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SENDEREIHE

 

„EINFÜHRUNG  IN  AGNI  YOGA“

 

 

 

SENDUNG  3 

 

Erweiterung des Bewusstseins

 

 

Meine Damen und Herren,

 

willkommen zu Sendung 3 unserer Reihe „Einführung in Agni Yoga“!

 

In Sendung 2 hatten wir über die Bedeutung des Bewusstseins gesprochen. Heute fragen wir: Wie können wir unser Bewusstsein erweitern?

 

 

1. Erkenntnis der Wirklichkeit

 

Sie erweitern Ihr Bewusstsein, wenn Sie:

 

Sich neue Horizonte eröffnen, immer mehr von der unermesslichen, bisher nicht annähernd erfassten Wirklichkeit erkennen, immer mehr Scheinbares durchschauen, den Gesichtskreis ständig über das Gewohnte hinaus erweitern, gerade auch das bisher nicht Geschaute schauen, die Grenzen des Verstehens immer weiter hinausschieben, den Bereich des Unmöglichen verringern und den des Möglichen ausweiten.

 

Dadurch erkennen Sie völlig neue Realitäten, die zwar immer schon bestanden und Ihr Leben bestimmt, die Sie aber bislang übersehen haben.

 

Der Mensch ist in Vorurteilen befangen. Er ist vom Augenscheinlichen geblendet. Er kann die Wirklichkeit nicht erkennen. Er denkt, der Apfel falle vom Baum, weil er „oben“ ist und daher „nach unten“ fallen müsse. Dabei gibt es auf einer sich ständig drehenden Erde kein „oben“ und „unten“ (sonst müssten ja unsere Antipoden von der Erde herunterfallen). Erst Newton hat richtig gesehen und die Schwerkraft, die Anziehungskraft der Erde als Grund für die Bewegung des Apfels ausgemacht.

 

Wir denken, die Erde sei eine Scheibe, die Sonne gehe im Meer unter (dabei dreht sich nur die Erde), der Mond sei mal voll, mal halb voll, usw.

 

So überraschend es klingt, so wahr ist es doch: Der entscheidende Schritt zur Erweiterung des Bewusstseins besteht darin, zu sehen, was ist – die Dinge zu sehen, wie sie wirklich sind (und nicht so, wie wir meinen, dass sie sind oder sein sollten.

 

Hören wir ein Zitat aus dem Buch Agni Yoga, § 590: Welche Vervollkommnung kann durch Erkennen der Wirklichkeit erlangt werden! Diese Wirklichkeit muss in den Vordergrund gestellt und als ein völlig realer Begriff bestätigt werden; dann wird sich die Umwelt bis zur Unkenntlichkeit verändern. Bei genauester Beobachtung wird Wirklichkeit das Bewusstsein erweitern.

 

 

2. Erkenntnis der höheren Wirklichkeit

 

In der heutigen Zeit besteht die wesentliche Erweiterung des Bewusstseins, die nächste Stufe der Erkenntnis darin, die höhere, nicht-materielle, nicht sichtbare, nicht greifbare Wirklichkeit zu erkennen.

 

Die Aura eines Menschen, höhere Phänomene wie Pendeln, Wünschelrutengehen oder Gedankenübertragung, die Realität der Höheren, geistigen Welt, ihre Einwirkungen auf unser irdisches Leben und unsere Verbindung mit ihr, Astrologie: Das und vieles andere mehr sind Realitäten, die ebenso wirklich sind wie die materielle Welt, auch wenn wir sie nicht berühren können.

 

Wer diesen Teil der Wirklichkeit nicht sehen will, blendet die Hälfte von dem aus, was ist, – und auch noch die wichtigere Hälfte! Daraus kann nur Leid und Unheil entstehen.

 

 

3. Wissenschaft

 

Wir zögern nicht, Agni Yoga eine Wissenschaft zu nennen. Wir erforschen die höheren, nicht-materiellen Sphären mittels Beobachtung, Experiment und Erfahrung – also auf wissenschaftlichem Weg!

 

Sie benötigen keine ekstatischen Verzückungen. Sie müssen aber auch nicht blind glauben, was die Priester Ihnen erzählen. Sie können sich selbst ein eigenes Bild von der höheren Wirklichkeit machen.

 

Die Erweiterung des Bewusstseins in die geistigen Bereiche hinein ist ein nie endender Arbeitsprozess, bestehend aus ständiger Schulung, Übung und immer weiterer Verbesserung Ihrer Wahrnehmungsfähigkeit.

