AGNI YOGA WEB TV
SENDEREIHE
„EINFÜHRUNG IN AGNI YOGA“
SENDUNG 24
Die
führende Rolle der Frau im Neuen Zeitalter
Liebe
Agni Yoga Freunde,
nachdem
wir zuletzt über „Die geistige Bedeutung des Herzens“ gesprochen hatten, wenden
wir uns jetzt voller Verehrung der Frau zu. Sie hat die Verfeinerung und das
Gefühlswissen des Herzens schon weit entwickelt. Damit weist sie uns allen den
Weg zu einer höheren Stufe der Evolution, zum Neuen Menschen und zu einer
besseren Welt.
1.
Die Epoche der Frau

Nikolaus
Roerich „Mutter der Welt“
Die kommende Ära des Wassermanns ist das Zeitalter
der Frau.
Die
kommende, große Epoche ist eng verbunden mit dem Einfluss der Frau. Die
zukünftige Epoche wird, wie in den besten Zeiten der Menschheit, der Frau
wieder ihren rechtmäßigen Platz an der Seite ihres ewigen Weggefährten und
Mitarbeiters, des Mannes, einräumen. (HR I/1, 28; Brief vom 01.03.1929)
Die
Neue Epoche unter den Strahlen des Uranus wird die
Wiedergeburt der Frau einleiten. Die Epoche Maitreyas ist die Epoche der Mutter
der Welt. (HR II/2, 471, 472; Brief vom 05.04.1938)
Die Heilige Schrift der Neuen Zeit, der Agni Yoga,
ist der Yoga des Herzens und damit des weiblichen Prinzips. (Nikolaus
Roerich „Madonna Oriflamma“)
Der weitere Aufstieg der Menschheit erfordert die
Anerkennung der besonderen Stellung, Rolle und Aufgabe der Frau.
Die Epoche Maitreyas ist die Epoche der Frau. (HR I/3,
106; Brief vom 08.05.1935)
Der Schüler fragt: „Hatten wir nicht gesagt, dass
die Seele geschlechtslos und weder Mann noch Frau ist?“ (siehe die
Sendungen „Das Geheimnis der Unsterblichkeit Teil II: Die neue Identität - Der
Unsterbliche Mensch“ und „Sexualität“)
Ja, wer heute ein Mann ist, ist in früheren
Inkarnationen eine Frau gewesen und wird es in späteren wieder sein.
Der
Geist ist geschlechtlos, das Geschlecht gehört in den Bereich der Formen. Daher
ist jedwede Herabsetzung eines Geschlechts ein Zeichen von Unwissenheit. (HR
II/2, 371)
Die Menschheit ist männlich und weiblich, nicht nur
Mann oder Frau. Man kann kaum sagen, welchem Geschlecht die eigene Seele
angehört. Wenn man genau hinschaut, wird man feststellen, dass selbst der
männlichste Mann eine weibliche Seele hat und die weiblichste Frau eine
männliche Seele. (C. G. Jung)
Der sogenannte „Kampf der Geschlechter“ ist eine
schreckliche Verirrung: Wenn Du Dich an ihm beteiligst, wendest Du gegen Dich
selbst, nämlich gegen Dein eigenes (früheres oder zukünftiges) Geschlecht!
1. Leitgedanke:
Wenn Männer Frauen herabsetzen,
setzen sie sich selbst herab
Ihr
müsst wissen, dass die ganze Herrlichkeit des Kosmos durch den dualen Ursprung
entsteht. Ist es daher möglich, eines dieser beiden Elemente abzuwerten? (HR
I/1, 28; Brief vom 01.03.1929)
Dadurch,
dass Männer Frauen erniedrigen, erniedrigen sie sich selbst! (HR I/1, 28; Brief
vom 01.03.1929)
Wir sprechen daher nicht von jeder einzelnen Frau,
die durchaus unfraulich sein kann, sondern allgemein
vom weiblichen Prinzip.
Natürlich spreche Ich nicht von allen Frauen,
sondern von denen, die Ausdruck der feinsten Energie sind. (Br II, 458)
Diese weibliche Seite ist auch in jedem Mann
verborgen. Sie kann und muss dort erweckt und entwickelt werden.
*****
Die Welt der Zukunft, wird, wie wir schon besprochen
hatten (Sendungen „Wir erbauen die Welt der Zukunft“, „Was kannst Du tun für
eine bessere Welt?“ und „Besuch in Tabenisi, der Neuen Welt“), dadurch
errichtet, dass wir die Prinzipien, die im Himmel gelten, auch auf Erden
durchsetzen: Wahrheit, Gerechtigkeit, Schönheit und Liebe. Diese hohen Werte
werden, wie schon das Altertum wusste, vornehmlich von Frauen verkörpert,
gepflegt, bewahrt und verteidigt:
Die Wahrheit von der Göttin
Veritas oder Aletheia, die Gerechtigkeit von der Göttin
Justitia, Schönheit und Liebe von der Göttin Aphrodite oder Venus. (Venus von
Milo)
2.
Die Frau als Trägerin des Gefühlswissens
„Epoche der Frau“ bedeutet vor allem eines:
Leitgedanke:
Es bricht eine neue Zeit
der Entwicklung des Herzens an
Eine Zeit der Verfeinerung der inneren Sinne, der
Erweiterung des Bewusstseins und des Gefühlswissens. Darüber hatten wir in der
Sendung „Die geistige Bedeutung des Herzens“ schon ausführlich gesprochen.
Die
große Epoche der Frau wird sich durch eine größere Verfeinerung der Gefühle und
des Bewusstseins auszeichnen. (FW III, 116)
Das
Herz der Frau ist meist weiter entwickelt und
feinfühliger als das des Mannes. Sie
versteht es so viel besser, dieses Organ zu nutzen: Für höhere Erkenntnis, zum
Ausströmen von Liebe und für die Verbindung mit der Geistigen Welt.
*****
Jeder Mann erfährt täglich, dass seine Frau Dinge,
zum Beispiel die Besonderheit einer Situation, spürt und erkennt, die er gar
nicht bemerkt.
Wer auf der Welt lehrt dich, die Schönheit zu sehen,
wenn nicht das Auge einer Frau? (Shakespeare)
Insbesondere blickt die Frau hinter die Maske,
hinter den äußeren Schein, und erkennt das wahre Wesen ihrer Mitmenschen. Sie
spürt, was sie denken und was ihre wirklichen Stimmungen und Absichten sind.
Die Frau ist Trägerin des Gefühlswissens
und der Herzerkenntnis!
Wahrlich, die Epoche der Mutter der Welt gründet auf
der Erkenntnis des Herzens. So möge die Frau zum Herzverständnis aufgerufen
sein. (Herz 106)
Erinnern wir uns: Das Gefühlswissen ist unfehlbar
(siehe die Sendung „Die geistige Bedeutung des Herzens“)! Insofern ist die Frau
im Besitz einer ungeheuren Macht!
Die Frau ist Trägerin der Weisheit!
Die „weise Frau“ ist geradezu
ein Archetyp der Volksweisheit, der Märchen und Legenden.
Es ist eine schreckliche Verirrung, wenn fanatische
Männer Frauen mit besonderen Fertigkeiten, die spirituell höher stehen als sie,
verteufeln, verfolgen und verbrennen. (El Greco
„Bildnis des Großinquisitors Cardinal Fernando Niño de Guevara“)
3.
Gleichberechtigung
Es ist eine Schande für die Menschheit, dass selbst
heutzutage immer noch daran gemahnt werden muss, dass beide Uranfänge
gleichberechtigt sind.
Zu
allen diesen Formen des Wahnsinns gesellt sich eine weitere, und zwar die beschämendste: Erneut entbrennt der Kampf zwischen dem
männlichen und dem weiblichen Prinzip. Gerade zu der Zeit, in der Wir auf
gleichen und vollen Rechten bestehen, vertreiben die Diener der Finsternis die
Frauen aus vielen Bereichen, und zwar gerade aus denjenigen, in denen sie den
allergrößten Nutzen beizutragen vermögen. (Br II, 286)
Unermesslicher Schaden entsteht, wenn primitive
Gesellschaften das besondere Potential des weiblichen Teils der Bevölkerung
unterdrücken.
Das
ganze derzeitige und bevorstehende Elend sowie die kosmischen Kataklysmen sind
zum Großteil die Folgen der Unterjochung und Erniedrigung der Frau. Der
furchtbare Verfall der Sittlichkeit, viele Krankheiten und die Degeneration
einiger Völker haben ebenfalls ihre Ursachen in der sklavischen Abhängigkeit
der Frau. Die Frau ist des größten menschlichen Vorrechts beraubt: am
schöpferischen Denken und an kreativer Arbeit in vollem Maße teilzunehmen. (HR
I/1, 28; Brief vom 01.03.1929)
Die Knechtung der Frau führt zum Niedergang des
ganzen Volkes.
Der Heiligen Lehre gemäß begann der Niedergang der
Menschheit mit der Erniedrigung des weiblichen Prinzips. (HR II/2, 373 (Brief
vom 09.08.1937)
Um
das Ziel, alleiniger Herrscher der Erde zu werden, zu erreichen, richteten sich
die Hauptanstrengungen Luzifers auf die Erniedrigung der Frau. Er wusste, dass
mit der Entwürdigung der Frau unvermeidlich die Vergröberung und der Niedergang
der Menschheit einsetzen musste. Es gibt ein sehr altes Sprichwort, das besagt:
”Wo die Frau geehrt und beschützt wird, herrscht Wohlstand und die Götter
freuen sich.” (HR II/2, 471; Brief vom 05.04.1938)
Angemessenheit,
Gleichgewicht, Gerechtigkeit und Harmonie im allgemeinen
und ganz besonders im Verhältnis der beiden Geschlechter sind unverzichtbar für
die weitere Evolution.
Die
Frauenbewegung hat eine besondere Bedeutung für die allernächste Zukunft. Man
darf diese Bewegung nicht als Behauptung einer Vorrangstellung ansehen, sondern
als Herstellung von Gerechtigkeit. Vieles ist über Angemessenheit und
Gleichgewicht gesagt worden; gerade für die Erkenntnis dieses Prinzips muss man
das volle Recht der Frau stärken. Man sollte nicht denken, dass diese Maßnahme
nur zum Nutzen der Frau ist; sie wird zum weltweiten Gleichgewicht beitragen
und ist dadurch für die Harmonie der Evolution unabdingbar. (Br II, 38)
Leider
hat die Kirche eine besonders unrühmliche Rolle bei der jahrhundertelangen
Herabsetzung, ja geradezu Verteufelung des schöneren
Geschlechts gespielt:
Sie
hat der Frau die Schuld an der sogenannten „Erbsünde“, am Sündenfall und der
Vertreibung aus dem Paradies zugeschoben. (Tizian „Der Sündenfall“; Doré „Die Vertreibung aus dem
Paradies“)
Was
für eine absurde Auslegung dieser Bibelstellen! Sie wollen
eigentlich nur symbolisch darstellen, dass die Seele nach einer gewissen
Zeit den Himmel wieder verlassen und auf Erden inkarnieren muss, um ihr Wissen
zu vermehren (nämlich „vom Baum der Erkenntnis zu kosten“), Erfahrungen zu
sammeln und sich weiterzuentwickeln.
*****
Nicht
ein Geschlecht dominant oder gar allein, sondern nur das männliche und das
weibliche Prinzip gemeinsam können die der Menschheit bestimmte Größe
erreichen!
Ihr
hoher Zweck zeigt deutlich an:
nichts
Edler’s sei, als Weib und Mann.
Mann
und Weib, und Weib und Mann,
reichen
an die Gottheit an.
(Mozart
„Die Zauberflöte“) (Jenny „Adam und Eva“; Breker „Apollo und Daphne“)
4.
Die Frau als Priesterin

