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SENDEREIHE

 

EXPERIMENT  UNSTERBLICHKEIT

 

SENDUNG  2 

 

Wie erkenne ich meine Seele?

 

 

Meine Damen und Herren,

 

in der letzten Sendung haben wir uns einen Überblick über das „Experiment Unsterblichkeit“ verschafft, über unser Projekt, Unsterblichkeit zu erlangen. Jetzt wollen wir Stufe für Stufe mit der Durchführung dieses gigantischen Vorhabens beginnen.

 

Der erste Schritt ist: „Erkenne dich selbst“ – das heißt, dein geistiges Wesen, deine Seele.

 

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Es ist von größter Wichtigkeit, dass Sie nicht unbesehen glauben, was ich Ihnen erzähle. Es hilft nichts, nur Dogmen oder Formeln nachzubeten wie: “ich glaube an das ewige Leben.“

 

Man muss verstehen, dass es nicht Unser Brauch ist, blinden Glauben zu fordern. Was wäre der Nutzen solch einer Forderung, wenn Beobachtung und Aufmerksamkeit bessere Ergebnisse zeitigen?! (Br I, 256) 

 

Sie müssen selbst spüren, dass Sie neben dem Körper auch noch eine Seele haben. Darüber, wie Sie eine solche Erfahrung machen können, wollen wir jetzt sprechen.

 

Es ist entsetzlich, sich vorzustellen, dass einerseits zu blindem Glauben genötigt und gleichzeitig Erkenntnis verboten wird! (Br II, 376)

 

 

1. Die Matrix

 

Sie kennen den Film „Matrix“, diese moderne Version von Platons „Höhlengleichnis“? Ein brillanter Streifen! Er zeigt uns die Menschheit als versklavt in einem Gefängnis von falschen Vorstellungen. Die Gitterstäbe befinden sich in unseren eigenen Köpfen!

 

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Uns heutigen wirklichen Menschen geht es nicht besser:

 

Wissen Sie, was das größte Hindernis für den weiteren Aufstieg der Menschheit, für die Überwindung der allgegenwärtigen Unwissenheit und für die Bekämpfung von Not und Leid ist?

 

Die Beschränkung unseres Denkens auf das Materielle, das Sichtbare! Die Menschen weigern sich, die unsichtbare, nicht greifbare, die geistige Seite der Wirklichkeit anzuerkennen. Sie beschränken sich selbst auf die physische Welt, die aber nur eine Hälfte der Realität ist.

 

Die Vorstellung der Menschheit über die Welt ist von der Wahrheit weit entfernt. (U II, 787) 

 

Indem Sie die andere Hälfte ausklammern, verbannen Sie sich selbst in eine illusionäre Scheinwelt – in eine Matrix. Sie müssen falsch handeln, Sie können gar nicht vorankommen, wenn Sie den wichtigeren Teil der Wirklichkeit überhaupt nicht in Betracht ziehen!

 

Nur ein geringer Teil der Wirklichkeit wird von der Menschheit anerkannt. Die Menschheit verharrt in einer eng begrenzten Wirklichkeit; nach menschlichem Begriff beschränkt sich die Wirklichkeit auf das Sichtbare. (U II, 437)

 

Wir wollen Ihnen hier die andere, die höhere, die geistige Seite der Realität vorstellen - in der Hoffnung, dass Sie Ihre Augen nicht verschließen vor dem, was ist. Natürlich können und wollen wir niemanden zwangsweise aus dem Gefängnis seiner Illusionen befreien. Wir können nur mit dem Finger auf etwas zeigen – sehen muss jeder von Ihnen selbst.

 

Welche Vervollkommnung kann durch Erkennen der Wirklichkeit erlangt werden! Diese Wirklichkeit muss in den Vordergrund gestellt und als ein völlig realer Begriff bestätigt werden; dann wird sich die Umwelt bis zur Unkenntlichkeit verändern. Bei genauester Beobachtung wird Wirklichkeit das Bewusstsein erweitern. (AY 590) 

 

Die Erweiterung des Bewusstseins über den materiellen Bereich hinaus beginnt am besten bei uns selbst: Unser eigenes Wesen sollten wir eigentlich am leichtesten erkennen können.

 

Wenn Sie sich selbst erkennen, erkennen Sie die ganze Welt. Wenn Sie das Göttliche in Ihrem eigenen Inneren spüren, werden Sie auch das Göttliche in der umgebenden Welt finden.