 

 

4. Religion

 

Mit demselben Recht kann man Agni Yoga eine Religion nennen, denn wir erforschen die jenseitige, geistige Welt und die Verbindung des Menschen mit dieser.

 

Allerdings bricht Agni Yoga mit der unheilvollen Gewohnheit, nur das eigene Bekenntnis anzuerkennen und jeden anderen Glauben zu verwerfen.

 

Unsere Einstellung ist: Es gibt nur eine Wahrheit, denn alle großen religiösen Lehren stammen aus ein und derselben Quelle. Aber es gibt verschiedene menschliche Annäherungen: Die wahre, eine Religion wurde zu verschiedenen Zeiten an verschiedenen Orten in verschiedenen Kulturen an Menschen mit den verschiedensten Bildungsgraden auf jeweils verschiedene Weise offenbart - und jeweils verschieden verstanden – und jeweils vielfach entstellt.

 

Es ist ein schrecklicher, evolutionsfeindlicher und unwissenschaftlicher Irrglaube, zu meinen, religiöse Einsicht dürfe sich über die Jahrtausende nicht verändern. Sie unterscheidet sich nicht grundsätzlich von anderer Erkenntnis. Es würde der Menschheit ein schlimmes Zeugnis ausstellen, wenn wir ausgerechnet auf dem Gebiet der Religion über die Jahrtausende hinweg keine Fortschritte gemacht hätten. Warum soll unser Vermögen, die höheren Dinge zu ergründen, mit zunehmendem Alter und fortschreitender Reife nicht ebenso zunehmen wie alles andere Wissen? Nur Fanatiker lehnen jede Fortentwicklung religiöser Erkenntnis ab.

 

Mit fortschreitender Erweiterung ihres Bewusstseins wird die Menschheit also auch höhere religiöse Erkenntnisse aufnehmen – so jetzt das neue Wissen des Agni Yoga.

 

 

5. Synthese von Wissenschaft und Religion

 

Religion und Wissenschaft waren über Jahrhunderte Gegensätze. Glauben und Wissen schienen sich auszuschließen. Diese Trennung muss überwunden werden.

 

In Wahrheit sind Wissenschaft und Religion komplementäre - das heißt, einander ergänzende Wege der Erkenntnis ein und derselben Wirklichkeit. Die Welt besteht aus Geist und Materie. Daher benötigen wir Wissenschaft und Spiritualität gleichermaßen, um sie vollständig - nicht nur in Teilaspekten - zu erfassen.

 

Wir stimmen dem Wissenschaftler zu, der die Vorstellung von Gott als einem alten Mann mit einem weißen Bart zurückweist; der sich weigert, an naturwidrige Dinge zu glauben. Höhere Erkenntnis darf sich nicht von der Vernunft lösen. Sie ist höher als der Verstand - aber sie darf ihm nicht widersprechen!

 

Wir fordern aber den Wissenschaftler auf, seinen Horizont zu erweitern und auf wissenschaftlichem Weg – durch Beobachtung und Erfahrung – die unsichtbare Realität und die vielfach bezeugten Erscheinungen und Phänomene höherer Art zu erforschen.

 

Agni Yoga ist tatsächlich eine Synthese von Wissenschaft und Religion. Wir arbeiten auf der Basis der Vernunft. Wir erweitern aber die herkömmlichen Forschungswege um die spirituelle, intuitive Herzerkenntnis. Genau wie die Gesetze des Raumes die Gesetze der Fläche erweitern, oder wie Einsteins Relativitätstheorie die klassische Physik ergänzt, ohne dass ein Gegensatz zwischen jüngerer und älterer Erkenntnis entsteht.

 

So wird etwas Neues geboren: Eine göttliche Wissenschaft oder eine wissenschaftliche Spiritualität, welche die Erkenntnis des Menschen auf eine höhere Stufe heben wird.

 

 

6. Verfeinerung der Erkenntnis

 

Der andere Bereich der Realität, die höhere, unsichtbare Wirklichkeit kann nicht mit unseren groben äußeren fünf Sinnen und nicht mit den Methoden der klassischen Physik und Chemie erforscht werden.

 

Um z.B. das Wesen eines Menschen, seine Aura zu erfassen, müssen wir unsere inneren Sinne schärfen.

 

Wenn Sie über die stofflichen Sphären hinaus in den geistigen Bereich eindringen wollen, müssen Sie Ihr Bewusstsein verfeinern - nämlich aufnahmefähig machen für Manifestationen, für Teile der Realität, die subtiler sind als diejenigen, die Sie mit den Augen sehen und mit den Händen berühren können. Je feiner unser Erkenntnisvermögen wird, desto Höheres kann es aufnehmen.