Böcklin
„Heiliger Hain“
Leitgedanke:
Die Frau ist die geborene Priesterin
Sie
entzündet, hütet und bewahrt das Feuer des Glaubens. (Nikolaus Roerich „Glory to the Hero“)
„Warum
ist die Frau als Priesterin besser geeignet als der Mann?“
Sie
hat eine viel bessere Verbindung zur Höheren Welt als der Mann. Es zeugt von
extremer Unwissenheit, dass die katholische Kirche sie gerade von diesem Amt
fernhält!
Zu allen Zeiten, bei allen Völkern haben Frauen eine
herausragende Rolle im religiösen Kultus gespielt:
Zum Beispiel die biblische Prophetin Deborah (Gustave Doré
„Deborah“),
die Druidinnen der Kelten (Laroche „Die Druidin“, Dieffenbacher „Keltische
Krieger beraten sich mit einer Priesterin“), die Priesterinnen Indiens, Ägyptens und
Griechenlands, die Pythias des Orakels von Delphi,
oder auch die römischen Sibyllen (Michelangelo „Die delphische
Sibylle“)
und Vestalinnen (Marchesini „Weihe einer Vestalin“; Böcklin
„Vestalin“).
Die unheilvolle Trennung der Welten zu überwinden,
die materielle mit der geistigen Sphäre in Harmonie zu bringen, den Himmel zur
Erde herunterzuholen und die Erde näher an den Himmel heranzurücken, ist dem
weiblichen Geschlecht ein Herzensanliegen.
Die Frau ist von Anfang an dazu auserwählt worden,
die beiden Welten zu verbinden, die sichtbare und die unsichtbare. (HR I/1, 29;
Brief vom 01.03.1929)
Die Frau webt den Faden, auf dem die Seelen in den Himmel kommen.

(Nikolaus Roerich „Madonna Laboris“)
Es gelingt der Frau, von der Erde bis hin zu den
fernen Welten Flügel des Lichts zu weben. Sie versteht es, den Kelch in
verschiedenen Atmosphären zu hüten. (Br I, 282)
Ihr verfeinertes Herz ermöglicht der Frau, mit Wesen, Lehrern, Meistern aus Höheren Welten zu kommunizieren und Botschaften von ihnen zu empfangen.