 

 

2. Das andere Ich

 

Wie sagt der Dichter Ödön v. Horvath:

 

Eigentlich bin ich ganz anders, ich komme nur so selten dazu.

 

Das ist eine Wahrheit, die Sie alle kennen. Jeder von Ihnen spürt: Es ist etwas Höheres in Ihnen verborgen: Ein Wesen, so kindlich rein, so priesterlich, so königlich, so göttlich - mit einer Macht, die „Bäume ausreißen“ und „Berge versetzen“ kann.

 

 

3. Superman

 

Sie kennen den Comic Superman? Den kleinen, unscheinbaren Angestellten Clark Kent, der sich bei Bedarf in einen mächtigen Helden verwandelt und die Welt vor allen möglichen Katastrophen rettet?

 

Sie fühlen es doch selbst: Auch in Ihnen steckt ein solcher Gigant! Auch in Ihrem Inneren schlummert ein Potential von gewaltigen Kräften, das Ihnen die großen Taten ermöglicht, von denen Sie träumen!

 

Der Comic ist nur deswegen so erfolgreich, weil er in jedem von uns eine Saite zum Klingen bringt – weil er an etwas rührt, das tief in uns verborgen liegt.

 

 

4. Aschenputtel

 

Oder denken Sie an Aschenputtel, geradezu einen Archetypus der Menschheit: Fühlen nicht auch Sie sich manchmal vollkommen fehl am Platz in Ihrer Lebenssituation - wie ein vernachlässigtes Stiefkind, dessen wahre Bestimmung es ist, eine Königin zu sein?

 

Es ist von höchster Wichtigkeit, dass Sie dieses Gefühl nicht als Illusion abtun, sondern ernstnehmen. Die tiefe Sehnsucht danach, Ihr höheres Potential zu erschließen, weist den richtigen Weg.

 

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Hin und wieder gelingt es Ihnen, Ihr höheres Ich zum Ausdruck zu bringen. Dann erfüllt Sie eine tiefe Freude - weil Sie das Große, das Ewige, das Göttliche Ihrer Natur gelebt und das Tierische überwunden haben.

 

Sie sind viel größer, als Sie denken und im Alltag verwirklichen.

 

 

5. Erkenntnis des Herzens

 

Natürlich können wir die Existenz der Seele nicht mit den Methoden der klassischen Physik oder Chemie nachweisen. Trotzdem ist es vollkommen wissenschaftlich, wenn wir jetzt daran gehen, die Wirklichkeit im Wege der Beobachtung und der Erfahrung zu erforschen. Wir sind keine Spinner, Mystiker oder Okkultisten – wir sind Wissenschaftler!

 

Wir möchten, dass das Überirdische auf wissenschaftlichem Weg erkannt wird, dem Weg der Beobachtung und Erforschung. Für solche Errungenschaften muss der Mensch das Bewusstsein vertiefen und das Denken heben. (Br II, 592)

 

Es geht darum, vorurteilsfrei zu betrachten und zu sehen, was ist – nicht mehr, aber auch nicht weniger.

 

Wir müssen dafür die Methoden der klassischen Naturwissenschaften um das Gefühlswissen des Herzens erweitern.

 

Es wird eine göttliche Wissenschaft geben. Das Überirdische wird sichtbar werden und das irdische Leben dadurch überirdisch. (Br II, 591)

 

Wie sagt Saint-Exupéry im „Kleinen Prinzen“:

 

Man sieht nur mit dem Herzen recht; das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.

 

Lassen Sie sich diesen Satz einmal auf der Zunge zergehen. Erfassen Sie überhaupt seine ungeheure Tragweite? Das Wesentliche, das was wirklich zählt in Ihrem Leben, ist nicht sichtbar und nicht greifbar – und daher nicht mit dem Intellekt, sondern nur mit dem Herzen erkennbar.

 

Die Augen und Ohren kann man täuschen, doch nichts kann das Herz irreführen. Ich sehe mit dem Herzen und höre mit den Herzen, und nichts Unreines wird das Herz berühren. (AY 520) 

 

Das gilt vor allem für geistige Realitäten wie Liebe, Treue oder Schönheit, für die Unterscheidung zwischen Gut und Böse - und für die Seele.

 

Öffnen wir also unser Herz und sehen wir uns einige alltägliche Situationen an, in denen Sie Ihr Innerstes und Edelstes mit einer Gewissheit spüren, die höher ist als alle Vernunft.