 

Die Erweiterung ist also eine Verfeinerung des Bewusstseins. Agni Yoga lehrt: Je höher, desto feiner.

 

 

7. Herzerkenntnis

 

Das Mittel, das Ihnen diese höhere, feinere Erkenntnis ermöglicht, ist - das Herz. Der Weg der Zukunft liegt darin, die Arbeit der Vernunft durch das Gefühlswissen oder die Herzerkenntnis zu ergänzen. Agni Yoga ist der Yoga des Herzens!

 

Hören wir, was St. Exupéry in „Der kleine Prinz“ sagt: „Man sieht nur mit dem Herzen recht. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

 

Lassen Sie sich diesen Satz einmal auf der Zunge zergehen. Das Wesentliche, das, was wirklich wichtig ist in Ihrem Leben, können Sie nicht sehen und nicht anfassen; Sie können es nur mit Hilfe Ihres Herzens „begreifen“.

 

Liebt Ihr Partner Sie oder will er nur Ihr Geld? Hat Ihr Leben einen Sinn? Hat die Arbeit, die Sie täglich tun, einen Sinn? Was ist Ihre Aufgabe in diesem Leben? Können Sie einem Menschen, der schöne Worte macht, vertrauen, oder ist er in Wahrheit Ihr Feind? Können Sie sich auf einen Politiker verlassen, auf den Rat Ihres Arztes oder Rechtsanwaltes, auf die Stellungnahme eines Wissenschaftlers - oder versuchen alle diese Fachleute, zu Ihren Lasten und auf Ihre Kosten ihr eigenes, egoistisches Süppchen zu kochen?

 

All diese und viele weitere, existentielle Fragen können Sie weder mit Ihrem Verstand noch mit den fünf äußeren Sinnen beantworten, sondern nur mit Ihrem Herzen.

 

Der Verstand kann Fakten sammeln. Er kann für alle möglichen, auch noch die abwegigsten Ansichten Gründe finden. Eine Wertung der unzähligen mehr oder weniger relevanten Gründe vornehmen und eine Entscheidung treffen – das kann nur das Herz. Ohne Herzensbildung, ohne ein sicheres Gefühl für die Dinge, die nicht sichtbar und nicht greifbar sind, sind Sie vollkommen orientierungslos und gehen einen Holzweg nach dem anderen.

 

Die Erkenntnis des Herzens ist subjektiv, aber deswegen noch lange nicht willkürlich. Man kann sich über diese Erkenntnisse genauso austauschen und verständigen wie über die Ergebnisse, die der Verstand erzielt.

 

 

8. Bedingungen der Herzerkenntnis

 

Es gibt zwei grundlegende Bedingungen der Herzerkenntnis: Reinheit und Feinheit.

 

Nur ein reines Herz kann das Höchste erkennen. Das heißt vor allem: Ein von Egoismus ungetrübtes Herz; ein Herz, das im Interesse des Allgemeinwohls auf die Suche geht und nicht nach persönlichen Vorteilen strebt.

 

Und die Erkenntnisse, die über unsere groben, äußeren Sinne hinausgehen, werden nur einem feinen, empfindsamen Menschen zuteil.

 

Der herkömmliche, rein intellektuell arbeitende Wissenschaftler konnte tatsächlich leben wie ein Schwein und trotzdem beachtliche Ergebnisse zutage fördern. Dagegen muss sich der neue, spirituelle Forscher um Läuterung und Verfeinerung seines ganzen Lebens und seines Erkenntnisapparates – seines eigenen Organismus, seiner Sinne, seines Herzens – bemühen. Ein grober Klotz wird auf diesem Gebiet nicht vorankommen.

 

Wir müssen tatsächlich reiner und feiner leben, wenn wir höhere Erkenntnis erlangen wollen.

 

 

9. Das Zeitalter der Frau

 

Agni Yoga spricht von der kommenden Epoche als dem Zeitalter der Frau. Warum?

 

Die Frau ist normalerweise feiner, empfindsamer und der höheren Wirklichkeit näher als der Mann. Erleben wir Männer nicht immer wieder, dass unsere Frauen uns auf Feinheiten aufmerksam machen, die uns glatt entgangen sind? Die Frauen sind den Männern in Herzensbildung voraus und daher dazu prädestiniert, auf diesem Gebiet die Führung zu übernehmen.

 

Die Frau hat ihre ganz eigene Mission. Sie hat eine engere Verbindung mit der Höheren Welt als der Mann. Daher ist sie die geborene Priesterin. Sie von diesem Amt auszuschließen zeugt von grober Unkenntnis der menschlichen Natur und der kosmischen Gesetze.