(Gambarelli „Die hl. Katharina betet mit Jesus
das Stundengebet“)
Ein leuchtendes Beispiel dafür ist Helena Roerich, die jahrelang nahezu täglich geistige Gespräche mit einem
Mahatma geführt hat, die in ihren Tagebüchern festgehalten sind und aus denen
schließlich die Schriften des Agni Yoga hervorgingen.
Visionärinnen wie die Heiligen Birgitta von
Schweden, Hildegard von Bingen, Teresa von Avila, Katharina von Siena,
Franziska von Rom und viele andere stehen vor uns als leuchtende Vorbilder für
die höheren Fertigkeiten des Menschen der Zukunft. (Rubens
„Teresa von Avila“, Poussin „Die Vision der Heiligen Franziska von Rom“)
Sie wurden nicht nur mit einzelnen Blitzen der
Erkenntnis, sondern so reich begnadet, dass sie ganze Bücher voller göttlicher
Weisheit niederschreiben konnten.
Der unmittelbare Verkehr mit den Höheren Mächten
muss der Frau übertragen werden. (BGM II, 136)
Die Frau als Weissagerin oder Wahrsagerin ist fester
Bestandteil des Volksglaubens. (Traversi „Die
Wahrsagerin“)
Es ist falsch, immer nur von männlichen geistigen
Lehrern oder Gurus zu sprechen.
Gerade die Frau ist ausersehen, auf
spirituellen Gebiet eine Lehrerin und Führerin zu sein. (Corneille „Aspasia im Gespräch mit
griechischen Philosophen“; „Die Heilige Katharina im Disput mit den 50
Philosophen“, Liebfrauenmünster
Ingolstadt; Heilige Teresa von Avila, Sophia und Louise von Marillac)
Die Frau, die Trägerin des heiligen Wissens, kann zu
einer bewegenden Kraft werden, die mit feurigen Worten die bereiten Seelen
entflammt. (HR I/1, 66; Brief vom 07.10.1930)
Es ist natürlich kein
Zufall, dass die geistigen Grundlagen für das kommende Wassermannzeitalter
gerade von drei Frauen übermittelt wurden:
Die „Geheimlehre“, „Isis entschleiert“ und zahlreiche
weitere theosophische Schriften von Helena Blavatsky, die Tempellehren von
Francia LaDue und der Agni Yoga von Helena Roerich.
Die höchsten Wahrheiten treten dank der Frau ins
Leben. Die Wirklichkeit selbst bestätigt diese Aussage. (Br II, 458)
5.
Die Frau als Hüterin von Schönheit und Kultur

Edward
Burne-Jones „Hero“
Zu allen Zeiten war die Frau die Hüterin nicht nur
des Herd- und des Tempelfeuers, sondern auch des Feuers der Kultur.
Wenn die Frau als Hüterin der Kultur auftritt, wird
das ganze Leben sich verwandeln. (AUM 424)
Hast Du nicht auch schon die Erfahrung gemacht: Eine
einzige Frau in einer Männergesellschaft hebt sogleich das kulturelle Niveau.
Das sogenannte starke Geschlecht reißt sich plötzlich zusammen, schämt sich
seiner Grobheit und enthält sich seiner primitiven, animalischen
Verhaltensweisen.
Die Frau, die nach Wissen und Schönheit strebt, die
ihre hohe Verantwortung erkennt, wird das ganze Niveau des Lebens heben; sie
wird abstoßenden Lastern, die zur Degeneration und Vernichtung von ganzen
Ländern führen, keinen Platz einräumen. (HR I/1, 29; Brief vom 01.03.1929)
Wer sonst macht denn aus einer Männerwirtschaft, die
oft eher einer Raubtierhöhle gleicht, eine gemütliche Heimstatt für die Familie
und einen Hort der Kultur?
Wer sorgt überall, in Haus und Garten, für feinere
Sitten, Gepflegtheit und Schönheit: Beim Aussehen, bei der Kleidung, in den
zwischenmenschlichen Beziehungen, bei der alltäglichen Lebensweise und zu Fest-
und Feiertagen, wenn nicht die Frau? (Monet „Dame im Garten“, Nikolaus
Roerich „Song of the Morning“)
Ich für mich kann bestätigen: Jede Freundin oder
Frau, mit der ich eine engere Beziehung eingegangen bin, hat mir eine höhere
Lebensweise nähergebracht und mich gelehrt, meine Gewohnheiten zu verfeinern.
Es gehört zum Wesen der Frau, die Künste zu hüten
und zu pflegen. (Carlo Dolci „Die Heilige Cäcilie spielt Orgel“)
Aber zufrieden mit stillerem Ruhme,
Brechen die Frauen des Augenblicks Blume,
Nähren sie sorgsam mit liebendem Fleiß,
Freier in ihrem gebundenen Wirken,
Reicher, als er, in des Wissens
Bezirken
Und in der Dichtung unendlichem Kreis.
(Schiller „Würde der Frauen“) (Nikolaus
Roerich „Beneficial Herbs – Vasilisa the Wise“)
Typischerweise haben Frauen eine „grüne Hand“ für
Blumen. (Lewis „Im Garten des Beys“)
Warum ist bei Experimenten mit psychischer Energie
die Beteiligung der Frau so notwendig? Warum ist die Pflege von Blumen durch
die Frau so segensreich? (AUM 428)
In den Händen von Frauen welken Pflanzen langsamer.
(Br II, 458)
6.
Die Frau als Führerin des Volkes

Delacroix „Die
Freiheit führt das Volk“
Die geistige Führung durch die Frau erstreckt sich
nicht nur auf den privaten, kulturellen und spirituellen Bereich.
Eine wirkliche Frau ist eine Königin wie Kleopatra,
die Königin von Saba, Zenobia von Palmyra, Eleonore von Aquitanien, Elisabeth I
von England, Maria Theresia von Österreich, Katharina d. Gr. von Russland,
Elisabeth „Sissi“ von Österreich oder Queen Victoria. (Elizabeth Taylor als Kleopatra, Cabanel „Kleopatra“; Makart „Tod der Kleopatra“; Luca Giordano „Salomon und
die Königin von Saba“; Herbert Schmalz „Königin Zenobia von Palmyra“; Lampi
„Katharina II“; Winterhalter „Kaiserin Elisabeth von Österreich“; James Sant „Queen Victoria“)
Heute ist es die Aufgabe, eine geistig–königliche
Stellung für die Frau zu schaffen. (BGM II, 136)
Ein leuchtendes Vorbild für eine geistliche und
weltliche Anführerin, die inspirieren konnte, weil sie selbst inspiriert war,
ist Johanna von Orléans: Sie leitete aufgrund von visionären Weisungen der
Heiligen Katharina und Margareta sowie des Erzengels Michael die Befreiung
Frankreichs von der englischen Besatzung ein. (Nikolaus
Roerich „Jeanne d’Arc“; Standbild Place des Pyramides,
Paris)
Die Frau muss gerade auch im Staat, in Institutionen
und Wirtschaftsunternehmen Führungspositionen einnehmen. Wenn dort nicht die
spezielle, weibliche Sicht- und Handlungsweise einfließt, werden sie weniger
erfolgreich arbeiten.
Die Ministerräte müssen gerade auch Frauen
enthalten. Die Frau, die dem Volk das Leben schenkt, muss auch das Recht haben,
über sein Schicksal zu bestimmen. (FW III, 347)
Die Frau – Trägerin der heiligen Kraft und des
Geistwissens – kann eine Führerin werden. (HR I/1, 65; Brief vom
07.10.1930)
Vergessen wir nicht, dass bei jeder wichtigen
Errungenschaft das weibliche Prinzip als Grundlage und Essenz notwendig ist.
(Herz 106)
„Ich sehe mich aber gar nicht als eine Anführerin
oder gar Königin.“
Nun, geistige Führung, dass Vermitteln von
Orientierung ist auf allen Ebenen notwendig, bis hinunter zur Betreuung,
Erziehung und Ausbildung von Kindern in Kindergärten, Schulen und
Universitäten.
Über der Arbeit des Mannes steht die Offenbarung der
Frau. Sie führt, sie inspiriert, sie geleitet auf allen Wegen und gibt ein
Beispiel der Synthese. Es ist erstaunlich, wie rasch sie in jedes beliebige
Gebiet eindringt. (Br I, 282)
Meine
Schwester, verdiene Dir den Titel „Hohe Frau“ dadurch, dass Du zu einer Königin
des Geistes wirst. (Nikolaus
Roerich „She who carries the Stone“)
Das
ist in jeder sozialen Stellung, selbst als arme, einfache Arbeiterin möglich!
„Woraus ergibt sich der Führungsanspruch der Frau?“
Aus ihrem unfehlbaren Gefühlswissen! Es ermöglicht
ihr richtig zu beurteilen, richtig zu unterscheiden und den rechten Weg zu
weisen.
7.
Die Frau als Friedensstifterin
Friedensengel,
München
Leitgedanke:
Die Frau ist von Natur aus
eine Friedensstifterin!
Das gilt in der Familie, aber auch in Staat. Wir
wissen im Grunde:
Es würde viel weniger Kriege auf dieser Erde geben, wenn Frauen zu entscheiden hätten und ihre Art der Konfliktlösung betreiben könnten.