 

 

6. Musik

 

Wenn Sie die Musik der großen Meister hören: Spüren Sie dann nicht die Existenz von etwas Größerem in Ihrem Inneren? Von etwas Lichtem, das Ihnen Mut zuspricht? Von etwas in seinem Kern Unverletzlichen, das Ihnen Kraft gibt, um auch das schlimmste Unglück mit einem Lächeln zu meistern?

 

Erkennen Sie nicht mit Stolz, mit Wut und mit Scham, dass in Ihnen ein unschuldiges, kindlich-reines Wesen wohnt, dem Sie leider nur allzu selten Ausdruck verleihen, dessen Stimme Sie unter den scheinbaren Zwängen der materiellen Existenz unterdrücken?

 

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Vor allem Mozart beschwört immer wieder das herrliche Bild einer besseren Welt, einer höheren Sphäre herauf - der Heimat unserer Seele. Seine Musik lehrt uns, dass in jedem Menschen ein Engel verborgen, verschüttet liegt, der darauf wartet, erweckt zu werden.

 

Fühlen Sie nicht beim Verlassen des Konzertsaales: Wer mit dem überlegenen Geist erfüllt wäre, der aus einer Symphonie Beethovens oder Bruckners spricht, könnte alle Widerwärtigkeiten des irdischen Alltags siegreich überwinden! Eine wahre Macht kommt da zum Vorschein, die in Ihrem eigenen Inneren liegt.

 

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Die Musik lässt uns tatsächlich größer werden: Wir betreten den Konzertsaal niedergedrückt von der Last das Alltags – wir verlassen ihn mit erhobenem Haupt in dem neu belebten Bewusstsein unserer Majestät und Würde.

 

Die Musik lässt uns unser wahres Ich erleben, das königliche, priesterliche Wesen, das wir eigentlich sein sollen, das so viel größer ist als unsere kümmerliche materielle Existenz. Sie spricht den göttlichen Kern in unserem Inneren an.

 

Nicht umsonst sind die Konzertsäle besser gefüllt als die Kirchen: Hier kann man wirklich erfahren, wovon die Priester nur viele Worte machen.

 

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Alle wahre Kunst, die großen Werke der Literatur, der Malerei und der Skulptur bringen die geistige Seite der Wirklichkeit zum Ausdruck, die wir nur mit dem Herzen erfassen können.

 

 

7. Natur

 

In der Natur: Fühlen Sie nicht Ihre Verwandtschaft mit jeder Blume und jedem Baum, mit den Sternen, mit dem Meer und den Wolken, mit jedem Stein, ja sogar noch mit dem winzigsten Sandkörnchen?

 

Worauf beruht dieses wunderbare Gefühl? Darauf, dass nicht nur Sie selbst, sondern die gesamte Schöpfung „beseelt“ ist, dass derselbe göttliche Geist wie in Ihnen, so auch in aller übrigen Materie wohnt.

 

Die alte, knorrige Eiche ist Ihr kleiner Bruder, der funkelnde Kristall Ihre kleine Schwester! Beide haben Seelen genau wie die Ihrige – nur kleinere, noch nicht so hoch entwickelte.

 

 

8. Liebe

Auguste Rodin „Der Kuss“

 

Was geschieht, wenn Sie lieben? Dann berührt Ihr höheres Selbst das verwandte engelgleiche Wesen, das sich hinter der unscheinbaren körperlichen Fassade des Geliebten verbirgt.

 

Bei wahrer Liebe werden Seelen zueinander hingezogen, nicht Körper!

 

Vielleicht nur für einen winzigen lichten Moment sehen Sie etwas Wunderbares. Etwas, das die anderen nicht sehen, weil es im Inneren des Geliebten verborgen ist: Das Ewige, den göttlichen Kern.

 

 

9. Aura

 

Auch diejenigen von Ihnen, die sich nicht als Esoteriker ansehen, wissen: Jeder Mensch hat seine ganz eigene Aura. Sie können das Wesen eines anderen sofort intuitiv erfassen in der Sekunde, in der er den Raum betritt.

 

Es ist nicht der Körper, der leuchtet. Was Sie da spüren, sind die Emanationen seiner Seele.

 

Natürlich hat auch der Körper eine gewisse Ausstrahlung, die sich aber auf die physische Seite beschränkt: groß oder klein, dick oder dünn, stark oder schwach, geschickt oder ungeschickt.