 

Es ist nicht die Aufgabe der Frau, es dem Mann in allen Dingen nachzutun, besonders nicht in groben Verrichtungen wie Fußball spielen, Boxen oder Krieg führen. Sie soll den Mann auf geistigem Gebiet erheben und führen.

 

Es geht hier nicht um Feminismus. Es geht um das weibliche Prinzip, das in beiden Geschlechtern steckt. Es in den meisten Männern aber noch wenig entwickelt, weil sie sich bisher auf die äußeren Aspekte, die den Intellekt fordernden Aufgaben konzentriert haben, wie das Bauen von Häusern oder Brücken.

 

 

10. Anwendung der Herzerkenntnis

 

Sehen wir uns einige sogenannte „höhere Phänomene“ an, die wir als ganz normale Wirklichkeit erkennen, studieren und anwenden sollten:

 

Unbestreitbar wirksam und seit Jahrtausenden erprobt sind weiter Praktiken wie Wünschelrutengehen oder Pendeln. Offenbar gibt es noch nicht erforschte Strahlungen, die von Wasser und von kranken Organen ausgehen, die ein feinfühliger Organismus erspüren kann.

 

Ähnlich verhält es sich mit den von Rupert Sheldrake (übrigens ein echter Pionier der neuen, spirituellen Wissenschaft!) erforschten morphogenetischen Feldern: Diese bewirken, dass Ratten in New York einen Trick schneller lernen, wenn dieser anderen Ratten in Japan früher schon einmal beigebracht worden ist. Es gibt also offenbar ein „Geistfeld“ um die Erde herum (der Fachausdruck lautet: Akascha-Chronik), in dem das gespeichert und abrufbar vorhanden ist, was die Lebewesen auf der Erde sich angeeignet haben.

 

Ein weites, zukunftsträchtiges Arbeitsgebiet ist die Astrologie – eines der wichtigsten Beispiele für die neuen, feinstofflichen Wissenschaften. Die meisten spüren bereits den Einfluss des Mondes, besonders bei Vollmond. Warum sollen besonders feinfühlige Menschen nicht eines Tages auch die Einwirkungen des Jupiter oder des Saturn spüren können? Viel Unwohlsein, das uns heimsucht, hat seine Ursache in Strömen kosmischer Energie. Ein guter Astrologe muss einerseits die Verstandeswissenschaften beherrschen (insbesondere Astronomie und Mathematik für die Berechnung der Planetenstände); andererseits muss er ein hohes Gefühlswissen des Herzens haben, denn ohne dieses ist eine Deutung und Anwendung der wissenschaftlichen Fakten auf eine bestimmte Person oder Situation nicht möglich.

 

Schließlich wollen wir die Experimente mit Gedankenlesen und Gedankenübertragung erwähnen, mit denen sich bereits die Wissenschaft der Parapsychologie beschäftigt. Auch hier gibt es viele Beispiele, wie sensible Menschen Ergebnisse erzielt haben, die unmöglich Zufall sein können. Agni Yoga gibt eine Fülle von Hinweisen, wie wir auf diesem Gebiet weiterkommen können.

 

 

11. Übungen zur Erweiterung des Bewusstseins

 

Wollen Sie selbst auf dem Gebiet der höheren Realität auf Entdeckungsreise gehen? Dann gibt es eine Vielzahl von Übungen, mit denen Sie beginnen können, Ihr Bewusstsein zu erweitern und zu verfeinern:

 

Die Aura hatten wir schon erwähnt. Sie ist die Manifestation unseres geistigen Wesens, nicht sichtbar und nicht greifbar, doch unbestreitbar real: Jeder von Ihnen spürt die Aura eines Menschen, der einen Raum betritt. Bemühen Sie sich, dieses Gespür im Alltag zu üben, zu verfeinern und weiterzuentwickeln. So werden Sie mit der Zeit lernen, die Menschen, denen Sie begegnen, richtig einzuschätzen.

 

Darüber hinaus werden Sie finden, dass auch Gegenstände (z.B. Kunstwerke oder alte Möbel) und Orte (eine gotische Kathedrale, ein Schlachtfeld, ein Zimmer, in dem einstmals ein Mord begangen wurde) eine Aura haben, die zu ergründen wichtig ist.

