Geistwesen allein ist es noch nicht getan: Deine Seele
kann auch unrein, niedergeschlagen oder egoistisch sein. In einem solchen
Zustand schaffst Du keine bessere, sondern nur eine noch schlechtere Welt.
Dein
zweiter Beitrag zum Aufbau der Welt der Zukunft ist daher: Du versetzt Dich in
den Feurigen Zustand von hoher Schwingung. Wie Du Dein Wesen derart erheben
kannst, hatten wir schon in der Sendung „Übung ‚Feuriger Zustand‘“ besprochen.
Wir wiederholen und ergänzen:
*****
Am Morgen
in der Meditation entzündest Du Dein Wesen am Funken des Göttlichen Feuers, das
in Dir brennt. Du fährst Deinen Feurigen Körper hoch, so wie hier dargestellt:
(Musik: Beethoven Tripelkonzert op.56)
Dann
erstrahlst Du in einer Goldenen Aura von Reinheit, Weisheit, Kraft, Freude,
Licht und Liebe. (Grünewald,
Isenheimer Altar „Auferstehung Christi“)
Unsere
Natur ist feurig. Mögen wir fähig sein, das heilige Feuer in uns zu entzünden.
(Br II, 806)
Verwendet
für den Menschen den Ausdruck „Entflammen des Geistes“. Dem Menschen wurde
nämlich das Entzünden jenes Feuers aufgegeben, das allen Erscheinungen der
Schöpfung innewohnt. Man sollte daran denken, dass der Mensch mit mächtigen
Energien betraut wurde; deshalb erfüllt jemand, der den Geist nicht entflammt,
seine Bestimmung nicht. (FW II, 447)
*****
Du
stellst die ursprüngliche Verfassung Deiner Ewigen Individualität wieder her.
Sie ist in ihrem Wesen nach rein, weise, mächtig, freudvoll, lichtvoll und
liebevoll. Du findest diese Eigenschaften in Deinem Inneren. Dafür musst Du die
Anhäufungen von Schmutz durchdringen, der sich in Jahrmillionen zahlloser
Inkarnationen angesammelt hat, und zum goldenen Kern Deines Wesens vorstoßen.
*****
Oder
Du nimmst in der Meditation (bei der Du Deine Hände wie eine Schale geöffnet
hältst) Reinheit, Weisheit, Kraft, Freude, Licht und Liebe aus dem Raum auf.
Sogar
die Höchsten Wesenheiten müssen vom Geist erfüllt werden, um zu wirken. Der
Ausdruck „Erfülltwerden“ ist sehr exakt. Man muss
tatsächlich erfüllt werden! Das heißt, man muss sich mit einem Übermaß an Geist
erfüllen. Doch bedeutet das nicht, mit der Hierarchie in Berührung zu kommen?
Nur dieses Schöpfen des Geistes aus der Höchsten Quelle bewirkt eine Erneuerung
und Anspannung der feurigen Energie. Daher wurde nirgends geboten, sich im
Geist zu verschließen, sondern im Gegenteil von der Macht des Geistes ergriffen
zu werden, die zum Licht führt. Doch
wer an Selbstsucht, an Selbstbehauptung denkt, wird niemals von dem Ewigen
Feuer schöpfen. (Herz 412)
*****
Wir
können den Vorgang auch noch anders beschreiben: Dein Geistwesen, Deine Seele
besteht aus höchst verfeinerter Materie, aus Wellen oder Schwingungen.
Wie
bei einer Gitarre oder Geige die Saiten, stimmst Du die Fasern Deines Wesens,
so dass sie nicht niedrig in Gleichgültigkeit, Hass oder Niedergeschlagenheit,
sondern hoch in Liebe und Freude schwingen.
Du stimmst
die Vibration Deines Geistwesens auf dieselbe Wellenlänge ein, mit der die
Universellen Liebe vibriert. Dann bringt nach dem Prinzip der Resonanz die
Schwingung der Universellen Liebe auch Dein Wesen zum Schwingen, so dass Du in
Liebe vibrierst.
„Wie
stimme ich mein Wesen?“
Vor
allem dadurch, dass Du reine, weise, kraftvolle, freudvolle, lichtvolle und
liebevolle Gedanken und Gefühle in Dir hervorrufst und unreine,
niedergeschlagene zurückweist; siehe unsere Sendungen über die Beherrschung der
Gedanken und Gefühle.
Du
bist dann rein, weise, mächtig, freudvoll, lichtvoll und liebevoll.
Der
Mensch ist, was er denkt. (Buddha)
Du
verkörperst Reinheit, Weisheit, Kraft, Freude, Licht und Liebe und strahlst sie
aus.
Sehen
wir diese für den Menschen der Zukunft grundlegenden Eigenschaften genauer an:
1. Reinheit des Neuen Menschen
Rottenhammer „Taufe Christi“
Der
Neue Mensch ist bedürfnislos. Er denkt:
„Meine
Seele benötigt keine Nahrung, Kleidung oder Behausung – weder für ihr Überleben
noch für ihr Wohlergehen.“
Er
ist frei von Begierden. Er findet keine Befriedigung an physischen Genüssen. Er
fühlt:
„Meine
Ewige Individualität will all das nicht, wonach der Körper giert wie ein Hund.“
Er überwindet
Stimmungen, Launen, Gereiztheit, Niedergeschlagenheit und Aggressivität, indem
er sich bewusst macht:
„Meine
wahres Selbst ist gar nicht betroffen von dem, worüber meine vergängliche
Persönlichkeit sich so aufregt.“
Leitgedanke:
Indem Du so Dein Denken änderst,
bringst Du Deine Seele wieder
in ihren ursprünglichen, kindlich
reinen Zustand
Du
erlangst Reinheit durch Beherrschung Deiner Gedanken: Indem Du nur so denkst,
wie es Deinem Höheren Selbst entspricht.
2. Weisheit des Neuen Menschen
Nikolaus Roerich „Archat“
Mit
dem Gefühlswissen eines reinen Herzens kann die Seele Maja (Illusion)
durchschauen und die Wahrheit, das Wesen eines Menschen und einer Situation erkennen.
Das hatten wir schon in der Sendung „Die geistige Bedeutung des Herzens“
besprochen.
Es
gibt ein Auge der Seele. Mit ihm allein kann man die Wahrheit sehen. (Platon)
Dein
Höheres Ich kennt die ewigen Kosmischen Gesetze, die das Dasein bestimmen:
Karma, Wiedergeburt und Gesetz der Entsprechung. Es kennt den Sinn des Lebens,
des Leidens und der Hindernisse. Auf dieser Grundlage findest Du die Lösung
aller Lebensfragen.
3. Lebensfreude des Neuen Menschen
Nikolaus Roerich „Krischna“
Freude
ist eine besondere Weisheit. (BGM II, 159; Gem 156, 163; AY 185, 293, 404; Hier 96,
216, 343; AUM 113; Br II, 231)
In
ihrer Weisheit findet Deine Seele Freude in jeder, selbst der schrecklichsten
Situation. Sie denkt:
„Ich
freue mich über jede Gelegenheit, alte Schulden (Karma) tilgen, also Unrecht
wiedergutmachen zu dürfen, das ich selbst angerichtet habe.“
„Ich
freue mich über die unermesslichen Möglichkeiten zu handeln und zu heute noch
unvorstellbarer Größe zu wachsen, die das ewige Leben mir bietet!“
„Ich
nutze freudig die Hindernisse und Schwierigkeiten auf dem irdischen Weg, um
durch sie aufzusteigen, größer und stärker zu werden.“
„Ich
bin dankbar für Leid, das mir eine Schwachstelle oder falsches Verhalten
aufzeigt.“
Wenn
es schmerzt, schau genau hin. Das Leben versucht, Dich etwas zu lehren. (Rumi)
„Ich
freue mich auf meinen Tod, weil ich dann in meine Heimat, in eine bessere Welt,
zu meinen Seelenverwandten zurückkehren kann.“ (Bosch „Der Aufstieg der
Seligen“)
Wenn
Du auf alles, was Dir zustößt, mit freudigen Gedanken reagierst, bist Du
tatsächlich ein freudiger Mensch!
Wer
schön denkt, wird nicht leiden. (Br I, 160)
Für
die Einzelheiten dieser geistigen Übung verweise ich Dich auf unsere Sendung
„Freude ist eine besondere Weisheit“.
4. Lebenskraft des Neuen Menschen
Tizian „Johannes der Täufer“
Aus
Lebensfreude fließt Lebenskraft.
Wenn
selbst unter schwierigsten Umständen Freude glimmt, ist der Agni Yogi von
unüberwindlicher Macht erfüllt. (FW I, 561)
Lebenskraft
ist geistige Macht, psychische Energie.
Wie
Du sie stärken kannst, hatten wir schon in den Sendungen der Reihe „Psychische
Energie“ gezeigt. Heute nur so viel:
Eine
weise Seele kennt die Mission ihrer gegenwärtigen Inkarnation und den Weg
dorthin. In jedem Moment, mit jedem Schritt strebt sie ihrem Ziel entgegen. Auf
diese Weise steigert sie ihre geistige Macht.
Jeder
angewendete Gedanke bewirkt ein Wachstum des Geistes. (U II, 777 [377])
Leitgedanke:
Ein kräftiger Geist beherrscht
sowohl den Körper als auch die
Umstände
Die
Stärke eines Unsterblichen liegt in einer neuen Einstellung:
„Ich
werde mit jeder Situation fertig. Ich gehe unbeirrbar meinen Weg und verfolge
unerschütterlich mein Ziel. Ich lasse mich durch Misserfolg nicht beirren und
gebe nie auf, sondern versuche es immer wieder.“
Der
Ansturm widriger Ereignisse ändert die Seele eines starken Mannes nicht; sie
ist nämlich mächtiger als alle äußeren Umstände. (Seneca „Über die Vorsehung II
1“)
5. Licht des Neuen Menschen
Nikolaus Roerich „Fiat Rex“
Der
Mensch der Zukunft zeichnet sich aus durch die Goldene Aura eines Königs des
Geistes oder eines Schülers der Bruderschaft. (Nikolaus Roerich „Die Heiligen Boris
und Gleb“)
Die Krone der Herrscher ist die
königliche Schönheit ihrer Ausstrahlung. (HR I/2, 224; Brief vom 08.11.1934)
Natürlich
wird dieses Licht, das Du ausstrahlst, durch ein hohes Bewusstsein, ein
erhabenes Denken und eine königliche Haltung erzeugt.
Was du denkst, bist du. Was du bist,
strahlst du aus. (Buddha)
6. Liebe des Neuen Menschen
Dein
Ewiges Selbst spürt seine Verwandtschaft, seine Einheit mit allen anderen
Lebewesen. Sie alle haben eine Seele wie Du, einige eine kleinere, andere eine
größere. Es gibt keine unbelebte Natur. Alles vom Stein bis zu den Sternen ist
beseelt.