 

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Eine viel stärkere Ausstrahlung hat das geistige Wesen:

 

Sie spüren unbedingt, im ersten Moment, ob Sie eine kleine oder eine Große Seele, einen bedeutenden oder einen unbedeutenden, einen weisen oder einen unwissenden, einen positiven oder einen negativen, einen heiteren oder einen niedergeschlagenen, einen freundlich oder feindlich gesinnten Menschen vor sich haben.

 

All dies und noch vieles mehr sind Charakteristika nicht des Leibes, sondern der Seele.

 

 

10. Gebet und Meditation

Nikolaus Roerich „Tsong kha-pa

 

In Gebet oder Meditation macht das irdische Dasein des Körpers eine Pause. Jetzt erwacht die Seele zu ihrem Leben. Jetzt kann sie sich entfalten. Auch sie hat ihre Bedürfnisse, denn der Mensch lebt nicht vom Brot allein (Mt 4, 4). Ihre Seele empfängt aus der Verbindung mit den höheren Sphären Trost, Kraft und Erkenntnis.

 

Es sind die edelsten Momente, in denen das Göttliche in Ihnen mit dem Göttlichen in anderen Sphären auf rein geistigem Wege kommuniziert.

 

 

11. Gewissen

Rembrandt „Hl. Matthäus und der Engel“

 

Ihr höheres Wesen spricht zu Ihnen als Gewissen. Es rät Ihnen, die Gesetze der geistigen Welt zu befolgen, ethische Maßstäbe an Ihr Handeln anzulegen. Der Körper hat kein Gewissen, er kennt nur die Spielregeln der physischen Welt: Kampf ums Dasein und Genuss.

 

Sie alle wissen, wie die Stimme Ihres Höheren Ich bisweilen im Streit mit den Wünschen des niederen, dem Körper verbundenen Selbst liegt: Eben darum, weil Ihre Seele ein vom Leib verschiedenes Wesen ist!

 

 

12. Tod

Albrecht Dürer „Der Tod“

 

Denken Sie an den Tod eines geliebten Menschen: Wir hegen alle eine geheime, zaghafte, beseligende Zuversicht, dass sein Geist fortlebt; dass er in eine bessere Welt eingegangen ist, wo er seine Arbeit fortsetzt; dass wir ihn eines Tages wiedersehen, wenn unsere Seelen wirklich geistig verwandt sind.

 

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Wir können uns nicht vorstellen, es kann einfach nicht sein, es wäre widersinnig, eine gigantische kosmische Verschwendung, wenn ein so mächtiger Geist wie zum Beispiel der von Goethe, der noch so viel zu entdecken, zu sagen und zu wirken hat, restlos ausgelöscht werden würde.

 

Dieses Empfinden des Herzens weist den richtigen Weg. Wir hoffen nicht nur – wir wissen im Grunde unseres Herzens, dass diejenigen Recht haben, die uns das wunderbare Bild einer ewigen Existenz ausmalen.

 

Einfache, nicht vom Intellekt irregeleitete Menschen spüren diese Wahrheit sehr genau.

 

 

13. Nahtod-Erfahrungen

 

Selbst die Naturwissenschaftler beginnen, sich mit dem vom Körper verschiedenen Wesen des Menschen zu beschäftigen:

 

Sie befragen Patienten, die von der Decke des Raumes herab gesehen haben, wie der Arzt unten ihren Körper wiederbelebte. Solche sogenannten außerkörperlichen Erlebnisse treten z.B. bei Schlaganfällen, Drogenkonsum, epileptischen Anfällen oder in Todesnähe auf. Sie werden neuerdings mit wissenschaftlichen Methoden erforscht.

 

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Die Menschen berichten von einer lichtvollen Welt, die so schön ist, dass sie gar nicht wieder auf die Erde zurückkehren wollten! Es ist nicht der Körper, der diese Welt betrat - der lag derweil auf dem Operationstisch - es ist die Seele!

 

 

14. Sehnsucht nach Wahrheit, Gerechtigkeit, Schönheit und Liebe

 

Die Seele ist nicht von dieser Welt. Die materiellen Dinge befriedigen sie nicht. Sie sehnt sich nach Höherem, nach geistigen Werten. Sie begeistert sich für Ideale wie Wahrheit, Gerechtigkeit, Schönheit und Liebe.

 

Unser höheres Selbst leidet geradezu unter Unwahrheit, Ungerechtigkeit, Hässlichkeit oder Lieblosigkeit – selbst dann, wenn sie gar nicht uns selbst, sondern andere betrifft.