 

Weiter können Sie die Wirkung von Tönen, Düften und Farben auf Mensch und Umgebung erforschen. Oder die Wirkung von Menschen auf Pflanzen und umgekehrt. Überprüfen Sie, wie der Japaner Masaru Emoto (auch ein Pionier der Göttlichen Wissenschaft), die Wirkung von menschlichen Gedanken oder von Musik auf Wasser (Die wohltuende Wirkung guter Gedanken auf das Essen, das vor uns auf dem Teller liegt, ist die wissenschaftliche Grundlage für die uralte Praxis des Tischgebetes!).

 

Versuchen Sie, die Botschaft der klassischen Musik zu entschlüsseln. Das ist eine Sprache ohne Worte, die trotzdem jeder Mensch verstehen kann. Haben Sie nicht schon immer gespürt, dass Mozart und Beethoven, Bruckner und Mahler – oder besser: der Geist, der sie inspiriert hat - Ihnen etwas sagen wollen? Prof. George Balan (ein dritter Exponent der neuen, feinstofflichen Wissenschaften) leistet auf diesem Gebiet mit seiner Musicosophia-Schule in St. Peter/Schwarzwald wertvolle Pionierarbeit.

 

Experimentieren Sie mit dem Blick: Können Sie nicht das Wesen eines Menschen aus seinen Augen lesen? Können Sie nicht einen anderen dadurch, dass Sie ihn mit Ihrem Blick von hinten fixieren, dazu bewegen, sich zu Ihnen umzudrehen? Versuchen Sie, ein kleines, fieberndes Kind zu beruhigen, indem Sie ihm die Hand auf den Kopf legen. Erkennen Sie das Wesen Ihres Gegenüber an seinem Händedruck.

 

Zu guter Letzt: Es gibt zahlreiche Fälle höherer Führung: Zum Beispiel die Geschichte von der Frau, die nachts aus einem Alptraum schreiend erwachte und dadurch ihren Mann weckte und aus Todesgefahr rettete, der Hunderte von Kilometern entfernt an der Ostfront kämpfte.

 

Wenn Sie Ihr eigenes Leben vorurteilsfrei betrachten (für die neuen Forscher: am besten in einem Tagebuch protokollieren), werden Sie eine Fülle von höheren Einwirkungen feststellen, die unmöglich Zufall sein können: Da fällt Ihnen ein Buch in die Hand, das eine Frage beantwortet, die Sie vor kurzem gestellt hatten; da werden Sie mit anderen Menschen zusammengebracht, mit denen zusammen Sie eine Aufgabe zu erfüllen haben oder die Ihnen weiterhelfen; da formen sich auf Ihrem Lebensweg Bedingungen, die Sie zwingen, genau das zu lernen, was Ihnen noch fehlt; da stellen Sie im Nachhinein fest, dass ein scheinbar zufälliges Ereignis in Wahrheit notwendig war, um Sie voranzubringen; da werden Sie vor Gefahren beschützt (wie viele Beispiele gibt es aus der Geschichte, dass große Führer gegen Attentate und andere Gefährdungen so lange gefeit waren, wie sie ihre Mission noch nicht erfüllt hatten); da werden Ihnen Zeichen gegeben – übersehen Sie diese nicht!; da tröstet, belehrt und unterstützt man Sie usw. Wer mit offenen Augen feinfühlig durch das Leben geht, kann solche Einwirkungen aus der geistigen Welt fast täglich feststellen.

 

 

12. Keine „Wunder“

 

Kommen wir zum Schluss dieser Sendung: Agni Yoga sagt: Es gibt keine Wunder. Es gibt keine Metaphysik, nur Physik. Es gibt nichts Widernatürliches jenseits, oberhalb oder außerhalb der Natur. Alles, wirklich alles, bis hinauf zu Gott, ist Teil der Natur und unterliegt ihren Gesetzen. Alle höheren Phänomene, auch die sogenannten „Wunder“, die Jesus und die Heiligen getan haben, haben ihre ganz natürliche Erklärung.

 

Sie werden diese Erklärung aber nur finden, wenn Sie mit Hilfe eines feinfühligen Herzens ihr Bewusstsein in den übersinnlichen Bereich hinein erweitern.

 

Beginnen Sie damit am besten noch heute, in Ihrem ganz normalen Alltag! Die weitere Evolution verlangt von uns, dass wir diese Fertigkeit erwerben, und zwar durch Arbeit, Erfahrung und Übung - wie bei jeder anderen Fähigkeit auch.

 

 

Wenn Sie das Thema vertiefen wollen, empfehlen wir Ihnen die Lektüre von

Heft 3 „Erkenntnis der höheren Wirklichkeit“ der „Einführung in Agni Yoga“, zu finden unter www.lebendige-ethik-schule.de/hefte.htm.

 

 

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