Deine
Seele würde niemals einer anderen Seele Schaden zufügen. Sie denkt:
„Ich
liebe, schütze, bewahre und fördere alles, was existiert.“
Wenn
Du auf das Verhalten eines anderen Menschen oder eine schwierige Situation
lieblos, gereizt oder gar aggressiv reagierst, offenbarst Du nicht das
Göttliche Deiner Natur!
7. Selbstlosigkeit des Neuen Menschen
Mantegna „Kreuzigung Christi“
Reinheit
bedeutet vor allem Selbstlosigkeit!
Deine
Ewige Individualität ist ihrem Wesen nach vollkommen selbstlos.
Sie
nimmt diese Haltung ein:
„Ich
benötige nichts für mich selbst. Ich verlange nichts für mich selbst. Alles,
was ich will, ist die Erfüllung des Willens Gottes, des Höheren Willens, des
Plans der Evolution, die Herstellung der Kosmischen Ordnung, von Wahrheit,
Gerechtigkeit, Schönheit und Liebe auf Erden.“
Für
materielle Wesen gilt das Gesetz des Dschungels: Der Stärkere unterjocht oder
frisst den Schwächeren und wird damit immer noch stärker.
Für
ein geistiges Geschöpf dagegen gilt das Gesetz des Opfers. (Tintoretto „Kreuzigung)
Leitgedanke:
Deine Seele wächst nicht,
wenn sie nimmt,
sondern wenn sie gibt!
Wenn
sie selbstlos dem Allgemeinwohl dient, sich völlig für eine große Sache
aufopfert.
*****
Die
Not und das Leid der alten Welt werden nahezu ausschließlich durch die
Selbstsucht des alten Menschen verursacht.
Die
Armut wurde nicht von Gott geschaffen. Die haben wir hervorgebracht, ich und du
mit unserem Egoismus. (Mutter Teresa)
Deshalb
ist die Selbstlosigkeit des Neuen Menschen die unabdingbare Grundlage für den
Neuen Aufbau!
8. Verwandlung und Erhebung als
Schöpfungsakt
Michelangelo „Die Erschaffung Adams“
Du
erfährst: Die Übungen „Verwandlung in einen Unsterblichen“ und „Erhebung in den
Feurigen Zustand“ sind ein wahrer Schöpfungsakt!
Du
erschaffst Dich selbst neu!
Du
bringst eine Kreatur einer höheren Evolutionsstufe hervor, die es bisher nicht
gab.
Du
bist ein Künstler, ein Seelenbildner! Aus dem Stoff Deiner Seele erschaffst Du
ein Kunstwerk! (Dantan „Une Restauration“)
So
wie Michelangelo seinen David aus einem Marmorblock geschaffen hat.
Das
hängt allein von Dir selbst ab. Nichts und niemand kann die Verwirklichung
Deines Traumes hindern – nur Du selbst.
Praxistipp: Beherrschung der Gedanken
Nikolaus Roerich „Brahmaputra“
Wir
kommen zu einer überraschenden Erkenntnis:
Die
Erschaffung des Menschen der Zukunft läuft auf die Beherrschung Deiner Gedanken
und Gefühle hinaus!
Jeder
Deiner Gedanken und jedes Deiner Gefühle webt an der feinstofflichen Struktur
Deiner Ewigen Individualität.
Leitgedanke:
Indem Du Dein Denken änderst,
änderst Du Dein Wesen!
Ein
höheres Wesen ist ein Geschöpf mit einer hohen Schwingung. Also gilt: Wenn Du
Dich durch erhabenes Denken in einen Zustand von hoher Schwingung versetzt,
bist Du ein höheres Wesen!
Leitgedanke:
Zumindest für den kurzen Moment
der Übung
bist Du wirklich
der Neue Mensch
einer höheren Evolutionsstufe, der
6. Rasse!
Jetzt
kommt es „nur“ noch darauf an, diese hohe Stellung im irdischen Alltag zu
offenbaren und in allen Widrigkeiten zu verteidigen.
9. Neuer Mensch erbaut Neue Welt
Walther „Der Turmbau zu Babel“
Wenn
die Verwandlung der einzelnen Menschen gelingt, kommt die Neue Welt von allein:
Wenn alle Menschen friedlich sind, stellt sich der Frieden auf Erden von selbst
ein. Wenn alle Menschen selbstlos sind, verschwinden die schrecklichen
Ausgeburten des Egoismus.
Wenn
wir jedes 8-jährige Kind auf der Welt Meditieren lehren, werden wir innerhalb
einer Generation die Gewalt auf der Erde beseitigen. (Dalai Lama)
So
wie wir sind, ist auch die Welt. Das heißt, wenn wir gierig, neidisch und
wettbewerbsorientiert sind, wird auch unsere Gesellschaft
wettbewerbsorientiert, neidisch und gierig sein, was Elend und Krieg mit sich
bringt. Der Staat ist, was wir sind. Um Ordnung und Frieden zu schaffen, müssen
wir bei uns selbst beginnen und nicht bei der Gesellschaft, nicht beim Staat,
denn die Welt sind wir selbst. (Krishnamurti)
Geh‘
Du voran! Die alten Menschen werden einem Neuen Menschen nachfolgen und ihn
nachahmen, wenn sie seine Überlegenheit sehen!
Was
auch immer ein hervorragender Mensch tut, das ahmen
die anderen nach. Was er als Vorbild aufstellt, dem folgt die Welt nach.
(Bhagavad Gita III, 21)
Du
veränderst die Welt durch dein Beispiel, nicht durch deine Meinung. (Paulo
Coelho)
Leitgedanke:
Verwandele Dich selbst
und Du verwandelst die Welt!
Verändere
dich selbst, dann hast du deinen Beitrag zur Veränderung der Welt geleistet. (Yogananda)
3. Schritt:
Du errichtest einen Tempel in Deinem Herzen
Du
leistest Deinen dritten Betrag zur Errichtung der Neuen Welt, des Weltstaates
„Temple of Humanity“, indem Du zunächst einen Tempel
in Deinem Herzen errichtest.
Der
Neue Aufbau beginnt in Dir selbst!
„Was
meinst Du damit? Was ist ein Tempel im Herzen?“
1. Was ist ein Tempel im Herzen?
Sainte Chapelle, Paris
Lass
mich erklären: Während Dein Körper auf der Erde seine Arbeit verrichtet, lebt
Deine Seele in einer Höheren Sphäre. Als geistiges Wesen kann sie in gar keiner materiellen, sondern nur in einer geistigen Welt
existieren.
Die
Füße eines Glaubenskämpfers sind auf der Erde und der Kopf ist in der Feurigen
Welt. (FW II, 12)
Du
hast mit Hilfe Deiner Gedanken und Gefühle Deine Ewige Individualität
aufgebaut.
Nun
musst Du ihr mit denselben Mitteln auch eine Welt erschaffen, in der sie leben
kann.
An den äußeren Bedingungen des
irdischen Lebens kannst Du meist wenig ändern. Sie sind aber auch unbedeutend.
„Das sehe ich nicht so. Die
Umstände, in denen ich zu leben habe, in die ich hineingestellt bin, sind doch
der entscheidende Faktor für mein Leben!?“
Nein,
das gilt nur für Deinen Körper, Deine vergängliche Persönlichkeit. Dein wahres
Ich ist aber Deine unsterbliche Seele. Wenn Du das erkannt hast, wirst Du auch
zustimmen:
Dein
wirkliches Dasein ist das Leben Deiner Seele!
Leitgedanke:
Deine wahre Existenz,
die Heimat Deiner Seele,
erschaffst Du selbst!
Alles
ist möglich! Du kannst Deiner Ewigen Individualität jede beliebige Heimstatt
errichten. Deswegen heißt es:
Bei
gleicher Umgebung lebt doch jeder in einer anderen Welt. (Schopenhauer)
Ein
großer Geist schafft sich selbst eine herrliche, ein kleiner eine dürftige
Welt.
Jeder
Geist schafft sich seine eigene Welt, und die Schönheit oder Hässlichkeit der
geschaffenen Welt hängt von der Qualität des Bewusstseins ab. (U II, 719
[319])
„Das
verstehe ich nicht.“
Leitgedanke:
Indem Du Dein Denken änderst,
änderst Du die Welt, in der Du
lebst
Wenn
es Dir zum Beispiel gelingt, Dich über jede, selbst die fürchterlichste
Situation zu freuen, (weil Du weißt, dass sie Dir zuteilwurde, damit Deine
Seele lernen und weiter aufsteigen kann), lebst Du trotz aller Schrecken in der
höchsten Welt – nämlich in genau der Sphäre, die für Dein persönliches
Vorankommen ideal ist!
Die
Realität wird durch unsere Gedanken geschaffen. Indem wir unsere Gedanken
ändern, können wir unsere Realität verändern. (Platon)
Wir
finden bestätigt, was Agni Yoga lehrt:
Die
Neue Welt ist ein Zustand des Bewusstseins.
Die neue Welt wird jenseits von Grenzen und
Umständen überall geboren. Die alte und die neue Welt unterscheiden sich durch
das Bewusstsein, doch nicht durch äußere Kennzeichen. Das Alter und die
Umstände sind ohne Bedeutung. (AY 55)
Praxistipp: Leben im Paradies
Agni
Yoga verspricht:
Du kannst schon während der irdischen Inkarnation in
einem Paradies leben!
„Wie führe ich dieses phantastische
Vorhaben in den heutigen schrecklichen Verhältnissen aus?“
Indem Du einen Tempel in Deinem Herzen errichtest. Indem Du die geistige Welt, in der
Deine Ewige Individualität lebt, die himmlische Kulisse, vor der sich Dein
irdisches Leben abspielt, die feinstoffliche Umgebung, in die Dein
grobstoffliches Dasein eingebettet ist, zu einem heiligen Ort ausgestaltest.
Leitgedanke:
Auf der inneren Ebene,
in der 4. Dimension des Daseins,
lebt Deine Ewige Individualität
in einem Heiligtum
In
einem persönlichen Paradies, das keinerlei äußere, materielle Mittel benötigt;
das inmitten aller irdischen Mühen, Sorgen und Leiden, ja selbst in der
schrecklichsten Hölle immer noch besteht.
Das
Reich Gottes kommt nicht mit äußerlichen Gebärden. Man wird auch nicht sagen:
Siehe, hier, oder: siehe, da ist es! Denn siehe, das Reich Gottes ist inwendig
in euch. (Luk 17, 20, 21)
In
dir selbst ist eine Ruhe und ein Heiligtum, in das du dich jederzeit
zurückziehen kannst. (Hermann Hesse)
Du
bestimmst die Welt, in der Du lebst – nicht die physischen Umstände!