(David „Die Sabinerinnen“)
„Was macht die Frau anders, besser als der Mann?“
Das männliche Prinzip tendiert dazu, bestehende Gegensätze
zu betonen und sogar noch zu verschärfen.
Das weibliche Prinzip dagegen bemüht sich, das
Trennende zu überbrücken und verhilft überall dem Verbindenden zum Sieg. (Leshanbrücke, China)
Frauen übernehmen in Politik, Wirtschaft und
Gesellschaft mehr und mehr führende Rollen, wenn es darum geht,
Fehlentwicklungen zu korrigieren, Leid und Zerstörung zu lindern, die durch
eine von männlichem Denken und Gewalt dominierte Verhaltensweise verschuldet
wurden.
Feindlich ist des Mannes Streben,
Mit zermalmender Gewalt
Geht der wilde durch das Leben,
Ohne Rast und Aufenthalt.
Was er schuf, zerstört er wieder,
Nimmer ruht der Wünsche Streit,
Nimmer, wie das Haupt der Hyder
Ewig fällt und sich erneut.
(Schiller „Würde der Frauen“) (Nikolaus
Roerich „Gorynych“)
Die Frau empört sich und protestiert lautstark wie Maria Magdalena gegen Herzlosigkeit, Ungerechtigkeit, Leid und Verbrechen, die das kalte, lieblose, männliche Denken erzeugt.

(Tizian „Pietà“)
In der Männer Herrschgebiete
Gilt der Stärke trotzig Recht;
Mit dem Schwert beweist der Scythe,
Und der Perser wird zum Knecht.
Es befehden sich im Grimme
Die Begierden wild und roh,
Und der Eris rauhe Stimme
Waltet, wo die Charis floh.
(Schiller „Würde der Frauen“) (Tüshaus „Schlacht zwischen Germanen und Römern“)
Das Männliche Prinzip strebt nach Eroberung ohne
Rücksicht auf das Herz des Menschen. Das Männliche Prinzip baut Brücken für
seine Errungenschaften, indem es auf Herzen und Köpfe trampelt. Es geht nicht
um den Verstand, denn das Weibliche Prinzip enthält in seinem Potential
dieselben Feuer. Doch das Weibliche Prinzip bedarf der Befreiung des Herzens.
(FW III, 284)
Aber mit sanft überredender Bitte
Führen die Frauen den Scepter
der Sitte,
Löschen die Zwietracht, die tobend entglüht,
Lehren die Kräfte, die feindlich sich hassen,
Sich in der lieblichen Form zu umfassen,
Und vereinen, was ewig sich flieht.
(Schiller „Würde der Frauen“) (Botticelli
„Der Frühling“)
8.
Die Frau als Führerin des Mannes
Gerade der Mann bedarf und sehnt sich im Grunde nach
Führung durch eine einfühlsame, verständnisvolle, weise Frau. In seiner
Verzweiflung sucht er instinktiv einen Ausweg, Rettung und Hilfe beim
weiblichen Geschlecht.
Wenn das Weibliche Prinzip sich daran gewöhnt, für
die Entwicklung seines Potentials zu leben und sein Gefühl des beständigen
Gebens vollkommen zu erneuern, wird das Weibliche Prinzip das Männliche in
allen Richtungen überholen. (FW III, 284)
Leitgedanke:
Die Frau kann und muss den Mann
geistig emporheben und inspirieren
Aus der Geschichte ist bekannt, wie viele Künstler,
Schriftsteller, Philosophen und Staatenlenker sich auf eine Frau als Lehrerin,
Führerin und „Muse“ gestützt haben.
Wie
der Lehrer durch die Schüler wirkt, so wirkt die Frau durch das männliche
Prinzip. Deshalb hebt die Frau den Mann feurig empor. (FW III, 241)
Es ist Deine Aufgabe als Frau, den Mann auf dem
Geistigen Pfad zu führen.
(Nikolaus Roerich „Sie, die
führt“)