 

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Was hat ein Tier mit seiner noch kaum ausgebildeten Seele, was hat Ihr rein physisches Wesen mit Gerechtigkeit zu tun? Gar nichts! Wie das Vieh denkt es nur ans Überleben, an Fortpflanzung und Befriedigung seiner Begierden, an Fressen und Gefressenwerden, an das Gesetz des Stärkeren, wie es im Dschungel herrscht.

 

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Warum haben wir im Lauf der Evolution diesen primitiven Zustand überwunden? Weil wir unserer höheren Natur gefolgt sind, haben wir in einem gewaltigen Kampf die Herrschaft eines geistigen Prinzips (des Rechts) über rohe Gewalt und überlegene materielle Mittel errichtet.

 

Das beweist: Es wohnt etwas Höheres in uns, das nicht der physischen, sondern der geistigen Welt angehört.

 

Die größte Sehnsucht des Menschen ist, diese göttliche Seite seiner Natur zur Geltung zu bringen. Die höchste Befriedigung erfüllt uns, wenn das einmal gelingt – nicht, wie man uns glauben machen will, wenn wir unsere tierischen Bedürfnisse stillen.

 

 

15. Sehnsucht nach dem Paradies

Peter Wenzel „Adam und Eva im irdischen Paradies“

 

Ihre Seele erinnert sich an die ideale jenseitige Welt, aus der sie kommt – an das Paradies, aus dem sie vertrieben wurde, um auf dem materiellen Plan zu inkarnieren. 

 

Ihre Seele sehnt sich zurück nach den himmlischen Verhältnissen.

 

Ihre Seele strebt danach, die überwältigende Schönheit der überirdischen Ordnung, die sie vor der Geburt selbst erlebt hat, auch hier unten zu verwirklichen: Daher stammt der ewige Traum von der Errichtung des Reiches Gottes auf Erden.

 

 

16. Erweiterung des Bewusstseins

 

Diese Beispiele sollen fürs erste genügen. Sehen Sie jetzt ein bisschen mehr? Hat sich Ihr Bewusstsein um ein paar Millimeter erweitert?

 

Erkennen Sie? Die Seele ist nicht weniger real als der Leib. Sie verneinen doch auch nicht die Wirklichkeit von Gedanken, Gefühlen, Röntgenstrahlen oder Energien, nur weil Sie sie nicht berühren können!

 

Wer seine höhere Natur, das Göttliche in sich leugnet, fällt auf die Stufe der Tiere zurück, die noch kein Bewusstsein ihres geistigen Wesens entwickelt haben.

 

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Man will Ihnen Ihr bestes nehmen! Es ist wahrhaft ein Sieg des Teufels und eine geistige Katastrophe, dass der moderne Mensch unter dem Einfluss der Aufklärung keinen Weg mehr findet, um die Wahrheiten der Vernunft mit den Wahrheiten der Religion – oder des Herzens - in Einklang zu bringen.

 

Wenn wir nur noch unserem Intellekt vertrauen, wenn wir jede geistige Realität zurückweisen – dann fallen wir in Barbarei, werden zu geistlosen Robotern und schaffen uns eine kalte, tote Welt, in der zu leben eine Qual ist.

 

 

17. Eine erste geistige Übung

Nikolaus Roerich "Kanchenjunga"

 

Zum Abschluss der zweiten Sendung fassen wir zusammen:

 

Der erste Schritt auf dem Weg zur Unsterblichkeit besteht darin, dass Sie sich Ihrer eigenen höheren Natur, des in Ihrem Inneren wohnenden geistigen Wesens mehr und mehr bewusst werden.

 

Sehen Sie das als eine geistige Übung an. Sie werden noch eine Reihe solcher Übungen lernen, um Fortschritte auf dem geistigen Pfad zu machen, den wir gemeinsam gehen wollen.

 

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Wenn Sie beginnen, die Erscheinungen der höheren Wirklichkeit in Ihrem alltäglichen Leben unvoreingenommen zu beobachten, werden Sie noch viele weitere Beweise für die Existenz Ihrer Seele finden. Öffnen Sie nur Ihr Herz für die Erkenntnis der Dinge, die Sie zwar nicht sehen, aber mit Ihren höheren, geistigen Sinnen sehr wohl „begreifen“ können.

 

Nichts kann das Verstehen der Unsichtbaren Welt vermitteln, außer ihre wirkliche Empfindung. (Herz 298)

 

Auch am Ende dieser Sendung geben wir Ihnen ein Mantram mit auf den Weg:

 

MANTRAM 2

„Ich erkenne meine Seele!“