2. Du errichtest den Tempel im Herzen
„Wie
genau erbaue ich in meinem Inneren ein Heiligtum?“
In
der Geistigen Welt wird alles durch unsere Gedanken erschaffen (siehe die
Sendung „Die Überirdische Welt“). Du machst Dir also eine Vorstellung von dem
Himmel, in dem Deine Seele leben will, und formst Deine feinstoffliche Umgebung
nach dieser Idee.
Das
ist ein wahrer Schöpfungsakt, den Du mit Deinen eigenen Gedanken und Gefühlen
ausführst!
Du
baust im Geist, in Deiner Phantasie, in der Feinstofflichen
Welt einen Tempel. Oder Du schließt Dich einem dort bereits bestehenden Aufbau,
Deines Vaters Haus, Deiner Überirdischen Heimat an, in der Deine Seele schon
seit Ewigkeiten lebt.
Du
schaffst um Dich herum das Hologramm, die Atmosphäre eines Heiligtums.
Der
Tempel im Herzen ist ein Gedankengebäude, eine virtuelle Realität, die nicht
sichtbar, aber gleichwohl existent und spürbar ist.
Du
bist ein Künstler, ein Tempelbauer! Aus dem
Material der 4. Dimension, der Feinstofflichen Welt um Dich herum erschaffst Du
ein Kunstwerk! (Caspar
David Friedrich „Der Junotempel von Agrigent“)
Mache
Dir ein ganz konkretes Bild von dieser Gedankenform,
damit sie auf der Seelenebene zu einer lebendigen Wirklichkeit werden kann!
Alles
ist möglich, was Du Dir nur vorstellen kannst, zum Beispiel:

Schloss Hohenzollern; Nikolaus Roerich “Mountain Peaks”, “Buddha”; Tigernestkloster, Bhutan; Kloster Hagia Triada, Meteora, Griechenland
Der
Himmel eines Schülers der Bruderschaft ist der Aschram seines Lehrers. (Nikolaus Roerich „Morgenstern“)
Übung: Visualisieren
Nikolaus Roerich „Warrior of Light“
Visualisiere
im Lauf des Tages immer wieder einmal diesen Raum, die Heimat Deiner Seele.
Versetze
Dich in die Schwingung eines heiligen Ortes.
Dann
entsteht tatsächlich diese herrliche Welt um Dich herum – jedenfalls auf der
geistigen Ebene.
Alles
ist Energie, und dazu ist weiter nichts zu sagen. Gleiche Dich der Frequenz der
Realität an, die du möchtest, und du erschaffst diese Realität. Das ist keine
Philosophie. Das ist Physik! (Einstein)
*****
„Was
hast du demjenigen anzubieten, der in einem Aschram weder leben kann noch
will?“
Wähle
als Deine geistige Heimat das Dorf, das sich zu Füßen eines jeden Aschrams
befindet. (Nikolaus
Roerich „Tibet Himalayas“)
Dort
wohnen diejenigen, die sich noch nicht als Schüler der Bruderschaft verstehen,
trotzdem aber am Neuen Aufbau mitarbeiten wollen. Auch sie leben und wirken
unter der Leitung der Mahatmas. Sie besuchen gelegentlich den Aschram, um Rat
und Hilfe zu erhalten. Sie sind kleinere Brüder und Schwester (oder Schüler
eines niedrigeren Grades) ein und derselben Gemeinschaft.
3. Im Tempel leben
Kathedrale Chartres
Du
versetzt Dich in Gedanken in diesen Aschram, den Du Dir in der Höheren Welt
geschaffen hast. Du spielst, dass Du an dieser heiligen Stätte lebst.
Wie
ein Kind in seiner Phantasiewelt, in der alles, was es sich ausmalt,
Wirklichkeit ist.
Deine
Ewige Individualität sucht ihre Ewige Heimat auf – den Himmel, aus dem sie bei
der Geburt zur Inkarnation vertrieben wurde und in den sie nach dem Tod wieder
zurückkehren will.
In
diese lichten Gefilde fliegt Deine Seele empor. (Janmot „Der
Flug der Seele“)
Sie
lebt jetzt in ihrer eigenen, geistigen Sphäre hoch über Chaos, Not, Leid und
Sorge des irdischen Alltags und
wird von alledem gar nicht berührt. (Nikolaus
Roerich „Tsong kha-pa“)
In
einer Welt, in der Ruhe, Frieden, Freude, Gelassenheit und Feierlichkeit
herrschen.
*****
Allein
nur der Aufenthalt an einem solchen Heiligen Ort erhebt Dein Wesen – genau wie
der Besuch einer Kirche, eines Kunstmuseums oder eines Konzertsaals. Dort Oben findest Du in Deinen ursprünglichen Feurigen Zustand
von hoher Schwingung, von Reinheit, Weisheit, Lebenskraft, Lebensfreude, Licht
und Liebe zurück.
In
der feierlichen Atmosphäre eines Heiligtums schweigen die Stimmungen und
Begierden der vergänglichen Persönlichkeit. Dort kommst Du gar nicht auf die
Idee, zu rauchen oder ein Bier zu trinken! (Straßburger Münster)
Praxistipp: Himmlische Gemeinschaft
Du
bist im Himmel nicht allein.
Ein
Himmel ist nicht bloß Ort, sondern vor allem eine Gemeinschaft von
Seelenverwandten. (Nikolaus Roerich „Zwenigorod“)
In
Deinem Herzenstempel sind also – in der vierten Dimension – der Vater Deiner
Seele und Deine ewigen, geistigen Brüder und Schwestern gegenwärtig.
Das
wird Dich zu würdigem Verhalten veranlassen. In dieser virtuellen, himmlischen
Gemeinschaft kannst Du das zukünftige Leben der Neuen irdischen Welt schon
jetzt einüben.
Du
suchst diesen Himmel in der Meditation am Morgen, am Mittag und am Abend auf.
So
festigst Du diese Gedankenform und machst sie zu einem realen Faktor in Deinem
materiellen, weltlichen Leben.
Erste Übung: Augen schließen
Wenn
Du die drei Besuchszeiten zuverlässig beherrschst und einhältst, kannst Du als
nächstes daran gehen, in der Zwischenzeit immer wieder einmal die Augen zu
schließen, für einen kurzen Moment den Inneren Tempel aufzusuchen, dort Ruhe
und Erholung zu finden sowie neue Kräfte zu schöpfen.
Halte
recht oft stille Einkehr und erneuere so dich selbst. (Marc Aurel)
Zweite Übung: Ständig im Himmel leben
Schließlich
ist der Gipfel der Übung: Du lebst ununterbrochen im Paradies, in Deinem
privaten Heiligtum, selbst während der alltäglichen irdischen Arbeit! Du
bewegst in Deinem Herzen beständig das Mantram:
„Meine
Seele lebt in ihrer eigenen Welt, im Aschram ihres Lehrers.“
So
verwirklichst Du diese große Aussage der Lehre, die auch ein Programm ist:
Ein
Agni Yogi lebt wahrlich in zwei Welten. (U I, 238)
„Ist
das nicht alles fruchtlose Träumerei?“
Nein,
die Erhebung Deines Wesens durch diese geistige Übung ist real.
Und
das Leben der Seele in einer höheren, Geistigen Sphäre ist die Grundlage für
ein Leben des Körpers in einer besseren Welt, wie wir sogleich besprechen
werden.
*****
Für
diese Praxis bedarf es keinerlei materieller Mittel oder besonderer äußerer
Umstände. Sie ist einem jeden von Euch an jedem Ort zu jeder Zeit unter
beliebigen Bedingungen möglich. Wie und wo der Körper zu leben und was er zu
erdulden hat, ist ohne Bedeutung.
Du
weißt nicht, in welche Verhältnisse es Dich noch verschlägt. Deshalb musst Du
in der Lage sein, selbst eine Gefängniszelle in ein Heiligtum zu verwandeln.
Die
Einzelheiten dieser Übung hatten wir schon in den Sendungen „Der Weg des
Inneren Tempels“, „Teilnahme am Leben der Höheren Welt“, „Leben in ständiger
Gegenwart des Lehrers“, „Leben im Aschram des Lehrers“ und „Die geistige
Bedeutung des Herzens“ besprochen.
4.
Der Tempel im Herzen als Grundlage des Weltstaates „Temple of Humanity“
Monopteros, Englischer Garten, München
„Wir
scheinen unser Ziel, die Erde zu einem besseren Ort zu machen, aus den Augen
verloren zu haben.“
Nein,
gar nicht, im Gegenteil: Die Errichtung des Inneren Tempels ist nach Deiner
Verwandlung in einen Unsterblichen der nächste wichtige Stein, den Du zum
Aufbau der Welt der Zukunft beiträgst. Mit dieser Übung wird die Neue Welt
jedenfalls in Deinem Inneren Wirklichkeit!
Leitgedanke:
Der Tempel im Herzen
eines jeden einzelnen Menschen
ist der Grundstein für den
Weltstaat „Temple of Humanity“
Das Herz steht da als der Tempel der Menschheit. (Herz 339)
Die
ganze Welt wird mit der Zeit zu einem Heiligtum, zum Temple of Humanity, wenn mehr und mehr Menschen sich dieser Praxis
anschließen und in einem Inneren Aschram leben.
Die
Verwandlung der Welt beginnt im Inneren jedes einzelnen Menschen!
Übung: Leben „als ob“
Der
heutige Mensch ist noch nicht reif, geistig noch nicht entwickelt genug, um von
einem Mahatma persönlich geführt zu werden. Die beste Übung, um Dich darauf
vorzubereiten, ist das „Innere Heiligtum“: So zu leben, als ob ein Mitglied der
Bruderschaft (oder einer ihrer Repräsentanten) gegenwärtig wäre, als ob Du in
einem Aschram der Bruderschaft (oder der Lehrer in Deinem Haus) wohnen würdest
und er Dich beobachten und führen würde.
Leitgedanke:
Solange der Tempel nicht
in den Herzen aller Mitarbeiter
fest verankert ist,
wird er niemals physische Realität
werden
Solange
es dem einzelnen Menschen nicht gelingt, jedenfalls seine innere, geistige Welt
zu einem Heiligtum zu machen, brauchen wir an die Errichtung eines äußeren
Tempels gar nicht zu denken.
Wie
soll eine Gemeinschaft eine bessere Welt erbauen, wenn noch nicht einmal jedes
einzelne Mitglied in der Lage ist, diese höhere Ordnung in seinem, eigenen,
kleinen, persönlichen Bereich zu verwirklichen?