Die große
Epoche der Frau bricht an. Der Frau steht es nämlich bevor, eine zweifache
Heldentat zu vollbringen: Sowohl sich selbst als auch ihren ewigen Gefährten,
den Mann zu erheben. Alle Kräfte des Lichts erwarten diese Heldentat. (Helena
Roerich, Brief vom 17.08.1934)
Folglich muss
sich die Frau in einem solchen Grad geistig, moralisch und intellektuell
erheben, dass sie den Mann nach sich ziehen kann. Erinnern Sie sich an das
Gemälde von Nikolaus Roerich „Sie, die führt“? So muss die Frau den ihr
bestimmten Platz einnehmen. Sie muss nicht nur eine gleichwertige Mitarbeiterin
bei der Gestaltung des ganzen Lebens werden, sondern auch eine Inspiratorin zu
lebendigen Heldentaten. Ihre größte Aufgabe besteht darin, die Menschheit zu
vergeistigen und gesund zu machen, indem sie ihr das Streben nach Heldentat und
Schönheit einflößt. (HR I/2, 166; Brief vom 17.08.1934)
Der Mann wird von seinen
Leidenschaften beherrscht. Die Aufgabe der Frau ist, ihn aus diesen Fesseln zu
befreien!
Ewig aus der Wahrheit Schranken
Schweift des Mannes wilde
Kraft;
Unstet treiben die Gedanken
Auf dem Meer der Leidenschaft;
Gierig greift er in die Ferne,
Nimmer wird sein Herz gestillt;
Rastlos durch entlegne Sterne
Jagt er seines Traumes Bild.
(Schiller „Würde der Frauen“) (David „Napoleon beim Überqueren der Alpen“)
Aber mit
zauberisch fesselndem Blicke
Winken die Frauen den
Flüchtling zurücke,
Warnend zurück in der Gegenwart
Spur.
In der Mutter bescheidener
Hütte
Sind sie geblieben mit
schamhafter Sitte,
Treue Töchter der frommen
Natur.
(Schiller „Würde der Frauen“) (Rodin „Jeune fille au chapeau fleuri“)
Die bessern Männer wollen im Grunde erlöst werden
von der Knechtschaft ihres niederen Selbst. Sie spüren, dass die größere
Reinheit der Frau ihnen dabei helfen kann.
Die düstre Glut, die hier ich fühle
brennen,
sollt' ich Unseliger sie Liebe
nennen?
Ach nein! Die Sehnsucht ist es nach dem Heil:
würd es durch solchen Engel mir
zuteil!
(Richard Wagner „Der fliegende Holländer“)
Der Mann neigt dazu, die Frau zu idealisieren. Seine
Geliebte ist für ihn ein Engel, die Jungfrau Maria oder jedenfalls eine
Heilige.
Bevor ich meine zukünftige Frau meiner Familie
vorgestellt hatte, nannte man sie spöttisch „die heilige Clara“, so sehr hatte
ich sie in meinen Berichten vergöttert.
Das kann die Frau nutzen, um ihrem Partner zu
helfen, seine animalischen Triebe zu beherrschen und seine bessere Seite zu
erwecken.
Da
die Frau die Versuchung gewesen ist, der die niedere Natur des Mannes erlag,
kann der Mann nur dadurch zur Erkenntnis der höheren Aspekte der Weiblichkeit
und zum Wunsch, sie zu besitzen, gebracht werden, dass die Frau sich weigert, an seinem Fall teilzunehmen, und seinem geistigen
Auge die Schönheiten und Vorzüge dieser höheren Aspekte zeigt. Der Mann wird
das weibliche Geschlecht segnen oder verfluchen je nach dessen Kraft, seine,
des Mannes niedere Natur im Zaum zu halten und zu beherrschen. (TL
III, 95)
Durch Überwindung der tierischen
Natur, die im Mann so viel stärker ist als in der
Frau, erreichen nicht nur einzelne Menschen, sondern die Menschheit insgesamt
eine höhere Stufe. Dabei mitzuwirken und eine führende Rolle einzunehmen ist
die hohe Bestimmung der Frau!
Jede Frau, die mithilft, einen
Mann aus seinem niederen Selbst zu erlösen, indem sie sich weigert, der vermöge
ihrer niederen Natur sie erreichenden Versuchung nachzugeben, und ihm auf diese
Weise das Vorhandensein einer höheren Lebensstufe beweist, die ihm bis dahin
unbekannt war, tut mehr zur Erlösung der Rasse, zu der sie beide gehören, als
irgendein Mann im jetzigen Zeitalter tun kann, wie groß er auch sein mag. (TL
III, 95)
Dafür musst Du Dich als Frau
zuerst selbst rein halten!
Leitgedanke:
Schwester:
In Deiner Reinheit
liegt Deine Macht!
Andererseits ist es die
Weiblichkeit, die schließlich weit mehr als der Mann für die lockeren Sitten
der heutigen Rasse voll zur Verantwortung gezogen werden wird. Die Zeit des
Mannes kommt in einer anderen Epoche, wie es früher auch schon der Fall war. Der
jetzige Zyklus ist eine große Gelegenheit für die Frau; deshalb, Töchter des
Königs, fordere ich euch erneut auf, bittet den Gott in euch, dass er euch rein
erhalte. (TL III, 95)
Der Mann verehrt die Reinheit der Frau – wehe, wenn
er enttäuscht wird! (Hl. Katharina von Siena)
Wie
ungebildet der Mann auch sein mag, er schafft sich ein Ideal und kleidet es in
die Gestalt des geliebten Weibes. Dieses Ideal wird zerstört, sobald die
niederen Wünsche im Kampf zwischen Tugend und Laster, zwischen dem Wirklichen
und dem Unwirklichen die Oberhand gewinnen. Der Mann mag sich selbst für eine
kurze Zeit zu dem Glauben überreden, dass
das Ideal noch bestehe, aber es ist nur ein Trugbild des wirklichen Ideals, das
dann noch sichtbar ist; und die leichtfertige, sexuell überspannte Natur der
Frau hat bald keinen Reiz mehr für ihn: es folgt Überdruss und schließlich völlige Abneigung. (TL III, 95)
9.
Weiblichkeit bewahren, nicht Männer nachahmen

Anders Zorn
„Frau mit Zigarette“ (Ausschnitt)
Wenn Du als Frau den Mann führen willst, darf Du
nicht zu ihm herabsinken, sondern musst Dich auf eine höhere Stufe stellen. Du
musst wirklich die „bessere Hälfte“ sein, von der der
Volksmund spricht.
Es ist gerade Deine weibliche Seite, die
Dich befähigt, auf einem höheren, geistigen Weg voranzugehen!
Das Ewig-Weibliche zieht uns hinan. (Goethe „Faust“)
Diese Führungsrolle kannst Du nur aufgrund Deiner
besonderen Feinheit übernehmen.
Leitgedanke:
Als Frau obliegt es Dir
zunächst und vor allem
Deine Weiblichkeit entfalten!
Möge die Frau die Schönheit ihrer
Weiblichkeit bewahren; sie darf die Zartheit des Herzens, die Feinheit der
Gefühle, die Fähigkeit zur Selbstaufopferung und den Mut zur Ausdauer nicht
verlieren. (HR I/1, 65; Brief vom 07.10.1930)
„Ist es nicht ein Zeichen von Gleichberechtigung,
dass Frauen endlich dieselben Berufe, Ämter, Sportarten und sonstigen
Aktivitäten ausüben können, wie Männer?“
Nein, es ist ein Irrweg, wenn eine Frau, statt ihr
besonderes, weibliches Wesen zum Ausdruck zu bringen, die groben Attribute der
Männlichkeit nachahmt! Sie sind doch überholt, und wir wollen sie beim Aufstieg
auf eine höhere, verfeinertere Stufe der Kultur
gerade hinter uns lassen!
Die
westliche Frau ist erwacht und erkennt ihre Macht. Ihre kulturellen Leistungen
sind bereits offenkundig; doch die Mehrheit der westlichen Frauen beginnt – wie
alle Anfänger – mit Nachahmung, während wahre Schönheit und Harmonie im
ursprünglichen Ausdruck des Selbst zu finden sind. Würden wir gerne zusehen,
wie ein Mann die Schönheit der Männlichkeit verliert? Das gleiche gilt für
einen Mann, der Sinn für Schönheit hat. Er sieht bestimmt nicht gerne eine
Frau, die seine Gewohnheiten nachahmt und mit seinen Lastern wetteifert. (HR
I/1, 29; Brief vom 01.03.1929)
Unsere
Generation ist so sehr damit beschäftigt zu beweisen, dass Frauen dasselbe
können wie Männer, dass Frauen ihre Einzigartigkeit verlieren. Frauen wurden
nicht geschaffen, um alles zu tun, was ein Mann kann. Frauen wurden geschaffen,
um alles zu tun, was ein Mann nicht kann. (Unbekannter Autor) (Nikolaus Roerich „Song of the Waterfall“ (1), „Song
of the Waterfall“ (2), „In a Monastery“, „Drops of Life“)
Was für einen traurigen, beschämenden
Anblick bietet eine unweibliche Frau!
Sagt Dir Dein Herz nicht, wie es dem inneren
weiblichen Wesen widerspricht, wie hässlich es ist, wenn Frauen grobe
Sportarten ausüben wie Fußball, Rugby oder gar Boxen?
Nimm Dir doch nicht ungehobelte Mannsweiber, sondern
lieber wahre Königinnen des Geistes in all ihrer weiblichen Würde zum Vorbild,
wie zum Beispiel diese hier:

Botticelli „Geburt der Venus“, Helena, Uta von Naumburg, Gérard „Heilige Teresa von Avila“, Feuerbach „Nanna“, Maria Callas, Botticelli „Portrait einer Dame“, Sophia Loren, Sebastiano del Piombo „Vittoria Colonna“
Es widerspricht dem Wesen der Frau, sich an den
brutalen Verrichtungen der Männer zu beteiligen und als Soldatin in den Krieg
zu ziehen. (Rubens „Die Amazonenschlacht“)
Sie hat viel höhere, nämlich feinere Aufgaben!
Es ist unerlässlich, die Lage der Frau zu verändern.
Neben Gleichgewicht und Gleichberechtigung muss man auch die Feinheit der
weiblichen Natur verstehen. Es wäre bedauerlich, die Frau an der Stelle von
Soldaten oder bei einer Arbeit sehen zu müssen, die grobe Kraft erfordert. Wenn
wir uns von der Anwesenheit kostbarer feinstofflicher Energie überzeugen,
müssen wir sie um der Zweckmäßigkeit willen auch
anzuwenden verstehen. So gelangen wir erneut zur wahren Zusammenarbeit. (Br II,
458)
Die Zeit der Amazonen ist vorüber! (Franz von
Stuck „Amazone“)
Wir müssen für jede Fähigkeit den ihr gebührenden
Platz finden. Die Epoche der Mutter der Welt bedeutet keine Rückkehr zum
Zeitalter der Amazonen. Es steht eine weitaus größere, erhabenere und feinere
Aufgabe bevor. (Br II, 458)
Die besondere Würde, die ihm zusteht, wird auch dem
weiblichen Geschlecht nicht in die Wiege gelegt. Meine Tochter, Du musst sie
Dir verdienen, indem Du an Dir selbst arbeitest und Dich immer weiter
vervollkommnest. Erst dann wird Dir nach dem Gesetz der Entsprechung mit der
Zeit die Rolle zufallen, die Deinem hohen Wesen gemäß ist.
Die Frau muss zunächst sich selbst
ändern! Daher muss der Aufruf an die Frau vor allem ein Aufruf zur
Selbstvervollkommnung sein, zur Wahrung ihrer Würde und ihrer großen
Bestimmung, die Grundlagen des Daseins zu legen und den Antrieb zu Schöpfung
und Schönheit zu wecken. (HR I/2, 166; Brief vom 17.08.1934)
10.
Die Frau als Hüterin des Feuers der Liebe

Vincent
„Apollo und Vesta“
Leitgedanke:
Die Frau ist ihrem Wesen nach
eine Liebende!
Genau wie über das Herdfeuer ist es Aufgabe der
Frau, darüber zu wachen, dass das Feuer der Liebe zwischen den Menschen, vor
allem zwischen Eheleuten, nicht erlischt. Auch das ist Arbeit – innere Arbeit,
geistige Arbeit, harte Arbeit jeden Tag neu. Jemand muss dafür die
Verantwortung übernehmen.
„Willst Du den Mann von dieser Verpflichtung
freisprechen?“
Nein, natürlich heißt das nicht, dass der Mann die
ganze Last der Beziehungsarbeit seiner Gefährtin aufbürden soll. Typischerweise
ist sie aber besser geeignet, auf diesem Gebiet die Führung zu übernehmen.
Ich weiß nicht, was aus meiner Ehe werden würde,
wenn meine Frau nicht immer wieder, gerade in schwierigen Situationen, auf mich
zukommen, versöhnen und beschwören würde: „Aber wir haben uns doch lieb!“ Wenn
sie mir im Laufe des Tages nicht immer wieder einmal, auch ohne besonderen
Anlass, einen Kuss „stehlen“ würde (früher war ich der „Räuber“).
Die Frau scheint besser, tiefer und über viele Jahre
hinweg treuer lieben zu können als der Mann.
Streng und stolz, sich selbst genügend,
Kennt des Mannes kalte Brust,
Herzlich an ein Herz sich schmiegend,
Nicht der Liebe Götterlust,
Kennet nicht den Tausch der Seelen,
Nicht in Tränen schmilzt er hin;
Selbst des Lebens Kämpfe stählen
Härter seinen harten Sinn.
(Schiller „Würde der Frauen“) (Gaius Julius
Caesar)
Meisterschaft ist in erster Linie die Macht, mehr zu
lieben. (TL IX, 492)
Wir Männer sollten uns wenigstens immer wieder von
diesem heiligen Feuer entflammen lassen!
Ehret die Frauen! sie flechten und weben
Himmlische Rosen ins irdische Leben,
Flechten der Liebe beglückendes Band,
Und in der Grazie züchtigem Schleier
Nähren sie wachsam das ewige Feuer
Schöner Gefühle mit heiliger Hand.
(Schiller „Würde der Frauen“) (Caillebotte „Rosen im Garten“)
11.
Die Frau als Heilerin
Hl. Hildegard
von Bingen
Leitgedanke:
Die Frau ist die geborene Heilerin!
Mit ihrem Gefühlswissen und ihrer Intuition spürt
sie genau, woran der Kranke leidet, welche Prozesse gestört sind, was zu raten und
was zu vermeiden ist, um die Gesundheit wiederherzustellen.
Man kann viele Erscheinungen nennen, bei denen
gerade die Frau eine besondere Anspannung der psychischen Energie bewirken
kann. Solchen Besonderheiten der Frau wird jedoch nicht die gebührende
Beachtung geschenkt. Warum ist bei Krankheiten die Berührung der Frau so
heilsam? Unter Ärzten wird selten verstanden, warum bei Operationen die
Beteiligung der Frau besonders nützlich sein kann. Das ewig weibliche Prinzip
hat seine rechte Auslegung noch nicht gefunden. (AUM 428)
Nicht zufällig sind es seit Urzeiten gerade Frauen,
wie zum Beispiel Florence Nightingale oder Mutter Teresa, die sich in der
Krankenpflege aufopfern und die Wunden heilen, die Männer einander schlagen.
Ein leuchtendes und der Nachahmung wertes Beispiel
gibt die Heilige Hildegard von Bingen: Sie hat eine ganze Medizin mit
Heilmethoden, Heilmitteln und Ernährungsregeln entwickelt, die auch heute noch
gültig ist.
Die heilende Kraft der Frau wirkt nicht nur auf
Menschen, sondern sogar auf Dinge:
Man kann beobachten, dass Maschinen in den Händen
von Frauen weniger ermüden. (Br II, 458)
Frauen stehen auch dann an vorderster Front, wenn es
darum geht, die Krankheit des Planeten zu heilen: Die Zerstörung der
Lebensgrundlagen zu verhindern, die Schätze der Erde zu bewahren und dem
Klimawandel entgegenzuwirken.
12.
Die Frau als Schenkende
David „Belisar bettelt um Almosen“
Die Frau spielt eine besonders wichtige Rolle bei
der Errichtung der Neuen Welt: Sie verkörpert mehr als der Mann, der doch oft
egoistisch vorgeht, das für eine höhere Zivilisation unerlässliche Prinzip der
Selbstlosigkeit.
Noch eine weitere Eigenschaft ist der Frau eigen:
Sie ist die Trägerin des höchsten Grades der Hingabe. (Br II, 458)
Das Reich Gottes auf Erden, die Herrschaft von
Wahrheit, Gerechtigkeit, Schönheit und Liebe, die Überwindung von Armut und
Arbeitslosigkeit wird nur gelingen, wenn wir alle unsere weibliche Seite
entwickeln: Wenn wir danach streben, selbstlos mehr zum Wohl der Gemeinschaft
beizutragen als egoistisch Leistungen der Gesellschaft für uns in Anspruch zu
nehmen.
Das Kosmische Recht enthüllt das Weibliche Prinzip
als eine offenbarte Macht. Das Kosmische Recht enthüllt die Größe des
Weiblichen Prinzips, das Selbstlosigkeit bekundet und vor dem sich selbst die
großen Archate verneigen. Wahrlich, Wir verehren das
große Weibliche Prinzip. Wahrlich, Wir verehren das gebende Prinzip, das ein
Leben der Schönheit und des Herzens hervorbringt. (FW III, 194)
Die
Frau muss sich allerdings vor der Gefahr hüten, ihre Hingabe allein ihrer
Familie zu schenken, was letztlich doch nur ein
höherer Egoismus ist.
Der
selbstaufopfernde Dienst der Frau sollte dem Allgemeinwohl und der Evolution
der gesamten Menschheit gelten.
Die
Frau besitzt die Eigenschaft der Selbstaufopferung, aber sie sollte es lernen,
ihre Selbstaufopferung nicht nur auf den engen Begriff des Lebens am häuslichen
Herd zu beschränken, der oft nicht mehr ist als Förderung des Egoismus der
Familie – sie sollte sie im Weltmaßstab anwenden. (HR II/2, 313; Brief vom
17.05.1937)
13.
Die Frau als Mutter

Raffael
„Madonna Tempi“
Als
Mutter schenkt die Frau Leben und gestaltet maßgeblich seinen Verlauf: Die
einzelne Mutter für ihre Kinder, alle Mütter für die zukünftige Generation und
damit das weitere Schicksal unseres Planeten.
Die
Mutter hat als Lebensspenderin das Recht, das Schicksal ihrer Kinder zu lenken.
Die Stimme der Frau und Mutter sollte unter den Führern der Menschheit gehört
werden. Die Mutter gibt ihrem Kind den ersten bewussten Gedanken ein. Sie weist
ihm die Richtung und bestimmt den Wert aller seiner Bestrebungen und
Fähigkeiten. (HR I/1, 28, 29; Brief vom 01.03.1929)
Als Spenderin des Lebens ist die Frau auch die
natürliche Beschützerin aller Wesen auf der Erde. (Ghirlandaio
„Schutzmantelmadonna“; Nikolaus Roerich „Madonna Protectrix“)
Die Schaffung der Menschheit der Zukunft ist ohne die entscheidende Mitwirkung der Frau nicht zu
bewältigen.
Agni Yoga fordert Mann und Frau auf,
gemeinsam ein Geschlecht von Helden zu zeugen und großzuziehen.
Der Denker [Platon] sprach: „Weise Männer, eure Mühen werden
vergeblich sein, wenn die Frau euch nicht die Hand entgegenstreckt und ihr
gemeinsam ein Geschlecht von Helden aufzieht.“ (Br II, 700)
Dafür muss der Mann der Frau die ihr zukommende,
hohe Stellung einräumen, anderenfalls werden auch seine Kinder keine Größe
haben.
Eine Frau, die Sklavin ist, kann der Welt nur
Sklaven schenken. Das Sprichwort: ”Eine große Mutter gebiert einen großen
Sohn!” hat eine kosmische, wissenschaftliche Grundlage. (HR I/1, 28; Brief vom
01.03.1929)
„Kannst du das etwas alltagstauglicher ausdrücken?
Meine Kinder werden, fürchte ich, keine Halbgötter des Körpers wie Achilles und
Herakles oder des Geistes wie Sokrates oder Einstein werden.“
Nun, was ist das Ziel des Agni Yoga?
„Der Neue Aufbau, die nächste Stufe der Evolution,
der Neue Mensch und die Neue Welt.“
So ist es. Und wo beginnen wir?
„Beim Neuen Menschen, der allein eine bessere Welt
erschaffen kann.“
Wieder richtig. Und wo wird der Mensch der Zukunft
herangebildet? Doch zunächst und vor allem in den allerersten Jahren, in der
Familie! Hier wird die Grundlage für das kommende Wachstum gelegt.
Leitgedanke:
Mit der Erziehung der künftigen
Generation
ist der Mutter eine erhabene,
geradezu heilige Aufgabe zugewiesen
So bestimmt die Frau über die Zukunft der Menschheit
und der Erde!
*****
Willst Du Kinder heranbilden, die höher stehen und es
eines Tages besser machen als Du? Dann solltest Du sie gerade als spirituell
fortgeschrittene Frau selbst großziehen und sie nicht in die Obhut von Fremden,
von geistig niedriger stehenden Angestellten geben.
Glaubst Du wirklich, dass eine x-beliebige
Erzieherin Dein Kind mit derselben Fürsorge, Sorgfalt und Liebe erziehen kann
wie Du als Mutter – und das noch in dem Massenbetrieb eines Kindergartens?
Eine
Mutter, die keine Gedankenkultur besitzt, kann dem Kind nur die niederen
Eindrücke der menschlichen Natur vermitteln. (HR I/1, 28, 29; Brief vom
01.03.1929)
Empören wir uns nicht zu Recht über die Eltern
früherer Jahrhunderte, die sich nicht um ihre Kinder gekümmert haben und sie
von ungebildeten Dienstboten erziehen ließen? Tun wir aber heute nicht
dasselbe, indem wir unsere Hoffnung, unseren größten Schatz, die Generation der
Zukunft, in die Ganztagsbetreuung abschieben?
Die, welche sagen, dass ihr Beruf ihr Leben
ausfüllt, die lügen entweder oder sind von Geburt und Natur zur Ehe nicht
geschaffen. Wir anderen alle, was hilft uns ein Beruf? Wir wollen nicht für
anderer Leute Kinder sorgen, anderer Leute Kinder lehren, anderer Leute
Geschäfte betreiben, fremde Kranke pflegen; sondern: wir wollen lieben,
besorgen und leiden und meinetwegen sterben für das, was uns gehört.
(Gustav Frenssen „Hilligenlei“)
(Dora Arnd „Gustav Frenssen“)
14.
Vorbild Pallas Athene

Ein
Idealbild der Frau des Neuen Zeitalters ist Pallas Athene, die griechische
Göttin sowohl der Weisheit als auch des Kampfes.
Sie
gibt ihren Anhängern, zum Beispiel Odysseus, guten Rat in schwerer Lage.
Sie
kämpft als Athena Promachos in der Schlacht in der ersten Reihe – ein
weiblicher Erzengel Michael! (Leopold v. Klenze „Akropolis und Athena Promachos“;
Athene-Brunnen, Wien)
Die heutige Zeit verlangt eine
Geistkämpferin!
Mit wahrhaft weiblichen Fähigkeiten: Nicht nur
Wissen, sondern darüber hinaus Gefühlswissen, Weisheit; und die Kraft und den
Mut, das als richtig, notwendig und ethisch geboten Erkannte auch im täglichen
Leben gegen den Widerstand von Unwissenheit, Trägheit und Bosheit
durchzusetzen!
Natürlich nicht auf männliche Art mit Zwang und
Gewalt, sondern auf weibliche Weise mit geistigen Mitteln, mit liebevoller Überzeugung.
Eine Geistkämpferin führt einen geistigen Kampf! (Nikolaus Roerich “Beyond the Sea there are great Lands“)
15.
Vorbild Maria

Botticelli
„Madonna der Magnificat“
Ein großes Vorbild für jede Frau war seit
Jahrhunderten und ist auch heute noch Maria, die Mutter Jesu.
„Meinst Du etwa das süßliche Zerrbild, das manche kirchliche Kreise von ihr zu zeichnen lieben?“
Nein, wir sprechen von der Heldin, die sie tatsächlich war!