Der
Tempel im Inneren ist die Basis für jedes äußere Heiligtum.
Nur
eine Gesundung des inneren Lebens wird dazu verhelfen, auch die
gesellschaftlichen Erscheinungen auf eine höhere Stufe zu heben. (Br II,
548)
Wenn
die Herzen der Menschen, die dort leben, unrein sind, hilft ein physisches
Kloster gar nichts.
Wenn
ein Clown in einen Palast einzieht, wird er nicht zu einem König; es wird nur
der Palast zu einem Zirkus. (Türkisches Sprichwort) (Afremow „Der
Clown“)
*****
Ob und
inwieweit wir die äußeren Umstände ändern können, wissen wir nicht. Was allein
wir sicherstellen können ist, dass die Neue Welt
jedenfalls in uns selbst Wirklichkeit wird.
Die
Unversehrtheit des Tempels im Herzen hängt allein von Dir selbst ab.
„Das
verstehe ich noch nicht ganz.“
Nun,
es ist von höchster Wichtigkeit, dass Du Dir bewusst machst:
Die
Gedanken sind frei!
Keinerlei
äußere Umstände, nicht die schrecklichsten Angriffe können dich daran hindern,
in Gedanken die virtuelle Realität eines Heiligtums um Dich herum aufzubauen,
es aufrechtzuerhalten und Dich in Würde darin zu bewegen.
Praxistipp: Letzte Bastion niemals
aufgeben!
Der
Innere Tempel ist die letzte Bastion, die Du niemals aufgeben darfst, auch
nicht in den schlimmsten Verhältnissen!
Noch
nicht einmal dann, wenn Du, wie Jesus, in die Hölle hinabsteigen musst. (Dürer „Abstieg Jesu in
die Hölle“)
Sie
ist das unerlässliche Fundament, auf dem wir unabhängig von den materiellen
Umständen den Neuen Aufbau errichten.
Macht Euch
doch eine Zelle in Eurem Herzen und geht nimmer da heraus! (Hl.
Katharina von Siena)
So
wie einem Mönch, der wegen der Zerstörung der Klöster Tibets oder ihrer
Säkularisation (Enteignung) in Europa aus seinem Paradies vertrieben wird, aber
mitten in der Welt sein heiliges Leben fortführen will, nichts andres
übrigbleibt, als weiter in einem Inneren Kloster nach der Regel zu leben. (Ruinen Kloster Ganden, Tibet; Steuerwaldt „Klosterruine Heisterbach“)
Wir
kommen zu einer überraschenden, aber grundlegenden Erkenntnis:
Die
Erschaffung der Welt der Zukunft läuft auf die Beherrschung Deiner Gedanken und
Gefühle hinaus.
Nichts
und niemand kann die Verwirklichung unseres Traums verhindern – außer wir
selbst.
„Sprechen
wir wieder von Blut, Schweiß und Tränen, von Mühsal, Disziplin und Pflichten?“
Nein,
ganz im Gegenteil: Es geht um Dein persönliches Wohlergehen! In welche
Verhältnisse auch immer es Dich verschlagen hat, Du bist ein Wesen voller
Lebenskraft und Lebensfreude und lebst in einem Paradies – wird das nicht Dein
höchstes Glück sein!?
*****
Deine
innere Entwicklung ist mit den bis jetzt besprochenen drei Schritten
abgeschlossen. Jetzt musst Du hinaus in die Welt, um das neu geschaffene
Geistwesen auftreten zu lassen und den Tempel im Herzen zu einem materiellen
Heiligtum zu machen.
4. Schritt:
Du lässt Dein Geistwesen in der Welt auftreten
Jetzt
besprechen wir den vierten Schritt zum Erbauen einer besseren Welt: Du trittst
tatsächlich mitten im materiellen, irdischen Alltag als Neuer Mensch, als
Geistwesen auf.
„Was
bedeutet „Auftreten“ konkret und praktisch?“
Leitgedanke:
Du lässt Deine Ewige
Individualität
nicht nur denken und fühlen,
sondern auch sprechen und handeln
– und zwar durch Deinen Körper als Werkzeug.
Dein Mantram lautet:
Ich
offenbare nur das Göttliche!
In
esoterischen Kreisen hört man gern den etwas nebelhaften Satz: „Gott ist in Dir
selbst.“ Einen praktischen Nutzen hat diese Sentenz nur dann, wenn Du danach
strebst, dass Göttliche Deines Wesens zum Ausdruck zu bringen.
„Woher
weiß ich, wie meine Seele denkt und fühlt? Was sie will, das ich aussprechen
und tun soll?“
Das
wichtigste Organ Deiner Ewigen Individualität ist Dein Herz.
Es
sagt Dir unfehlbar, welche Gedanken, Gefühle, Worte und Taten im Einklang mit
Deiner höheren, ewigen Natur stehen und welche nicht.
1. Denken, fühlen, sprechen und handeln im
Einklang mit der Seele
Moreau „St. Martin“
Es
ist ein langer Weg von einem Schüler, der sein Bewusstsein umgestellt und sich
als unsterblich erkannt hat, der denkt, er sei unverletzlich und furchtlos, bis
zu einem Meister, der tatsächlich in der materiellen Wirklichkeit, in jeder,
selbst der furchtbarsten Situation Verletzung oder Angst weder empfindet noch
zeigt.
Es
ist ein harter Kampf, die Begierden, Launen und Stimmungen des niederen Selbst
zu überwinden!
Spürst
Du wirklich keine Gereiztheit, keinen Ärger, keine
Niedergeschlagenheit und keine Aggressivität mehr und offenbarst sie auch
nicht?
Isst
Du wirklich nicht mehr zu viel, keinen Alkohol, kein
Fleisch, keinen Tabak und keine Schokolade?
Freust
Du Dich wirklich selbst in der schlimmsten Situation?
Es
erfordert viel innere Arbeit, das Teuflische in Dir, Deinen animalischen
Egoismus abzulegen!
Bis
es Dir gelingt, die ursprüngliche, kindliche Reinheit und Selbstlosigkeit, die
Du in der Meditation so beseligend erfährst, in der unbarmherzigen materiellen
Wirklichkeit zum Ausdruck zu bringen.
Teilst
Du wirklich wie St. Martin Deinen Mantel mit Deinem
Nächsten? (El Greco
„St. Martin und der Bettler“)
Trägst
Du wirklich mehr zum Allgemeinwohl bei, als Du von der
Gemeinschaft für Deine persönlichen Bedürfnisse in Anspruch nimmst?
*****
Je
mehr Menschen das Göttliche ihrer Natur offenbaren, insbesondere
Selbstlosigkeit, desto eher entsteht die Neue, Göttliche Welt, die der
Kosmischen Ordnung entspricht.
2. Die Eigenschaften eines Unsterblichen
erwerben
Indem
Du im alltäglichen Leben nur noch das Göttliche in Deinem Inneren zum Ausdruck
bringst, erwirbst Du mit der Zeit die Eigenschaften eines Unsterblichen: Du
wirst zu einem Geschöpf, das nicht nur unverletzlich, furchtlos, frei, rein,
weise, freudig, kraftvoll, lichtvoll und liebevoll denkt, sondern tatsächlich
furchtlos, frei, selbstlos, freudig usw. ist.
„Wie
komme ich so weit?“
Leitgedanke:
Eine Haltung
- Furchtlosigkeit, Selbstlosigkeit
oder Freude -,
die Du immer wieder einnimmst,
wird zu einer Gewohnheit
Eine
Gewohnheit, immer wieder bekräftigt, wird zu einer Eigenschaft.
Wir
hatten das im einzelnen in
der Sendung „Wir erschaffen den Menschen der Zukunft“ besprochen.
Praxistipp: Herunter vom Sofa!
Es
ist ganz wichtig, dass Du erkennst: Die Eigenschaften
des Neuen unsterblichen Menschen kannst Du nicht zu Hause auf dem Sofa
erwerben, sondern nur dadurch, dass Du am alltäglichen, irdischen Leben
teilnimmst! Nur hier – wo sonst? – kannst Du beweisen, was Du Dir wirklich
schon angeeignet hast!
3. Auftritt als Tempelschüler
Francesca „Hl. Hieronymus mit einem
Schüler“
Deine
vergängliche Persönlichkeit auf der materiellen Ebene muss sich der erhabenen
Existenzweise Deiner Ewigen Individualität in der Geistigen Sphäre anpassen,
die dort in einem Tempel lebt.
Anderenfalls,
wenn Dein höheres Selbst in einem Himmel und Dein Körper auf der Erde in einem
Saustall lebt, ergibt sich eine Trennung der Welten und eine Spaltung Deines
Gesamtwesens.
Wenn
Deine Seele ihr Werkzeug, den Körper nicht beherrschen kann und dieser sich wie
ein Schwein aufführt, kann auch sie nicht die hohe Schwingung eines Heiligtums
um sich herum aufrechterhalten und stürzt ab in niedrigere Sphären.
*****
Also
beginnst Du, um Dich in Deinem persönlichen Paradies zu halten, im irdischen
Alltag als Tempelschüler aufzutreten.
Leitgedanke:
Du verhältst Dich,
Du denkst, fühlst, sprichst und
handelst
im irdischen Leben so, als ob Du
ein Schüler der Bruderschaft wärest
Nämlich
mit Selbstbeherrschung, Gelassenheit, Würde, Liebe und Feierlichkeit.
Du
unterlässt alles, was eines Meisterschülers unwürdig ist: Alkohol, Tabak,
Fleisch, Gereiztheit, Gebrüll, Wehklagen, Egoismus, Aggressivität …
Dann
umgibt Dich die Aura eines Heiligen. Feinfühlige Menschen, denen Du begegnest,
werden das spüren. (Nikolaus Roerich „Bhagavan“)
4. Verteidigung der hohen Stellung
In
der morgendlichen Meditation den Zustand des Bewusstseins eines Unsterblichen
herzustellen und in seinem Herzen einen Tempel zu errichten, ist noch relativ
einfach.
Die
große Schwierigkeit und Herausforderung besteht darin,
diese hohe Schwingung mitten im irdischen Alltag zu bewahren!
Das
ist ein gewaltiger Kampf! Der Idealzustand unseres Wesens ist durch
Widerstände, Anfechtungen, Nöte und Angriffe, außerdem durch unsere eigenen
Schwächen und überholten Gewohnheiten ständig gefährdet.
Du
fühlst Dich immer wieder verletzt, obwohl Dein wahres Ich doch eigentlich
unverletzlich ist. (van Gogh „Trauernder alter
Mann“)
Das
Geistwesen der Zukunft kämpft in einer materialistischen, unwissenden,
geistfeindlichen Umgebung buchstäblich um das nackte Überleben! Deine Aufgabe
lautet:
Bewahre
in den Stürmen der Welt unerschütterlich die geistige Haltung eines
Unsterblichen und verteidige den Tempel im Herzen.