Notre Dame de la France, Le Puy-en-Velay; Tizian „Darstellung Mariäe im Tempel“; Tizian „Mariäe Himmelfahrt
Agni Yoga berichtet viel aus dem Leben Marias, was
nicht in der Bibel steht:
Es wäre übertrieben zu sagen, sie habe Jesus zu dem
gemacht, der er dann war. Richtig ist aber: Sie hat das Große in ihm gefördert
und ihm geholfen, es zu Tage zu bringen und seine Mission zu erfüllen. Das ist
die wunderbare Aufgabe einer jeden Mutter!
Wenig weiß die Geschichte über die Mutter des Großen
Wanderers [Jesus],
die nicht minder groß war als der Sohn. Die Mutter war von hoher Herkunft und
verband in sich Feinheit und Erhabenheit des Geistes. Sie nahm den besten Weg,
um das Kind in Sicherheit zu bringen. Sie legte im Sohn die ersten höheren
Gedanken an und war immer die Stütze seiner Heldentat. Sie sprach mehrere
Sprachen und erleichterte dem Sohn damit den Weg. Sie behinderte seine weiten
Wanderungen nicht nur nicht, sondern trug alles Notwendige zusammen, um sie zu
erleichtern. In der Kindheit sang sie ihm ein Wiegenlied, in
dem sie die ganze wunderbare Zukunft voraussah. (Br II, 147)
Maria teilte Christi Leben und wirkte unterstützend
in seiner Umgebung, vor allem dadurch, dass sie die Jünger in dem neuen Glauben
bestärkte.
Sie richtete seine Aufmerksamkeit auf das Volk und
wusste, dass es die Schätze der Lehre bewahren konnte. Sie verstand die
Erhabenheit seiner Vollendung und ermutigte sogar die Männer, die in Kleinmut
und Verleugnung verfallen waren. Sie war bereit, die gleiche Heldentat zu
durchleben, und der Sohn vertraute ihr seinen Entschluss an, der durch die
Testamente der Lehrer bestätigt wurde. (Br II, 147)
Maria war wirklich eine
geistige Führerin Jesu!
Gerade die Mutter kannte das Geheimnis der
Wanderungen. Man muss nicht die örtlichen Lebensgewohnheiten kennen, um die
Grundlage des Lebens der Großen Mutter zu verstehen. Denn nicht Gewohnheiten,
sondern die Verwirklichung der Zukunft führte den Willen der Mutter.
Wahrhaftig, es ist wenig über sie bekannt, doch wenn Ich vom Großen Wanderer
spreche, ist es vor allem notwendig, von jener zu erzählen, die ihn, nach außen
hin unsichtbar, zu den Höhen führte. (Br II, 147)
Die erschütternde Wahrheit ist: Tatsächlich war
Maria die einzige Stütze des Christus und nahm damit an seiner Heldentat teil.
Die
Heldentat war zwar schon vorherbestimmt, doch musste er sie mit ganzem Herzen,
ohne Zweifel und ohne Bedauern annehmen. Ein solches unbeugsames Streben wurde
von niemandem in seiner Umgebung, außer von seiner Mutter unterstützt. Doch
ihre Führung entschädigte den Großen Wanderer für alle schweren Leiden. (Br II,
149)
„Meine
Kinder sind aber keine Giganten wie Jesus.“
Nun,
auch Deine – leiblichen oder geistigen – Sprösslinge haben eine spirituelle
Seite, die Du entwickeln kannst. Auch sie haben ihre ganz
eigene Lebensaufgabe. Du kannst ihnen helfen, sie zu erkennen und die
nötigen Fähigkeiten zu erwerben, um sie zu erfüllen.
16.
Vorbild der Heiligen
Fra Angelico „Gemeinschaft der Heiligen“
„Maria,
die Gottesmutter, steht viel zu hoch, um mir als Vorbild zu dienen, dem ich
nacheifernkann.“
Dann
beschäftige Dich doch mit dem Leben, dem Wirken und den Schriften der großen
weiblichen Heiligen:
Von
der athenischen Philosophin Aspasia, der Frau des Perikles, der
alexandrinischen Philosophin Hypatia (die Raphael in seinem berühmten Fresko
„Die Schule von Athen“ als einzige Frau in einer Männergesellschaft gemalt hat)
und Maria Magdalena über Elisabeth von Thüringen, Maria Ward und Therese von
Lisieux bis hin zu Mutter Teresa. (Raphael „Die Schule von Athen“; El Greco, Tizian, Bellini
„Maria Magdalena“; Holbein „Heilige Elisabeth von Thüringen“)

Bei
ihnen kannst Du Inspiration und Führung auch für Dein Leben finden!
17.
Vorbild Helena Roerich

Swetoslaw Roerich „Helena Roerich“
„Wie
kann ich das, was gesagt wurde, nicht nur theoretisch studieren, sondern auch
praktisch im Leben anwenden?“
Ein
lebensnahes, strahlendes Beispiel aus Fleisch und Blut aus der heutigen Zeit
ist Helena Roerich! (Swetoslaw
Roerich „Helena Roerich“; Sarow „Helena Roerich“)

Nimm
Dir diese wahrhaft große Frau zum Vorbild und ahme sie nach! Sie verkörpert die
Rolle der Frau im Neuen Zeitalter in besonders hervorragender Weise:
Sie
war verheiratet und hat das ganz normale, alltägliche Leben einer jeden Frau
und Mutter geführt. Sie hat zwei Kinder großgezogen, ohne Gouvernante! Obwohl –
oder gerade weil (!) – sie ein spirituell so hoch stehendes Wesen war, war sie sich nicht zu schade, alle
mit dieser weltlichen Aufgabe natürlicherweise verbundenen primitiven
Verrichtungen, Mühen, Lasten, Qualen, Enttäuschungen und Rückschläge auf sich
zu nehmen.
Sie
hat ihren Mann erhoben und zu großen Werken, herrlichen Gemälden und
bedeutenden Schriften inspiriert.
Sie
hatte eine so enge spirituelle Verbindung zu ihrem nicht-inkarnierten Lehrer,
ihrem geistigen Vater, einem Mahatma (!), dass sie seine Botschaften Wort für
Wort niederschreiben und aus ihnen die Bücher des Agni Yoga zusammenstellen
konnte.
Durch
persönliche Gespräche und ihre zahlreichen, wegweisenden Briefe war sie zu
Lebzeiten und ist sie heute noch eine geistige Führerin und wahre Lehrerin für
viele Menschen.
„Ich
bin aber noch nicht annähernd so groß wie Helena Roerich.“
Nein,
aber wenn Du denselben Weg beschreitest, den sie vorangeht, kannst Du es eines
Tages werden, auch wenn Du dafür mehrere Inkarnationen benötigst.
Liebe
Schwester, Du suchst noch Deinen persönlichen Guru, Deine wahre, ewige,
geistige Mutter? Dann vertraue Dich doch zunächst der Führung Helena Roerichs
an! Wenn sie nicht Deine Lehrerin sein sollte, kann sie Dir jedenfalls helfen,
diese zu finden.