„Wie
kann das gelingen?“
Dafür
gibt es vor allem zwei Hilfsmittel:
Erste Übung: 3 Meditationszeiten
Du
gewöhnst Dir unbedingt 3 Meditationszeiten am Tag an.
Die
5 Gebetszeiten des Islam sind ein gutes Vorbild für diese heilsame Praxis.
In
der Morgenmeditation führst Du die Übung „Verwandlung in einen Unsterblichen“
durch und errichtest den Tempel in Deinem Herzen.
In
der Mittagsmeditation fährst Du die Schwingung wieder hoch, die in der
Zwischenzeit abgesunken ist.
In
der Abendmeditation legst Du Dir Rechenschaft ab: Wo warst Du erfolgreich? Wo
bist Du gescheitert? Was musst Du morgen besser machen?
*****
Diese
wohltätige Übung ist ein wesentlicher Teil der Kultur der Zukunft. Es ist heute
eine Selbstverständlichkeit, dass Du für Deinen Körper sorgst, indem Du dreimal
täglich die Zähne putzt und drei Mahlzeiten einnimmst. Noch viel wichtiger aber
ist:
Leitgedanke:
Reserviere mindestens drei feste
Tageszeiten,
um Deine Seele zu pflegen, zu
ernähren,
zu reinigen, zu heilen, zu üben
und zu stärken!
Zweite Übung: Ständige Wachsamkeit
Achte
in jedem Moment wachsam auf Deinen Schwingungszustand!
Man
sollte nicht meinen, ein Archat könne in seinem Bewusstsein den führenden
Willen auch nur für einen Augenblick außer Acht lassen. Er wird zum
gewöhnlichen Sterblichen, wenn Er nicht immer feierlich den Kelch der Heldentat
trägt. Die Macht Seines Herzens ermattet, sobald Er den Hierarchischen Faden
nicht mehr in Seiner Hand spürt. In diesem Bewusstsein ewiger Wachsamkeit
besteht die Besonderheit eines Archaten. (FW I, 196)
Wenn
unter dem Druck des irdischen Alltags Deine Schwingung abstürzt, musst Du Dich
sofort wieder aufrichten!
Du
schließt für einige Sekunden die Augen. Deine Seele sucht für einen kurzen
Moment ihre Heimat auf und kehrt erhoben und gestärkt zurück.
Es
bedarf keiner besonderen Beschwörungen, der Geist strebt in seine Heimat. Gebt
dem Geist nur Freiheit, bindet ihn nicht durch menschliche Beschränkungen. Er
wird sich selbst emporschwingen und jubelnd zurückkehren; so schließt der
Mensch sich an die Überirdische Welt an. (Br II, 759)
In
einer kurzen Notmeditation nimmst Du den Standpunkt der Ewigkeit wieder ein.
*****
Mit
den bis jetzt besprochenen vier einfachen Schritten hast Du etwas Großes
erreicht: Zumindest mit Dir wird der Mensch der Zukunft Wirklichkeit! Du kannst
jetzt stolz verkünden:
Hier
ist der Neue Mensch! (Nikolaus
Roerich „Lama“)
5. Schritt:
Du verwandelst Deine Welt in einen Tempel
Wir
schreiten weiter voran vom inneren zum äußeren Tempel. Die neue Kultur beginnt
und verbreitet sich zunächst im Herzen und sodann im Alltag jedes einzelnen
Menschen.
Beim
fünften Schritt dehnst Du das Gebiet der Neuen Welt aus: Du verwandelst Deinen
Meditationsraum, Deine Wohnung, Deinen Arbeitsplatz und schließlich jeden Raum,
den Du betrittst, in ein Heiligtum, in einen Aschram der Bruderschaft.
1. Du verwandelst Deinen Meditationsraum in
einen Tempel
Zunächst
machst Du aus Deinem Meditationszimmer ein Heiligtum.
Dafür
ist gar nicht viel tun: Wenn Du Dich in einem Zustand von hoher Schwingung
befindest, strahlst Du Reinheit, Weisheit, Kraft, Freude, Licht und Liebe aus.
Mit
dieser leuchtenden Aura verwandelst Du auch Deine Umgebung, in diesem Fall
Deinen Meditationsraum, in einen heiligen Ort.
Ein
feinfühliger Mitmensch, der in diesem Moment das Zimmer betritt, wird das spüren!
2. Du verwandelst Deinen Wohnort und
Arbeitsplatz in einen Tempel
Messina „Heiliger Hieronymus“
Wenn
Du die geschützte Sphäre Deines Meditationsraumes verlässt, beginnt Deine
Mission: Die Erhebung, Verwandlung und Heiligung der geistfeindlichen Welt.
Du verwandelst Dein
Heim in einen Tempel.

Du verwandelst Deinen
Arbeitsplatz, wie immer er aussieht, in einen Tempel.

Du
sorgst dafür, dass es zumindest in Deinem Bereich keine Gier oder Gewalt, keine
Selbstsucht, Not und Leid, keine Armut und keine Arbeitslosigkeit gibt.
Du
verwandelst wenigstens einen kleinen Teil der Erdoberfläche in eine
Niederlassung der höheren Kultur der Zukunft.
Jedenfalls
hier herrschen Wahrheit, Gerechtigkeit, Schönheit und Liebe.
Leitgedanke:
In Deinem Heim
besitzt der Weltstaat Temple of Humanity
jetzt einen Stützpunkt!
Du
unterwirfst Dich und diesen Ort der Herrschaft der Mahatmas
Wie
Gibraltar von London, so wird Dein Wohnort jetzt von Schambhala aus regiert.
Hier gelten die Gesetze, Regeln und Gebräuche der Bruderschaft.
*****
Das
ist leicht gesagt, in der Wirklichkeit aber ein ständiger, gewaltiger Kampf
gegen den Widerstand der Kräfte der Trägheit, Unwissenheit und Böswilligkeit in
Deinem eigenen Inneren und in Deiner Umgebung.
Du beginnst mitten im Chaos mit dem Neuem Aufbau –
zunächst in Deinem eigenen, kleinen, persönlichen Bereich! Du verwirklichst die
Welt der Zukunft in Deinem Haus!
Um Dein Vorhaben nach außen zu bekunden, stellst Du
an Deinem Arbeitsplatz Bilder des Mahatma M, des Tabenisi Aschrams oder das
Zeichen der Gemeinschaft Maitreyas auf.
3. Geistige Ordnung des Tempels
„Wie
gehe ich vor? Soll ich mein Haus abreißen und eine Kirche bauen?“
Nein!
Ein Ort wird nicht dadurch zu einem Tempel, dass wir marmorne Säulen oder
Altäre errichten.
Sondern
dadurch, dass wir die höhere geistige Ordnung eines Heiligtums über einen Teil
der materiellen Welt wölben.
Menschen,
die rein und heilig leben, machen jeden Ort, wie auch immer er äußerlich
aussieht, zu einem Tempel.
„Wie
sieht ein reines und heiliges Leben aus? Ist es überhaupt
möglich unter den Bedingungen der materialistischen Kultur einer westlichen
Großstadt? “
Es
gilt die 4-Kreise-Regel:
Teilt
alles in vier Teile: Der erste gelte dem Höchsten, der zweite dem
Allgemeinwohl, der dritte eurem Nächsten und der vierte euch selbst. (FW II,
457)
Danach
ist ein Heiligtum ein Ort, an dem die Menschen, die dort wohnen, ihr Leben auf
vier Grundlagen aufbauen: Verbindung mit der Höheren Welt (Meditation), Dienst
am Allgemeinwohl, Dienst am Nächsten und Ausbildung oder Selbstvervollkommnung.
Erste Grundlage (Meditation): Wir stehen in
ständiger Verbindung mit der Geistigen Welt. Von dort Oben
empfangen wir Trost, Kraft, Erkenntnis und Führung.
Unsere
Stärke, unsere Überlegenheit beruht gerade darauf, dass wir den Höheren Willen,
den Plan der Evolution ausführen. Solange wir das tun, steht die Hierarchie
hinter uns und wir können ihre Macht in nutzen.
Meine
Leute können Meine Macht in Anspruch nehmen. (BGM II, 285 [288])
Um
den Höheren Willen zu erkennen und auf Erden durchzusetzen, ist eine Verbindung
jedenfalls der geistig höher entwickelten Mitglieder der Gemeinschaft zu den
Führern der Menschheit, der Bruderschaft von Schambhala, unbedingt
erforderlich.
Die
drei täglichen Meditationszeiten dienen gerade dem Aufbau, der Pflege und der
Vertiefung dieses Höheren Verkehrs.
Zweite Grundlage (Dienst am Allgemeinwohl): Die
Mitglieder des Tempels wirken unablässig selbstlos für den Fortschritt der
Evolution, für die Durchsetzung der Kosmischen Ordnung, von Wahrheit,
Gerechtigkeit, Schönheit und Liebe.
Leben
ist Dienst an der Evolution. (Br II, 305)
Leitgedanke:
Unsere Arbeit ist Gottesdienst!
Prüfe
sehr genau, wenn Du für ein Unternehmen oder eine Institution tätig bist: Gilt
Deine Arbeit wirklich dem Allgemeinwohl?
Dient
ein Mönch, der Geistesgifte wie Bier oder Likör braut und verkauft, tatsächlich
dem Wohlergehen seiner Mitmenschen?
Dritte Grundlage (Tätige Nächstenliebe): In
einem Heiligtum sorgt man sich um seinen Nächsten, also um diejenigen in der
Umgebung, die gerade Hilfe benötigen – und die willens und in der Lage sind,
sie anzunehmen.
Vierte Grundlage (Ausbildung): Die Menschen der Zukunft sind ständig mit der Arbeit an ihrer eigenen
Vervollkommnung beschäftigt. Sie schreiten auf dem Geistigen Pfad des Aufstiegs
zum Neuen Menschen immer weiter voran. Siehe dazu die Sendereihe „Ausbildung“.
Leitgedanke:
Selbstvervollkommnung
ist nicht nur eine persönliche
Angelegenheit,
sondern das Fundament für den
Aufbau der Neuen Welt!
Jeder
Sieg, den Du über Dein niederes Selbst erringst, ist ein Sieg für den Weltstaat
Temple of Humanity!
„Warum
ist das so?“
Weil
nur der Neue Mensch die Neue Welt erbauen kann.
Weil
Selbstsucht, Gier und Aggressivität nur dann aus der Welt verschwinden, wenn
wir sie – wie Pest und Cholera, Pocken oder Masern – in jedem einzelnen
Menschen ausrotten!
Praxistipp: Leben „als ob“
Wir
müssen erst noch reif werden, um von einem Mahatma geführt werden zu können.
Der beste Weg dorthin ist, in unserem Haus einen virtuellen, Inneren Aschram zu
errichten und dort so zu leben, als ob ein Mahatma (oder sein Beauftragter,
unser Lehrer) uns unterrichten und ausbilden würde.
Übung: Trage jeden Tag eine Faser, einen
Stein, eine gute Tat und einen Schritt bei!
Dein
Mantram lautet:
Jeden
Tag webe ich eine neue Faser in den Faden der Verbindung mit der Höheren Welt
ein, trage einen Stein für den Aufbau der Neuen Welt bei, vollbringe eine gute
Tat und gehe einen weiteren Schritt auf dem Geistigen Pfad zur Meisterschaft. (Verhaecht
„Der Turmbau zu Babel“; David „Belisar bettelt um Almosen“)
Wenn
Du es in einem Jahr auf 365 neue Fasern, Steine, Taten und Schritte bringst,
bist Du persönlich und der Neue Aufbau der Welt weit vorangekommen!
Man
muss den gestrigen vom morgigen Tag durch den erzielten Fortschritt
unterscheiden. (BGM II, 333 [337])
Diese
vier Grundlagen der Welt der Zukunft kann jedermann an jedem Ort unter
beliebigen äußeren Bedingungen praktizieren.
Niemand
ist so beschäftigt oder arm, dass er nicht ein edles Ideal formen und verfolgen
kann. (Schmiechen
„Helena Blavatsky“)
*****
Es
gibt noch eine Reihe von weiteren Regeln, nach denen die Kultur der Zukunft
aufgebaut wird, zum Beispiel betreffend Tagesrhythmus und Ernährung. Darüber
hatten wir in der Sendereihe „Die 10 Grundpfeiler der Praxis des Agni Yoga“
schon im einzelnen
gesprochen.
Kultur
ist eine Ordensregel. (Wittgenstein)
Leitgedanke:
Der Weltstaat Temple of Humanity
ist eine geistige Ordnung,
die an einem materiellen Ort
herrscht
So
wie der Staat Bundesrepublik Deutschland eine bestimmte Fläche und ein
bestimmtes Volk in Mitteleuropa regiert. Die Ordnung des Temple of Humanity muss überall in der Welt aufgerichtet werden,
nicht nur in einem Kloster, sondern an jedem einzelnen Wohn- und Arbeitsort!
Wenn
Du das bei Dir zu Hause tust, hast Du etwas Großes erreicht: Zumindest in
Deinem Bereich wird die Welt der Zukunft Wirklichkeit! Jetzt kannst Du stolz
verkünden:
Hier
ist der Himmel auf Erden Wirklichkeit geworden! Hier ist die Neue Welt! (Nikolaus Roerich „Stronghold
of the Spirit“)
Beispiel des Heiligen Baldomer
Nikolaus Roerich „Holy Himalyas“
Um
zu zeigen, dass wir kein weltfremdes Ideal vorstellen, sondern eine Praxis, die
jeder, auch der einfachste Mensch in seinem ganz gewöhnlichen Alltag
verwirklichen kann, wollen wir das Beispiel des heiligen Baldomer
betrachten: Er lebte im 7. Jahrhundert in Frankreich, war Schlosser und betreib
eine Werkstatt mit mehreren Gesellen und Lehrlingen. Über ihn wird berichtet:
Er
betete täglich viel und war emsig in der geistlichen Lesung. Er kannte keine
Zeitverschwendung und lebte nach einer ganz genauen Tageseinteilung, in der
Gebet und Arbeit aufs pünktlichste zu ihrem Recht kamen. Jeden Morgen besuchte
er die heilige Messe. In seiner Werkstatt wurde nicht geschimpft und geflucht,
nicht geklatscht und keine Zoten zum besten
gegeben. Niemals übervorteilte er seine Kunden und beschied sich mit mäßigem
Gewinn. Einem Vater gleich nahm er sich der Lehrjungen und Gesellen an. Wie ein
Seelsorger ermahnte Baldomer seine Hausgenossen,
fortwährend Gott zu loben und Ihm zu danken. Wo es nötig war, strafte er auch,
aber nicht aus Zorn, sondern um zu bessern. Er sah in ihnen Menschen mit einer
unsterblichen Seele, die seiner Obhut anvertraut waren und über die einst Rechenschaft
von ihm gefordert würde. Er sorgte für ihre Bedürfnisse, gab ihnen guten Lohn
und nahrhafte Kost und verlangte von ihnen nicht mehr als sie leisten konnten.
Sein Haus war ein Haus des Friedens. (Melchers „Das große Buch der Heiligen“)
Auf
diese einfache, anspruchslose, ganz praktische Weise kann jeder von uns in
Familie und Beruf die Welt der Zukunft gestalten!
Heilige
Deinen Alltag!
4. Du verwandelst jeden Raum, den Du
betrittst, in einen Tempel
Leitgedanke:
Wir erobern die Welt!
„Wie
machen wir das?“
Indem
wir überall die Herrschaft der Mahatmas errichten, ihre Bräuche, Regeln und
Gesetze einführen!
Du
gehst jetzt über Deinen persönlichen Bereich hinaus und verwandelst jeden Raum,
den Du betrittst, in ein Heiligtum: Die Wohnung von Verwandten, Freunden und
Bekannten, das Vereinsheim, den Supermarkt, eine Amtsstube und so fort.
Selbst wenn Du auf den Markt zum Einkaufen gehst, wölbst Du die geistige Ordnung eines Tempels über diesen Ort.

Die
große Kunst, die gewaltige Herausforderung für einen Geistkämpfer lautet:
Überall, an jedem Ort, selbst unter den ungünstigsten Bedingungen einen Tempel,
einen Außenposten von Schambhala zu errichten und zu verteidigen.
Nach
dem Vorbild des Heiligen Johann von Capistran, der es vermochte, selbst das
Heerlager vor Belgrad zu einem Kloster zu machen. (siehe die Sendung „Der Weg des Inneren Tempels“)
„Was
soll ich tun, wenn meine Mitmenschen von einer Klosterregel nichts wissen
wollen?“
Du kannst
die erhabene Schwingung Deines Inneren Tempels überall hin mitnehmen.
Wo
auch immer wir sind, wohin auch immer wir gehen, nehmen wir unsere Zelle mit.
(Hl. Franz von Assisi)
Praktiziere Meditation, und du wirst
finden, dass du in deinem Herzen ein tragbares Paradies birgst. (Yogananda)
Du
ziehst andere behutsam in Dein Paradies hinein. Du lädst sie in diese schöne
neue Welt ein. Du umhüllst sie gleichsam mit dieser heiligen Atmosphäre.
Das
ist überall möglich, wie Jesu Abstieg in die Hölle zeigt. (Doré „La Vallée de Larmes“)
Praxistipp: Lasse Dein Licht leuchten!
Natürlich
kannst und darfst Du die überwiegend unwissenden, trägen und oft sogar
böswilligen Menschen Deiner Umgebung nicht dazu zwingen, sich Deinem Ideal
anzupassen.
Du
kannst aber in jeder, noch in der schrecklichsten Situation Deine goldene Aura
von Reinheit, Weisheit, Kraft, Freude, Licht und Liebe in Deine Umgebung
ausstrahlen. (Nikolaus
Roerich „Fiat Rex“)
Dann
erhöhst Du – so wie eine einzige Frau in einer Männergesellschaft – schon durch
Deine bloße Anwesenheit die Schwingung des Raumes um Dich herum und trägst zu
einer besseren, gesünderen, heiligeren Atmosphäre bei.
Die
Ausstrahlungen eines reinen, irdischen Lehrers erhöhen die Schwingungen von
allem, was ihn umgibt, oft über eine ungeheure Ausdehnung. Dadurch wird nicht
nur der Raum gereinigt, sondern oft werden auch die Feuer der Individuen
entfacht, die den Lehrer umgeben. Aus diesem Grunde galt es in früheren Zeiten
als ein großes Privileg, in der Nähe eines Lehrers zu leben und ihm zu dienen,
da dies die Möglichkeit bot, sich mit seiner Aura zu verbinden. Der Osten
kannte und verehrte diese heiligen Gesetze. Auch jetzt noch gilt es in Indien
als Segen, wenn ein heiliger Mensch sich in der Nachbarschaft ansiedelt. (HR
I/3, 165; Brief vom 09.07.1935)
Bei
dem einen oder anderen Mitmenschen wirst Du so das Höhere Selbst berühren und
ihn dazu anregen, es zu entfalten. Mehr können wir einstweilen nicht tun.
Die
Menschen können, jeder einzeln, streng ethisch handeln und dadurch eine gesunde
Ausstrahlung erzielen. (Br II, 306)
6. Schritt:
Verwandlung und Erhebung verbreiten
Wenn
Du die erhabene Welt eines Tempels in Deinem Herzen errichtet, wenn Du Deinen
Wohn- und Arbeitsort zu einem Heiligtum gemacht hast, lebst Du in einer höheren
Ordnung, in einem Paradies, in dem Frieden und Feierlichkeit herrschen.
1. Höhere Kultur verbreiten
Jetzt
verlässt Du dieses Bollwerk und gehst in die Welt, unter Menschen. Dann bist Du
automatisch, Deinem Wesen nach, ein Repräsentant dieser höheren Kultur.
Das
ist, als ob es einen Außerirdischen von einer höheren Zivilisation auf einen
niedrigeren Planeten oder einen griechischen Philosophen unter Barbaren
verschlagen hat.
Leitgedanke:
Deine natürliche Aufgabe ist,
Deinen Mitmenschen zu helfen,
ihre Lebensweise zu verbessern
Die
Bruderschaft sendet Boten aus, um das kulturelle Niveau auf der Erde zu
erheben. Sei auch Du ein solcher Abgesandter und Bevollmächtigter!
Beispiel Wüstenprinzessin
„Kannst
Du ein praktisches Beispiel geben?“
Im
Jahr 1870 begegnet die französische Dame Aurélie Picard einem arabischen
Prinzen, heiratet ihn und folgt ihm in seine Heimat, die Sahara. Dort stößt sie
auf primitive Verhältnisse und kann gar nicht anders, als ihre französische
Zivilisation einzuführen: Das Haus wird gründlich gereinigt, Sand und
Ungeziefer hinausgeschafft; man isst nicht mehr auf dem Fußboden mit den
Händen, sondern am Tisch mit Messer und Gabel. Die Wüstenprinzessin sorgt
dafür, dass im Dorf kein Müll mehr auf die Straße gekippt wird. Sie heilt
Kranke und richtet eine Schule für die Kinder ein. Rund um den neu errichteten
Palast Kourdane macht Frau Picard die Wüste urbar und
verwandelt sie in einen blühenden Garten. Über ihr abenteuerliches Leben dort
erzählt der Bestseller „Die Wüstenprinzessin“ von Roger Frison-Roche
(französisches Original mit dem Titel „Djebel
Amour“).
Ähnlich
musst Du Deine Arbeit für die Neue Welt verstehen: Ganz praktisch auf
Verbesserung, Verschönerung und Erhebung des alltäglichen Lebens ausgerichtet!
2. Verwandlung und Erhebung verbreiten
„Mein
lieber Tsong, das ist wieder einmal eine deiner hochfliegenden Phantasien. Ich kleines Licht soll mich als Begründer einer
neuen, höheren Kultur betätigen? Der Weg der großen Seele, von dem du immer so
herausfordernd sprichst, ist zu hoch für mich!“
Gut,
dann wollen wir weiter unten beginnen und den Weg der kleinen Seele
beschreiten. Du erinnerst Dich:
Beispiel Mikao Usui
Wir
hatten schon mehrfach über einen modernen Heiligen, den Japaner Mikao Usui gesprochen (Sendung „Wir erbauen die Welt der Zukunft“). Er
suchte die Slums von Kyoto auf, um dort Reiki (psychische Energie) zu spenden
und so das Los der Armen und Leidenden zu lindern. Daraus hat sich die
Reiki-Heilmethode entwickelt und weltweit verbreitet.
Dieses
Beispiel zeigt Dir eine ganz bescheidene und einfache
Möglichkeit auf, um Deinen Beitrag zur Verbesserung der Welt zu leisten.
*****
Du
musst dafür gar nicht in die Slums gehen. Kaum dass Du Deinen Meditationsraum
verlassen hast, wirst Du im alltäglichen Leben, in der eigenen Umgebung, in
Deiner Familie, unter Verwandten, Freunden, Bekannten und Arbeitskollegen, an
jedem Tag jemandem begegnen, der Not leidet, dessen Schwingung abgestürzt ist
und der dringend der Erhebung bedarf.
Du
bist gerade erst von der hohen Warte Deiner reinen, heiligen Welt
herabgestiegen, als an der Schwelle auch schon Bedürftige auf Dich warten, die
Deinen Rat und Deine Hilfe suchen. (Nikolaus Roerich „Von Jenseits“)
Diese
Mitmenschen wieder aufzurichten ist Deine schönste Aufgabe!
Hören
wir eine große Lebensweisheit:
Lass
nicht zu, dass jemand zu dir kommt, ohne besser und glücklicher wieder zu
gehen. (Mutter Teresa)
„Wie
kann ich das bewirken?“
Leitgedanke:
Du führst mit dem Leidenden die
Übungen
„Verwandlung in einen
Unsterblichen“
und „Erhebung in den Feurigen
Zustand“ durch
So,
wie wir sie am Anfang dieser Sendung besprochen hatten. Du lernst diese Praxis
erst selbst und zeigst sie dann anderen.
Er weiß, wie schwierig es ist, sich unter Tigern zu
erheben und andere in die höheren Sphären zu führen. Aber das ist die Arbeit
jener, die mit der Neuen Welt beginnen. Denn sogar der Anfang muss bemerkbar
sein. (Herz 292)
Hier
ist der Ausweg aus dem Tal der Tränen:
Zunächst
müssen die Leidenden und Hilfsbedürftigen sich erheben und die geistige Haltung
eines Unsterblichen einnehmen.
Erst
dann ist ihre geistige Kraft, die psychische Energie frei und kann mit ganzer
Macht wirken.
Erst
dann, in einem Zustand von hoher Schwingung, überlegen hoch über der Situation
stehend, sollte jemand nach einer Lösung seiner praktischen Probleme suchen,
die je nach den Umständen möglich sein mag oder nicht. Vielleicht lautet die
Aufgabe ja auch nur, unter vielen schlechten Auswegen den relativ gerade noch besten zu finden.
Unter
den Schülern und Nachfolgern Jesu gab es viel Kummer und alltägliche Not. Der
Lehrer half vor allem dadurch, dass er den Geist wieder aufrichtete. Erst wenn
das Gleichgewicht hergestellt war, begann Er, die Lage zu erörtern. (Br II,
151)
„Wie
gehe ich konkret und praktisch vor?“
Du
zeigst Deinem Mitmenschen, dass er eine Seele hat, dass er eine Seele ist, und
wie er unsterblich, unverletzlich, furchtlos und vollkommen frei werden kann.
Wie
Prometheus den Menschen das Feuer, so bringst Du ihnen das unschätzbare
Geschenk der Unsterblichkeit!
Du
lehrst ihn, so zu denken, zu fühlen, zu sprechen und zu handeln, wie seine
Ewige Individualität, wie sein Herz es will: So, dass er nicht das Animalische,
sondern das Göttliche seines Wesens offenbart.
Du
hilfst ihm, den Idealzustand seiner Seele, den Feurigen Zustand von hoher
Schwingung, von Reinheit, Weisheit, Lebenskraft, Lebensfreude und Liebe
herzustellen und aufrechtzuerhalten.
So
leistest Du Deinem Nächsten konkrete, praktische, mitmenschliche Hilfe! (Schnorr von Carolsfeld „Der barmherzige
Samariter“)
So
lässt Du das fruchtlose Reden und Theoretisieren hinter Dir und schreitest
endlich zur Tat!
Die
frohe Botschaft, mit der Du die Mühseligen und Beladenen (Mt. 11, 28)
wieder aufrichtest, lautet:
Leitgedanke:
Du bist eine Seele!
Du bist unsterblich!
Du bist unverletzlich!
Du bist voller Kraft und Freude!
Möge
diese Methode geistiger Hilfe sich weltweit verbreiten. Unsere Losung, unser
Schlachtruf ist:
Durch
Verwandlung und Erhebung die Seele stärken!
Wie
schafft denn ein Hierarch auf Erden? Indem er alles erhebt, was ihn umgibt. (AY
663)
7. Schritt:
Gemeinschaften bilden
Der
siebente und letzte Schritt zur Erreichung unseres Zieles (der Welt der
Zukunft) lautet: Wir tun uns mit anderen zusammen.
Leitgedanke:
Die Neue Welt ist nur als
Gemeinschaft von Neuen Menschen
denkbar
Wir
können sie nicht jeder einzeln für uns allein errichten.
Prinzipien
wie Wahrheit, Gerechtigkeit, Schönheit und Liebe werden nur in einem
Gemeinwesen verwirklicht.
Also
bemühen wir uns, mit unserem Beispiel auch andere Menschen für den Neuen Aufbau
zu begeistern.
Gib
Dein Feuer weiter!
Bleibe
nicht allein! Verbinde Dich mit anderen, die denselben Weg gehen!
*****
Wir
können jeden Ort der Welt zu einem Tempel machen. Das hängt nicht von den
äußeren Umständen ab, sondern allein von den Menschen, die dort leben. Also
gilt:
Leitgedanke:
Wir können die ganze Welt
in ein Heiligtum verwandeln!
Je
mehr Menschen die sieben Schritte des Neuen Aufbaus in ihrem alltäglichen Leben
praktizieren, desto mehr Stützpunkte oder Niederlassungen der Welt der Zukunft
entstehen an den verschiedensten Orten der Erde.
Solche
vereinzelten Exklaven müssen sich zu Gemeinschaften zusammenschließen.
Mögen
neue Gemeinschaften erblühen, wie neue Quellen in der Wüste. Um jede Quelle
wird zartes Gras ergrünen, und die Rinnsale der Quellen werden sich schließlich
zu einem großen Strom vereinigen. (Gem 226)
Auf
diese Weise können wir mit der Zeit von unten herauf, aus kleinen Kerngruppen
eine Weltgemeinschaft, den Temple of Humanity, die
Neue, von den Mahatmas regierte Welt erschaffen.
So
kann, indem man mit einem Kern beginnt, der Aufbau einer Gemeinschaft bis zur
Weltgemeinschaft führen. (U II, 683 [283])
„Wie
wollen wir konkret vorgehen?“
1. Dorf und Aschram Tabenisi
Nikolaus Roerich „Tibet Himalayas“
Ich
stelle Dir ein großes Projekt vor: Unser Ziel ist, ein Dorf und einen Aschram
mit Namen Tabenisi zu gründen, in dem Agni Yogis mit ihren Familien zusammen leben, zusammen arbeiten
und gemeinsam eine Mustersiedlung der Neuen Welt ins Leben rufen.
Vorbilder
für dieses Vorhaben sind unter anderem die verschiedenen Ökodörfer in aller
Welt und spirituelle Zentren wie Auroville in Indien,
Findhorn in Schottland oder Taizé in Frankreich, in
denen man eine neue, nachhaltige, ethisch reine Lebensweise einübt und vorlebt.
Außerdem
die israelischen Kibbuzim, in denen eine neue, gerechte Form des
gesellschaftlichen Zusammenlebens ausprobiert und praktiziert wird.
Vorbild
ist vor allem Halcyon, Kalifornien, der Ende des 19.
Jahrhunderts unter Leitung eines Mahatmas gegründete Sitz der Gemeinschaft
Temple of the People, der heute noch besteht.
*****
„Was
ist das besondere, das Tabenisi von ähnlichen Projekten unterscheidet?“
Hier
stellt sich eine Gemeinschaft unter die Führung der Mahatmas. Hier gelten die
Gesetze, Sitten, Regeln und Gebräuche von Schambhala.
Leitgedanke:
Unser Gesetzbuch
ist der Agni Yoga
Die
Leitung des Dorfes hat ein Mahatma oder sein Repräsentant inne.
„Das
ist aber ziemlich hoch gegriffen!“
Ja,
solange das noch nicht zu realisieren ist, müssen wir das Mitglied an die
Spitze stellen, das am engsten mit den höheren Stufen der Hierarchie verbunden
ist und daher die beste Gewähr dafür bietet, die Gemeinschaft nach den
Weisungen oder jedenfalls im Geist der Bruderschaft führen zu können.
*****
In
Tabenisi leben wir tatsächlich die geistige Ordnung eines Heiligtums, über die
wir schon gesprochen hatten: Verbindung mit der Höheren Welt, Dienst am
Allgemeinwohl, Dienst am Nächsten und Selbstvervollkommnung. In einer solchen
Gemeinschaft wird die Neue Welt greifbare irdische Realität.
Nicht
mit Worten oder Schriften, sondern mit unserem konkreten, lebendigen Beispiel
einer besseren Welt wollen wir die Mitmenschen dafür begeistern, sich am Neuen
Aufbau zu beteiligen.
Worin
besteht die wahre Hilfe für Unser Werk? Natürlich in der Mitarbeit am Aufbau
Unserer Institutionen. (AY 246)
Gründen
wir, wie die Heilige Birgitta von Schweden in Vadstena,
in zeitgemäßer Form ein „Kloster zur Rettung der Welt“!
2. Gemeinschaft im Geist
Nikolaus Roerich „Morgenstern“
„Wie
stellst Du Dir das konkret vor? Du hattest doch eben selbst gesagt, dass die
Menschen derzeit noch gar nicht reif sind, um physisch in Gemeinschaften unter
der Führung der Mahatmas zusammenzuleben.“
Ja,
solange sich noch kaum jemand findet, mit dem wir physisch zusammenziehen
können und wollen, müssen wir weiter unten beginnen:
Leitgedanke:
Wir bilden zunächst eine virtuelle
Gemeinschaft
Jeder,
der mitmachen will, lebt weiterhin an seinem Heimatort und ist gleichwohl ein
Mitglied der Gemeinschaft. Dorf und Aschram Tabenisi bestehen zunächst „nur“
virtuell, als Idee, als Gedankengebäude in der Feinstofflichen Welt.
„Entfernen
wir uns damit nicht wieder von deinem Vorhaben, eine Mustersiedlung auf der
Erde zu errichten?“
Nein,
gar nicht! Überlege doch einmal: Wie wird alles, was auf dieser Erde besteht,
greifbare, materielle Wirklichkeit? Am Anfang steht immer eine Idee, eine
Vorstellung, ein Traum. Die erste und wichtigste Arbeit aller Pioniere ist,
sich zunächst einmal das Ideal, das später verwirklicht werden soll, möglichst
genau auszumalen und in allen Einzelheiten, Feinheiten und Verästelungen
gedanklich zu definieren.
So
wie ein Architekt, der zunächst Dutzende von immer genaueren Skizzen anfertigt,
bevor er sich an die Arbeit begibt, ein Gebäude zu errichten. (Michelangelo
„Architektonische Studie“)
Das
Ideal, das Urbild des Dorfes und Aschrams Tabenisi in der Geistigen Welt können
wir uns etwa so ausmalen wie diese beiden Gemälde von Nikolaus Roerich:

„Tibet Himalayas“, „Morgenstern“
Bevor
wir viel Zeit, Kraft und Geld aufwenden, um konkrete irdische Häuser zu bauen
und einzurichten, treiben wir unser Projekt zunächst auf der Seelenebene voran.
„Wie
gehen wir vor?“
Bedenke
doch: So sehr würde sich Dein Leben äußerlich gar nicht ändern, wenn Du
physisch nach Tabenisi ziehen würdest! Du würdest weiterhin mit Deiner Familie zusammen leben und Deinen Beruf ausüben wie bisher. Die
nahezu einzige, jedenfalls die wichtigste Änderung Deines Lebens ist:
Leitgedanke:
Die Gemeinschaft versammelt sich
am Morgen, am Mittag und am Abend
im Aschram,
tritt dort vor die Hierarchie hin
und
meldet sich zu Ausbildung und
Dienst
Solange
das Dorf noch keine physische Wirklichkeit ist, beginnen wir mit der
Realisierung unseres Traumes dadurch, dass wir im Geist den Aschram in der
Feinstofflichen Welt aufsuchen und dort gemeinsam vor die Hierarchie hintreten:
Morgens mindestens eine Viertelstunde vor Beginn des
weltlichen Tages, mittags gegen 13:00 Uhr und abends um 20:00 Uhr.
„Was
meinst Du damit ‚den Aschram in der Feinstofflichen Welt im Geist
aufzusuchen‘?“
Unsere
Seelen begeben sich an diesen Ort, in ihre Heimat, während unsere Körper
weiterhin physisch inkarniert auf der Erde weilen (siehe die Sendung „Besuch in
Tabenisi“).
„Was
genau tun wir in diesen Minuten?“
Wir
rufen die Bruderschaft von Schambhala, den Mahatma M und unseren Lehrer an,
senden gute Gedanken in den Raum, verwandeln uns in unsterbliche Geistwesen,
erheben uns in den Feurigen Zustand von hoher Schwingung, nehmen Aufträge für
den Dienst am Allgemeinwohl und Aufgaben für unsere persönliche Entwicklung
entgegen und erhalten im persönlichen Gespräch mit unserem Geistigen Vater
Trost, Kraft, Freude, Erkenntnis, Führung und Hilfe. (Nikolaus Roerich „Der Hintretende“)
Das
kannst Du an Deinem jetzigen Wohnort genauso gut praktizieren – gestärkt durch
das Bewusstsein, dass die anderen Mitglieder von Tabenisi bei sich zu Hause
dasselbe tun.
3. Die 7 Grundpfeiler einer geistigen
Gemeinschaft
Dessau, Georgium „Die Römische Ruine
(Die 7 Säulen)“
Die
weiteren Einzelheiten der höheren Kultur der Zukunft kennen wir aus den
Sendungen über die Neue Welt (Sendereihe „Einführung in Agni Yoga I“, Sendung
15 „Die Neue Welt“). Jedes Mitglied der Gemeinschaft Tabenisi ist bestrebt, sie
so weit möglich an seinem Heimatort verwirklichen.
Jeder
verhält sich dort so, als ob er nicht in Hamburg, New York oder
Neu-Delhi, sondern in einem Häuschen mit Garten in Tabenisi leben würde.
Wir
Tabeneser gehören zusammen, ohne dass wir physisch zusammen
leben müssen.
„Was
verbindet euch zu einer überörtlichen Gemeinschaft?“
Diese
7 Grundpfeiler:
Erster Pfeiler: Die
gemeinsame Lehre: Wir sind alle Agni Yogis. Die Weisungen der Mahatmas in den
Büchern des Agni Yoga bilden die Grundlage unseres Lebens.
Zweiter Pfeiler: Die gemeinsamen Lehrer: Wir
unterstellen uns alle derselben Führung durch die Bruderschaft von Schambhala.
Dritter Pfeiler: Wir bilden
und verteidigen alle dasselbe Bewusstsein: „Ich bin eine Seele“. Wir nehmen in
allen materiellen Verhältnissen die Haltung eines unsterblichen Geistwesens
ein.
Vierter Pfeiler: Wir bilden und verteidigen
alle dasselbe Bewusstsein: „Ich lebe auf der Seelenebene in einem Heiligtum, in
einem Inneren Tempel.“
Fünfter Pfeiler: Wir befolgen alle, jeder an
seinem Ort, dieselben Bräuche, Regeln und Gesetze, nämlich diejenigen, die in
der Bruderschaft gelten. So machen wir aus unserem Wohn- und Arbeitsort einen
Außenposten von Schambhala.
Wir
halten alle dieselbe spirituelle Disziplin ein.
Spirituelle
Disziplin ist die Brücke zwischen unseren Idealen und ihrer Verwirklichung.
Disziplin
ist der Anfang von allem. (BGM II, 250 [253])
Sechster Pfeiler: Wir führen alle dieselben
geistigen Übungen durch, von denen die wichtigsten sind: Erlangen und
Aufrechterhalten des Feurigen Zustands, Leben in ständiger Gegenwart des
Lehrers und Teilnahme am Leben der Höheren Welt.
Siebenter Pfeiler: Wir verfolgen alle dasselbe
Ziel: Den Neuen Aufbau, die nächste Evolutionsstufe, den Neuen Menschen der 6.
Rasse und die Neue Welt.
4. Anschluss an die Gemeinschaft Tabenisi
Nikolaus Roerich „Zwenigorod“
Du
bist herzlich eingeladen, Dich unserer Gemeinschaft anzuschließen und Mitglied
zu werden.
„Was
muss ich dafür tun?“
Nimm
auch Du diese 7 Grundpfeiler an und praktiziere sie in Deinem alltäglichen
Leben! So wirst Du zu einem der unseren – selbst über weite Entfernung hinweg.
Der
Neue Aufbau beginnt auf der Seelenebene!
Das
ist an jedem Ort zu jeder Zeit unter beliebigen Bedingungen möglich. So bilden
wir über die Grenzen von Materie, Raum und Zeit hinweg eine Gemeinschaft!
Das
Experiment der Annäherung von Herzen über Entfernung hinweg erwartet seine
Arbeiter. (Herz 339)
Leitgedanke:
Gemeinschaften von Menschen der
Zukunft
benötigen keine steinernen
Klöster,
sie tragen den Tempel im Herzen;
das genügt
Wenn man das Kloster im Herzen
trägt, ist es gleichgültig, ob das Klostergebäude vorhanden ist oder nicht. (Starez Theophan)
Mehr
zu unserer gemeinsamen Praxis findest Du in der Sendung „Besuch in Tabenisi“.
*****
Die
beste Vorbereitung auf die Neue Welt, auf die physische Gründung eines Agni
Yoga Dorfes (und um zu erproben, ob diese höhere Lebensweise überhaupt Deinem
Wesen entspricht) ist: Wir nehmen zunächst einmal virtuell, im Geist, in der
Feinstofflichen Welt am Leben einer solchen Gemeinde teil.
So
lenken wir die Aufmerksamkeit der Bruderschaft auf uns.
So
ziehen wir die Möglichkeit der materiellen Verwirklichung unseres Ideals an.
Ein
neuer Aufbau zieht natürlich die am nächsten stehenden
Bewusstseine an. (AY 254)
Jede gesunde Umwandlung des Lebens wird bemerkt und
unterstützt werden. (AY 175)
Leitgedanke:
Eine Gelegenheit für die physische
Realisierung unseres Traumes
kann sich jeden Tag bieten.
Dann müssen wir bereit sein!
Wenn
Du Dich an dem Projekt Tabenisi beteiligen und gemeinsam mit uns den Neuen
Aufbau voranbringen willst, lade ich Dich ein, in unserer Tabenisi Praxisgruppe
mitzuarbeiten, siehe:
Für
weitere Informationen schreibe eine E-Mail an
Wir
enden wir mit einem Aufruf des Meisters, der gleichzeitig ein Programm und eine
Arbeitsanweisung ist:
Helft,
Mein Land aufzubauen! (BGM II, 231)
„Kannst
Du zum Abschluss noch einmal kurz zusammenfassen: Was wollen die Mahatmas, das
ich tun soll?“
Dein Leitgedanke für jeden neuen
Tag ist:
Du trittst als Neuer Mensch auf,
als Wesen einer höheren
Evolutionsstufe,
wie ein Zweibeiner unter
Vierbeinern.
Du erschaffst die Neue Welt,
indem Du jeden Raum, den Du
betrittst,
in ein Heiligtum verwandelst.